Glaubt ihr, meine Geschäftsidee könnte Erfolg haben???? Oder nur ein "Hirngespinst?"

Also.....
ich bitte Euch mal um Eure Meinung..... Ich backe u. koche total gerne und liebe es, etwas schön herzurichten und zu dekorieren. Mir kam die Idee in einem kleinen Cafe, in dem es ausser den üblichen Kuchen einfach auch Kekse gab.
Mir geht es seither nicht mehr aus dem Kopf, Kekse zu backen, die zB. rein vegan sind, schmecken und hübsch obendrein sind und in wirklich persönlichen und hübschen Verpackungen zu haben sind. Desweiteren evtl. für sämtliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten unterschiedliche Angebote. Ich würde sie erstmal gerne online anbieten, und wenn es geht, an eben kleine Cafes und zb. Teeläden, Geschenkeläden etc., die alle nicht selber backen. Zudem wären Kekse prima, die speziell auch für Kinder sind, sozusagen als kleiner gesunder Snack, anstatt Fastfood. Dementsprechend sollten sie natürlich aussehen. Nun soweit so gut, aber ich weiß, man kann nicht einfach zu Hause damit loslegen.... Sondern ich bräuchte eine extra Küche, soweit ich schon informiert bin. Und ich bräuchte wohl vom Gesundheitsamt eine Zulassung. Zu mir, ich bin 45 J, eigentlich Bürokauffrau, habe einen hauswirtschaftliche Zweig in der Schule besucht und möchte damit nebenbei ein "paar hundert Euro" verdienen. Ich habe diese Idee noch nicht so lange, geht mir aber nicht mehr aus dem Sinn und bin noch nicht auf irgendwelchen Ämtern gewesen, was dann noch kommen sollte, klar. Vorab wollte ich aber mal Meinungen hören, ob ihr für so etwas eine Absatzmöglichkeit seht, bzw. Eure Erfahrungen wissen, wenn jemand selbständig Lebensmittel anbieten würde.
Freue mich über Meinungen und Tipps, von Selbständigen!!1
Danke
fannylein

Eine Nachbarin meiner Eltern macht jetzt Torten etc.. aber zu hause und kein eigener laden.

Ob sich das lohnt hängt sicher von davon ab wie viele in der Region sowas anbieten.

Und sie musste iein Kurs belegen um es offiziell zu machen!

Wenn du finanziell nicht auf Verkäufe angewiesen bist kann man es versuchen.. brauch man ein fixes Einkommen finde ich es sehr gewagt

Hallo,

also wenn du Nahrungsmittelunverträglichkeiten einbeziehst (vor allem auch glutenfrei, laktosefrei), dann kannst du da sicher eine Marklücke besetzen.

Kommt aber auch auf den Standort an. Eine größere Stadt sollte es schon sein.
Ich kenne das Isabellas in Düsseldorf, das wird von Allergikern aus ganz Deutschland besucht. Ich war nämlich auch schon dort :-D

Dann hoffe ich mal, du machst in meiner Nähe auf ;-)

LG
P.S. für glutenfrei musst du auf Kontaminationen achten

Hi,

bei den Nahrungsmittelunverträglichkeiten musst Du aufpassen.

Wenn Du Weizen verwendest und dann glutenfreie Kekse anbietest, wie garantierst Du das kein Weizen in dem Keks landet? Das gleiche gilt für Eier, Milch etc.

Ich würde mich daher lieber vorher festlegen und dann nur z.B. vegan ODER glutenfrei anbieten.

Vegan und glutenfrei geht aber auch zusammen :-)

Das stimmt. Allerdings schränkt glutenfrei schon ziemlich ein. Ich vertrag nämlich keins. Wenn ich dann noch auf Eier verzichten würde, dann bleibt nicht mehr viel.

So kann ich gut Lebkuchen, Makronen etc. aus Mandeln, Kokos, Haselnüssen backen. Aber ohne Ei??

weitere 2 Kommentare laden

Probiere es aus!

