Betriebliche Altersvorsorge

    • (1) 30.06.16 - 08:09

      Gutem Morgen,

      vllt kann mich jmd aufklären?!

      Ich bin Zahnmed. Fachangestellte und momentan freigestellt, also im Beschäftigungsverbot wegen der Schwangerschaft. Mein Chef hatte mir eine "Direktversicherung", so heisst es im Schreiben der Vers. , abgeschlossen. Naja auf jedenfall steht im Schreiben, er bezahlt keine Beiträge mehr seit März (seitdem im freigestellt bin).
      Jetzt meine Frage: muss er die Beiträge weiter bezahlen trotz Freistellung? Ich bin ja noch seine Angestellte (auch wenn ich nicht mehr das Gefühl habe und mich das sehr traurig macht :-( )
      Vielen Dank

      LG

      • Guten Morgen! :)

        So wie du schreibst, ist es eine arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung. Bei der Variante ist es so, dass der Chef die Beiträge (zum Beispiel bei längerer Krankheit oder Elternzeit) so lange zahlen "muss" wie er dir auch Lohn zahlt. Sprich, im Krankheitsfall muss er nach 6 Wochen nicht mehr zahlen. Die Versicherung wird beitragsfrei fortgeführt und kann wieder in Kraft gesetzt werden, sobald der Arbeitnehmer wieder arbeiten geht. Die andere Variante ist, dass du für den Zeitraum, den der AG nicht zahlen muss, die Versicherung selbst weiter zahlst, was allerdings mit einem ziemlichen Aufwand verbunden ist und der Chef muss selbstverständlich zustimmen, da du bei dieser Variante 5 Jahre die Versicherung haben muss, bevor dir die eingezahlten Beiträge deines Chefs zustehen (Unverfallbarkeitszeitraum).

        Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen. :)
        Liebe Grüße!

                • Ganz so einfach ist es nicht, hängt nämlich davon ab, was vereinbart ist.
                  Da BV als Beschäftigungszeit zählt, müsste er eigentlich zahlen!

                  • Er muss nicht. Es sind seine Beiträge, er kann entscheiden, ob er beitragsfrei stellt oder nicht. Wäre es eine Arbeitnehmer- und arbeitgeberfinanzierte Geschichte, ginge das nicht so einfach, obwohl er auch dann seinen Anteil freistellen kann. Ähnlich wie wenn ich eine private Rentenversicherung habe, dann kann ich auch selbst entscheiden ob ich diese für einen gewissen Zeitraum nicht tilge. Ich kenne genug Chefs die es genau so machen. Manche sind so dreist, dass sie sogar den Beitrag für einen längeren Urlaub anziehen. Auch sowas gibt es...

                    • Abziehen natürlich... Blöde Autokorrektur

                      Doch, er muss, wenn er sonst zahlt und vor allem, wenn es so vereinbart ist.
                      Nur weil es jemand nicht macht, heißt es nicht, dass das rechtens ist!

                      Siehe Minijob und Urlaub usw.!

                      • Was soll denn vereinbart sein? Monatliche Rate. Vertragspartner sind Versicherungsgesellschaft und Chef. Da gibt es nur die Vereinbarung, dass der Chef eine Rentenversicherung macht, die er (Beitragszahler und Versicherungsnehmer) bezahlt. Mehr ist da nicht. Er MUSS nichts. Er KANN.

                        Ich schließe monatlich solche Versicherungen ab, stelle sie beitragsfrei oder lasse sie auszahlen. Ich weiß schon wovon ich rede. Wäre es IHR Geld wäre das was anderes, fließt Lohn MÜSSTE er dann auch den bruttoanteil abführen von ihrem Lohn. Das ist in ihrem Fall aber nicht so. Daher ist es seine Versicherung mit der er machen kann was er möchte. Und wenn er eben nur zahlen möchte, wenn sie als Arbeitskraft zur Verfügung steht dann kann er das so festlegen. Moralisch gesehen unter aller sau, rechtlich aber legal.

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