Ausbildung als Kinderpfleger mit ü 30

    • (1) 26.08.16 - 09:48

      Hallo,
      ich bin eine 31 jährige dreifach Mama und möchte mich auf eine Ausbildung zur Kinderpflegerin bewerben.
      Jetzt habe ich ein Anschreiben formuliert und bin mir nicht ganz sicher ob das so erfolgsversprechend ist!?
      Über ehrliche und ernstgemeinte Meinungen und eventuelle Verbesserungsvorschläge würde ich mich riesig freuen.

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      Sehr geehrte Frau ,

      Sie suchen eine Auszubildende, die sich motiviert und verantwortungsbewusst den Herausforderungen im Berufsalltag als Kinderpfleger stellt.

      Ich suche einen Ausbildungsplatz, bei dem ich mein bisheriges Wissen und Können einbringen und den Beruf als Kinderpflegerin gleichzeitig von der Pieke auf lernen kann.

      In den vergangenen Jahren habe ich mich um meine drei Kinder gekümmert und bereits vielfältigste Erfahrungen im Bereich Kinderpflege gesammelt.
      Ich konnte mich mehrfach bei Projekten und Ausflügen in der Kita wie auch in der Schule einbringen.
      Dabei habe ich festgestellt, dass mir die Arbeit und der Umgang mit Kindern besonders viel Freude bereitet.

      Gleichzeitig konnte ich meine Kreativität, mein Einfühlungsvermögen, meine Zuverlässigkeit und meine Verantwortungsbereitschaft unter Beweis stellen.
      Darüber hinaus bin ich ein pünktlicher, pflichtbewusster und ordnungsliebender Mensch.
      Ich begegne meinen großen und kleinen Mitmenschen offen, liebevoll, fürsorglich und einfühlsam.

      „(Berufs) Wege sind nicht geradlinig“.

      Das trifft auch auf mich zu, nun habe ich mich entschieden, meine berufliche Zukunft auf ein solides Fundament zu stellen.

      Durch eine Ausbildung bei Ihnen könnte ich meine Erfahrungen vielfältig einsetzen und kontinuierlich ausbauen.

      Ich freue mich daher ganz besonders, wenn Sie mir Die Möglichkeit geben, mich Ihnen persönlich vorzustellen.

      Mit freundlichen Grüßen,

      Vielen Dank für Eure Meinungen!
      Liebe Grüße Melanie

      • Ich weiß ja nicht wo du wohnst aber in Niedersachsen hättest du dir weniger mühe geben müssen da kaum einer die Ausbildung anfangen will.

        Zudem wäre es eine Überlegung normale Krankenschwester zu erlernen und dann im 3. Jahr spezislisiert auf Kinder (gibt es in manchen Häusern wo man im 3. Jahr sich auf Kinder, intensiv oder op spezialisieren kann )

        Bin gelernte Krankenschwester. .Mit der umfangreichen intensiv fachweiterbildung "für Erwachsene".. und habe dann zusätzlich Kinder intensiv Weiterbildung gemacht da ich einen pflegedienst mit Kinder intensiv Betreuung geleitet habe.

        Der Beruf reine Kinderkrankenschwester sollte gut überlegt sein da es dafür nicht sehr viele Stellen gibt. Außer du gehst Richtung frühchen intensiv. .Dafür braucht man aber auch eine 2 jährige Weiterbildung

        Aber zur Bewerbung: kannst du weg schicken ;) allerdings ist Kinderpflege wie du sie kennst nicht vergleichbar wie im Krankenhaus.

        AchJa. .Willst du pflegerin oder Fachkraft werden? Wäre auch ein unterschied und als pflegerin fällt das Krankenhaus im Normalfall aus

        • Hi!

          Selten habe ich soviel fachlichen Unsinn in EINEM Beitrag gelesen wie in deinem...

          1. Kinderpflegerin ist NICHT die "Vorstufe" zur Kinderkrankenschwester (da gibt es nämlich keine Vorstufe!)
          2. Kinderpflegerinnen ist die "Kurzform" der Erzieherausbidlung (erkennt man aber auch schon am Bewerbungsschreiben)
          3. das gibts auch nicht: "Zudem wäre es eine Überlegung normale Krankenschwester zu erlernen und dann im 3. Jahr spezislisiert auf Kinder (gibt es in manchen Häusern wo man im 3. Jahr sich auf Kinder, intensiv oder op spezialisieren kann )"
          4. den Beruf Kinderkrankenschwester gibt es nichtmehr so wie er mal war, es heißt jetzt Gesundheits-und Kinderpfleger/in (mit veränderter Ausbildung!), somit braucht sie garnicht überlegen ob sie Kinderkrankenschwester wird (was sie ja eh nicht will)
          5. als Kinderkrankenschwester wirst du mit Kußhand überall genommen, sie werden durchaus auch einer allgemeinen Krankenpflegekraft vorgezogen im Erwachsenenbereich. Viele Kinderkrankenschwestern arbeiten in der Erwachsenenpflege. Umgekehrt sieht es da ganz anders aus (da muß schon jemand extrem überzeugen oder massiver Personalmangel herrschen und dann gehts gerne schief).