Ich finde die Idee gut!

mach dir bitte auch Gedanken über die Werbung!
Schreib uns wenn du die Idee umgesetzt hast :-)

LG
Karna

Hallo,

Wenn man damit kein finanzielles Risiko eingeht, falls es nicht den gewünschten Absatz abwirft, warum nicht?

Ich hab schon öfter auf verschiedenen Messen solche Gebäcke gekauft, die dort mit kleinen Ständen Werbung machen.
Zu Geburtstagen oder anderen Anlässen würde ich sowas auch ggf. bestellen :-)

LG

Ein paar Kekse zu Huase backen oder in größeren Mengen backen ist schon ein mächtiger Unterschied. Ohne Konditorausbildung sehe ich da eher schwarz...erinnert mich an die ganzen Restaurantrettungssendungen, wo nicht Profis mal eben meinen ein Restaurant zu eröffnen.

Mit glutenfrei brauchst Du ja quasi einen abgeschlossenen Backraum mit eigenen Amaturen, Geräten, Maschinen, sonst kann das mächtig in die Hose gehen.

Rechne einfach mal grob hoch, wieviele Kekse Du backen müßtest, um nur die Miete für ein Cafe herein zu bekommen....

Konkurrenz gibt es durchaus, da kann man auch mal Preise einsehen:
http://www.schaer.com/de/glutenfreie-produkte/kekse-suesses

http://www.glutenfrei-supermarkt.de/kekse+kuchen/

Rechne genaus Aufwand/Nutzen, Anschaffung aller Gerätschaften, Anmietung der Räume etc.

Wenn Du was nebenher verdienen willst, dann backe eher normalen Kuchen und Torten für private Feiern zum Beispiel.

Hallo!

Ich finde es schwierig, gerade mit Keksen. Hast Du mal gerechnet, wie viel Arbeitszeit Du pro Keks brauchst, gerade wenn die ansprechend dekoriert werden sollen? Wie viel Geld musst Du dann inkl. zutaten und Strom/Gas für den Ofen verlangen, wenn auch noch die Miete für das Café und ein bisschen Gewinn übrig bleiben sollen?

Und dann ist es eben nur ein Keks. Da ist die Frage eben vor allem, ob die leute bereit sind, über 1 Euro für einen Keks auszugeben. Gerade wenn beim Bäcker um die Ecke man da schon einen Krapfen kriegt.

Noch dazu ist in der Gastronomie schon einiges zu beachten in Sachen Hygiene etc, und Startkapital brauchst Du ja auch...

wenn die es wirklich glutenfreie, laktosefreie Dinge sind, dann kann man den Preis hoch ansetzen

ich zahle auch 5€ für ein Stück Kuchen #schwitz

Ich weiss nicht, ob da zwischenzeitlich etwas geändert wurde, aber ist es nicht so, das zur Herstellung und Vertrieb von Backwaren ein Eintrag in die Handwerksrolle (sprich Meistertitel) Voraussetzung ist?

Grüsse
BiDi

Hallo,

Ja, ich würde sowas kaufen.
Sehr gern sogar.

Lg

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich sowas rechnet.
Zudem hätte ich einen Höllenrespekt davor, explizit Lebensmittel für Allergiker anzubieten und damit rechtlich in Teufels Küche zu kommen durch irgendeinen dummen Fehler oder auch nur eine verunreinigte Zutat.....Das wäre mir zu brisant als "backende Hausfrau im Nebenerwerb".

LG

Ganz generell - um Dich selbstständig zu machen brauchst Du in der Regel einen Gewerbeschein.
Um mit Lebensmitteln zu arbeiten brauchst Du ein Gesundheitszeugnis. In den meisten Bundesländern kommen auch mehr oder weniger regelmässig Hygienekontrollen.
In der Regel brauchst Du in den meisten Bundesländern auch einen Eintrag in die Handwerksrolle (sprich Meister).

Speziell für glutenfrei - da brauchst Du sowohl Extrawerkzeuge als auch einen Extraraum. Dazu kommen die Untersuchungen auf Rückstandsfreiheit (mit ein Grund warum das Zeug so teuer ist).

