Elterngeld-Experten gesucht!

    • (1) 14.12.15 - 07:15
      Inaktiv

      Hallo liebe Gemeinde,

      ich habe am Freitag meinen Elterngeldbescheid bekommen und bin noch immer schockiert. Es sind 200 Euro weniger als ich per Rechner im Internet ausgerechnet hatte. Es ist mir klar, dass es zu Abweichungen kommen kann, aber in dieser Höhe? Ich habe ein mischeinkommen aus nichtselbstständigkeit und Selbstständigkeit und das netto, welches angesetzt wurde stimmt hinten und vorne nicht. Hat jemand hier eine Ahnung, wie dies berechnet wird? Gerne auch PN, dann könnte ich auch konkrete Zahlen nennen.

      Liebe Grüße und vielen Dank!

      • HI

        bei meinem Partner ist es auch so ... Festangestellt und "nebenbei" Selbstständig ...
        zur Berechnung wurden nicht die Monate vor der Geburt genommen (wie bei nichtselbstständigkeit) sondern das komplette letzte Jahr ... also das Jahr 2014 (da selbstständig) ..
        vielleicht scheitert es daran?

        VG

        • (3) 14.12.15 - 08:48

          Hallo,

          nein das wusste ich ja vorher und habe natürlich die Unterlagen von 2014 inklusive Steuerbescheid eingereicht. Der Betrag der ausgerechnet wurde entspricht Ca. 50 Prozent meines Nettoeinkommens. Echt schockierend.

          Liebe Grüße

      (4) 14.12.15 - 09:38

      Hallo nochmal,

      so ich habe mir den Elterngeldbescheid noch einmal genau angeschaut und mir stellen sich folgende Fragen, vielleicht kann mir die ja jemand beantwortenn.

      1. Was ist dieser "Arbeitnehmer-Pauschbetrag"? Wieso wird dieser abgezogen und das ist dann mein Elterngeldbrutto - um aber alle Abgaben zu berechnen, wird das Brutto ohne dieses Abzug herangezogen.

      2. Ist es richitg das mein Gewinn aus der Selbstständigkeit mit herangezogen wird, um die pauschalen Beträge für die Sozialversicherungsabgaben zu errechnen. Ich bin mit meiner Selbstständigkeit nicht sozialversicherungspflichtig. Ich zahle ja bereits diese Beiträge über mein Angestelltenverhältnis. Es kann doch nicht sein, dass ein Gewinn von 6152 Euro sich nur mit 100 Euro monatlich mehr auf das Elterngeld auswirkt.

      Liebe Grüße und vielen Dank für Eure Antworten.

      • 1. Das ist die werbungskostenpauschale von 83,33 je Monat, die immer abgezogen wird, weil steuerfrei. Sozialabgaben werden aber natürlich mit diesen berechnet, weil die in der Berechnung ja immer mitzählen. Steuern werden ohne die berechnet. (Ist auf deiner Abrechnung in der Regel auch oft so, dass es ein Steuer- und ein Sozialversicherungsbrutto gibt).

        2. Ja, das ist leider so richtig, das steht so im Gesetz. Das erscheint mir aber merkwürdig, dass dies nur 100 Euro Unterschied ausmachen sollen oder bist du damit vielleicht an der Kappungsgrenze von 2770 Euro monatlich angekommen?

        • (6) 15.12.15 - 08:40

          Hallo,

          Danke für deine Antwort. Ich habe es mir fast gedacht, dass alles korrekt ist. Es ist trotzdem schockierend. Ich bin immer vom 67 % vom netto ausgegangen. Dem ist ja nun offensichtlich bei mischeinkommen nicht der Fall. Ich hab jetzt nur 50% meines Einkommens vor der Elternzeit. Echt krass. Und wenn ich jetzt doch nebenbei arbeiten würde, um den Verlust auszugleichen, wird es auch wieder abgerechnet. Echt deprimierend.

          Liebe Grüße

          • "Ich bin immer vom 67 % vom netto ausgegangen"
            Entschuldige, dann warst du aber schon immer schlecht informiert, denn es wird schon lange vom Elterngeld-Netto (sprich Brutto abzüglich Pauschalen, womit man meist schlechter steht) ausgegangen und es gibt nur 65% (wenn du nicht zu den Geringverdienern gehörst.
            Außerdem gab es schon immer eine Kappungsgrenze nach oben!

