Zuschuss Umzugskosten bei Wohngeld

    • (1) 09.02.16 - 22:08

      Hallo,

      durch eine Eigenbedarfskündigung bin ich gezwungen umzuziehen. Ich habe nach langer Suche eine Wohnung gefunden und stehe bald vor einem riesigen Berg Rechnungen, die mir ordentlich weh tun werden. Allein das Umzugsunternehmen kostet knapp über 1000 €, hinzu kommt eine dicke Kaution, Kosten für Malerarbeiten (die ich selbst ausführe, aber Farbe ist ja nicht umsonst), manche Möbel passen wegen der Schrägen einfach nicht in die Wohnung und und und. Ich beziehe Wohngeld und war heute auf der Wohngeldstelle, um einen neuen Antrag für die neue Wohnung zu stellen und nachzufragen, welche Zuschüsse ich denn für einen Umzug, den ich ja nicht aus Spaß an der Freude mache, erhalten könnte. Ratlose Gesichter. Auch 2 Telefonate später konnte die Bearbeiterin mir nicht weiterhelfen. Ich kann mir jetzt aber gar nicht vorstellen, dass es dafür keinen Antrag gibt. Ich meine, es gibt für jeden Käse Zuschüsse, aber mit einem sauteuren Umzug wird ein Sozialhilfeempfänger allein gelassen? Ich komm auf knapp 2000 € Kosten, wenn ich alles hochrechne. Und nein: Den Umzug krieg ich nicht einfach mal so im VW-Transporter mit Freunden weg. Da ist mindestens ein Klavier dabei, was ich von einer Firma transportieren lassen muss, das will ich auch gar nicht von meinen Freunde erwarten (es geht in den 3. Stock, das geht nicht ohne entsprechende Gurte und Muskelkraft).

      Habt ihr ne Ahnung, an welche Stelle ich mich wenden könnte? ALG II bekomme ich nicht, die Vermieter haben mir ausreichend Zeit für die Suche nach einer neuen Bleibe gegeben. An die kann ich die Kosten meines Wissens auch nicht abwälzen.

      Liebe Grüße von der Kisten packenden palomita

      • (2) 09.02.16 - 22:19

        Nicht dein ernst oder? Da hab ich echt kein Verständnis für. Allein der Gedanke es auf die Hausbesitzer abzuwälzen ????

        • Da hast du mich falsch verstanden. Ich sagte doch, dass man einen Vermieter dafür nicht zur Veranstwortung ziehen kann. Mir ging es um staatliche Zuschüsse für Wenigverdiener.

          • (4) 10.02.16 - 10:57

            Doch doch. Ich habe dich sehr wohl verstanden. Du suchst jemanden oder eine Behörde, die deine Umzugkosten trägt. Dabei kam auch der Gedanken auf deinen Vermieter.

            Versuch doch einfach mal selbstständig aus dieser Misere zu kommen. Immer nur auf Hilfe anderer zu warten oder zu hoffen, ist ein wirklich ein sehr geringer Anspruch auf sich selbst.

            -Du könntest das Klavier verkaufen.

            -Freunde, Familie bitten zu helfen. Vllt hat jemand einen Anhänger oder wenigstens einen Kombi.

            -Du könntest Aushänge machen und nach Schülern\Studenten suchen, die für wenig Geld an packen
            -Du könntest deinen Vermieter ggf. um ein paar Tage Aufschub bitten

            Usw usw...

      Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es dafür Zuschüsse gibt. Eventuell kannst Du die Kaution sparen über eine Bürgschaft. 1000€ Umzugskosten finde ich schon erstaunlich teuer für ein Klavier oder ist das der gesamte Umzug?

      Man könnte auf jeden Fall Kosten sparen, indem man das meiste selber macht.
      Wir sind über vier Wochen während der Renovierung Stück für Stück umgezogen.
      Alles was ging, ging ins Auto und wir brauchten dann nur für die großen Möbel einen Transporter (günstig bei Ikea)
      Da haben dann auch vier Mann gereicht.
      Nur wegen dem Klavier muss doch nicht alles mit einem Umzugsunternehmen gemacht werden.
      Alternativ könnte man das Klavier auch vielleicht verkaufen?
      Klar ein Umzug ist teuer, da
      Hilft dann auch nur sparen wo geht.
      Eventuell zahlt aber auch die Arge was ( auch wenn kein ALG2 gezahlt wird), wenn aus gesundheitlichen Gründen ein Unternehmen beauftragt werden muss.

      • Es geht um den gesamten Umzug bei 1100 €. Wir sind 3 Personen. Ich habe kein Auto, bin allein erziehend. Freunde kann ich nicht genügend zusammenbekommen, um den ganzen Krempel wegzukriegen. Mit 4 Leuten wären wir ewig beschäftigt. Hab unter anderem auch recht schwere Möbel und wie gesagt das Klavier. Führerschein hab ich vor 5 Jahren gemacht, bin seit 4 Jahren nicht gefahren. Da leih ich mir nicht mal eben nen dicken Transporter. Klavier hab ich mir erst vor nem Jahr gekauft, meine Tochter nimmt Unterricht, das verkauf ich nicht.

