Was darf im Job an Fehlern passieren?

    • (1) 30.08.16 - 22:49

      Hallo,

      Ich würde da gerne mal eure Meinung zu hören.
      Wie viele Flüchtigkeitsfehler sind ok und welche Fehler (Zahlendreher, Mails nicht gedruckt, Aufträge nicht richtig ins Computer system erfasst) sind noch ok?
      Darf sodass überhaupt passieren?

      Gruß teufel

      • HI

        es kommt drauf an wo man arbeitet ;-)

        Auf einer Intensiv macht ein kleiner Zahlendreher viel aus ... 0,1 oder 1,0 kann bei manchen Medikamenten einen sehr großen Unterschied machen ...

        Oder ob ich was mit 1:10 oder 1:100 verdünne und spritze.

        VG

        Hallo,
        Fehler sind zwar menschlich und dürfen passieren, aber je nach Arbeitsort kann ein Flüchtigkeitsfehler durchaus locker den Tod eines oder mehrerer Menschen oder auch empfindliche Strafen/Nachzahlungen bei Ämtern und Versicherungen bedeuten... um mal nur 2 Konsequenzen zu nennen.

        Umsonst gibt es eine Arbeitsanweisung nicht. Also wenn sowas EINMALIG vorkommt, ist das ok (im Büro), aber öfter sollte das echt nicht vom Chef bemerkt werden. In sensiblen Bereichen sollte soetwas nie vorkommen. Stell dir mal die Aufregung vor, wenn die Personalabteilung bei der Lohnüberweisung einen Zahlendreher drin hatte und dir statt 3100€ ganze 1300€ überweist. Ist nicht tragisch, aber da kommt Freude auf, oder?

        Hi teufel,
        das kann man so pauschal doch gar nicht sagen.

        Ich bin seit 1.4. neu im Büro, 4 Rechnungen kamen seither zurück, die verbessert werden mussten. Es sind ca. 30 Rg. in der Woche.

        Ich finde es viel, Chef + Chefin finden meine Fehlerquote lächerlich.

        E-mails ausdrucken, vergißt man nur 1x, danach hat man im Outlook einen Terminhinweis, daß man als 1. und als letztes die e-mails checkt und ggf. druckt.

        Es ist alles relativ.

        Gruß Claudia

      • Hallo,

        Flüchtigkeitsfehler passieren jedem Mal - einen Bereich wo es um Leben und Tod geht lasse ich jetzt mal ausgeklammert.

        Es ist normal und menschlich. Aber: wenn sich die Fehler häufen, dann darf der Arbeitgeber erwarten, dass Du von alleine eine entsprechend höhere Sorgfalt an den Tag legst um diese Fehlerquote zu reduzieren. Wenn Du nun nach einigen Flüchtigkeitsfehlern von Deinem Chef angesprochen wirst, solltest Du schleunigst an der Ordentlichkeit Deiner Arbeit arbeiten. Wenn sich die Fehler dann wieder deutlich reduzieren und auf ein "Versehen"-Level zurückgefahren werden, finde ich das in Ordnung.

        Welche Fehler okay sind hängt vom jeweiligen Job ab und was für Auswirkungen daran geknüpft sind.

        LG

        Hallo!

        Fehler passieren. Mal eine Falsche hausnummer auf den brief geschrieben und der kommt zurück. mal einen Datenbankeintrag nicht aktualisiert. mal eine Mail vergessen - ja.

        Eben dafür ist es wichtig, dass man sich selber kontrolliert. ich schaue oft vor Feierabend nochmal meinen Postausgang durch, ob die Adressen wirklich stimmen, kontrolliere die wichtigste Datenbank grundsätzlich doppelt und schaue am Ende des Arbeitstages nochmal den kompletten neuen Emaileingang durch, damit ich nichts vergessen habe.

        beim Auftrag müsste ja eigentlich auch der Kunde mitdenken und wenn er nicht nach ein paar Tagen eine Auftragsbestätigung hat nochmal nachfragen, ob alles klar geht. So kann der nicht ganz verloren gehen.

