Vorstellungsgespräch Reinigungskraft

    • (1) 05.07.16 - 23:03

      Hallo, endlich habe ich Glück und eine tolle passende Stelle für mich gefunden. Ich bin morgen zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Es handelt sich um eine 30 Std. Stelle als Reinigungskraft. Arbeit wäre überwiegend in Privathaushalten.
      Ich möchte mich noch vorbereiten und alles perfekt machen. Habe die Homepage bereits raufen und runter gelesen übt mich ein wenig in die Reinigung hochwertiger Bodenbeläge etc eingelesen.

      Vielleicht kann ich hier noch den ein oder anderen Tipp für morgen bekommen.

      Ich habe zB gelesen, dass man eher nicht in Bluse und mit Absatz kommen soll. Um nicht den Eindruck zu vermitteln, sich nicht die Finger schmutzig machen zu wollen.
      Jetzt habe ich nur Turnschuhe, Stiefelletten und etwas schickere Turnschuhe mit Keilabsatz. Außerdem habe ich ein paar schicke Blusen und ansonsten nur normale Shirts, jedoch in lila, rot, grün usw.
      Was würdet ihr anziehen?
      Ich tendiere zur Bluse, Jeans und den etwas schickeren Turnschuhen mit Absatz.

      Außerdem würde ich mit kurzen Nägeln, ganz dezent geschminkt und einem schönen Zopf hingehen wollen.

      Eine weitere Frage.... Was könnte sie mich alles fragen? Ich bin noch nicht putzen gegangen und kenne mich in dem professionellen Bereich noch nicht aus.
      Stärken, Schwächen, warum ihr Betrieb, Gehaltsvorstellung, kann ich alles beantworten. Aber was könnte noch kommen?

      Habt ihr noch Ideen, was ich fragen könnte? Bin jetzt schon leicht aufgeregt und mir fällt nichts ein. Wollte mir gern ein paar Fragen notieren.

      Ich möchte diesen Job unbedingt.

      Vielen Dank schon mal :)

      • (2) 06.07.16 - 07:34

        Kommt auf den Lebenslauf an. Würde als Interesse "lesen" angegeben, frag ich immer, welches Buch sie gerade lesen und worum es da geht.
        Ist Sport angehen, frag ich immer nach der konkreten Sportart.

        Die Vorstellungsgespräche für Reibigungskräfte führe ich nicht, weiß aber, dass hier der Eindruck zählt: wirkt sie zuverlässig und gepflegt. Und es wird nach Allergien gefragt.

      • <<Würde als Interesse "lesen" angegeben, frag ich immer, welches Buch sie gerade lesen und worum es da geht.>>
        Echt - DAS fragst Du?! #schwitz#hicks Da kann man ja darüber denken, wie man will, aber das finde ich fast schon des Guten zuviel. Nicht, dass man nicht wissen darf, was bzw. welche Bücher (oder auch Zeitschriften) ich gerne lese, aber mir wäre das schon etwas ZU intim. Und zwar im Vorstellungsgespräch; ansonsten in der "Freizeit" nicht. Denn ich weiß ja schließlich nicht, ob ich dann danach beurteilt werde, was gerne lese.

        <<Ist Sport angehen, frag ich immer nach der konkreten Sportart.>>
        OK; DAS sehe ich noch ein. Denn es ist ja auch schon wichtig zu wissen, ob das eine Sportart mit extrem hoher Verletzungsgefahr ist.

        <<... dass hier der Eindruck zählt: wirkt sie zuverlässig und gepflegt. Und es wird nach Allergien gefragt.>>
        Das finde ich auch als einen sehr, sehr wichtigen Aspekt. Und Zuverlässigkeit und Gepflegtheit sind einfach UNABDINGBAR!#pro#pro Im Job/Berufsleben in ganz besonderem Maße, aber natürlich auch sonst.

        • (9) 06.07.16 - 15:09

          Ja das frage ich.

          Aber ich frage es eben nur, wenn "lesen" als Interesse angegeben ist. Ich beurteile nicht, welches Buch sie/er ließt. Und oft frag ich auch eher nach dem Genre.
          Mir kommt es nicht darauf an, dass hier Proust oder James Joyce angegeben wird. Ich will durch diese Frage zwei Dinge abdecken: 1. Dass die Person nicht lügt und es nur einfach so angegeben hat. Und 2. inwiefern sie/er eine solche, nicht ganz zu erwartende, Frage beantwortet. Tatsächlich geht es in meinem Job um Eloquenz und Ausdrucksvermögen und auch um Spontanität.

