Was steht mir als privatversicherte Lehramtsanwärterin zu?

    • (1) 07.01.16 - 18:02

      Hallo ihr Lieben,

      ich werde zum 1. Februar mein Arbeitsverhältnis wechseln (von einem Bürojob zur Lehramtsanwärterin in Brandenburg mit 50% Beihilfe). Dadurch ergibt sich natürlich auch ein Wechsel der Krankenkasse, sodass ich dann privat versichert bin. Aber ehrlich gesagt blicke ich leider überhaupt nicht durch, was mir dann alles für Zahlungen zustehen, wie viel Geld ich wann bekomme und was ich nicht erhalte. Ab dem 22.02. beginnt mein Mutterschutz, ET ist der 5.4. Mein Mann ist ebenfalls privat versichert (in Berlin, auch 50% Beihilfe)

      Wie ist das z.B. mit dem Mutterschaftsgeld? Wird das gezahlt? Wenn ja, mit welcher Höhe kann ich da rechnen? Wirklich nur die 210€ einmalig??

      Wie sieht es mit dem Elterngeld aus? Wonach berechnet sich das?

      Ich habe nach meinen Recherchen gerade ein wenig Panik, dass es finanziell sehr knapp wird. Irgendwie stand da überall nur, dass privatversicherte quasi nichts bekommen :-(

      Im Internet bin ich auf widersprüchliche Aussagen gestoßen, was meine Beitragszahlungen zur KV angeht. Müssen die während des Mutterschutzes/Elternzeit weitergezahlt werden oder kann ich die erstattet bekommen?

      Kennt ihr irgendwelche Beratungsstellen für solche Fragen, an die man sich wenden kann?

      Vielen Dank für eure Hilfe! #liebdrueck

      • Huhu

        Ich glaube, Mutterschaftsgeld bekommst du nicht. Du bekommst während des Mutterschutzes deine Bezüge weiter, danch dann Eg.
        Die Beiträge zur KV musst du voll weiterzahlen, auch für dein Kind den extra Beitrag. Da wird dir nichts erstattet

        Also in Bezug auf Beihilfe und Co antworte ich jetzt in Bezug auf Hessen. Denke aber, dass es in Berlin ähnlich ist.

        Du bekommst, wie schon geschrieben, kein Mutterschutzgeld von der KV, sondern ganz normal deine Bezüge weiter. Ich glaube, bis zu einem bestimmten Einkommen kann man die 210 Euro noch beantragen. Da müsstest du mit deinem LiV Gehalt drunterliegen.

        In Elternzeit und MuSchu zahlst du deine Beiträge ganz normal weiter. Hier in Hessen bekommt man einen kleinen Zuschuss von der Bezügestelle.

        Dein Elterngeld berechnet sich nach dem Einkommen, dass du in den 12 Monaten vor Geburt hattest.

        Hast du denn schon eine Krankenversicherung gefunden? Das wird bestimmt gar nicht leicht da eine zu finden, da sie ja direkt enorme Kosten durch dich hätten.

        Ich wünsche dir alles Gute.

        "Wie ist das z.B. mit dem Mutterschaftsgeld? Wird das gezahlt? Wenn ja, mit welcher Höhe kann ich da rechnen? Wirklich nur die 210€ einmalig??"
        Nein, volle Bezüge weiter bis zum Ende des Mutterschutzes, aber Achtung, deshalb zählt fürs Elterngeld auch nicht nur die Zeit vor dem Mutterschutz, sondern vor der Geburt!

        Und ja, du musst dien Versicherung voll weiter zahlen während der ganzen Zeit und musst klären, ob Brandenburg einen Zuschuss zahlt zur KK, andere Bundesländer tun dies mit 50 Euro oder so.

        GEW kann dir gute Auskünfte dazu geben, da solltest du dir evtl. eh überlegen, ob sich ein Beitritt lohnt (schon alleine wegen Schlüssel- und Rechtschutzversicherung.

      • Vielen Dank für eure tollen Antworten, die haben mir schon sehr geholfen!!! #danke

        Eine Frage habe ich noch: Muss ich, wenn ich meine Bezüge während des Mutterschutzes weiterhin bekomme, irgendetwas gesondert beantragen oder läuft das dann quasi automatisch?

        Der Tipp mit der GEW ist gut, da werde ich mich mal hinwenden :-D

        Mein Mann hatte bereits angefragt, ob seine PKV mich aufnehmen würde. Die würden dann auch gleich unser Baby mitversichern dürfen. Es wirkte eigentlich nicht so, als hätten sie Probleme mit meiner SS.

        Wo könnte ich denn den Zuschuss zur KK beantragen? Bei der Beihilfe oder bei der allgemeinen Besoldungsstelle des Landes?

        Ich danke euch so sehr #herzlich

        • "Muss ich, wenn ich meine Bezüge während des Mutterschutzes weiterhin bekomme, irgendetwas gesondert beantragen oder läuft das dann quasi automatisch?"DAs läuft automatisch.

          "Wo könnte ich denn den Zuschuss zur KK beantragen? Bei der Beihilfe oder bei der allgemeinen Besoldungsstelle des Landes?"
          Da wo du auch deine Elternzeit anmeldest.

        • Huhu,

          also ich bekomme jetzt in der Elternzeit meine Private Krankenkasse voll von der Beihilfe stelle bezahlt. Das gilt für mich und meine 3 bei mir mitversichertem Kinder.
          Ich bin Landesbeamtin in RLP. Hier wird die Versicherung in der Elternzeit für alle Anwärter und für Lebzeitbeamten bis A8 voll bezahlt.

          Da du ja Anwärterin bist hast du vielleicht auch das Glück! Würde bei der Beihilfestelle nachfragen.

          LG sarah

      Da du in Elternteil gehen willst, wäre es sicherlich für dich das Günstigste "freiwillig gesetzlich" versichert zu bleiben. Das geht auch. Dann zahlst du nämlich während der Elternteil für dich und das Kind keine Beiträge, während du in der privaten Kasse für dich und für das Kind bezahlen musst (keine kostenlose Kindermitversicherung).
      Nur falls dein Mann über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, müsste das Kind extra versichert werden.

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