Schwanger: Überstunden abfeiern statt zahlen

    • (1) 05.08.16 - 08:43

      Guten morgen zusammen. In unserem Betrieb ist es so dass Überstunden abgefeiert werden oder wenn sie zwischen 20 und 30 ü.stunden sind oder mehr, ausgezahlt werden. Oder beides zusammen (also Teil so u Rest so). Zb wurde meine Kollegin letzte Woche ins Büro gerufen weil sie 40 überstanden hat, es wird ihr ausgezahlt. Ich habe schon 60 Überstunden und mich hat noch niemand ins Büro gerufen (ich habe noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben...) obwohl der Marktleiter damals zu mir meinte man bekomme es immer bezahlt wenn man so ungefähr die 30 Überstunden erreicht.

      So nun meine Angst... Im November spätestens Dezember gehe ich ins BV. Darf er meine Überstunden einfach als freie Tage machen und somit das bezahlen umgehen? Alle im Markt (auch der bezirksleiter) wissen ich habe wegen den Überstunden meinen aushilsjob beim Steuerberater aufgegeben da mir das zu viele Stunden wurden aber ich bin auf das Geld angewiesen. Mir wurde zugesagt sie zahlen das aus. Dürfen die ihre Meinung ändern aufgrund der Schwangerschaft? Durch ein BV dürfen mir ja eigentlich keine Nachteile entstehen.

          • (5) 05.08.16 - 10:00

            Zuerst mal solltest Du tief durch atmen und dann klärst Du es im Büro. Du bist schwanger und Dir darf kein Nachteil entstehen. Das weißt Du und daran müssen sie sich halten ;-)

            • (6) 05.08.16 - 12:16

              Das schlimme an dieser Schwangerschaft ist dass ich so emotional geworden bin. Könnte bei jeder Kleinigkeit weinen bzw tue das sogar (wobei ich normal echt nicht so ein Typ bin)... Dann mach ich mal Augen zu und durch... Ich hoffe nachher wenn ich spätschicht hab seh ich den Marktleiter damit ich mit ihm rede

      (9) 05.08.16 - 10:15

      Ja, der Arbeitgeber soll sogar Überstunden abbbauen wenn eine Schwangere ein generelles BV bekommt, um die Zeiten des BV möglichst zu vermeiden, bzw. zu minimieren. Es bedeutet für dich keinen Nachteil wenn Du die Stunden vergütetet bekommst, die du vertraglich vereinbart hast, und die Mehrarbeit in Freizeit ausgeglichen wird. Das ist sogar vom ArbZG so vorgeschrieben.

      Wenn der Arbeitgeber bei Kolleginnen gegen das ArbZG verstößt, entstehen dir dadurch keine Ansprüche auf dasselbe Vorgehen. Beim BV liegen die Dinge anders.

      • (10) 05.08.16 - 12:14

        Ja aber der springende Punkt ist wegen den 60 Überstunden in den letzten 2 Monaten musste ich meinen nebenjob kündigen und die wissen ich bin auf das Geld angewiesen. Ich habe 2 schulpflichtigen Kinder, Schule geht in 2 Wochen los und ich hab nicht mal die schulsachen besorgen können. Klar entsteht mir ein Nachteil wenn ich dafür frei bekomme statt Entlohnung wie abgemacht

        • (11) 05.08.16 - 12:32

          Dann frag ich mich warum du nicht eine höhere Stundenzahl vereinbart hast, wenn du im Schnitt pro Woche 7,5 Stunden mehr arbeitest als vereinbart. Überstunden sollte ja eigentlich eine Ausnahme sein. Und du warst rechtlich nicht verpflichtet, die Überstunden zu leisten und dafür den Nebenjob zu kündigen.

(20) 05.08.16 - 10:41

"(ich habe noch keinen Arbeitsvertrag unterschrieben...)"

Warum arbeitest Du da, wenn Du keinen Arbeitsvertrag hast?
Praktikum?

Ich will Dir die Hoffnung nicht nehmen, aber gehe mal davon aus, dass Du keinen Cent sehen wirst, für die Überstunden. Gibt es eine Zeiterfassung, die das dokumentiert?

BTW: Überstunden abfeiern im BV ist wohl eher nicht ok. Die bleiben stehen oder werden ausgezahlt, aber ohne Arbeitsvertrag.....

  • (21) 05.08.16 - 12:11

    Nein kein Praktikum. Normaler Job. Die kriegen es in der Personalabteilung nicht hin in die gänge zu kommen. Soll wohl immer so ewig dauern.

    • (22) 05.08.16 - 12:33

      Ich hätte ohne Arbeitsvertrag nicht angefangen zu arbeiten.

      • (23) 05.08.16 - 12:39

        Ich wurde immer auf nächste Woche vertröstet! Aber jetzt haben die den Nachteil dadurch... schwanger ohne Arbeitsvertrag ist sofort unbefristet u Kündigungsschutz (auch in der probezeit). Und ich habe sogar noch einmal nach einem Vertrag verlangt als ich wusste das ich schwanger bin. Naja aber unbefristet bringt mir nix... Bei solchen Zuständen dort, vor allem als schwangere, gehe ich dort nicht zurück.

    (24) 05.08.16 - 13:36

    Achte drauf, was im Arbeitsvertrag zu den Überstunden drin steht.
    Der AG wird die sicher nicht freiwillig zahlen wollen.

    Ohne Arbeitsvertrag würde ich nicht arbeiten.
    Schwanger erst Recht nicht.

    Bei einem Arbeitsunfall wird das dann richtig lustig....

    • (25) 05.08.16 - 14:20

      "Ohne Arbeitsvertrag würde ich nicht arbeiten."

      Ich verstehe das Problem nicht. Für eine AB gibt es keine Schriftformerforderniss. Es ist somit ein AV gemäß BGB zustande gekommen.

      "Bei einem Arbeitsunfall wird das dann richtig lustig.... "
      Ein Unfall ist nie lustig, und ohne schriftlichen AV nicht problematischer als mit.

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