Kind schon in der Bewerbung angeben?

    • (1) 24.01.16 - 12:56
      Inaktiv

      Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich,

      Da ich mich demnächst neu bewerben möchte, treibt mich eine vor kurzem statt gefundene Diskussion mit Freundinnen um.
      Ich habe mal gelernt, dass im Lebenslauf neben Fanilienstand, auch die Anzahl der Kinder angegeben wird.
      Ist dem noch so? Eine Freundin hat das Gefühl, dass deswegen ihre Bewerbungen oft sofort aussortiert werden und es gab eben die Empfehlung Kinder erst im Vorstellungsgespräch zu erwähnen.

      Was ist denn nun gerade üblich?
      Ich selbst bin ein Fan von gleich die Karten auf den Tisch zu legen, andersrum betrachtet ist es doch aber auch nicht doof, das erst im Gespräch zu tun, um gleich darüber zu sprechen wie die Betreuung geregelt ist.
      Wenn man jetzt den Familienstand und Kind nimmt, schreibt meine Freundin zB ledig und zwei Kinder, obwohl ja in einer Partnerschaft lebend. Ich dagegen bin getrennt ohne vorher verheiratet gewesen zu sein und somit auch gerade ledig mit Kind.
      Das lässt doch schon ziemlich viel Interpretationsspielraum. Ich bin ja auch streng genommen nicht allein erziehend, denn wir haben ein 50/50 Modell.

      Freue mich, wenn ihr eure Meinungen und Erfahrungen teilt.

      • (2) 24.01.16 - 13:36

        Weder dein Familienstand noch deine Kinder haben da irgendwas zu suchen. Auch im Vorstellungsgespräch nicht!

        Gruß

        Manavgat

        (3) 24.01.16 - 13:48

        Hi,

        Theoretisch musst du sie nicht angeben.

        Ich habe sie diesmal auch nicht mit angegeben und wurde zum Gespräch eingeladen.

        Viele potentiellen Ag sortieren aus wenn sie lesen das man Kinder hat. Ich werde beim Gespräch aber sofort mit offenen Karten spielen und auch begründen warum ich sie nicht angegeben habe.

        LG

        (4) 24.01.16 - 17:09

        Hallo Nele,

        du musst weder das eine noch das andere angeben.

        Ich persönlich bin euch ein Freund davon, die Dinge direkt beim Namen zu nennen. Zum einen weil man sonst nach dem Gespräch eh aussortiert wird (Zeitverschwendung) wenn sie es partout nicht wollen und zum anderen weil es einem als unehrlich ausgelegt werden kann. Dadurch wird man ja in der Regel auch aussortiert.

        Ich habe in meinem Lebenslauf geschrieben 2 Kinder, Betreuung gesichert. Und ich hatte auf mind. 90% meiner Bewerbung auch eine Einladung bekommen. Habe selber jetzt gerade den Job gewechselt. Die meisten Firmen sind da nicht mal drauf eingegangen. Also weder dass Kinder da sind, noch wie alt etc.

        Wie du es für dich machst musst du natürlich selber entscheiden.

        Viel Erfolg bei der Jobsuchenden.

        Grüße von ich-ich

      • (5) 24.01.16 - 17:37

        Ich würde sowohl den Familienstand als auch das Kind weglassen.

        (6) 24.01.16 - 21:51

        Meine Bewerbung zu meiner aktuellen Stelle ist jetzt 6 Jahre her.

        Ich habe mich aus der Elternzeit heraus auf die Stelle beworben, deshalb habe ich mein Kind angegeben und gleichzeitig erwähnt, dass die Betreuung gewährleistet ist.

      • (7) 25.01.16 - 09:29

        Mein Mann hat Folgendes erzählt:

        Bei seinem Arbeitgeber kommen viele Bewerbungen an. Der Trend ist, dass Frauen ihren Familienstand und die Anzahl der Kinder bzw. der Auszeiten nicht angeben, Männer machen dagegen sehr detaillierte Angaben in dem Punkt.

