WICHTIG: Elterngeld / nachträgliche Progression (Rückzahlung)

    • (1) 03.06.16 - 07:23

      Hallo ihr Lieben,

      ich wollte mal was zum Elterngeld schreiben, weil ich hier immer lese, dass alle versuchen, möglichst viel rauszuholen bzw., was ich sehr löblich finde, ihre Partner auch Elternzeitmonate in Anspruch nehmen und Elterngeld beziehen wollen!

      ABER - und bei JEDER steuerfreien "Gabe" vom Land gibt es ein ABER - das erhaltene Elterngeld wird komplett steuerfrei ausgezahlt, jedoch dann nachträglich mit einem höheren Steuersatz als der normale Lohn versteuert (kalte Progression), wodurch es zu hohen Rückzahlungen kommen kann.

      Leider legen auch wenige Geld zurück, weil das Elterngeld halt wie das normale Gehalt gehandhabt wird. #zitter

      Also rechnet euch bitte parallel aus, wieviel Elterngeld / Elterngeld Plus ihr bekommen könnt - und in welcher ca Höhe ihr mit einer Rückzahlung bei der Steuererklärung zu rechnen habt!

      => Der Link zum Elterngeldrechner lautet:

      https://www.familien-wegweiser.de/Elterngeldrechner

      => Der Link zum Progressionsrechner lautet:

      http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Steuerberechnung/Progressionsvorbehalt/

      Grundtarif => wenn man nicht verheiratet ist / getrennt lebt etc
      Splittingtarif => bei zusammenveranlagten Ehepartnern

      VG
      Nina

      • "ABER - und bei JEDER steuerfreien "Gabe" vom Land gibt es ein ABER - das erhaltene Elterngeld wird komplett steuerfrei ausgezahlt, jedoch dann nachträglich mit einem höheren Steuersatz als der normale Lohn versteuert (kalte Progression), wodurch es zu hohen Rückzahlungen kommen kann."

        Glücklicher Weise hast du die Progression überhaupt nicht verstanden. Das Elterngeld ist und bleibt genauso wie Mutterschaftsgeld, AG-Zuschuss usw. komplett steuerfrei. Nur das restliche Einkommen wird mit einem höheren Steuersatz dann versteuert, damit ist aber das an Steuern abzugebende immer geringer als das, was du an Zahlungen bekommst! Achso und manchmal hilft dann auch die getrennte Veranlagung bei verheirateten ;)

            Da du dich ja so gut auskennst, darf ich mit einer Interessefrage dazwischengrätschen?

            Ich hatte letztes Jahr 2 Monate MuSchu mit Beamtenbezügen und einen Monat EG (Höchstsatz). Mein Mann 300 Euro EG ab Juni.

            Wir haben eine gemeinsame Veranlagung gemacht und fast 500 Euro MEHR Steuern zurückbekommen als im vergangenen Jahr. #schock

            Da hatte ich wirklich so gar nicht mit gerechnet!

            Ich meine, ich freue mich natürlich, aber die Hintergründe würden mich interessieren.

            Hast du vielleicht eine Idee? #kratz

            • Klar, euch wird z.T. noch für das zusätzliche Kind mehr abgezogen und in der Regel werden die Steuern so berechnet (gerade im öD) als ob du diese Einnahmen das komplette Jahr hast. Nun hattest du aber viel weniger, also hast du zuviel Steuern dafür gezahlt.

              Vermutlich hattet ihr auch noch andere Dinge, die ihr mehr absetzen konntet als in den vorherigen Jahren (bei uns waren das dann Hebammenkosten, Arztkosten, Fahrtkosten zum Arzt usw.)

              • #danke für die Info!

                *euch wird z.T. noch für das zusätzliche Kind mehr abgezogen und in der Regel werden die Steuern so berechnet (gerade im öD) als ob du diese Einnahmen das komplette Jahr hast. Nun hattest du aber viel weniger, also hast du zuviel Steuern dafür gezahlt.*

                Sowas hatte ich mir gedacht, war mir aber nicht sicher.

                LG #winke

    Hallo,

    das stimmt nur teilweise. ;-)

    Das Elterngeld ist steuerfrei, richtig. Das Elterngeld bleibt auch steuerfrei, auch rückwirkend.

    Es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt es wird erstmal in die Rechnungen einbezogen, bis der Steuersatz ermittelt wird. Dieser ist dadurch ggf. höher. Dann wird das Elterngeld wieder abgezogen, da es ja steuerfrei ist und der höhere Steuersatz wird auf das zu versteuernde Einkommen (z. v. E.) angerechnet.

    Nachzahlungen sind entsprechend natürlich durchaus möglich.

    Bei dem Rechner ist es etwas unglücklich, dass man ja das z. v. E. schon wissen muss. Und um dort anzukommen, bedarf es bereits sehr umfangreiche (gruselige) Berechnungen. #schwitz ;-)

    #winke

    LG erdbeerchen

    • Könntet ihr das nochmal für doofe erklären :-D Wir wollen das Elterngeld auf zwei Jahre splitten und mein Mann soll die lstk 3 mit dem Kinderfeibetrag bekommen. Nehmen außerdem die Partnermonate und die Papazeit in Anspruch (so der Plan). Machen immer eine einzelveranlagung weil er keine kirchensteuer zahlt und derzeit haben wir beide die vier mit faktor und da kommt am ende vom jahr noch eine kleine Gutschrift.
      Wäre dann ein jahr für uns günstiger? Hab jetzt angst das unser plan uns am schluss noch mehr kostet.
      Vielen Dank schonmal

      • Och würde eich empfehlen die vier zu behalten. Meistens wenn einer die drei nimmt gibt's ne Nachzahlung

        • Ok danke für den Tipp ;-) Die drei ist natürlich erstmal lukrativ weil man das monatlich schon merkt aber wenn man dann am ende blutet, ist das auch nicht sinn und zweck der sache :-(

          • Du musst immer überlegen, du hast am Ende des Jahres die selbe Menge Steuern gezahlt, egal ob nun übers Jahr oder mit der Einkommenssteuererklärung.

            Wir haben immer 3/5 und bekommen immer eine vierstellige Summe zurück, auch mit 14 Monaten Elterngeld war das so.

            Du merkst also, auch mit 3/5 kann man zuviele Steuern zahlen und das sogar trotz Elterngeld und Gewerbe (und ohne Vorauszahlungen).

            Müsst ihr also für euch durchrechnen.

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