450 Euro Job - Krankenkasse - Kindergarten...

    • (1) 15.06.16 - 09:49

      Hallo ihr Lieben,

      ich muss mich jetzt an euch wenden weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.

      Folgende Situation:

      Ich hab 2 Kinder (6 und 2). Mein Freund arbeitet Vollzeit (Gehalt netto ca. 1900 Euro). Ich beziehe momentan Kindergeld, Betreuungsgeld, Unterhalt für die Große und ALG 1 (400 Euro).

      Die Große kommt im Sep in die Schule, die Kleine im März 2017 in den Kindergarten, bei uns aufm Land kann man die Kleinen erst ab 3 unterbringen. Kinderkrippe gibt's nicht, und die in der nächsten Stadt sind voll.

      Mein ALG 1 läuft jetzt im Juli aus. Das heißt ich müsste Hartz beantragen. Das bekomm ich aber nicht weil mein Freund "Zuviel" verdient!

      Das bedeutet dass ich jetzt ab Juli meine Krankenkasse selber bezahlen muss (180 Euro monatlich) weil wir nicht verheiratet sind. Zusätzlich hab ich auch noch 400 Euro weniger durch den Wegfall von ALG1.

      Ich hätte die Möglichkeit auf 450 Euro arbeiten zugehen, hier könnte ich 9 Std die Woche arbeiten, der potenzielle AG hat ausgerechnet dass ich dann ca 350 Euro verdiene im Monat, hier muss ich dann eben die Krankenkasse abziehn, somit wär ich noch bei 170 Euro die mir bleiben würden. Muss aber zu dem Job ca 20km einfach fahren, und das dann ja 2x die Woche hin und zurück.

      Mehr Std kann ich momentan nicht bringen weil ich niemand für meine Kinder hab und die Oma eben an 2 Nachmittagen nach ihrer Arbeit herkommen kann um die Kinder zu betreuen.

      Ich steh momentan total neben mir weil ich überhaupt nicht mehr weiß wie es weiter gehen soll #heul.

      Unsere Betreuungszeiten sind so bescheiden aufm Land. Die Schule geht los um 8 und hier gibt's 3x die Woche die Möglichkeit die Kinder übern mittag bis nachmittags betreuen zu lassen, das geht ja noch.

      Aber der Kindergarten geht von 8 bis 12 und von 13.30 bis 16 Uhr. Zwischendrin muss man die Kinder abholen, es gibt keine Betreuung über mittag.

      Was soll ich bloß tun?

      Lg

      • "...bei uns aufm Land kann man die Kleinen erst ab 3 unterbringen..."

        Du hast einen Rechtsanspruch auf eine Betreuung! Hast du diesen schon versucht durchzusetzen? Das gilt in der Großstadt genauso wie im kleinsten Dorf.

        • Ja, da hieß es dann

          "Den haben Sie ja, wenn ihr Kind 3 ist dürfen Sie es gerne bringen, bzw die Kleine ist schon angemeldet ab März"

          • Und damit lässt du dich abspeisen?

            § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII:

            "Ein Kind, das das erste Lebensjahr vollendet hat, hat bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege."

            Damit gehst du zu deiner Gemeinde und machst denen klar, dass du ggf. den Platz auch einklagst.

            • Unsere Einrichtung im Ort nimmt Kinder erst ab 3 auf

              Und die Krippe in der nächsten Stadt nimmt Kinder auf die von ihrem Ort sind bzw die freien Plätze sind für die reserviert.

              Selbst wenn es anders wäre, die Große ist ja auch noch da ... die geht jetzt noch bis Ende Juli in Kiga und ab 15.9 dann in die 1. Klasse.

                • Du hast einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Du hast aber keinen Rechtsanspruch auf einen durchgehenden Betreuungsplatz oder auf einen Ganztagsbetreuungsplatz oder einen Wunschbetreuungsplatz.

                  • Das ist ein Irrglaube. Man hat Anspruch auf einen bedarfsgemäßen Betreuungsplatz, Stadt und Kommune müssen bedarfsgemäß für Ganztagesbetreuungsplätze sorgen.
                    Diese Ganztagsbetreuung kann ggf. auch durch Tagesmütter gedeckt werden, die Kommune muss dann aber die Mehrkosten tragen.

    Heiraten vielleicht?
    Du wärst ganz bestimmt nicht die Erste und du bist auch nicht die Letzte, die wegen des Geldes heiratet. Und das ist keineswegs immer so, dass man sich da einen reichen Ehepartner angeln muss, wie du ja siehst.

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