6 Monate im europäischen Ausland - Kindergeld?

    • (1) 07.01.16 - 10:10

      Guten morgen,

      ich würde gerne für ca. 6 Monate mit meinen beiden Kindern ins europäische Ausland gehen.
      Mein Mann arbeitet in Deutschland und würde das auch weiterhin machen. Er käme also nicht mit, sondern nur zu Besuch. Ich bin Hausfrau.

      Wir haben eine ETW, die dann leerstehen würde, da mein Mann in einer anderen Stadt arbeitet und am Arbeitsplatz auch übernachten kann.
      Unseren Wohnsitz möchten wir behalten.

      Mein Ältester ist Grundschulkind. Er würde im anderen Land in die Schule gehen, die Sprache beherrscht er bereits.

      Meine Frage betrifft jetzt das Kindergeld. Bekämen wir das weiterhin?

      Was wäre, wenn wir unsere Wohnung in der Zeit möbliert vermieten würden. Ändert das was?

      Noch steht nichts fest, ich muss erstmal die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen klären.

      Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der mir schonmal weiterhelfen kann.

      Viele Grüße
      Julia

      Hallo

      Hast Du auch daran gedacht wie bescheiden das für ein Grundschulkind ist.
      Es muss für 6 Monate die Schule wechseln und dann wieder zurück.
      Hat sich gerade in der neuen Schule eingelebt und dann sagt Mama nun geht es wieder zurück.
      Erst muss sich das Kind von den Freunden trennen findet dann neue und schwups wieder trennen und zurück.
      Wie oft sehen die Kinder dann ihren Papa?
      Was heißt dein Mann kann am Arbeitsplatz übernachten?
      Hat er dort ein Zimmer mit Kochnische und Bad oder wie soll man sich das vorstellen?
      Man fühlt sich nicht so gut wenn man nur eine Übernachtungsmöglichkeit hat man möchte doch schon ein _Zuhause haben
      Für 6 Monate vermieten geht wenn man jemanden findet der passt.

      Meinst du eure Ehe hält das aus?
      Oft denkt man das aber dann stellt man fest das es auch ohne den anderen geht.

      Dein Mann könnte feststellen das er seine Freiheit wieder hat denn es wartet ja keiner zuhause und da geht man eben mal aus.
      Da hat er dann zufällig die nette junge Dame kennengelernt und überlegt ob er wieder in die Gaststätte geht denn vielleicht ist sie ja da :-) und schon nimmt die Geschichte seinen lauf.

      Andersrum genauso
      Da lernst Du einen netten Typ kennen genau Deine Kragenweite und wie toll er mit den Kindern umgeht. Abends wenn die Kinder schlafen steht er mit einer Flasche Wein bei Dir vor der Tür die er zufällig noch gefunden hat und würde sie gerne mit Dir teilen. Du bittest ihn rein und auch die Geschichte nimmt ihren lauf.

      Dann kommt dein Mann ein We euch besuchen. Ersdpiuelt mit den Kids usw.
      Wenn sie im Bett sind hockt ihr auf dem Sofa und denkt beide ist die/ der langweilig.
      Geht dann nacheinander schlafen und denkt an die neue Errungenschaft.

      Was mich noch interessiert ist warum du das tun möchtest?
      Was möchtest Du in dem anderen Land machen?
      Möchtest Du dort arbeiten? Muss ja alles finanziert sein.
      kindergeld wird wohl weiterlaufen

      Ich würde es nicht tun .

      LG

    • 6 Monate sind gerade eine knifflige Zeit. Unter 6 Monaten kannst du durchaus als Besuch dorthin fahren. Dein Kind kann weiterhin in seiner Stammschule per Fernunterricht unterrichtet werden und würde so seine deutsche Schulpflicht erfüllen.
      Alles was 6 Monate übertrifft könnte leicht kritisch werden wegen dem Aufenthalt. Europa bedeutet noch lange nicht Schengen. Ich kenne dieses Problem nur von meiner Freundin, die gern am liebsten länger als 6 Monate am Stück pro Jahr in ihr Heimatland fahren würde - geht aber nicht, denn dann würde sie ihren deutschen Aufenthaltstitel verlieren.
      Das Kindergeld wäre eigentlich mein letztes Problem an deiner Stelle.
      Wenn ihr eure Wohnung vermietet, ist dann dein Mann offiziell obdachlos?

      • Wir haben alle einen deutschen Paß. Und nein, mein Mann ist dann nicht obdachlos, er wohnt am Arbeitsplatz.

        Ich tendiere dazu die Wohnung einfach leer stehen zu lassen. Ich glaube, das ist zu viel Aufwand. Die Mieteinnahmen müssen dann ja auch versteuert werden etc. Ich war noch nie Vermieter und kenne mich da nicht aus.

        Das Zielland ist im Schengenraum.

        Mein Sohn soll vor Ort die Schule besuchen, wie bei einem Schüleraustausch.

        Viele Grüße
        Julia

        • Also hat er in der Nähe seines Büros noch eine Wohnung. Dann ist das kein Problem.
          Oh ich sehe gerade, der übliche Fehler, habe obdachlos mit wohnungslos verwechselt.... Vielleicht müsste er dann seine Post weiterleiten lassen. Also es gibt schon einiges zu beachten. So simpel ist es nicht.
          Ansonsten ist es für deine Kinder sicher eine super Erfahrung. Gerade wenn dein Kind schon die Landessprache spricht, gehe ich davon aus, dass ihr einen Bezug (evtl. familiär) zu dem Land habt. Mal sehen, wie es bei uns aussieht. Wir wollten vor der Scheidung auch umziehen (allerdings nichteuropäisches Ausland). Wir waren bereits jedes Jahr mindestens 3 Monate hier vor der Einschulung und jetzt mindestens immer die Winterferien und die Osterferien. Wir sind auch alle Deutsche, haben allerdings die unbefristete Aufenthaltserlaubnis für dieses Land. Sprachkenntnisse sind vorhanden, familiärer Anschluss ist hier deutlich besser als in Deutschland, Eigentum ist vorhanden...das einzigste Problem war die Schulbildung. Meine Kids sind schwerbehindert und hier würden sie deswegen ausgelacht werden in der Schule.
          Bereitet euch gut vor und dann klappt das auch.

Top Diskussionen anzeigen