zwangsversetzung

    • (1) 19.08.16 - 22:21

      Hallo ihr lieben! Ich wende mich an euch! Vielleicht hat ja eine von euch ein ähnliches Problem wie ich oder könnt mir einfach weiter helfen.
      Meine Situation ist gerade so:
      Im Mai 2015 habe ich mein erstes Kind geboren und anschließende Elternzeit gehabt. Nun nach vielem traa raa und hin und her könnte ich endlich ab Juli wieder anfangen zu arbeiten (auf 50%Basis).
      Ich bin Operationstechnische Assistentin und arbeite im OP.Nun bin ich wieder schwanger und bei uns besteht ja sofort Meldepflicht,damit wir aus dem Op raus kommen wegen Gefahren ect. Normalerweise ist es dann sodass wir im OPbüro oder unserem Lager bei Bestellungen helfen ect. Nun ist es aber so dass ich Zwangsversetzt werden soll in die Verwaltung zum Telefon und Patientenruf. Das heisst im Klartext nur sitzen,permanent Rufe annehmen und weitergeben und stundenlang in den PC starren. Eigentlich hört es sich ja ganz chillig an , aber ich habe immense Rücken Beschwerden, die sich verstärken wenn ich nur sitzen muss . Dazu bin ich noch Migräne Patientin und kann gar nicht stundenlang in einen PC gucken.
      Ich bin also der Überzeugung, dass diese Zwangsversetzung mir schaden würde.

      Wie würdet ihr vorgehen? Kann ich ein Beschaftigungsverbot verlangen? Vom Betriebsarzt oder gyn oder Hausarzt?

      • Hallo,

        nein, ein Fall für ein Beschäftigungsverbot bist du nicht. Dein Arbeitgeber kommt seiner Pflicht nach, dir einen Arbeitsplatz der dem Mutterschutzgesetz entspricht zu stellen. Also kein BV durch den Betriebsarzt.

        Dein Gyn kann dir kein BV ausstellen, weil die Probleme, die du bei diesem Arbeitsplatz erwartest, nicht das Kind gefährden.

        Alles was du machen kannst, wenn du Probleme mit dem Rücken bekommst oder Migräneanfälle auftreten, ist dich krank schreiben zu lassen.

        • Ich finde bei der TE klingt es schon eher nach Ausreden und 4h Büroarbeit, da würde ich mich jetzt nicht drüber aufregen aber das ich will das jetzt gar nicht diskutieren ob es richtig oder falsch ist aber mir stellt sich einfach interessehalber trotzdem die Frage was man "hinnehmen" muss.

          Muss man "alles" machen hauptsache es ist Mutterschutzgerecht? Auch wenn es mit dem eigentlich Beruf gar nichts zu tun hätte?

          Man ist ja irgendwo als "Fachpersonal" eingestellt, kann man einfach für Tätigkeiten eingesetzt werden, die mit dem eigentlich Beruf Null zu tun haben (nicht auf die TE bezogen, wäre ja bei der TE nicht der Fall) hauptsache Mutterschutzgerecht?

          Ich kenne einen Fall bei der Stadt. Zwei Erzieherinnen durften nicht mehr arbeiten wegen Immun-Status. Sie wurden dann aus dem BV geholt und mussten währrend der Bundestagswahl im Wahlamt helfen und Briefwahlunterlagen eintüten. Könnte man durchauch als "mindere" Hilfstätigkeit bewerten, die ja mit dem eigentlich Beruf GAR nichts zu tun hat. Die Mädels haben es gemacht aber ich hab mich damals shcon gefragt ob man das wirklich muss.
          Weißt du worauf ich hinaus will? Mich würde das echt mal interessieren.

          Zur Klarstellung: Ich habe bis zum Beginn Mutterschutz voll gearbeitet und mir sogar für Sonntagsarbeit eine Ausnahmegenehmigung vom Gewerbeaufsichtsamt gehlolt weil ich meine Kollegen unterstützen wollte.

      Wenn man regelmäßig hier mitliest, bekommt man mittlerweile das Gefühl, dass die Hälfte aller Schwangeren ein Beschäftigungsverbot wollen.

      • (5) 19.08.16 - 23:41

        Das macht Frauen im gebärfähigen Alter auch zu so beliebten Arbeitnehmerinnen.....

