Berufstätigkeit im Grundschulalter der Kinder aufgeben

    • (1) 18.01.16 - 15:05

      Hallo
      ich frage mich schon seit Längerem, ob ich meine Berufstätigkeit unterbrechen und ein paar Jahre zu Hause bleiben soll. Ich arbeite derzeit an 3 Tagen in der Woche, also keine Vollzeit. Trotzdem zerrt das Gefühl, zwischen Arbeit, Haushalt und Kinder (8 und 10 Jahre)/Ehemann jonglieren zu müssen, sehr an mir. Zumal der "Kleine" immer noch sehr viel emotionale Zuwendung braucht. Eine Pensumsreduktion ist leider nicht möglich.
      Die finanziellen und sozialversicherungstechnischen Nachteile sind mir bewusst. Auch ist mir klar, dass ein Wiedereinstieg "in ein paar Jahren" wahrscheinlich nicht wirklich einfach (realistisch?) ist.
      Meine Frage ist nun: wer hat es getan, (erst) im Grundschulalter der Kinder die Berufstätigkeit aufzugeben, und wie ist es euch dabei ergangen? Bin auf Erfahrungsberichte gespannt!
      Herzlichen Gruss
      Marie

      • Naja... Das kommt doch auf den Job an... Einen Job an der Kasse kann man locker einige Jahre unterbrechen... Einen Job in einer Firma wo man eine bestimmte Position hat, bekommt man evtl nicht easy zurück...

        Mona

        • Da hast du natürlich Recht. Meine Frage zielt aber mehr darauf ab, was die Erfahrung ist, wenn man mit der Berufstätigkeit trotz schon recht grosser Kinder aufhört (viele steigen ja im Grundschulalter der Kinder erst Recht wieder ein mit der Berufstätigkeit). Wie hat das Umfeld und die Familie reagiert, wurde das "Hausfrauendasein" schnell als langweilig empfunden etc.

          • wie das umfeld reagiert sollte hierbei keine rolle spielen, wie die familie reagiert wirst du sehen, wenn du deinem mann diese in meinen augen wirklich aberwitzige idee präsentierst. du musst wirklich den ganzen tag zuhause sein, um das leben mit zwei schon relativ grossen kindern bewerkstelligen zu können?! dass man auf tz reduziert oder aussetzt, wenn die kids klein sind mag ja sinnvoll sein, aber von tz auf null? was machst du den ganzen tag, wenn die kinder in der schule sind? auch werden diese in diesem alter ja wohl kaum ihre nachmittage immer zuhause bei mutti verbringen, so dass du einige zeitfenster hast, die du füllen kannst mit hausarbeit. du schreibst selber, dass es von der einkommensseite nachteilig ist, sprich ihr nicht zu denen gehört, die aufhören können weil genug da ist? sorry, für mich hört sich das einfach nach arbeitsunlust an. deine kinder werden begeistert sein, zukünftig zum lebensmittelpunkt zu mutieren.

            v

      Hallo,

      Ich weis was Du mit logieren meinst aber nicht wieso Du dieses Problem hast wen Du nur 3 Tage arbeitest.

      Ob es für Euch eine gute Lösung das Du aufhörst zu arbeiten musst Du zusammen mit Deinem Mann entscheiden. Das kann Dir doch von uns niemand sagen.

      Vor ca 6 Monaten war ich auch nur noch am hin und her hetzen. Also haben wir uns alle zusammen hingesetzt und überlegt was wir tun können.

      Wir haben den Musikunterricht "verschoben", die Große hat den Sportverein gewechselt der andre Trainingszeiten hat usw...

      Seit dem ist es nicht mehr ganz so stressig.

      Du musst überlegen was für Deine Familie das beste ist.

      LG dore

      PS: Ich kann mir immer noch nicht annähend vorstellen was Dich zu diesen Gedanken bewegt. Die Kinder sind schon recht groß und Du arbeitest bloß 3 Tage...#kratz

      Tu's nicht. Du wirst mangels anderer Beschäftigung die Kinder zu Deinem Projekt machen und anfangen zu helicoptern. Und die Kinder sind in einem Alter, wo sie losgelassen und nicht betüddelt werden müssen.

      Nimm' Dir doch lieber 'ne Putzfrau.

      Grüsse
      BiDi

    • Hmmm. 3 Tage arbeiten bedeutet im Gegenzug 4 komplette Tage zuhause ist. Wo ist das bitteschön Streß? An den 3 Tagen, an denen man arbeitet, braucht man im Haushalt ja nur die Basics machen, richtig putzen, aufräumen, einkaufen und vorkochen kann man ja an den Tagen, an denen man zuhause ist.

      Für mich ist das ein absolutes Luxusproblem. Ob du es machen sollst, musst du alleine zusammen mit deinem Mann entscheiden. Meiner würde mir gepflegt den Vogel zeigen.

      Wieviele Stunden arbeitest du denn am Tag? Brauchst du Fremdbetreuung? Wenn ja, wäre vielleicht eine Lösung, jeden Tag nur 4h oder so zu arbeiten in der Zeit, in der die Kinder in der Schule sind.

      Wie das Umfeld reagiert, sollte die egal sein. Das ist Familiensache. Ich geh aber davon aus, daß du, zumindest "hintenrum", als nicht wirklich arbeitswillig gesehen wirst. Ins Gesicht sagen wird es dir keiner, aber das geht ja auch niemanden etwas an.

