Benötige Hilfe beim Lebenslauf

    • (1) 23.03.16 - 14:02

      Hallo,

      ich befinde mich im Moment zum ersten Mal in der Situation eine Bewerbung incl. Lebenslauf schreiben zu müssen und hadere im Moment mit mir selbst beim Thema "Familienstand".

      Soweit ich mich infomiert habe muss man diesen incl. der Angabe der Kinder ja überhaupt nicht mehr aufführen, ich bin aber unschlüssig ob es in meinem Fall nicht sogar Vorteile bringen könnte.
      Vllt. vorab einen kurzen Abriss der Situation:

      Ich bin im vorletzten Schuljahr (2004/2005) schwanger geworden, habe ein Schuljahr pausiert (2005/2006) in welchem ich das Kind bekam und dann mein Abitur im folgenden Schuljahr (2006/2007) abgeschlossen.

      Direkt im Anschluss habe ich ein naturwissenschaftliches Studium begonnen, und habe wenige Monate vor meiner Bachelorverteidigung das zweite Kind bekommen (2011). Hier brauchte ich gar nicht pausieren, da die Geburt in die Semesterferien fiel und mein Partner - auch Student- und ich uns in der Kinderbetreuung/ Vorlesungsbesuch wunderbar abwechseln konnte, so dass ich in Regelstudienzeit 2013 meinen Masterabschluss bekam.

      Seither arbeite ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität, alle Abschlüsse habe ich mit guten bzw. sehr guten Noten erhalten und die Kinder sind mittlerweile 10 und 5 Jahre und damit aus dem gröbsten Raus.

      Familienstand wäre also: ledig (aber in fester Partnerschaft) mit 2 Kindern.

      Nun zu meinem Pro und Kontra:

      Pro:
      ===

      - ich bin Ende 20. Durch die Angabe der vorhandenen Kinder könnte klar sein, dass mein Kinderwunsch abgeschlossen ist und ich in absehbarer Zeit nicht wegen Elternzeit und Schwangerschaft ausfalle

      - Personaler könnten erkennen, dass ich trotz zweier Kinder zielstrebig und mit guten Leistungen arbeiten kann und daher evtl. auch zukünftig unter Druck gute Leistungen erbringen kann

      Kontra:
      ======

      - die Angabe "ledig" könnte schnell auf "Alleinerziehend" schließen lassen, was Personaler wohl wegen ungesicherter Kinderbetreuung schon aufhorchen lässt
      - die Angabe von Kindern zeigt sofort eine gewisse Gebundenheit, evtl. werden Bewerber ohne Kinder doch bevorzugt

      Entschuldigt für den langen Text und hoffe ihr könnt mir vllt. einen Rat geben.

      Liebe Grüße
      glueckskind

      • Pro:
        ===
        - ich bin Ende 20. Durch die Angabe der vorhandenen Kinder könnte klar sein, dass mein Kinderwunsch abgeschlossen ist und ich in absehbarer Zeit nicht wegen Elternzeit und Schwangerschaft ausfalle

        - Personaler könnten erkennen, dass ich trotz zweier Kinder zielstrebig und mit guten Leistungen arbeiten kann und daher evtl. auch zukünftig unter Druck gute Leistungen erbringen kann
        .........................................................................

        Beides kein PRO. Woher soll der Personaler wissen, dass Du nicht 4 Kinder planst?

        Meinst Du der Personaler hat Zeit nachzurechnen ob oder wie lange Du für etwas gebraucht hast? Du hättest im letzten Schuljahr auch Zwillingen bekommen können, die dann bei den Eltern aufgewachsen sind...

        Also kurz und schmerzlos: lass den Familienstand einfach weg#winke

        • Mein Vater meinte auch einmal, dass es wohl üblich sei den Vermerk "Familienplanung abgeschlossen" einzubringen. Aber dies würde ich mir glaube ich auch für ein Vorstellungsgespräch auf Nachfrage sparen.

          Danke für deine Antwort.

          Dadurch, dass ich das erste Kind im Abitur bekommen habe und ich vorhatte nur das Abschlussjahr anzugeben und bei dem zweiten Kind keine Auszeit brauchte würde dies nicht einmal durch Lücken im Lebenslauf auffallen.

          Danke für deine Meinung und deine mögliche Personalersicht!

      Hallo,

      wenn Du aber Deinen Familienstand nicht angibst und zum Gespräch eingeladen wirst, spätestens dann kommt doch eh raus, dass Du zwei Kinder hast? Oder willst Du das komplett verschweigen?

      Ich würde wohl in fester Partnerschaft, zwei Kinder, angeben. Und im Anschreiben kannst Du ja darauf hinweisen, dass die Betreuung Deiner Kinder sichergestellt ist. Das ist aber meine pers. Meinung, denn ich würde mir schon echt komisch vorkommen, wenn ich im Lebenslauf die Kids nicht angeben würde.

      Viel Erfolg!

      • Hallo,

        danke für deine Antwort.

        Wenn ich im Bewerbungsgespräch zu meinem Familienstand befragt werden würde, würde ich natürlich ehrlich antworten. Dann habe ich allerdings auch die Möglichkeit ausführlicher zu antworten und so zum Beispiel auch auf die Betreuungssicherheit einzugehen und auf eventuelle Bedenken der Personaler einzugehen. So viel Platz kann ich im Lebenslauf dazu nicht verschwenden, der sollte ja auf zwei Seiten begrenzt sein und optisch auch einiges her machen.

        Ich habe auch einmal gelesen, dass man es tunlichst unterlassen sollte seine Kinder und deren Betreuung im Bewerbungsschreiben noch einmal aufzugreifen. Hm, schwierig.