            "Und wenn ich jetzt doch nebenbei arbeiten würde, um den Verlust auszugleichen, wird es auch wieder abgerechnet."
            DA merkt man es auch, denn nein, es wird nicht abgerechnet, sondern angerechnet, sprich ca. 33 Cent hast du pro verdientem Euro in Elternzeit mehr als ohne Einkommen neben dem Elterngeld! Zumal du pro Monat eben 83,33 ohne Abzüge verdienen kannst (denn auch da wird die Werbungskostenpauschale erst abgezogen!=).

            • (8) 15.12.15 - 11:58

              Hallo,

              ja ich weiß, dass es "nur" angerechnet wird, aber halt schon in einem Maße, dass man sich überlegt, ob es sich lohnt, nebenbei arbeiten zu gehen.

              Ich finde halt, dass es unsinnig ist vom Gewinn die gleichen Pauschalen abzuziehen, wie vom "normalen" brutto, denn damit werden die Selbstständigen mehr belastet. Mir wird ja dadurch mehr für die Sozialversicherung berechnet als ich tatsächlich eingezahlt habe. Und somit mein "Netto" künstlich verringert. Naja das ist halt meine persönliche Meinung und nur 50% vom bisherigen Einkommen ist schon eine Einschränkung. Ja ich weiß, in anderen Ländern gibt es gar nichts. Aber hier bekommt auch jemand, der gar nicht arbeitet den Freibetrag von 300 Euro, einfach so. Ich muss immer noch den Schock verdauen.

              Liebe Grüße

              • "Ich finde halt, dass es unsinnig ist vom Gewinn die gleichen Pauschalen abzuziehen, wie vom "normalen" brutto, denn damit werden die Selbstständigen mehr belastet."
                Das stimmt ganz klar nicht, es werden eben alle gleich belastet, nur das die Selbstständigen ja sogar den Gewinn nehmen können (auf Antrag) und nicht nur die Werbungskosten abziehen dürfen, sondern die tatsächlichen Ausgaben.
                Und das das generell mit den Pauschalen nicht mehr viel mit dem tatsächlichen Netto zu tun hat, ist doch lange bekannt.
                Es wird ja dementsprechend auch schon lange gepredigt, dass man eben vom Brutto ausgeht!

                Da deine Ausgaben ja auch im Bezug auf die Einkünfte in Elternzeit deutlich geringer sind, tun 50% doch dann aber nicht so weh, denn damit hast du ja doch keinen Verlust von 50%!

                • (10) 15.12.15 - 12:43

                  Hallo,

                  wie meinst du das mit dem Gewinn und den Werbungskosten? Der Gewinn ist ja schon alles abzüglich meiner Kosten. Das ist ja die Summe, die ich bei der Steuererklärung angegeben habe. Meinst du ich habe beim Elterngeldantrag was falsch gemacht? Vielleicht gehe ich doch noch mal hin und Lass es mir erklären.

                  Liebe Grüße

                  • Nein, du hast nichts falsch gemacht. Genau, es wird eben nur mit dem Gewinn gerechnet und deine wirklichen Werbungskosten abgezogen (auf Antrag), denn wie nicht-Selbstständigen werden eben die Werbungskosen und Freibeträge gar nicht berücksichtigt, sondern nur die 83,33 abgezogen.

                    Also dort klarer Vorteil und nicht Nachteil!

                    Achso, übrigens vor allem nach der Geburt eben wichtig, da zählt dann ja auch nur der Gewinn!

              Das jemand der nicht arbeitet den Freibetrag einfach so bekommt stimmt nicht. Diesen Freibetrag von 300 Euro gibt es zbs bei ALGII nur dann wenn man 12 Monate vor der Geburt mindestens 300 Euro verdient hat

              • "Diesen Freibetrag von 300 Euro gibt es zbs bei ALGII nur dann wenn man 12 Monate vor der Geburt mindestens 300 Euro verdient hat "
                Nein, nicht ganz, es reicht der Schnitt von 300 Euro in 12 Monaten, also man könnte auch einen Monat 3600 Euro gehabt haben, aber dann würde man ja in der Regel kein ALGII erhalten

                (15) 29.12.15 - 15:00

                Hallo,

                das ist quatsch, was du schreibst.

                Den sockelbetrag bekommt jeder, bei ALG II Beziehern wird er halt angerechnet, es sei denn das Elterngeld resultiert aus Arbeit vor dem ALG II Bezug. Und eine Hausfrau ohne ALG II Bezug bekommt die 300 Euro auch, ohne zu arbeiten-das habe ich gemeint. Dies führt den Zweck des Elterngeldes als lohnersatzleistung ad absurdum.

                LG

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