Teilzeit in Elternzeit vom AG abgelehnt

hallo zusammen

Ich habe vor 2 Wochen entbunden. Habe rechtzeitig den Antrag auf Elternzeit gestellt. Geplant war, dass ich 2 Jahre Elternzeit mache und im 2. Jahr TZ arbeiten gehe. So habe ich es auch beantragt.

Jetzt wurde mein Antrag vom AG abgelehnt auf TZ mit der Begründung, dass man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehen kann, ob man mir eine Beschäftigung in TZ dann anbieten kann.

Ist das so rechtens? Ich habe den Antrag auf Elterngeld so gestellt, dass ich das Geld im ersten Jahr ausgezahlt bekomme. Mein Mann wollte im 13.&14. Lebensmonat Elternzeit nehmen. Jetzt sind irgendwie unsere Pläne übern Haufen geworfen...

Was können wir tun? Mein AG ist ein amerikanisches Unternehmen mit mehreren Tausend Mitarbeitern. Hier in Deutschland sind wir knapp 100 Mitarbeiter auf verschiedene Standorte verteilt.

Danke für eure Antworten schon mal!

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Hallo

Du kannst auch einen Anwalt nehmen. Die sind nicht schlechter.

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Die Userin hat der TE beides empfohlen ...

LG

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"...eine Fachanwältin für Arbeitsrecht..."

Ich sehe das nur die weibliche Fassung...

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Ich würde eine Fachanwältin für Arbeitsrecht hinzuziehen. Achtung: die Frist für eine eventuellen Widerspruch könnte kurz sein.

Gruß

Manavgat

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Hallo,

für mich klingt das nicht wie eine generelle absage, sondern das er es einfach jetzt nicht sagen kann.
Muss er ja auch nicht. In einem Jahr kann viel passieren und die Antragsfrist für TZ in EZ ist auch nicht sonderlich lang.
Sollte er in einem Jahr immer noch ablehnen muss er dich aber für andere AG freistellen. Allerdings glaube ich muss er bei der Größe einen TZ-Arbeitsplatz zur Vefügung stellen

Lg wirbelwinds.mama

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Doch, muss er. Er hat nur vier Wochen Zeit aus dringenden betrieblichen Gründen abzulehnen. Und nein, er kann das nicht jetzt entscheiden ist kein dringender betrieblicher Grund!

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Ok, ich war immer der Meinung er hat bis paar Wochen vor Antritt Zeit sich zu entscheiden. Aber ich weiß ja das du da mehr Ahnung hast, insofern, wieder was gelernt ;-)

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Das darf er natürlich nicht. Dir wird dann aber kaum was anderes übrig bleiben, als das im Zweifelsfall Einzellagen.

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Echt eine riesige Sauerei sowas - würde mir auch einen Anwalt nehmen

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Hallo,

ich hatte ganz genau die gleiche Situation und das gleich 2mal bei meinem AG (nach dem 2. Kind war ich 6 Monate arbeiten und dann wieder schwanger und ging in Mutterschutz und nach dem 3. Kind wollte ich nach dem 1. jahr zuhause auch das 2. jahr elternzeit in Teilzeit arbeiten. Mein AG hat mich beim 2. Kind sogar die ersten Monate von der Arbeit freigestellt, weil er keine Stelle hatte. Ich bekam 3 Monate Geld ohne auf die Arbeit zu müssen. Erst dann hatte man für die 6 monatige Zeit, die mir bis zu meinem nächsten Mutterschutz dann noch blieb, eine Teilzeit-Stelle. Ging beim 2. und beim 3. Kind aber nur mit anwaltlichem Druck und Schriftverkehr). Nachteile hatte ich davon keine in der Firma, war ja nur mit dem Personalchef und bei uns arbeiten über 600 Mitarbeiter und weltweit mehr als 2.000. Bei den ganzen anderen Müttern im Unternehmen ging dieses Abwimmeln bisher auch immer auf. Alle haben sich bisher vertrösten lassen und viele, die lange vor mir in Elternzeit gingen, sind immer noch zuhause und warten darauf, dass die Firma sich irgendwann mal meldet.

Lass Dich davon nicht irritieren. Der AG darf das nicht ablehnen. Er hofft einfach, dass Du nicht informiert bist oder es einfach akzeptierst. Pass auch auf, was Du für einen Arbeitsvertrag unterschreibst für die Teilzeitarbeit. Mein AG war so dreist und hat darin formuliert, dass alle anderen Verträge dann nichtig sind. Somit hätte ich nie mehr einen Anspruch auf eine Vollzeitstelle gehabt. Im Vertrag muss ausdrücklich stehen, dass der nur für den Zeitraum der Elternzeit gilt und danach wieder dein alter Arbeitsvertrag greift. Was man nach der Elternzeit dann vereinbart, ist ja wieder ein ganz anderes Thema. Zumindest hast Du aber dann immer erstmal Anspruch auf deine Ausgangslage beim AG.

Ich habe mir einen Anwalt genommen und habe dadurch mein Recht bekommen. Es hat schon gereicht, dass mein Anwalt auf die Rechtslage hingewiesen hat und mein AG hat das dann auch so akzeptiert.

Viele AG versuchen einfach, dass die Mütter weg bleiben mit falschen oder irreführenden Aussagen. Fast kein Unternehmen kennt sich wirklich mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Mutterschutz und Elternzeit aus und legt immer erst mal ein NEIN an den Tag. Ist für viele AG einfach nervig den Müttern eine TZ Stelle anzubieten oder teilweise schaffen zu müssen. Du hast aber ein Recht darauf und das darfst du nicht verspielen.

Hoffe Du hast eine Rechtschutzversicherung. Der Schriftverkehr ist nicht gerade billig und ich war froh über meine Versicherung.

Ansonsten schick mir mal eine PN und ich schau nochmal nach, was mein AG als rechtliche Begründung genannt hat und schreibe diese Dir.

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Vielen lieben Dank schon mal! Hast PN!

Lg