Krankenschein bis Mutterschutz, Chef total verärgert und frech

    • (1) 20.05.16 - 12:11

      Hallo... ich bin bis Anfang Mutterschutz krank geschrieben, sind noch vier Wochen....danach beginnt mein Mutterschutz.....ich habe seit der 26 ssw Gebärmutterhalsverkürzung und einen kleinen Trichter....meine Frauenärztin schreibt mich nun krank Diagnose:drohende Frühgeburt...nun liege ich schon drei Wochen und es ist bissl besser geworden, mein gmh ist bei drei cm (30 ssw) Trichter immer noch da....jetzt bin ich zwar wieder stabil muss nicht mehr liegen also nicht permanent darf einiges wieder machen bin trotzdem krank geschrieben...so gestern habe ich meinem Chef mitgeteilt das ich nicht mehr komme hab auch den Grund benannt gmh verkürzt......... war der frech, "wie bitte???was soll das???? Ja ok"""" so hat er reagiert und einfach aufgelegt obwohl ich noch mit ihm gesprochen habe wie und was mit Resturlaub...einfach aufgelegt....
      Der hat doch nicht alle Tassen im Schrank......seiner Meinung soll ich trotzdem arbeiten kommen und nicht an das Kind denken...ich war gestern ziemlich traurig und aufgewühlt. Jetzt muss ich noch meine Sachen aus der Praxis holen und traue mich nicht....... eigentlich muss ich da zu stehen ist halt so habe aber voll Angst vor ihn zu treten....muss nur meine Sachen holen????:-(

      • Lass jemanden anders deine Sachen holen, das regt dich berechtigter Weise viel zu sehr auf!

        Das ist ja für den Chef auch sehr hart, von heute auf morgen fällt seine Mitarbeiterin für 4 Wochen aus, während der Zeit darf er mindestens einen Teil wenn nicht alle deine Lohnkosten aus eigener Tasche bezahlen.

        Kann ich verstehen, dass er erst mal die Fassung verliert.

        • Nein das verstehe ich nicht...vor allem habe ich im Januar gesagt das ich schwanger bin und sofort haben die schon im Februar eine Vertretung für mich eingestellt für zum einarbeiten..so nun ist er auch schon vier Monate da und arbeitet an meiner Stelle....erstens....und zweitens als Chef erkundigt man sich bei seinen Mitarbeitern vwie es ihnen geht, zB. Jetzt bei mir..ich bin frei Wochen schon zu Hause am Bett gefesselt und keine Sau ruft an und frag wie es mir bzw. Baby geht...... jetzt melde ich mich wieder um mitzuteilen das ich krank geschrieben bleibe und dann so eine Reaktion wieder ohne zu fragen wie es mir geht.........wie gesagt Vertretung hat er für mich. Und das mit dem Gehalt ist halt so und das weißt er#.................mir kann es genau so wurscht sein wie ihm ich und mein Baby...so

          • Normalerweise ist das nicht üblich, dass der Chef privat anruft um sich zu erkundigen wie es einem gesundheitlich geht. Das würde bei uns als übergriffig gelten. Er ist interessiert, aber das läuft dann so, dass die kranke Mitarbeiterin sich von sich aus mitteilt.

            Du hast auch ein ziemlich übles Vokabular drauf, da versteh ich dass der Chef aufgelegt hat. Würde ich wohl auch machen.

            • Ich finde ein Chef soll wissen wie er sich zu benehmen hat und nicht einfach auflegen wen ich ihm noch was sagen wollte......er soll mich nicht anrufen egal aber dann auch zu hören wenn ich anrufe und nicht rum motzen...das ist meine Meinung.

              • Du hörst dich sehr ungezogen und unreif an. Ich hoffe nicht, dass du dasselbe Vokabular auch bei der Arbeit verwendest. Wenn doch, kann dein Chef nur hoffen, dass dein Nachfolger besser wird.

                Und ich schließe mich der Meinung von kathy an: du bist nicht der Nabel der Welt und dein Chef hat auch ganz andere Aufgaben als sich nach deinem ganz persönlichen Wohlergehen zu erkundigen. Es genügt, wenn du dich bei der Personalstelle krank meldest, bzw. die Krankmeldung einreichst.

            "Du hast auch ein ziemlich übles Vokabular drauf"

            Echt? Wo denn? #kratz

            Wahrscheinlich meinst du die "Sau"? Ja, das ist wirklich ne ganz heftige Sprache....Seifenlauge soll helfen!

        (10) 20.05.16 - 14:40

        Du hast komische Ansichten von dem, was ein Chef tun sollte. Du bekommst nur ein Baby - die Welt dreht sich nicht gleich um dich, auch wenn du dich im Moment vielleicht so fühlst.
        Es ist keinesfalls üblich, dass der Chef die Personaldaten missbraucht um zu Hause anzurufen und Mitarbeiter zu nerven. Das ist verboten.
        Die Vertretung für dich mag ja da sein, aber überlege mal, wer die bezahlt...zusätzlich zu deinem Gehalt. Und vielleicht solltest du die Vertretung ja auch einarbeiten.
        Dem Chef ist dein Baby egal - das ist dein Privatleben und so sollte es auch sein. Im Gegenteil dazu sollte dir aber das Unternehmen nicht ganz so egal sein - du hast da einen Vertrag.