        Ich hab gespart die letzten Jahre, falls mal ein großer Posten ansteht. 2000 € sind für mich echt ein Haufen Schotter. Und ich frag mich, warum jeder Knickknack vom Amt übernommen wird, aber so was teures eben nicht. Mir würde ja ein Anteil vollkommen ausreichen. Aber um das Umzugsunternehmen komm ich kaum drumrum. Verglichen hab ich die Preise, die bewegen sich alle in dem Dreh.

        Alles auch recht spontan, ich hab die Wohnung vor ner Woche angesehen, jetzt zugesagt bekommen und ab März kann ich rein. Geh ich später rein, zahl ich doppelt Miete. Fällt auch aus. Vorher muss ich packen, malern. Keinen Plan, wie ich das im Freundeskreis wuppen soll.

        • So was teures wird vermutlich nicht übernommen, weil es nunmal Luxus ist andere die Arbeit machen zu lassen.
          Klar ist das teuer, deswegen wuppen viele ihren Umzug selber.
          Vielleicht solltest Du wirklich Prioritäten setzten. Ich habe damals mein riesiges Aquarium vor dem Umzug verkauft.
          In der neuen Wohnung fehlte Platz und mir die Nerven es umzuziehen.
          Ich weiß nicht was so ein Klavier kostet. Eventuell fehlt mir auch das Verständnis, weil ein Klavier für mich eben ein Luxusgut ist. Kann man sich das nicht leisten (oder dessen Umzug) muss es eben weg.
          Gut spielen kann man auch auf einem guten Keyboard. Es muss kein Klavier sein.
          Eventuell kannst Du auch mit deinem jetzigen Vermieter reden, ob sie dir zwei Wochen kostenlos mehr Zeit lassen.
          Meine Schwester ist auch allein erziehend mit zwei Kindern. Sie hat ihre Umzüge allein gestemmt. Die schweren Möbel mussten mein Mann und der Vater ihrer Kinder alleine stemmen aus Mangel an Freunden. Wo ein Wille ist auch ein Weg.

          Hallo

          Wo wird denn jeder Hickhack übernommen? Es wird das notwendigste übernommen.
          Vielleicht kann dir die Arge weiterhelfen, frag da mal nach.

        Ich denke, Dein Problem ist Deine (sorry) Erwartungshaltung, dass irgendeine Institution Dich finanziell bei solchen Dingen unterstützen müßte.
        Wir sind schon mehrfach umgezogen mit etlichen Tieren (darunter mehrere "sperrige" Pferde), unserem und dem Hausrat meiner Mutter, verdienden beide schon lange relativ gut aber haben noch nie ein Umzugsunternehmen engagiert. Alles, was nicht auf den Pferdehänger paßt, wurde zerlegt oder ggf. dann ein LKW gemietet und auch selbst gefahren. Wenn Du Dir das selbst nicht zutraust, gibt es sicher im Freundeskreis oder der Familie jemanden, der einen Sprinter o. ä. fahren und auch Menschen, die ein Klavier oder einen Schrank tragen können.
        Zur Not müssen Dinge, deren Transport finanziell nicht machbar ist, eben tatsächlich verkauft werden. Ein großes teures Instrument ist in Eurer finanziellen Situation für mich Luxus und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein "Amt" solche Luxusgeschichten finanziert, auch nicht für ALGII-Emfänger.

        Gruß,

        W

Ich bin schon sehr oft umgezogen, aber immer in Eigenregie.
Transporter oder großer Anhänger, paar Freunde fragen, ein paar mal hin und her fahren.

Hallo,

es gibt Studentenvermittlungen AUCH für Umzüge. Die sind bei weitem nicht so teuer wie ein Umzugsunternehmen, auch können Malerarbeiten übernommen werden durch Studenten. Es muss wirklich kein teueres Unternehmen sein. Selbst Klaviere werden dann mit umgezogen, dafür gibt es auch dann die passenden Gurte. Ach ja, Transporter werden dann auch zur Verfügung gestellt.

LG

(14) 10.02.16 - 09:43

Hallo,

die einzige Frage, die sich mir hier stellt, warum ist der Umzug so teuer geworden?
Wäre mir nie passiert, ist es auch noch nicht. Einfach ein Umzugsunternehmen zu bestellen und die Arbeit abzuwälzen ist schon recht einfach, ist auch o.k. aber dann fordern, daß die Kosten übernommen werden ist schon ein Witz #ole

LG

(15) 10.02.16 - 10:26

Man kann an jeder Uni einen Aushang machen und so Studenten finden, die einem für kleines Geld und eine ordentliche Mahlzeit, beim schleppen helfen. Geht auch super über Ebay Kleinanzeigen.

Mittwochs einen Sprinter oder sonstigen Transporter mieten, kostet wesentlich weniger als am Wochenende.

Unser letzter Umzug kostete 400 Euro für einen großen Sprinter und einen 7.5 t (den übrigens jeder der schon länger einen Führerschein hat, fahren kann....... vielleicht mal im Freundeskreis rumfragen)

Geschleppt haben wir selbst und Freunde von uns.

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