        Ich habe keine Ahnung, wie ich bis zum Mutterschutz noch 40h / Woche im Büro gearbeitet habe. Anscheinend war die Arbeit am PC doch unzumutbarer, als ich dachte. Hätte ich da mal mehr bei Urbia gelesen...

        Im ernst (und das geht eher an die TE): meine Arbeit fiel mir schon viele Wochen vor dem Mutterschutz schwer. Rückenschmerzen hatte ich täglich. Aber wenn es schlimm wurde, dann stand ich auf und machte kleine Übungen. Ging mir einen Tee kochen. Ging zum Kopierer. Räumte im Stehen meine Akten auf. Telefonierte im Stehen.

        Es gibt so viele Möglichkeiten am Schreibtisch. Ggf. ist die Arbeit mit großer Kugel tatsächlich schwerer aber nicht unmöglich. Und man muss sich auch nicht quälen, kann trotz Schreibtisch in Bewegung bleiben. Du hast immer die Option dich kurzzeitig krankschreiben zu lassen, falls es doch unerträglich wird.
        Aber ein BV bei Schreibtischarbeit? Wie kommt man auf die Idee?

        Schwangerschaft bedeutet manchmal, dass alles nicht so easy ist wie vorher. Aber das gehört doch dazu! Schreibtischarbeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Schwangerschaft kann wirklich funktionieren.

        Man muss nur wollen.

        • Hi,

          ich klinke mich hier mal mit ein.

          Prinzipiell hast du Recht, aber du pauschalisierst schon sehr.

          Ich habe auch einen Bürojob und konnte leider nicht mehr voll arbeiten.

          Die Möglichkeit zwischendurch mal rumzulaufen habe ich nicht. Ich kann vom Schreibtisch nicht weg, da ich jederzeit telefonisch erreichbar sein muss.

          Mein Bauch wurde nach 5-6 Stunden knall hart und ich bekam immer wieder Wehen.

          Ich habe dann auf 4h am Tag reduziert. Damit kam ich super klar. Gestern war mein letzter Arbeitstag, jetzt bin ich im Mutterschutz.

          In meiner 1. Schwangerschaft hatte ich keine Probleme bis zum Ende voll zu arbeiten, gleicher Job versteht sich.

          Was mich aber wirklich aufregt ist, dass die TE, ohne es versucht zu haben, ein BV will.

          Das ist schon echt unverschämt.

          LG

    Hm, 4 Stunden Büroarbeit SIND chillig #sonne!

    Ich habe während meiner Ausbildung einige Wochen im Schreibbüro verbracht. 8 Stunden vor dem PC. (unschwanger natürlich) Damals war es gesetzlich irgendwo verankert, dass während 1 Stunde nur 50 Minuten gearbeitet werden musste und 10 Minuten Pause sein sollten. Ich weiß nicht, ob es heute noch so ist. (wahrscheinlich aber schon - einfach mal googeln)

    4 vor dem PC, mit Pause alle 50 MInuten sollten doch wohl zu schaffen sein. Du bist nur schwanger, nicht krank. (Sorry für den Spruch - aber der ist sowas von wahr)

    Du solltest froh sein, dass du eine prima Alternative zu deinem eigentlichen Job bekommst. Besser kannst du es doch nicht haben. Es sei denn, du hast wirklich keinen Bock.

    Ps: Es gibt Filter für den Monitor. Damit sollte sich deine Mirgräne etwas eindämmen lassen. Kostet nicht viel, ist aber Gold wert.

    Wo bitte ist das Problem zwischendurch einfach mal aufzustehen und während du Gespräche annimmst nicht in den PC zu starren?
    Dein Arbeitgeber kommt dir entgegen und bietet dir einen Schwangeren gerechten Arbeitsplatz und du maulst, weil du auf ein BV spekuliert hast.
    Jetzt suchst du Ausreden um das BV doch noch zu bekommen.
    Das klingt nach schwängern lassen um nicht arbeiten zu müssen.

    (Achja ich habe Rückenprobleme, Migräne und diverse Einschränkungen mehr und konnte im Büro bei beiden Schwangerschaften bis zum Mutterschutz VOLL arbeiten. Ich weiß wovon ich rede!)