Den Absatzmarkt seh ich in den meisten Städten schon - aber die zu erfüllenden Voraussetzungen sind ohne Vorkenntnisse kaum zu erfüllen. Auch die Anfangsinvestitionen sind nicht zu unterschätzen.

Als Nebenerwerb ist es also meiner Meinung nach nicht geeignet. Da müsstest Du Dich dann auf einen Punkt beschränken (zB nur dekorieren).

LG

Hallo,

grundsätzlich scheinen mir "Spezialangebote" sinnvoller zu sein, als sich in den Strom der Masse einzureihen.

Allerdings weiß ich von Freunden, die sich selbstständig gemacht haben, dass du einen langen Atem und auch Rücklagen bzw. Geld von der Bank brauchst. Ich kenne Leute, die mit tollen Ideen schwer an die Wand gefahren sind, weil die wirtschaftliche Seite des Unternehmens einfach nicht auf soliden Füßen gestanden hat.

Damit dein Traum gute Chancen hat, solltest du dich wirklich gründlich informieren. In größeren Städten gibt es oft Gründerinnen-Beratung.Die können sich mit dir über den Businessplan beugen und mal durchrechnen, ob du alleine so viele Kekse zu backen schaffst, dass du davon die Küchenmiete, den Menschen, der dir deinen Online-Shop einrichtet und wartet, das Auto zum Ausliefern an die Cafés und auch deinen eigenen Unterhalt davon bezahlten kannst. Dann musst du neben dem Backen und Ausliefern natürlich auch Akquise und Werbung machen (wenn du dafür nicht auch jemanden bezahlen willst).

Eine wirtschaftliche Beratung ist noch wichtiger als die Amtsgänge.

Das zweite Thema ist das Lebensmittelrecht in Deutschland, das sehr große Anforderungen stellt. Wie schon geschrieben wurde: Wenn du Gebäck als glutenfrei verkaufst, musst du garantieren, dass da wirklich kein Weizenmehl enthalten ist. Wenn du in der gleichen Küche Weizen verarbeitest, fällt das schon mal flach. Aber es gibt noch sehr viel mehr Auflagen auch in Bezug auf die Lagerung von Lebensmitteln usw.

Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack:

https://www.hk24.de/recht_und_steuern/wirtschaftsrecht/gewerberecht/lebensmittelrecht/1156820

Alles Gute,
D

Hallo,
ich bin bspw. von unzähligen Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen und kann dir was zu meinem subjektiven Konsumverhalten diesbezüglich erzählen:

Zumindest ich selbst habe erhebliche Mehrkosten durch diese Unverträglichkeiten zu tragen - Die ganzen Nährstoffmängel muss ich durch teure Pillen-Schluckerei versuchen, auszugleichen. Es gibt schon sehr viele Onlineshops für NMUs, jedoch haben alle sehr gesalzene Preise. Ich kaufe nur sehr selten diese Spezialprodukte und wenn dann sind es Rohstoffe, keine fertigen Kekse, etc.

Deine Idee klingt gut. Nur weiß ich nicht, ob du die Waren auch zu vertretbaren Preisen anbieten kannst, so dass auch der Absatz stimmt. Vllt. ist ein eigenes Café doch die bessere Alternative? Es gibt auch genug Leute, die sich gern bewusst ernähren und dafür tiefer in die Tasche greifen. Also worauf ich eigentlich hinaus will:

Die Rohstoffe die du benötigst, sind sicherlich recht kostenintensiv, da wohl hohe Qualität. Dann musst du die Zutaten noch in z.T. (?) Handarbeit produzieren und das würde ich mir ebenfalls gerecht bezahlen lassen. Dazu kommt ein Aufpreis, rein für deine ausgefallene Idee und der Sonderstellung deiner Produkte, sowie der besonders schönen Verpackungen - wenn du das wirklich vorhast.
Für 275g Kekse aus dem Bioladen zahle ich schon knapp 5€. Kannst du diesen Preis einhalten oder kommst du drüber?

Bedenke, ob du ein Premiumprodukt anbieten möchtest. Da gibt es wieder andere Verkaufsstrategien. Viel Erfolg Dir!