        Ich glaube, es ist im Moment so, dass Väter, die auch nur ein bisschen mehr für ihre Kinder tun als in den 50er Jahren hochgejubelt werden, bei Frauen sieht man eher das Hindernis, das Kinder bringen. Männer zeigen durch Angabe der Familienverhältnisse wie flexibel sie sind, Frauen zeigen, dass sie viele Fehltage wegen kranker Kinder haben werden. Männer haben natürlich ihre Frauen im Hintergrund, Frauen haben niemanden. Irgendwie ist es ja wirklich meist so, nech.

        Ich glaube, ich würde nix dazu schreiben....

        (8) 25.01.16 - 12:31

        Hi,

        man kann das so oder so sehen.

        Will man bei einem Arbeitgeber arbeiten, wo man von Anfang an Mann & Kind verschweigen muss und dann womöglich Angst hat, wenn es raus kommt, das evtl. Konsequenzen folgen könnten?

        Es gibt leider auch Jobs - auch im Büro - die einfach nicht für Frauen mit Kinder geeignet sind. Warum hier zum Vorstellungsgespräch gehen, um gleich wieder aussortiert zu werden? Ich kenne eine Firma die haben Saisonbetrieb und da kann Frau während vieler Ferienzeiten keinen Urlaub nehmen! Und jetzt? Darauf bestehen? Dann wird der Job nicht lange sein.

        Du wirst sicherlich das ein oder andere Jahr eine Auszeit wg. den Kinder gehabt haben, oder?
        Wie verkaufst Du das, ohne das der Arbeitgeber hinterher denkt " die hat hier aber ganz schon geflunkert"? Wer weiß ob das ein Einzelfall war?

        Vieles kann man drehen wie man will....zu jung, zu alt, überqualifiziert, zu wenig Qualifikationen, wohnt zu weit weg, Kind, kein Kind.....

        Lg
        Lisa

        • (9) 25.01.16 - 12:55

          Ich persönlich kann mein Kind gar nicht verschweigen, da ich auf eine etwas flexiblere Arbeitszeitgestaltung angewiesen bin.
          Ich fände es auch eigenartig so etwas schon wichtiges zu verschweigen. Aber vielleicht sehe ich das auch entspannter, da ich nicht auf einen neuen Job angewiesen bin.

          Schade wäre es eben nur schon vorab aussortiert zu werden, da der AG Vorbehalte hat, die man ja in einem persönlichen Gespräch gleich ausräumen könnte, aus diesem Hintergrund meine Frage.

          Ich bin aber gar nicht auf die Idee gekommen mein Jahr Elternzeit als Auszeit zu deklarieren, da ich ja in meinen alten Job zurück gekehrt bin und somit keine Lücke im LL habe. Mhm...

          Danke dir für deine Meinung!

          • (10) 25.01.16 - 15:18

            Wenn ein Arbeitgeber was gegen Kinder hat, läss er sich nicht von einem netten Gespräch umstimmen. Meistens sind es ja Personaler, die können das eh nicht entscheiden.

            Ich denke da haben viele Betriebe Erfahrungen gesammelt.. hab selber drei Kollegen mit Kids gehabt und ich kann eine Menge Geschichten erzählen. Es ist halt schade, da wenige Personen dann für Nachfolger einiges zunichte machen können.

            lg
            lisa

            • (11) 25.01.16 - 16:33

              Da hast du sicher recht.
              Es ist aber immer noch ein Unterschied ob irgendein Personaler die Bewerbung gleich aussortiert, oder aber man eben im Gespräch mit seinem wirklichen, zukünftigen Vorgesetzten ist.
              Du bringst es ja auf den Punkt. Die Bewerbung muss erstmal am Personaler vorbei ;-)

              Naja. Mal schauen wie es läuft.

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