          Ich habe selbst bei einem Vorstellungsgespräch die Frage gestellt bekommen „Wie viel wiegt Manhattan?“ und mitten im Gespräch „Bitte zählen Sie jetzt in 7er Schritten auf Englisch rückwärts von 111 beginnend.“ Bei diesen Fragen kommt es nur darauf an, nicht zu schweigen und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.

          Die Sportart selbst beurteile ich auch nicht. Auch auf die Gefährlichkeit kommt es nicht an. Ich fahre selbst gern und oft Ski und mache auch Tauchurlaube und mein Mann klettert. Insofern habe ich nicht die Angst vor Verletzungen etc., sondern es geht auch hier schlicht um die Fähigkeit zu antworten und die Frage, ob hier gelogen wurde. Mir ist Ehrlichkeit extrem wichtig.

          Das gepflegte Äußere ist für mich immer wichtig. Ich kann zB absolut nicht verstehen, wie jemand in einer schmuddeligen Jeans und ungebügelntem Shirt zu einem Termin kommen kann. Ich will keine Designerkleidung sehen und auch der Anzug mit Einstecktuch ist übertrieben, aber sauber und gepflegt muss es sein. Das hat was mit Wertschätzung und Respekt zu tun, schließlich gehe auch ich nicht mit dreckigen Klamotten in das Gespräch, weil auch ich den Bewerbern zeigen möchte, dass ich das Gespräch ernst nehme.

          Was den Einwurf angeht, es sei zu intim: Ich stelle Leute ein, die hier 8 Stunden am Tag arbeiten. Das heißt meine jetzigen Mitarbeiter (und ggf. auch ich) sehen diese Menschen häufiger als ihre Familie und ihre Freunde. Ein Bewerbungsgespräch dient dazu abzuschätzen, ob die Person ins Team passt. Die fachliche Qualifikation habe ich bereits vorher durch Zeugnisse etc. abgedeckt.

          Fragen nach Freizeitaktivitäten etc. finde ich daher legitim, da die Person ja wählen kann, was sie sagt. Sie kann schließlich den SM-Kurs für sich behalten oder das Buch, welches ggf. verfänglich sein kann.

          Wer als Interesse "lesen" angibt sollte in der Lage sein, auch ein anderes Buch zu benennen.

          • #danke für Deine Antwort.:-)

            Ach, SO sieht's aus und DESWEGEN fragst Du (das). Jetzt verstehe ich#aha! Klar, SO gesehen und betrachtet ist das vollkommen korrekt und in Ordnung. Denn lügen HASSE ich auch WIE _ DIE _ PEST #wolke:-[#aerger. Und das tun Bewerber/innen leider auch :-(#schmoll. Denn irgendetwas behaupten kann jeder - und gerade z.B. lesen macht sich halt sehr gut als Hobby, da das nun mal Bildung verkörpert. Wobei es da auch ein klitzekleiner Unterschied ist, ob die/der Bewerber/in eben gerne billige, primitive Groschenromane/Liebesgeschichten - oder sozialkritische Bücher und Tatsachenberichte, Bildbände, Bücher über Tiere... usw... usf... - liest. OK; auch das bleibt jedem schlussendlich selbst überlassen.
            Aber wer dann, nachdem Du gefragt hast, WAS die-/derjenige (besonders) gerne liest/welche Sportart sie/er betreibt/was sie denn gerne handarbeitet und bastelt (wenn als Hobby Sport, basteln und Handarbeiten genannt wurden) und sie/er total ins Stottern kommt, dann weiß man ja, was das Stündlein geschlagen hat #schein#gruebel;-):-D. Denn wer lesen, Sport, basteln und Handarbeiten als Hobby angibt, muss dann auch SPONTAN und wie aus der Pistole geschossen sagen können, WAS sie/er gerne liest, welche Sportart sie/er betreibt und WAS sie gerne bastelt und handarbeitet.

            <<... sondern es geht auch hier schlicht um die Fähigkeit zu antworten und die Frage, ob hier gelogen wurde.>>
            Wie gesagt; ganz genauso sehe ich das auch und das ist auch die Quintessenz.

            <<Mir ist Ehrlichkeit extrem wichtig.>>#pro#pro
            Mir auch.:-) Und wer lügt/gelogen hat, und ich würde das heraus bekommen, hätte bei mir gleich im Vornhinein komplett verspielt. So jemanden würde ich PARTOUT NICHT und NIE einstellen! Denn daraus würde ich dann nämlich schließen, dass diese Person auch im Job lügt und nicht ehrlich ist. Und nein, sowas braucht man nicht und sowas muss man sich auch nicht antun.