          Viele Grüße,
          Hermiene

          • WoW schlechte Laune?

            Ich weiß das es das Krankenschwester durch gesundheits- und Krankenpflegerin ersetzt wurde ebenso für Kinder. Aber bevor ich jedes Mal ein monsterlanges Wort tippe weiß jeder das Krankenschwester das gleiche ist

            Zu 3. Doch gibt es.. und eine andere userin hat das ebenso bestätigt.das ist ein neuerer Bildungsweg

            Man kann sehr wohl eine pflegerin Ausbildung absolvieren die dann halt keine 3 Jahre dauert und man keine Fachkraft ist

            Reine KinderKS werden nicht mit kusshand genommen in der erwachsenen Pflege da sie zb in Fachbereichen gar keine Ahnung haben da sie es einfach nicht gelernt haben.

            Sicherlich werden KinderKS lieber auf Kinder Station eingesetzt als eine normale KS .. Das genauso das eine intensivfachkraft bevorzugt auf intensiv eingesetzt wird .. Natürlich versucht man entsprechende Qualität an die richtige Stelle zu setzten

            Und bitte kritisier nicht meine Abkürzung "Kinder KS ".. Im Kontext weiß jeder was es bedeutet!

            • Ich habe keine schlechte Laune, aber sowas kann ich echt nicht lesen... zumal es nichtmal zur Ursprungsfrage passt.

              Es gibt die Ausbildung zum Krankenpflegehelfer (heißt vielleicht jetzt anders) und ist die Vorstufe zur Krankenpflege, das ist aber nicht vergleichbar mit der Ausbildung zur Kinderpflegerin und auch keine Vorstufe zur Kinderkrankenpflege.

              Außerdem wurde die Ausbildung zur Kinderkrankenschwerster nicht einfach umbenannt sondern grundlegend verändert, zum Nachteil der Ausbildung - das ist ein gewaltiger Unterschied für alle die sich in diesem Bereicht tätsächlich auskennen.

              Und glaub mir, ne Kinderkrankenschwester bekommt problemlos einen Job in der Erwachsenenpflege und das war schon vor 20 Jahren so. Da habe ich ausreichend EInblick von unterschiedlichen Seiten. Mittlerweile sind auch die Einsatzgebiete in der Ausbildung deutlich mehr in die Erwachsenenpflege verlagert obwohl Kinderkrankenpflegeausbildung.

              Zumal du doch nicht selbst glaubst, dass jemand nach 3 Jahren Ausbildung fit in allen Bereichen ist, oder? Man lernt nach der Ausbidlung immer dazu. Mir fällt außer der Geriatrie kein Bereich ein den die Gesundheits-und Kinderkrankenpflege ausspart in der Ausbildung. Das ganze dann noch in einer Gewichtsspanne vonn 300g - 150 Kilogramm nur in der Kinderklinik! Wo soll da das Problem sein?

      Hallo

      meine Nichte ist gerade jetzt angefangen mit ihrer Ausbildung zur Kinderpflegerin. Allerdings ist es bei ihr so und auch hier in der weiteren Umgebung, dass man dazu eine zweijährige Berufsfachschule besucht und währenddessen Unterricht sowie Praktika in verschiedenen Kindereinrichtungen im Wechsel. Dazu brauchte sie aber keine Bewerbung in dem Sinne wie Du sie geschrieben hast, sondern sie musste sich lediglich für die Berufsfachschulklasse mit einem Formular des Berufskollegs dafür bewerben.
      Mit den bestandenen Abschlussprüfungen ist man dann Kinderpflegerin.
      Eine Bekannte von mir hat das vor 6 Jahren nach ihrer Scheidung im Alter von 52 Jahren noch gemacht. Sie war natürlich mit Abstand die Älteste in der Klasse.
      Mittlerweile ist sie selbstständige Tagesmutter.