    Du kannst natürlich NICHT ein Beschäftigungsverbot verlangen! Sondern immer nur eine Tätigkeit, die dem MuSchG entspricht.

    Wenn du mit der Bildschirmtätigkeit individuelle Probleme hast, wird dein Betriebsarzt dich von dieser Tätigkeit herausnehmen. Dann kann der AG immer noch entscheiden, ob du nicht doch auf eine andere Station bzw. ins Lager oder OP Büro kommst.

    So ein Gejammer wegen 4h täglich.

    Mittlerweile verstehe ich warum viele Chefs kein Interesse daran haben, Frauen vor den Wechseljahren einzustellen.

    Wie hat meine Mutter es nur geschafft, dtei Kinder zu bekommen und dazu noch bis zur Geburt jeden Tag in einem landwirtschaftlichen Betrieb zu arbeiten?

    Kühe melken, Feldarbeit, kochen für 10 Personen, großer Garten , Ernte mit einfahren, Ställe ausmisten und das bis zu 16 Stunden am Tag?
    Auch nachts ran zu müssen, wenn eine Kuh kalbte oder sonst was los war.
    Und: 2 Wichen nach der Geburt hat sie wieder genauso weiter gemacht.

    Den ganzen Tag gearbeitet trotz Neugeborenem.
    Heutzutage ist man ja dann direkt ein Fall fürs Amt, wenn man das macht.
    Ich selbst habe immer bis kurz vor der Entbindung Vollzeit gearbeitet, mit viel stehen müssen und auch Rückenschmerzen.
    Na und?
    Dann beißt man halt die Zähne zusammen und fertig.

    Du bist einfach nicht belastbar und wenig leistungsfähig.
    Deine Kollegen werden sich freuen, dass sie deine Arbeit mit machen dürfen.

    Hallo!

    Ich muss ja echt leidensfähig sein, dass ich seit Jahren Büroarbeit mache, war mir gar nicht so bewusst.

    Bildschirmarbeit löst keine Migräne aus, wenn Du davon Kopfschmerzen bekommst, dann brauchst Du einfach eine Brille. Und wenn Du nicht lange sitzen kannst, dann gäbe es die Möglichkeit, Dir ein Stehpult aufzustellen, zur Not auch einen Laptop mit dem Du vom Schreibtisch zum Stehpult und zurück wechseln kannst.

    Beim Telefonieren kann man wunderbar mal zwischendurch aufstehen, weil man dabei selten dauernd in den PC starren muss - das ist oft nur ein kurzer Moment (in Deinem Fall wohl "ja, Kunigunde Schmidt liegt in der Chirurgie, das ist Station 3, Zimmer 314" und dann noch ein paar höfliche Sätze oder wann Besuchszeiten sind, das weißt Du ja nach dem 2. Tag auswendig)

    Du willst einfach nur nicht in die Verwaltung, bist aber weder krank noch sonstwie ernsthaft dran verhindert. dann macht die Arbeit halt mal ein paar Monate weniger Spaß, meine Güte. Du wirst es überleben.

    (14) 20.08.16 - 17:48

    Manchmal kann man sich echt nur wundern.

    Also jetzt mal an alle!ich finde es richtig scheisse wenn man hier nach Meinungen von anderen fragt und gleich immer beschimpft wird oder alle so tun als wäre man zu zimperlich!

    Es ging mir generell darum , ob ich diese Zwangsversetzung antreten muss, da ich weiß dass es mir nur schadet. Ich habe starke Migräne und da tut so ein Bildschirm schon einiges dazu( und eine Brille habe ich auch schon für alle Klugscheisser hier). Nur wer selbst Migräne hat kann da auch mitreden. Und das gleiche gilt auch für die Rückenbeschwerden-ein Bandscheibenvorfall und Gleitwirbel das sind nicht ,,nur,, Rückenschmerzen...

    Wenn ich mir den ganzen Tag den Po breit drücken wollen würde auf Kostet meines Rücken und meiner Migräne hätte ich mir irgendeinen von den tausenden Bürojobs ausgesucht-hab ich aber nicht! Und deswegen möchte ich mich da nun auch nicht reindrängen lassen.

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