            <<Das gepflegte Äußere ist für mich immer wichtig.>>#pro#pro
            Mir ebenso! :-)

            <<Ich kann z.B. absolut nicht verstehen, wie jemand in einer schmuddeligen Jeans und ungebügeltem Shirt zu einem Termin kommen kann.>>
            Ich auch nicht und nie. Auch diese Person hätte bei mir im Vornhinein komplett verspielt und so jemanden würde ich nicht, nie und nimmer einstellen. Wie gesagt, sowas verkörpert nämlich die GESAMTE Einstellung. Und dass solch eine Person einfach durch und durch oberflächlich und nicht gewissenhaft ist. Auch wenn das viele (und gerade "solche"') nicht wahrhaben wollen. Ist aber so.

            <<Ich will keine Designerkleidung sehen und auch der Anzug mit Einstecktuch ist übertrieben, aber sauber und gepflegt muss es sein. Das hat was mit Wertschätzung und Respekt zu tun, schließlich gehe auch ich nicht mit dreckigen Klamotten in das Gespräch, weil auch ich den Bewerbern zeigen möchte, dass ich das Gespräch ernst nehme.>>#pro#pro
            Genauso sieht's aus und auch da unterschreibe ich jedes Wort dick und fett. Denn wir (Bewerber/innen) würden uns schließlich auch an einer/einem Personaler(in) sehr stören, die/der müffelt oder auch irgendwie ungepflegt daher kommt. Da würde ich auch niemals nicht arbeiten wollen.
            Allerdings würde mich eine Bewerberin, die in hochhackigen Schuhen und (im Sommer) im Spaghettikleid oder -top und kurzem Rock zur Bewerbung kommt, auch nicht aus dem Sessel raus hauen - ganz im Gegenteil. Sowas geht genauso wenig. Auch wenn diese Bewerberin ansonsten 100mal top gepflegt wäre.

            <<Wer als Interesse "lesen" angibt sollte in der Lage sein, auch ein anderes Buch zu benennen.>>
            Oh, da könnte ich Dir - ganz spontan(!) - etliche Bücher nennen, die ich gerne lese und bereits gelesen habe.

            Wie Du nun sicherlich feststellen kannst, sehe ich die ganze Sache nun aus einem völlig anderen Blickwinkel als noch zuvor. Nämlich, dass das ("Aus")fragen bezüglich der Hobbies keine "Neugierde" ist, sondern einzig und allein dazu dient, die/den Bewerber/in (besser) kennen zu lernen. Und ihre/seine Ehrlichkeit zu checken.

    >>Ich habe zB gelesen, dass man eher nicht in Bluse und mit Absatz kommen soll. Um nicht den Eindruck zu vermitteln, sich nicht die Finger schmutzig machen zu wollen.<<

    Unsinn! Wenn mir das jemand in einem Vorstellungsgespräch zu verstehen geben würde, dann gäbe es von mir folgende Antwort: 'Ja, ich bin eine Reinigungskraft. Das bedeutet aber nicht, daß ich auch so aussehe. Natürlich werde ich so nicht putzen gehen, aber ansonsten achte ich auf mich!'

    Ich bin öfter auf einer Reinigungsmesse und es ist z. T. beschämend, wie dort die Frauen rumlaufen.

    Viele Grüße
    Trollmama

    • <<'Ja, ich bin eine Reinigungskraft. Das bedeutet aber nicht, daß ich auch so aussehe. Natürlich werde ich so nicht putzen gehen, aber ansonsten achte ich auf mich!'>>#pro#pro
      Sehe ich ganz genauso. Und GERADE in SOLCH einem Job will - und muss - man ja gerade solche Dinge; wie Gepflegtheit, Sauberkeit, Ordnung... und all die dahingehenden Tugenden unbedingt verkörpern!#pro#pro Denn ansonsten wird das nichts und wirkt sogar unglaubwürdig.
      OK, in Stöckelschuhen würde ich (natürlich!) auch nicht und niemals zum Vorstellungsgespräch erscheinen, aber die trage ich auch sonst; sprich; in meiner Freizeit nicht und nie.

      <<Ich bin öfter auf einer Reinigungsmesse und es ist z. T. beschämend, wie dort die Frauen rumlaufen.>>
      Echt jetzt?! #kratz *STAUN* Denn ich habe schon Reinigungskräfte getroffen und kennen gelernt und kenne auch persönlich Reinigungskräfte, die TOP GEPFLEGT herum laufen. Und zwar IMMER! Da denkt man niemals nicht, dass das Reinigungskräfte sind.

