AG will BV, ich nicht... Möchte auf Mutterschutz verzichten

    • (1) 07.07.16 - 22:37

      Hallo, vielleicht kennt sich jemand aus. Mein Arbeitgeber möchte mich ab 1. September ins BV schicken (ich bin wohl einfach zu teuer).
      Vorab: Mir geht es gut und meinem Kind auch.
      Normal würde ich ab 4. Oktober in Mutterschutz gehen. Eigentlich war so abgesprochen dass ich auf den Mutterschutz verzichte und in der Zeit ab 4.10. Urlaub nehme und somit im Oktober noch ein normales Gehalt bekommen, was ja nicht schlecht wäre für das Elterngeld. (Steuerklassenwechsel) Nun hat sich mein Arbeitgeber dies anders überlegt und möchte mich nun wie gesagt ab 1. September ins Beschäftigungsverbot schicken, aber ich kann doch ab 4.10. darauf verzichten?!

      Wie kompliziert...

      Warum genau willst du denn auf das BV verzichten? Bzw. warum ist es dem AG zu teuer? Muss er dir nicht sowieso dein volles Gehalt zahlen, wenn du im BV bist? Also ich zumindest bekomme mein volles Gehalt im BV und dachte, das ist generell so?

        • ah okay, aber hat das denn negative Auswirkungen für mich?
          Also kann natürlich dann verstehen, dass der AG sich das dann erstatten lassen möchte.

          • Betrug ist und bleibt Betrug....

            • was meinst du damit?

              Betrug in Bezug auf den AG der TE? Ja das ist ja keine Frage, also dass es nicht richtig ist. Aber er kann ja auch nicht einfach so sagen, dass auf einmal der Arbeitsplatz nicht mehr mutterschutzgerecht ist oder?

              (10) 07.07.16 - 23:15

              Na ja, Betrug nicht. Er beruft sich halt auf den Satz:

              "nach Ablauf des fünften Monats der Schwangerschaft mit Arbeiten, bei denen sie ständig stehen müssen, soweit diese Beschäftigung täglich vier Stunden überschreitet"

              Ansonsten bin ich von allen arbeiten befreit die mich oder das Kind gefährden könnten.

          Hat keine negativen Auswirkungen. Anders wär es wenn du Krankengeld bekommen würdest. Das schlägt sich dann aufs Elterngeld nieder weil es ja nur irgendwas in die 60% sind.

          • (13) 07.07.16 - 23:26

            Doch hätte in ihrem Fall negative Auswirkungen, da es durch den SteuerklassenWechsel hätte mehr werden können ohne BV (Steuerklasse 3 statt 5 oder 4).

    (14) 07.07.16 - 23:02

    Mir geht's darum im Oktober noch "normales" Gehalt zu bekommen, da das Mutterschaftsgeld bei der Elterngeld Rechnung nicht als Einkommen gilt.

    Meinetwegen bleib ich im September zu Hause, mein AG bekommt während des BV das komplette Geld von der KK. (Außer im Oktober=Mutterschutz, da bekommt er tgl. 13€"für mich")
    Ich darf im Mom. nicht alles machen auf der Arbeit.

Warum willst du auf deinen Mutterschutz verzichten? Du bekommst in der Zeit genausoviel Geld, also hätte das auf das Elterngeld überhaupt keine Auswirkung. 13 € pro Tag von deiner Krankenkasse und die Differenz muss dein AG zahlen.

Ehrlich gesagt fände ich das ziemlich dumm von dir und deinem AG wenn du anstattdessen Urlaub nehmen würdest.

Und zu dem BV. Musst du selber wissen. Wenn es dir gut geht würde ich es auch nicht machen.

Hallo,
auch der Arbeitgeber kann dich nur in ein BV schicken, wenn Gefahr für dein Leben oder das deines Kindes besteht. Oder er dir keinen Arbeitsplatz nach MuSchu Richtlinien anbieten kann (rauchfrei etc.) und das würde ja wohl nicht erst ab September so sein.. :))

Das BV endet mit Mutterschutz. Auf welche Regelung du dich mit deinem Arbeitgeber dann einigst, bliebe euch überlassen. Allerdings hast du Anspruch auf Muttetschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss, womit du im Oktober auch nahezu dein normales Nettogehalt erhältst.

Würde mir das an deiner Stelle mit dem Urlaub noch mal gut überlegen.

(Übrigens bekommst du auch im BV normales Geld, falls das deine Angst sein sollte..)

Alles Gute dir. :))

  • Danke für deine nette Antwort. :)

    Das ich finanziell keine Nachteile habe, weiß ich. Aber leider wird das Mutterschsftsgeld nicht als Einkommen bei dem Elterngeld Berechnung mit einbezogen, da es eine "Ersatzleistung" ist. Und da mein Mann und ich "zu spät" die Steuerklassen gewechselt haben müssen wir den Oktober mit einrechnen lassen. (Normalerweise würde der Okt nicht mehr mit eingerechnet) deswegen dachte ich, wenn ich meinen Urlaub in die Zeit lege, "verschenk" ich zwar das Mutterschaftsgeld aber habe dafür 6 Monate in StKl 3.

    Lg und danke!

    • (23) 07.07.16 - 23:20

      Ja, leider musst Du tatsächlich jetzt einen Weg finden dem BV auszuweichen. Sonst wirst Du viel Geld verlieren, da es sich dann nicht lohnt auf die Ausklammerung des Mutterschutz zu verzichten, weil Du dann eben keinen Urlaub nehmen kannst.

      Blöde Situation.

      • (24) 07.07.16 - 23:28

        Genau, blöd.

        Zwar würde ich schon einiges an Geld verlieren, aber ich stehe trotzdem noch besser da als in StKl. 4...

        Na ja, ich geh wohl mal zur ner Beratungsstelle.
        Lg und gute Nacht....

Ok, dein "Problem" hab ich theoretisch verstanden.

Obwohl das für mich ne ziemliche Milchmädchenrechnung ist.

Es geht ja nur um den Oktober. Heißt 1/12 der Berechnungsgrundlage vom Elterngeld.

Bei 500€ mehr im Okt wären das vielleicht 40€ mehr pro Monat.

ABER dafür opferst du 1 Monat Urlaub, den du hättest im Anschluss an die Elternzeit nehmen können. Also 1 Monat zusätzliches Gehalt.

Das würd ich vielleicht nochmal durchrechnen.

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