Kinderbetreuungskosten von der Steuer absetzen

    • (1) 19.06.16 - 13:31

      Hallo :-)

      Ich hoffe, jemand kennt sich aus...
      Wir haben im Jahr 2015 die Höchstgrenze von absetzbaren Kinderbetreuungskosten (4000€) nicht erreicht. Es wäre also noch etwas "Platz" gewesen.

      Es gab nun eine Nachberechnung für letztes Jahr und einen neuen Beitrag für dieses Jahr.

      Dieses Jahr erreichen wir die 4000€ bereits mit den normal zu zahlenden Kinderbetreuungskosten ohne die Nachzahlung einzurechnen.
      Da die Nachzahlung ja dieses Jahr anfiel, gilt sie auch für dieses Jahr - wirkt sich steuerlich dementsprechend gar nicht aus.
      Hätten wir bereits letztes Jahr den höheren Beitrag gezahlt, so hätten wir da die Obergrenze ausschöpfen können.

      Kann man die Nachzahlung auch mit irgendeiner Begründung bereits für 2015 ansetzen oder muss sie wegen des Abflussprinzips auf jeden Fall 2016 angesetzt werden?

      Danke und Grüße great

      • Es gilt das Abflussprinzip § 11 EStG!

        Zu berücksichtigen ist die Nachzahlung in 2016, wenn die Nachzahlung in 2016 bezahlt wird.

        • Schade... So habe ich es auch gelesen, ich hatte nur gehofft, es gäbe eine Möglichkeit, da die Leistung 2015 erbracht wurde.

          Somit zahlen wir einen Haufen Geld, den wie nicht geltend machen können :-(

          • Ich weiß, das passt nicht wirklich zur Frage, aber darf ich wissen wo ihr wohnt? Wo zahlt man über 500 Euro im Monat für Kinderbetreuung? Hab für die große damals 482 Euro im Monat gezahlt und das tat schon verdammt weh.

                • Hallo,

                  Du hast Recht.

                  Wir zahlen auch den Höchstsatz, aber anscheinend in einer kinderfreundlicheren Stadt in NRW. Da kommt man nur bei der U2 Betreuung über die 500€-Grenze. Ü2 sind es bei 45 Std. max. 212,64€. Dieser Beitrag steigt jährlich um 2-3 Euro/Monat.

                  Liebe Grüße Andrea

                  • 212€ wären hier ein Traum. Knapp 500 sind schon echt übel, finde ich... Ich arbeite schon nur Teilzeit. Ich freue mich ein bisschen auf das beitragsfreie Kindergartenjahr ;-)

                    • Hallo,

                      das beitragsfreie Jahr haben wir zur Zeit. Ich arbeite auch nur 60%, aber das Familieneinkommen zählt, also werden die Familien, bei denen beide arbeiten zusätzlich bestraft. Bei alleinerziehenden wird das Einkommen des "Zahlvaters", der die hälftigen Kinderbetreuungskosten zahlen muss leider nicht mitgerechnet.

                      Liebe Grüße Andrea

                      • Das habe ich auch letztens gelesen und konnte es kaum glauben. Wenn beide zahlen, sollten auch beide Einkommen einbezogen werden. Sollte wirklich einer alleine zahlen, nur dann fände ich es berechtigt, dass auch nur ein Einkommen berücksichtigt wird.

                        Ja, wenn beide arbeiten erreicht man schnell eine der höchsten Stufen. Meistens bekommt man dann zu hören, dass man sich es ja auch anscheinend leisten kann, wenn man so hoch eingruppiert wird, aber dafür braucht es tatsächlich kein wahnsinnig hohes Einkommen.

            Die Stadt möchte ich jetzt nicht nennen, aber in NRW. Der Satz liegt ähnlich wie bei euch. Besonders viel muss man leider auch nicht verdienen, um so hoch eingestuft zu werden.

            Es liegt also ein paar Euro unter den 4000, aber kaum der Rede wert.

            Grüße great

        Das ist ärgerlich.

        Bei uns müssen wir unsere Einkommensverhältnisse möglichst genau für das Kindergartenjahr hochrechnen. Man hätte bei uns die Einkommensverhältnisse noch in 2015 anpassen lassen können, wenn die Einkommenssteigerungen in 2015 schon bekannt waren.

        • Ja, das ist richtig. Ich habe es schlicht und ergreifend verpeilt, dass es noch eine Nachberechnung gibt und nicht die Einkommenssituation vom Vorjahr oder vom Zeitpunkt der Meldung gilt. Die Sonderzahlungen habe ich vor allen Dingen nicht bedacht.

          Dass wir nachzahlen müssen ist auch keine Frage, nur dass man es dann nicht mehr absetzen kann, ist sehr ärgerlich.

          Grüße great

          • So ganz verstehe ich das Problem nicht - ihr könnt die Nachzahlungskosten doch 2016 absetzen, nämlich in dem Jahr, in dem Euch die Kosten entstanden sind. Ich habe selbst schon Kosten für die OGS nachzahlen müssen und diese steuerlich geltend gemacht, als unser Sohn schon gar nicht mehr betreut wurde ...

            LG

            Anja

            • Das Problem ist, dass man nur 4000€ geltend machen kann. Die erreichen wir mit den normalen Betreuungskosten schon fast. Somit können wir die Nachzahlung in 2016 nicht mehr geltend machen.

              2015 haben wir einen geringeren Beitrag gezahlt - da wäre noch ein bisschen Platz zu den 4000€ gewesen.

              Somit können wir, obwohl die Leistung 2015 erbracht wurde die Betreuungskosten nicht geltend machen, weil sie effektiv erst 2016 gezahlt wurden.

              Blöd gelaufen, aber es scheint da keinen Ausweg zu geben.

Top Diskussionen anzeigen