      Meine Vorschreiberin sprach von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Das lernt man an einer der bundesweiten Klinikangeschlossenen Kinderkrankenpflegeschulen.
      Unsere Tochter hat vor 1 Jahr ihr Examen darin gemacht nach einer dreijährigen Ausbildung an einer o. g. Schule.
      Sie hat die integrative Ausbildung gemacht, d.h. sie hat zwei Jahre lang gemeinsam mit den angehenden Gesundheits- und Krankenschwestern /-pflegern gelernt und auch Blockeinsätze in der Erwachsenenpflege geleistet. Im letzten Ausbildungsjahr wurde dann speziell Kinderkrankenpflege und deren Krankheitsbilder wie auch Pädagogik und Psychologie gelehrt. Das war um einiges härter als die Ausbildung an einer reinen Kinderkrankenpflegeschule, wo man von Anfang an "nur" mit Kindern zu tun hat. Vorteil unserer Tochter - sie kann auch in der Erwachsenenpflege arbeiten, anders herum tut man sich schwerer.
      Mittlerweile arbeitet sie nach einem kurzen Ausflug auf die Frühchenintensiv-Station in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Beides waren ihre Wunscharbeitsgebiete, wo sie sich langfristig arbeiten sah.

      Mit jeweiligen Fortbildungen (2 Jahre mit Examen) zur "Fachkinderkrankenschwester Intensiv- und Anästhesiepflege" oder "Fachkinderkrankenschwester Psychiatrische Pflege" kann man sich spezialisieren. Voraussetzung ist, dass man in dem jeweiligen Bereich mindestens 1 Jahr Berufserfahrung mitbringt.
      Sie könnte auch eine Fortbildung zur Laktationsberatung machen, mit der sie die Erlaubnis zur Stillberatungsbeauftragten erwirbt. Oder den Lehrgang zur Praxisanleiterin für die Schüler/-innen, sowie die Weiterbildung zur Stationsleitung.

      In der Klasse unserer Tochter war auch eine junge Frau in Deinem Alter mit 3 Kindern, die die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester angefangen hatte. Sie hat einige Wochen vor dem Examen aufgegeben, weil sie mit Arbeiten, Lernen und Kinder das harte Pensum nicht mehr schaffen konnte und sich ziemlich viele Fehlzeiten auf Grund ihrer Kinder (Krankheitsfälle) angesammelt hatten. Sie lag damit ganz knapp unter dem Limit.

      Vielleicht helfen Dir die Infos weiter; Deine Bewerbung finde ich gut. Wobei ich mir überlegen würde, sie noch etwas umzustellen, wenn Du dazu Hilfe möchtest, gern über PN.

      LG

      • Vielen Dank für Eure Meinungen,
        Ich möchte diese Ausbildung absolvieren, weil ich in der Zukunft gern Tagesmutter werden möchte.
        Ich bin extrem motiviert und habe ein genaues Ziel vor Augen.
        Ich weiß, dass die Einsicht spät kommt aber ich habe in der Familie keinerlei Hilfe und deshalb habe ich mir das nicht zugetraut.
        Jetzt hat sich das Blatt aber gewendet und ich kann mich endlich meiner beruflichen Zukunft widmen ohne, dass ich Angst und Sorgen wegen meiner Kinder haben müsste.

        Was könnte ich an dem Anschreiben verändern?

        Alles Liebe Melanie

    Hi!

    Als Tagesmutter kannst du es dir wirklich leichter machen! Kurse beim Jugendamt reichen.
    Aber hast du dir mal überlegt gleich nen Erzieher zu machen? Damit kannst du auch als TM arbeiten, aber auch im Kindergarten.
    Kinderpfleger sind in Kindergärten doch meist nur die Deppen vom Dienst - müssen alles machen, sind aber trotzdem nicht gleichberechtigt den Erziehern gegenüber und bekommen dafür noch nen Hungerlohn.
    Mittlerweile gibts ja auch "Schmalspur"ausbildungen für Erzieher. Das geht in 3 Jahren mit Ausbidlungsgehalt (im Vergleich zu den meisten Ausbildungen früher mit 4 Jahren und fast null Gehalt). Ob am Ende jemand nen guten Job macht oder nicht hängt eher von der Persönlichkeit ab, nicht von der Ausbidlungslänge- und intensität.
    Das Gehalt einer TM ist auch sehr frustig!
    Dein Alter sollte kein Problem sein, grade in den Berufen macht etwas Lebenserfahrung was aus. Ich kenne z.B. einen Erzieher den man eigentlich selbst noch bemuttern muß.... und das nach 4 Jahren Ausbildung und mittlerweile 3 Jahren Berufserfahrung.
    Deine Bewerbung wäre mir persönlich zu schmalzig, aber das muß bestimmt so sein ;-)

    Viel Erfolg,
    Hermiene

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