      Gruß

      • Ja, es gibt Reinigungskräfte, denen man ihren Beruf sofort ansieht. Auf der letzten Messe ist mir eine Frau aufgefallen, von der ich gedacht habe, wie alt wohl ihre Klamotten sind. Grauer, schlabbernder Strickpullover, Hochwasserhose, weiße Socken, Halbschuhe. Kurze, ungepflegte Haare. Sie stand bei der Begrüßung ganz vorne und es stellte sich heraus, daß sie die oberste aller Putzfrauen in der ganzen Kommune war. Sie ist für alles, was im entferntesten mit Reinigungsaufgaben (Einkauf, Verhandlungen, Planungen, anlernen und Weiterbildung usw.) zu tun hat, verantwortlich.
        Und soll ich Dir etwa verraten: So schlampig wie sie rumlief, sah auch der Veranstaltungsort aus.....#schock

        • #danke für Deine Antwort.:-)

          <<Ja, es gibt Reinigungskräfte, denen man ihren Beruf sofort ansieht. Auf der letzten Messe ist mir eine Frau aufgefallen, von der ich gedacht habe, wie alt wohl ihre Klamotten sind. Grauer, schlabbernder Strickpullover, Hochwasserhose, weiße Socken, Halbschuhe. Kurze, ungepflegte Haare.>>#schock#zitter#contra#contra#augen
          UUUAAAH - das ist jetzt nicht wahr, oder?! Wie KANN man nur... #schock:-(

          <<Sie stand bei der Begrüßung ganz vorne und es stellte sich heraus, daß sie die oberste aller Putzfrauen in der ganzen Kommune war. Sie ist für alles, was im entferntesten mit Reinigungsaufgaben (Einkauf, Verhandlungen, Planungen, anlernen und Weiterbildung usw.) zu tun hat, verantwortlich.>>#schock#zitter#kratz
          (Auch) das muss man nicht verstehen, oder?! Echt, Leute und Sachen gibt's, die gibt's gar nicht.

          <<Und soll ich Dir etwas verraten: So schlampig wie sie rumlief, sah auch der Veranstaltungsort aus...>>
          Tja, das kann man sich dann ja denken, aber echt schlimm sowas. Da würde ich NIIIEEEMALS NICHT arbeiten wollen!#contra#contra Und ja, ich bin echt total #schock über das, was Du schreibst. Was war das denn? Eine Reinigungsfirma, die diverse Objekte reinigt? Solch eine sog. "Putzkolonne"?

          Dann noch eine Frage dazu zum Schluss: In Deiner VK steht, dass Du im "Land der Fjorde" lebst. Da würde mich es mal brennend interessieren, fand Dein hanebüchenes Erlebnis in Sachen Reinigungsfirma dort oder hier in (der) (BR)D statt? - Denn auch in - sog. "Top"ländern ist nämlich auch nicht alles Gold, was glänzt.

          • Die Messe fand erst Ende April d. J. in einer Nachbarkommune statt. Wie Du schon rausgefunden hast, wohne ich im Land der Trolle und hier gibt es noch viele Kommunen, die ihre Reinigungskräfte selbst einstellen (also keine Putzkolonne).

            Leider ist es aber auch so, daß es bei Neueinstellungen wie bei der vorher genannten Frau mehr auf 'ich kenne jemanden, der jemanden kennt...' ankommt, als auf eine entsprechende Qualifikation.

            Oder um es mal platt auszudrücken: Sie hatte vorher noch nie einen Putzlappen in der Hand, meint aber, sie kann das organisieren, anlernen, weiterbilden, usw.

            Der Hammer war ja, daß sie diese elendigen Lufthandtrockner so verteidigt hat, schließlich wären die ihr ja von dem Vertreter wärmstes empfohlen worden. Ja, warum hat der Vertreter die wohl wärmstens empfohlen. Erst ein Weiterbilder hat sie auf die richtige Lösung gebracht (und das vor versammelter Mannschaft *peinlich*). Jetzt hat sie die Kommune für viel Geld damit ausgerüstet und nun müssen die Bakterienschleudern solange gebraucht werden bis sie auseinander fallen, bevor Papierdispenser angeschafft werden können. Aber das Beste kommt noch: Weil es ja jetzt diese Lufttrockner gibt, ist sie der Meinung, daß Abfalleimer auf der Toilette komplett überbewertet und somit überflüssig sind...#schock

            Aber ich arbeite zum Glück nicht in dieser Kommune und bei uns wäre das auch niemals vorgekommen. Wie halten einen recht hohen Standard (bin an einer weiterführenden Schule). Vor kurzem kam eine Lehrerin zu mir und meinte, daß es bei uns (fast) sauberer ist, als im Krankenhaus :-D

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