Änderung Grundbuch nach Todesfall

    • (1) 11.01.16 - 13:22

      Hallo Zusammen!

      Ich brauche mal dringend Euren Rat.
      Mein Vater ist vor 5 Jahren verstorben. Wie sich - leider erst jetzt - herausstellte, war mein Vater als alleiniger Besitzer des Einfamilienhauses im Grundbuch eingetragen.
      Wie ich jetzt gelesen habe, hätte meine Mutter als Erbin innerhalb von 2 Jahren kostenfrei die Umschreibung beantragen können.
      Was ist nun? Haben wir - zusätzlich zu den Kosten - mit einer Strafzahlung zu rechnen?
      Und ist es zwingend erforderlich, dass wir die Änderung beantragen müssen?
      Wäre es dann nicht einfacher, erst nach dem Tod der Mutter die Umschreibung auf mich, als nächste Erbin, zu veranlassen?

      Vielen Dank vorab für Eure Antworten!!!!

      • Nach 2 Jahren wird der volle Gebührensatz fällig.

        Deine Mutter erbt das Haus, was ist mit Deinem (und eventuelle Geschwister) Pflichteil?
        Eventuell kann Deine Mutter über eine Schenkung Dich bereits jetzt als Hauseigentümer einsetzen?

        Ich würde mir einen Termin bei einem Notar machen und dort alles klären.

        • Geschwister habe ich keine und meine Eltern hatten ein Testament auf Gegenseitigkeit.
          Grundsätzlich möchte ich mein Erbe auch noch nicht - aber es im Sinne aller Beteiligten am besten regeln.
          Ist man verpflichtet das Grundbuch zu ändern?
          Oder kann ich einfach abwarten?

      Hallo,

      hatte deine Mutter denn damals Versicherungen und die Gemeinde informiert? Vergesst das bitte auch nicht.

      Viele Grüße,
      lilavogel

      Hey, so wie ich den Sachverhalt verstanden habe und ich gehe davon aus, dass das Testament privatschriftlich gemacht wurde, muss deine mutter einen erbscheinsantrag beim Gericht stellen und die Eröffnung des Testaments beantragen. Und nach Erteilung des erbscheins kann sie beim Grundbuchamt die eigentumsumschreibung beantragen. Sollte das Testament seinerzeit notariell beurkundet worden sein, kann sie sich den Schritt mit dem erbscheinsantrag sparen. Hierzu braucht ihr generell nicht zum Notar. Wenn ihr zum Gericht geht alle Unterlagen wie Testament, familienstammbuch und perso mitnehmen. Lg

    • Hallo,
      nein, Strafe müsst ihr nicht zahlen, aber ihr müsst eben die vollen Gebühren zahlen. Wir hatten den gleichen Fall bei meinen "Onkel" - eigentlich ein Cousin meines Großvaters, der zunächst seine Frau beerbt hat (vor so ungefähr 20 Jahren, Berliner Testament, keine Kinder). Vor 3 Jahren ist er den selbst verstorben und meine Mutter und ihre Schwester haben das gesamte Vermögen geerbt. Erst da ist aufgefallen, dass nie eine Umschreibung stattgefunden hat. Es war halt viel Papierkram und einiges an zusätzlichen Gebühren, aber keine Strafzahlung.
      Du kannst natürlich auch noch warten auf den Tod deiner Mutter, aber das ändert nichts. Es musst die Reihenfolge eingehalten werden. Es wird auch dann keine direkte Umschreibung von deinem Vater auf dich funktionieren. Deine Mutter war die Erbin deines Vaters und sie muss als nächstes in den Papieren stehen, auch wenn sie bereits verblichen ist. Dafür müsstest du dann auch (nach ihrem Tod) die entsprechenden Gebühren zahlen. Sie hat die Umschreibung ja nur "vergessen". Sie hat die Erbschaft ja angenommen. Erst nachdem die Papieren (nach ihrem Tod) so geändert wurden, könntest du wiederum eine Umschreibung auf deinen Namen beantragen. So war es bei uns. Letztendlich verzögert das das Ganze sehr. Ich würde dir diesen Weg nicht unbedingt empfehlen. Macht das lieber jetzt.

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