      • Hallo,
        ich denke nicht, dass es um den Haushalt geht. Ich habe gerade ein ähnliches Problem, nämlich, dass meine 2 Großen (7/8), obwohl sie selbständiger werden, eine Terminflut vor sich her wälzen, die es in sich hat.

        Mir ist die Organisation oft zu viel. Ich weiß manchmal gar nicht wo mir der Kopf steht und irgendwas vergisst man immer. Ich will hier nicht mit Details nerven, aber allein mein Sohn hat mit seiner Kommunion so viele Termine. Nachmittags, abends, dann Fussballturniere am WE. Dann ist heute in der Schule pädagogischer Tag, morgen Schlittenfahren, dann Halbjahresgespräche. Die Jüngere muss 2x/Woche zum Taekwondo gefahren werden, weil es hier im Ort außer Fussball nix gibt usw. Mein Sohn hat lediglich ein Hobby, meine Tochter 2. Der kleine Zwerg (1 1/2) muss auch immer eingepackt werden. Kann man ein Kind allein lassen, wenn man das andere abholt? Dann überzieht der Trainer wieder, Abendessen verschiebt sich, duschen muss man auch noch und, oh je, das Geld und die Unterschrift für den Schulausflug muss auch noch in die Elternmappe. Das Mäppchen wurde vergessen einzupacken und der Deutschtest soll unterschrieben werden. Wer holt bitte in der Zwischenzeit die Wäsche aus dem Keller? Aber: Um 21:30 habe ich immer Feierabend ;)
        Ich fange im März wieder an zu arbeiten und wir beide arbeiten im Schichtdienst. Das wird richtig nett, fürchte ich. Aber: In einem Dorf findet man oft kurzfristig jemand, der mal ein paar Std. auf die Kinder aufpasst. Geben und nehmen, eben.
        LG
        Uta

    Mein tipp,

    lass deinen Kindern ein bisschen Raum, um selbstständig zu werden. Im Alter deines älteren Kindes hätte ich es furchtbar gefunden, wenn meine Mutter der ganzen Tag zu hause gewesen wäre.

    vg, m.

    Ich hab meinen Job zwar nicht aufgeben habe aber einen Erfahrungsbericht der anderen Art für dich:

    Mein Mann ist unerwartet arbeitslos geworden. ALG ist mittlerweile ausgelaufen. Hätte ich meinen Job geschmissen dann hätten wir umziehen müssen (weniger Platz, billigere Gegend), soziales Umfeld der Kinder weg, kein Urlaub mehr (gar keiner), Zittern, dass das Auto hält, hoffen, dass nicht Waschmaschine und Herd zugleich kaputt gehen, angewiesen auf Sozialhilfe.

    Nicht lustig, oder?

    LG

    Kann ich nicht nachvollziehen. Ich arbeite Vollzeit seit mein Sohn 1 Jahr war, es war nie einfach! Aber bei 3 Tagen arbeiten jammern? Ich wäre glücklich Teilzeit arbeiten zu können!
    Ich verlasse halb 7 morgens das Haus und bin 17 Uhr nachmittags zu Hause.

    Deine Sorgen möchte ich haben!

(13) 18.01.16 - 19:42

Was aebeitest Du denn?
Einen unbefristetet Vertrag würde ich nicht so einfach aufgeben. Zumal Du ja eh "nur" 3 Tage die Woche arbeitest.
Deine Kinder sind ja auch nicht mehr klein.
Du bist 4 Tage die Woche daheim ,da schafft man locker d. Haushalt und hat noch Zeit für d.Familie.
Was stresst Dich denn genau?

Ich arbeite 30h die Woche (nur nachts) ,mein Mann voll 3 Schichten.
Unsere Kinder sind fast 9 und bald 13 Jahre alt.
Ich denke sogar darüber nach die Stunden auf 35h die Wo zu erhöhen.
Persönlich würde ich jetzt nicht auf d.Idee kommen die Stunden zu reduzieren.

Ich persönl. kenne aber auch niemanden ,der das so gemacht hat.

LG Loonis

Hallo,

Erfahrung kann ich Dir nicht bieten. Da wirst Du auch eher keine Berichte bekommen - ich kenne eigentlich niemanden, der es so gemacht hätte.

Was willst du denn ohne Arbeit/Beschäftigung zu Hause?
Deine Kinder sind relativ "groß" und brauchen ihren Freiraum. Für alles andere bist Du noch ausreichend anwesend.

Haben Deine Kinder irgendwelche Probleme, welche Du bisher nicht erwähnt hast? Benötigen sie Unterstützung? Oder wie kommst Du auf den Gedanken?

Würdest Du Dich nicht unglaublich langweilen zu Hause? Also ich schon, wenn ich nichts arbeiten und nur auf die Kinder warten würde.

LG

Hallo!

Damit verhinderst Du nur, dass Deine Kinder altersgerecht eine zunehmende Selbständigkeit entwickeln und auch mal alleine sind. Das ist wichtig für ihre Entwicklung und zeigt, dass Du ihnen vertraust und ihnen etwas zutraust.

Statt dessen werden die Kinder zu Deinem lebensmittelpunkt, Du bist ständig da um sie zu bemuttern und sie fangen an alles für selbstverständlich zu nehmen.

Noch dazu Ist ja in dem Alter auch mal die Frage da "was sind Deine Eltern von Beruf" und da ist heutzutage "Hausfrau" nicht gerade etwas worauf Kinder stolz sind.

Im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit oder einer Trennung hättet ihr ein echtes Problem.

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