Wer bestimmt den letzten Arbeitstag vor dem Mutterschutz?

    • (1) 15.08.16 - 09:58

      Hallo Mädels!

      Ich habe mal eine vielleicht blöde Frage. In meinem Mupa stehen zwei vorr. Entbindungstermine, der berechnete nach der letzten Periode und der korrigierte nach US. Bei mir ist da wirklich ein großer Unterschied von ca. 14 Tagen.
      Meine FA hat den letzten Arbeitstag gemäß dem ersten, berechneten Termin eingetragen. Mein AG fragt jetzt nach dem vorraussichtlichen Entbindungstermin, es geht ja sicherlich auch um die Berechnung des Mutterschutzes etc. Ich würde jetzt natürlich den korrigierten Termin angeben, weil das ja der aktuelle und richtige Termin ist. Muss ich im Zweifelsfall dann 14 Tage länger arbeiten? Oder hätte die Eintragung des FA im MuPa Vorrang?
      Mir ist es ehrlich gesagt auch etwas peinlich, sowas mit der Personalabteilung zu diskutieren...
      Danke für Eure Antworten!

      LG Hilde

      • Hallo,

        Ich wurde sagen es richtet sich nach dem korrigierten Datum also nach dem tatsächlichen Termin vom US.

        LG

        (3) 15.08.16 - 10:02

        Hey du.
        Wie weit bist du denn?
        Du bekommst um die 33.SSW von deinem FA eine Bescheinihung über den mutmaßlichen ET für die Krankenkasse und den Arbeitgeber und danach wird sich dann gerichtet.
        Alles Gute dir.
        Liebe Grüße von Buschi mit Bauchprinz 35+3

        • (4) 15.08.16 - 10:53

          Hallo!

          Ich bin erst in der 16. SSW, habe also noch viel Zeit. Hatte mich nur schon auf die schöne Adventszeit zu Hause gefreut. ;-)
          Na ja, jetzt muss ich halt mal abwarten, wie die Sache ausgeht. Im blödesten Fall arbeite ich bis Weihnachten. Zur Not nehme ich halt noch Urlaub vor dem Mutterschutz oder, wenn es wie bei meinem ersten Sohn läuft, nimmt sie mich ggf. wieder wegen Komplikationen eher raus. Jetzt mit einem Kleinkind zu Hause wäre mir das gar nicht so unrecht. #schein

          Danke für Eure Antworten!

          LG Hilde

      Huhu,

      aktuell geht es nachdem korrigierten Entbindungstermin. Wenn du nicht gerade kurz vor dem Mutterschutz stehst, auch für den AG einfach zwecks erster Planung und Formalitäten. Kurz vor dem Mutterschutz bekommst du von deinem FA aber noch die Bescheinigung über den mutmaßlichen Tag der Entbindung. Dieser zeigt letztlich den ET von dem sowohl AG, du und KV ausgehen. Eigentlich ist das Datum dann auch das Datum was bis zur 12. Woche ausgerechnet wurde. Die meisten FA ändern danach das Datum nicht mehr.

      Tatsächlich könnte es daher sein, dass du 14 Tage länger arbeiten gehst.

      Hallo!
      Hast du am Anfang keine SS-Bestätigung von deinem Arzt bekommen? Diese ist ja eigentlich für den Arbeitgeber gedacht. Darin steht auch der Entbindungstermin. Dieser gilt auch.

      Wenn du so eine Bescheinigung nicht eingereicht hast, gilt wohl der korrigierte Termin. (Mein Arzt korrigiert erst ab 2Wochen, somit ist der Unterschied normal)
      LG

      • Hallo!

        Nein, so eine Bestätigung habe ich nicht bekommen, leider. Habe sie aber auch nie verlangt, weil mein AG keine braucht, sondern nur den ET.

        LG Hilde

        • Hm....

          Also eigentlich sollte der Arbeitgeber diese Einfordern. Du könntest ja theoretisch eine SS vortäuschen.

          Naja, damit wärst du fein raus, denn dort muss der Entbindungstermin angegeben werden.

          Da du sie aber nicht hattest, musst du wohl den tatsächlichen, korrigieren Termin angeben. (Auch der Fairness halber)
          LG

          • (9) 15.08.16 - 11:10

            Das stimmt nicht. Wahrscheinlich ist es eher so, dass der AG so eine Bescheinigung nicht mal verlangen darf.

            Man ist schließlich nicht verpflichtet eine Schwangerschaft bekannt zu geben.

            • (10) 15.08.16 - 11:21

              Nein, eine SS muss bekanntgegeben werden! (Ob und wann man es tut ist eine andere Frage)
              Denn der Arbeitgeber ist für die Gesundheit und den ordnungsgemäßen Arbeitsplatz verantwortlich. Und damit auch für das ungeborene Kind.

              Genau genommen ist jede gesundheitliche Einschränkung, die Auswirkungen auf die Arbeit hat, anzugeben.

              Dafür gibt es ja auch diese Bescheinigungen. Steht sogar so drauf. SS-Beschtätigung zur Vorlage beim Arbeitgeber.

              • (11) 15.08.16 - 11:34

                Das ist falsch! Eine Schwangerschaft muss überhaupt nicht bekannt gegeben werden. Sobald der AG davon weiß, ist er verpflichtet sich ans Mutterschutzgesetz zu halten. Aber man darf eine Schwangerschaft bis zum letzten Tag geheim halten. Das erste, was man bekannt geben muss ist eine Entbindung.

