Elterngeld Bayern, Steuerbescheid

    • (1) 12.05.16 - 16:43

      Hallo,

      Meine Frage ist, ob wir zwingend einen Steuerbescheid mit abgeben müssen zu dem Antrag auf Elterngeld und wofür der gut ist?

      Mein Ehemann und ich sind beide Arbeitnehmer. Außerdem reichen wir ja beide die passenden 12 monatslohnnachweise für die Berechnung von Elterngeld mit ein.

      Vielleicht kann mir jemand darauf eine Antwort geben.

      Vielen Dank

      Hi,

      es steht meist mit in den Unterlagen das dieser mit einzureichen ist. Die Gehaltszettel reichen aus. Man kann anstatt die Gehaltszettel den EST-Bescheid abgeben, also wenn ihr den da habt reicht dieser vollkommen aus, da Lohnsummen mit drin stehen sowie weitere benötigte Angaben. Bei uns bittet man auch beim Kitaantrag den Est - Bescheid mit abzugeben ( was wir in dem Falle aber machen). Es lohnt sich evt. nur bei den Kitakosten da diese durch die Aufwendungen gesenkt werden ( zumindest war es bei uns so ).

      Ich reiche nur die Gehaltszettel ein, eh ich die Erklärung fertig habe und der Bescheid da ist, geht der Kleine schon in die Kita #rofl

      Gruß

      • Es geht ja aber nicht im Kita, sondern Elterngeld und da stehet es im Gesetz so drin, dass dies abzugeben ist seit 2013.

        • mmh aber wenn man nicht verpflichtet ist, können sie dich nicht zwingen den Bescheid abzugeben ( den Bescheid den es nicht gibt, da du nicht verpflichtet bist abzugeben ) . Hier in Berlin gibt es so eine Regelung nicht. Ich würde für Elterngeld die Gehaltsnachweise einreichen.

    Ja, der muss zwingend mit abgegeben werden und zwar in allen Bundesländern, damit nachgewiesen wird, dass du überhaupt Anspruch auf Elterngeld hast und nicht zuviel verdienst (bzw. ihr). Und da ja dazu alle Einnahmen, nicht nur die nicht-selbstständigen zählen, muss das dadurch eben nachgewiesen werden.

    • (10) 12.05.16 - 21:13

      ach echt in allen Bundesländern?? ist mir echt neu, meine letzte Schwangerschaft ist 7 Jahre her. mmh denn hab ich was verpasst. Aber ich mach mich nochmal schlau.

      • (11) 12.05.16 - 21:20

        Ja, ist ja ein Bundesgesetz, 2007 und 2009 brauchten wir das in Berlin und Brandenburg auch nicht, 2014 schon.

        • Wir mussten den weder für Elterngeld 2013 noch 2014 abgeben. Ist das Willkür der Elterngeldstelle?

          • Nein, eigentlich nicht, eigentlich ist das klar geregelt.

            • Aus den Richtlinien zu §1 Absatz 8 BEEG:
              "Liegt ein Nachweis über das zu versteuernde Einkommen im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt nicht vor, so ist bei der Bescheidung des Antrags gem. § 8 Abs. 2
              Satz 2 oder § 8 Abs. 3 Satz 2 zu verfahren."
              ->
              "(2) .....In den Fällen, in denen zum Zeitpunkt der Antragstellung der Steuerbescheid für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt des Kindes nicht vorliegt und nach den Angaben im Antrag auf Elterngeld oder Betreuungsgeld die Beträge nach § 1 Absatz 8 oder nach § 4a Absatz 1 Nummer 1 in Verbindung mit § 1 Absatz 8 voraussichtlich nicht überschritten werden, wird die jeweilige Leistung unter dem Vorbehalt des Widerrufs für den Fall gezahlt, dass entgegen den Angaben im Antrag auf die jeweilige Leistung die Beträge nach § 1 Absatz 8 oder nach § 4a Absatz 1 Nummer 1 in Verbindung mit § 1 Absatz 8 überschritten werden.
              (3) Das Elterngeld wird bis zum Nachweis der jeweils erforderlichen Angaben vorläufig unter Berücksichtigung der glaubhaft gemachten Angaben gezahlt, wenn
              1.
              zum Zeitpunkt der Antragstellung der Steuerbescheid für den letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt des Kindes nicht vorliegt und noch nicht angegeben werden kann, ob die Beträge nach § 1 Absatz 8 oder nach § 4a Absatz 1 Nummer 1 in Verbindung mit § 1 Absatz 8 überschritten werden,
              2.
              das Einkommen aus Erwerbstätigkeit vor der Geburt nicht ermittelt werden kann,"