        Danke noch einmal!

        • ... ja, in den Lebenslauf gehört nix über die Kinderbetreuung.

          Ich verweise im Anschreiben darauf, dass die Betreuung meiner Kinder während der Arbeitszeiten sichergestellt ist. Aber ich suche nur einen Halbtagsjob und könnte darüber hinaus auch mehr Stunden leisten - wenn es denn gefordert ist. Trotzdem denke ich auch, dass ich evtl. den Kürzeren ziehen würde, wenn eine Single-Bewerberin ebenfalls ins Profil passt. Kinder werden halt auch mal krank und meine sind noch so klein, Deine sind ja in einem Alter, da kann auch mal die Nachbarin gut einspringen.

          Aber dann kann ich Dir leider keinen guten Tipp geben, Deine Bedenken verstehe ich. Ich finde es echt traurig, dass man sich heutzutage um jeden Kram einen Kopf machen muss.

          Alles Gute und viel Glück! LG

      in fester partnerschaft??

      das hat aber sowas von nix drin zu suchen, ob du einen freund hast oder nicht!

      welche aussage soll daraus vorteilhaft erscheinen??

      ins vorstellungsgespräch muss man erstmal kommen, bis dahin fliegen sicher 90 % oder mehr bewerbungen weg. und dort überzeugt man dann fachlich und menschlich und nicht durch seine private situation.
      v

      • Danke für deine Antwort.

        Ich habe auf Beratungsseiten gelesen, dass es sinnvoll ist anzugeben in fester Partnerschaft zu sein um klar zu stellen, dass die Kinderbetreuung auch durch eine zweite Person gedeckelt ist. Außerdem solle dies Kontinuität signalisieren.

        Aber ich sehe schon, die Vorrangige Meinung tendiert dazu keinen Familienstand anzugeben.

        Danke für die Erfahrungen!

        • wenn man sich auf eine stelle bewirbt, wird eigentlich selbstverständlich davon ausgegangen, dass man auch regelmäßig zur verfügung steht und sich organisiert hat. deshalb ist es unnötig, dies zu betonen. eine feste partnerschaft interessiert neutrale personaler nicht, natürlich gibt's immer grad bei kleineren unternehmen neugierige chefs, die sowas wissen wollen.

          von der logik her signalisiert sowas auch eher familienplanung ;-) wenn sowas ins gewicht fällt, kann man auch gleich ganze altersgruppen ausschließen.
          nein, heutzutage ist es unüblich, man kann schon angeben, dass man verheiratet ist, muss man aber nicht. aber eine reine partnerschaft würde ich auf jeden fall weglassen.

          LG

          • ...oje, das wusste ich nicht. Ich bewerbe mich aktuell auch gerade, aber bin verheiratet und habe zwei Kinder, das gebe ich an. Wenn ein Personaler mich deshalb schon mal in die Tonne kickt, dann wärs auch nicht das richtige Unternehmen für mich.

            Ich dachte, in fester Partnerschaft liest sich besser, als ledig. Bei ledig stellt sich sicher eher die Frage, wie denn die Kinder versorgt werden, man geht viell. davon aus, dass man alleinerziehend ist. Aber das war ja auch nur meine pers. Meinung. Meine Kinder würde ich nicht verschweigen. Und im Anschreiben habe ich den Satz drin, dass die Betreuung sichergestellt ist, wobei ich eh nur Halbtags suche und darüber hinaus mehr Stunden leisten könnte - falls es mal sein sollte.

            In dem Falle hab ich wieder was gelernt - Danke.

weglassen und zwar beides.

im vorstellungsgespräch überzeugst du dann durch fachliche qualitäten.
deine pro und contra-liste ist nur für dich eine. von keinem personaler der welt kannst du erwarten, dass er zeit und lust hat, sich in die private situation und etwaige gründe/gegebenheiten einzudenken und diese zu analysieren.
davon abgesehen, dass es auch unüblich geworden ist, wirkt die betonung solcher belanglosigkeiten meist verdächtig und man gewinnt den eindruck, dass da gerade probleme bestehen bzw der bewerber sonst nicht viel vorzuweisen hat.
v

  • (12) 24.03.16 - 10:34

    Das sind deine Interpretationen. Keiner weiß vorher welcher Mensch nachher die Auswahl trifft. Es kann so sein wie du vermutest, aber es kann auch durchaus sein, dass er genau diese Dinge für ihn wichtig sind.

    • (13) 24.03.16 - 12:30

      nein, es ist einfach nicht mehr üblich.
      wie du richtig festgestellt hast, kann man nicht wissen, wie der personaler denkt, also gehe ich von einem neutralen standpunkt aus. und das bedeutet, dass ich meine bewerbung nicht mit privatem balast vollhaue in der hoffnung, dass sich hier schon jemand die mühe macht, herumzuinterpretieren.
      wenn du so verfahren willst - bitte.

      • (14) 24.03.16 - 20:09

        Das stimmt so nicht ganz. Der Trend geht in diese Richtung, aber die meisten Bewerbungen haben noch diese Angaben. Keiner wird jetzt wegen den zwei kurzen Infos sich mit privaten Balast zugemüllt fühlen, aber für viele sind es einfach wichtige Kriterien die positiv sind.

        Es macht halt jeder so wie er es gut findet. Da gibt es kein richtig oder falsch.

Meine Situation war grob mit deiner vergleichbar.

Ich habe im Lebenslauf stehen:
Lebensgemeinschaft, 2 Kinder. Alter war an der (sehr kurzen) Karenz ersichtlich.

Im Anschreiben waren die Kinder bzw. Betreuung aber null Thema.

Ich hab einen Job bekommen.

LG

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