        Nimm eine Person eines Vertrauens mit, gib deinen Krankenschein ab und hole dein Zeug ab.

        • Ich finde eher deine Ansichten komisch. Es geht um ein Baby, das eventuell zu früh auf die Welt kommen könnte. Dir ist offensichtlich gar nicht bewusst, was das heißt und welche Angst die werdende Mutter um ihr Kind hat.

          Natürlich ist das für den Chef ungünstig, aber ihr unter den Umständen noch ein schlechtes Gewissen zu machen und nicht einmal gute Besserung zu wünschen, finde ich furchtbar.

          Ich habe auch nicht gelesen, dass ihr das Unternehmen egal ist. Sie ist jetzt aber krank und kann nicht mehr arbeiten. An diesem Umstand trägt sie doch keine Schuld.

          Außerdem ist es nicht verboten, Mitarbeiter zu Hause anzurufen. So ein Quatsch.

          • Es ist nicht verboten Mitarbeiter zu Hause anzurufen, wenn es sich um den Beruf handelt, aber um hier zu fragen wie es dem Baby geht, das ist schlichtweg verboten. Ich bin nur der Meinung, eine Schwangere muss nicht immer gleich annehmen, dass sich alle Welt gleich mit ihr freut. Für ihren Chef ist ihre Schwangerschaft etwas durch und durch negatives. Kann eine Schwangere das vielleicht auch mal etwas "realistisch" sehen?

            Natürlich ist die Aussage des Chefs völlig daneben gewesen. Das ist ohne Frage so. So hat ein professioneller AG sich nicht zu verhalten - auch nicht unter dem Gesichtspunkt, dass er höhere Kosten hat, mehr Zeit aufwenden muss,... Soetwas hat er nicht zu bringen.

            Ach ja...ich habe 2 schwerst mehrfachbehinderte Kinder. Meine Kinder standen nach der Geburt schon mehr als einmal auf der Schwelle zum Tod. Ich glaube, ich kenne mehr, als du dir vorstellen kannst. Meine Kinder waren kein Jahr alt, als die ersten OPs kamen. Kannst du dir vorstellen, wie es ist, wenn dein Kind ins Prekoma fällt und kein Mensch weiß warum...und vor allem wie lange? Weißt du, wie es ist, wenn dich Ärzte fragen, ob eine äußerst riskante OP gewagt werden soll, bei dem das Kind durchaus sterben kann - aber ohne die OP kann es passieren, dass es zu einer schwersten Behinderung mit Todesfolge kommt. Wie entscheiden? Meine Kinder haben all diese Behinderungen ab Geburt. Es ist kein Körperteil "nicht behindert".
            Was die TE eventuell haben könnte ist für mich Alltag im Doppelpack. Ich glaube ich weiß ganz gut, wie das ist. Seit 10, bzw. 8 Jahren.
            Ach ja...mein Ex-Chef hat damals übrigens die Firma geschlossen, als ich meine SS mitgeteilt habe. Ich kenne das auch.

            • Mir tut es sehr leid, dass es deinen Kindern so schlecht geht.

              Trotz allem, was du geschrieben hast, bin ich der Meinung, dass eine Schwangerschaft ein freudiges Ereignis ist. Dass die allermeisten Arbeitgeber in erster Linie an die direkten Folgekosten denken, ist das Merkmal einer kranken, egoistischen Gesellschaft, in der nur Profit zählt. Daran ist nicht der einzelne Chef Schuld. Er kann ja gar nicht anders, weil er im Wettbewerb mit anderen steht. Das kotzt mich alles unendlich an.

              • Eine Schwangerschaft ist auch ein freudiges Ereignis - für die werdenden Eltern. Naja, zumindest sollte es so sein. Die Realität beweist, dass es oft genug anders ist - leider.

                Dass sich die ganze Welt mit den Eltern freuen sollte, kann nicht so sein. Schließlich hat jeder Mensch seinen eigenen Ausgangspunkt und seine eigenen Vorstellungen. Der Chef wird hier vom Staat in eine äußerst ungünstige Situation gebracht. Vielleicht würde er sich ja freuen, wenn er mal die Wahl hätte - aber die hat er ja nicht. Vielleicht würde er auch Leistungen zahlen, die weit umfangreicher wären, als jetzt - aber die Wahl hat er ja nicht. Der Chef hat zu müssen. Und nur einmal ein Blick auf die Andere Seite des Schreibtischs würde manch einem gut tun.

                Mein Ex arbeitet in einem riesigen international tätigen Unternehmen. Nur in Deutschland bekommen die MA so bescheidene "Geschenke" vom Unternehmen bei irgendwelchen privaten Sachen (Runden Geburtstagen, Heirat, Geburt,...). Die Kantinengutscheine werden hier in Deutschland aufs maximale ausgereizt, ebenso die Firmenfahrzeugen zur Privatnutzung...und in anderen Ländern ist doch alles besser. Der Staat verbietet es eben hier.

      (15) 21.05.16 - 14:40

      Nee, der Chef darf dich gar nicht fragen, was du hast. Ich hab ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Chefs und trotzdem hat sich keiner erkundigt. Das hätte ich auch gar nicht gewollt.

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