Frage zu Erfahrungsstufen im TVÖD bei höherer EG

    • (1) 09.07.16 - 11:57

      Liebes Forum,

      vielleicht kann mir jemand eine Frage zum TVÖD beantworten. Ich bin im Moment in EG 8, Erfahrungsstufe 5 eingestuft und möchte mich intern auf eine Stelle in EG 10 bewerben, die sehr interessant klingt. Gibt es eine generelle Regelung, in welche Erfahrungsstufe man dann eingestuft wird? Würde ich in Erfahrungsstufe 1 kommen, wäre mein Verdienst geringer als der jetzige! Oder gibt es da einen Verhandlungsspielraum - mit Erfahrungsstufe 2 wäre ich ja schon zufrieden ...

      LG

      Anja

      • Ich meine, dass du durch den Bestandsschutz nicht geringer bezahlt werden kannst (wenn du direkt beim AG bleibst), aber wie genau du eingestuft wirst hängt ja davon ab, was förderliche Zeiten sind, das musst du also mit dem AG oder Gewerkschaft besprechen.

        • Bestandsschutz würde mir reichen (der hat für mich auch bei der Überleitung vom BAT in den TVÖD gegolten, so dass ich mit Kinderzuschlag und Strukturausgleich gut dastehe. Ich würde beim selben AG bleiben.

          VG
          Anja

          Ich dachte, dass die Stufen nach Betriebszugehörigkeit bzw. wenn bei Arbeitgeberwechsel die des vorherigen AG anerkannt werden, danach berechnet werden wie lange man schon nach TVÖD angestellt ist. Damit könnte man bei höherer Eingruppierung seine Stufe behalten...?

          • Das kann so nicht hinhauen, denn ich habe damals mehrere Entgeltstufen gehabt nacheinander und habe jedesmal wieder bei 1 angefangen. Die Erfahrungsstufen gingen nicht mitzunehmen.

            "Höhergruppierung

            Die Beschäftigten werden bei einer Höhergruppierung, gemäß dem TVöD § 17 Abs. 4 Satz 1, mindestens der Stufe 2 der neuen Entgeltgruppe sowie dem bis dato erhaltenem Entgelt zugeordnet.

            Sollte eine Höhergruppierung aus einer individuellen Endstufe erfolgen, so werden die Bestimmungen gemäß § 6 Abs. 3 Satz 2 und 3 TVÜ-Bund, § 6 Abs. 2 TVÜ-Bund sowie § 7 Abs. 2 TVÜ-Bund Anwendung finden.

            Erfolgt eine Höhergruppierung über mehrere Entgeltgruppen, so ist diese gemäß TVöD § 17 Abs. 4 Satz 3 insofern schrittweise zu bestimmen, dass in jeder höchst gelegenen Entgeltgruppe eine Stufenzuordnung des Betrages bis zur neuen Entgeltgruppe erfolgen sollte. Die Bestimmung der Garantiebeträge entfällt dabei. Inwieweit ein Garantiebetrag gewährt werden kann, hängt wie bei allen anderen Höhergruppierungen vom zuvor erhaltenen Tabellenentgelt ab.

            Für die Entgeltgruppen 4 und 7 gilt eine Höhergruppierung von Entgeltgruppe 3 in 5 sowie von 6 in 8. Sofern die Höhergruppierung abgeschlossen ist, beginnt erneut die Stufenlaufzeit."
            Quelle: http://www.oeffentlichen-dienst.de/tvoed/hoehergruppierung.html

      (6) 09.07.16 - 16:45

      Bist Du im TVöD Bund? Oder VKA?

    • (7) 09.07.16 - 16:53

      Ach vorab zur Frage, ob es Verhandlungsspielraum gibt: ja.

      Kürzere Stufenlaufzeiten biete ich zB an , wenn ich jemanden unbedingt will und er "nur" den Garantiebetrag (in unserem Fall nach TV-L) bekommen würde. Man kann aber auch sofort eine bessere Stufe von Beginn an einhandeln. Als ich zum ersten Mal die Stelle wechselte und noch nicht verbeamtet war, hab ich so damals (im TVöD VKA) eine Stufe überspringen können.

      • Mein AG ist eine Wissenschaftsorganisation, die nach TVÖD Bund bezahlt. Ein Teil des neuen Aufgabengebiets wäre neu für mich, in einem anderen Teil bin ich durch jahrelange Erfahrung wirklich fit - es gab nur halt bis jetzt keine Stellen im Mittelbau. Da ich weiß, dass der Stellenplan bei weitem nicht ausgeschöpft ist, würde ich schon verhandeln, wenn ich die Stelle bekomme. Aber jetzt muss ich mich erst mal bewerben ...

        Liebe Grüße
        Anja

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