              Bei uns hat sich bei nicht vorliegendem Steuerbescheid die Elterngeldstelle auf die glaubhaft gemachten Angaben verlassen für diese man ja auch unterschreibt. Die Beratungstelle hatte empfohlen an diesem Punkt im Elterngeldantrag hinzuschreiben dass der Einkommenssteuerbescheid nicht vorliegt mit kurzer Begründung.

              Bisher hat die Elterngeldstelle diesen auch nicht nachgefordert.

              • Da würde ich mich nicht nicht darauf verlassen, bei uns kamen sie für Juli und August 2014 jetzt irgendwann, dass sie noch Unterlagen brauchen.

                Also hier haben sie nachgefordert und nach dem Abschnitt ist der ja auch nachzufordern bzw. kann eben nachgefordert werden. Hier liegt anscheinend bei allen immer ein konkreter Verdacht vor ;)
                HIer musst du ja auch mit dem Arbeitsvertrag beweisen, dass der geendet hat usw. deine Erklärung selber reicht nicht, auch Selbstständige müssen das bestätigen lassen (woher bleibt mir immer noch unklar usw.). #schock

                Das es keinen Steuerbescheid gibt (und geben wird), ist nicht vorgesehen, warum auch immer.

            siehe auch Seite 284 in http://www.elterngeld.net/pdf/Richtlinien.pdf
            8.4 Umsetzung von § 1 Abs. 8 wird bei den meisten folgendes zutreffen:
            3) Voraussichtlich kein Überschreiten
            Voraussichtlich wird die Grenze eines zu versteuernden Einkommens von über 250.000 €
            bzw. 500.000 € nicht überschritten, Überschreiten nicht oder nur theoretisch möglich;
            Nachweis liegt noch nicht vor
            Widerrufsvorbehalt
            (§ 8 Abs. 2 Satz 2)
            Keine generelle Überprüfung, spätere Überprüfung nur bei konkretem Verdacht

        Nein das Elterngeld wird dann nur vorbehaltlich oder unter Widerrufsvorbehalt gezahlt. Bei zweiteren verlangt die EG-Stelle nur bei konkretem Verdacht die Nachreichung.
        siehe meine Antworten http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/4766873-elterngeld-bayern-steuerbescheid#p-32007145

        • Wie gesagt, das kommt auf die Elterngeldstelle an, hier fordern sie immer nach, weil angeblich immer der Verdacht besteht.
          Kommentar war, dass man dann eben eine Steuererklärung abgeben muss.

Wenn ihr einen Steuerbescheid habt dann mit abgeben wenn nicht gilt folgendes:
http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/4766873-elterngeld-bayern-steuerbescheid#p-32007145

  • Danke für alle antworten.

    vorerst geben wir diesen nicht mit ab, auch aus den Gründen, das wir den von letztem Jahr noch gar nicht haben. Habe jetzt auch nochmal das Internet durchforstet. Meist steht das der Steuerbescheid nur für Selbstständige wichtig ist.

    Ich denke mal das die Elterngeldstelle sich schon beschwert wenn ihnen was nicht passt.
    Liebe Grüße

    • "Ich denke mal das die Elterngeldstelle sich schon beschwert wenn ihnen was nicht passt."
      Nur dann darfst du dich nicht beschweren, wenn du evtl. monatelang keine Elterngeld erhältst, sondern erst später.

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