                • (12) 15.08.16 - 11:52

                  Wie gesagt, es ist wahrscheinlich keine Pflicht.

                  Eine Schwangere soll (ist keine muss), sobald bekannt, eine SS angeben.

                  Der Arbeitgeber hat damit Pflichten zu erfüllen.

              "Nein, eine SS muss bekanntgegeben werden! (Ob und wann man es tut ist eine andere Frage)"
              Nein, ist man nicht verpflichtet, nur eine Geburt muss mitgeteilt werden!

              "Dafür gibt es ja auch diese Bescheinigungen. Steht sogar so drauf. SS-Beschtätigung zur Vorlage beim Arbeitgeber. "
              Die kostet Geld und muss vom AG bezahlt werden und deshalb gibt es das nur, wenn er danach verlangt!

          (15) 15.08.16 - 11:29

          Ich weiß nicht ob es wirklich eine Arbeitnehmerpflicht ist. Durch das Verschweigen, nimmt man den Arbeitgeber aus der Verantwortung.

          Solch eine Bescheinigung dient ebenfalls der offiziellen, schriftlichen Bestätigung bzw Bekanntgabe.

          (16) 15.08.16 - 11:55

          dann lies mal das Gesetz, § 5 MuSchG. Da steht ja alles klipp und klar drin. Wer eine Mutterschutzfrist haben möchte, muss seine Schwangerschaft erst mal bekanntgeben UND den mutmaßlichen Termin der Entbindung! Der AG darf Atteste verlangen, und er trägt die Kosten dafür. Da gibts wohl nichts zu diskutieren.

          • (17) 15.08.16 - 11:58

            Ich habe auch nichts gegenteiliges behauptet.

            Die Aussage, dass man verpflichtet ist, eine Schwangerschaft bekannt zu geben ist schlicht und einfach falsch. Mehr habe ich nicht geschrieben. Dass man eine Schwangerschaft bekannt geben muss, um in den Genuss rechtlicher Vorteile zu kommen ist schon klar.

            • (18) 15.08.16 - 12:44

              Sorry, aber du schreibst wirres Zeug. Die Schwangerschaft IST bekannt gegeben, und dann hat der AG auch das Recht, Atteste über den mutmaßlichen Termin der Entbindung einzufordern.

              Du hattest geschrieben: "Das stimmt nicht. Wahrscheinlich ist es eher so, dass der AG so eine Bescheinigung nicht mal verlangen darf. Man ist schließlich nicht verpflichtet eine Schwangerschaft bekannt zu geben."

              Das Gesetz § 5 sagt, dass der AG Attest verlangen darf! Damit hast du etwas Falsches geschrieben.

              Wenn man seine Schwangerschaft nicht bekannt gibt, verzichtet man aber auch auf jeglichen Schutz und auch auf die Mutterschutzfristen. Die TE will ja gerade die Mutterschutzfrist möglichst ausdehnen. Es geht hier in der Diskussion nicht um die Frage Schwangerschaft bekannt geben oder nicht, sondern ob man wahrheitsgemäß Auskunft geben muss, - mit Attest - wenn sich der ET zu Ungunsten der Frau nach hinten verschoben hat.

              Ja, das muss sie.

              • (19) 15.08.16 - 12:52

                In der Ungerdiskussion ging es eben sehr wohl nur darum, ob man eine Schwangerschaft bekannt geben muss. So wie es jetzt darum geht, ob ich was falsches geschrieben habe.
                Habe ich nicht.

                Sunshine85 (wenn ich mich richtig erinnere) schrieb, der AG hätte eine Bescheinigung über die Schwangerschaft verlangen müssen. Meine Antwort darauf war, dass das nicht stimmt. Der AG muss das überhaupt nicht.

                Das Wörtchen 'wahrscheinlich' in meinem darauf folgenden Satz macht doch schon deutlich, dass ich das nur vermute, dass der AG das nichtmal verlangen darf. Nach wie vor bin ich sicher, dass er das auch nur dann wirklich darf, wenn ich von ihm irgendwelche Maßnahmen erwarte, die er aufgrund der Schwangerschaft durchführen soll.

                • (20) 15.08.16 - 14:43

                  Es steht ausdrücklich im MuSchG dass der AG eine Bescheinung verlangen kann, und wenn er eine wünscht kann er das natürlich tun.

      (21) 15.08.16 - 14:57

      "Also eigentlich sollte der Arbeitgeber diese Einfordern. Du könntest ja theoretisch eine SS vortäuschen."
      Nein, sollte er nicht, weil er ja dann etwas zahlen muss, also geht es bei vielen AG ohne!

Huhu,

der korrigierte ET ist dein Entbindungstermin, von dem alles abhängig gemacht wird. Davon hängt dann auch der Beginn des Mutterschutzes ab.

#winke

LG erdbeerchen
mit 2 Räubern (7 Jahre & 8 Jahre), Prinzessin (20 Mon.) und Ü-Ei (32+1)

(23) 15.08.16 - 14:55

Lass dir vom FA die Bescheinigung für den Mutterschutz geben, da steht das aes drauf.

Geht auch jetzt schon und nicht, wie einige immer noch denken ab der 33. SSW.

Das ist längst überholt!

Hallo, bei mir ist das genauso. Der korrigierte Tag zählt. Und ja da musst du die 2 Wochen dann länger arbeiten. 6 Wochen vor dem korrigierten et beginnt dein Mutterschutz. Dein Frauenarzt stellt dir eine Bescheinigung für die Krankenkasse und den Arbeitgeber aus.

Liebe Grüße

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