      • Hallo,

        ich glaube, das kann man so pauschal nicht sagen. Fehler passieren, sollten aber nicht ständig passieren. Es kann auch Ursachen haben, der MA ist krank, hat Probleme zu Hause und kann sich nicht konzentrieren, das sollte einem Vorgestetzen auffallen und er sollte vorsichtig hinterfragen, woran es liegen könnte, daß so viel falsch läuft. Aus Fehlern lernt man auch, aber passiert zu viel, ist man dem Aufgabengebiet vielleicht auch nicht gewachsen. Wie gesagt, pauschal kann man nicht wirklich sagen, wie viel ist in Ordnung oder nicht.

        LG

        Deine Frage enthält Rechtschreibfehler, aber ich sehe mal drüber hinweg. ;-)

        Deine Frage wird ja einen Grund haben.
        Gab es ein Personalgespräch oder meckern die Kollegen?

        Wenn es für Chef oder Kollegen zu viele Fehler sind, dann hilft es nur, die Fehleranzahl selbst zu reduzieren.
        Was nützt Dir die Info "jeder macht mal Fehler" oder "5 Fehler bei 30 Rechnungen ist ok"?

        Also, entweder selbst besser werden oder einen Job ausüben, bei dem Fehler unwahrscheinlicher sind oder weniger oft auffallen.

        ***Wie viele Flüchtigkeitsfehler sind ok und welche Fehler (Zahlendreher, Mails nicht gedruckt, Aufträge nicht richtig ins Computer system erfasst) sind noch ok?***

        Das hängt wohl entscheidend von den Folgen der Fehler ab.

        Als DHL-Fahrer darfst du zum Beispiel nur eine gewisse festgesetzte Rate an verursachten Unfällen haben, sonst bist du raus.

        Ich glaube für die schwerwiegenden Dinge haben viele Firmen ihre festen Vorgaben.

        Bei den harmloseren Dingen ist das dann wohl eher eine Sache des Empfindens, manche Chefs sind penibler, andere haben mehr Verständnis. Und möglicherweise spielt es auch eine Rolle wie du dann mit deinem Fehler umgehst.

        VG S.

        Nun,

        frag dich doch einfach mal wie viele Zahlendreher du auf deinem Kontoauszug zu akzeptieren würdest, oder wieviele "vergessene" Zahlungseingänge ....

        Wenn das regelmäßig passiert, Fehler die Folgen haben, dann solltest du dich fragen, was du an deinem Lebensstil, deiner Einstellung zur Arbeit, deinem Arbeitsstil oder an den Arbeitsbedingungen ändern musst, damit sich das bessert.

        Bist du übermüdet bei der Arbeit? Machst du nicht ausreichend Pausen? Bist du mit dem Arbeitspensum oder den Anforderungen überfordert? Machst du drei Dinge gleichzeitig? Wirst du von Lärm abgelenkt? Fehlt es dir an der Identifikation mit den Unternehmenszielen? Hast du Medikamente geschluckt, die deine Aufmerksamkeit herabsetzen? Bist du krank? Oder bist du schlicht ungeeignet für diese Tätigkeit? Das kann ja auch sein.

        Jeder Mensch macht Fehler und die dürfen auch passieren. Niemand ist perfekt!

        Was mir aber z.B. extrem wichtig ist: Wie man mit dem Fehler umgeht! Ich erwarte, dass man sich selbst sozusagen etwas schuldig fühlt, ertappt und darüber nachdenkt, wie man das ganze beim nächsten Mal besser machen kann. Wenn ich etwas vergesse, dann entschuldige ich mich bei der Person, die es betrifft.

        Was ich ganz schlimm finde ist, wenn man sagt, jedem kann mal was passieren und dann kein Unrecht-/Schuldgefühl hat. Da ist für mich die Egal-Einstellung vorhanden und das finde ich nicht gut. Im Normalfall sind das auch die, die danach weiterhin munter Fehler produzieren.

        (13) 01.09.16 - 12:54

        Wie schon geschrieben hängt das entscheidend von der Art des Fehlers, den Folgen und der Möglichkeit, ihn zu korrigieren, ab. Ein Buchstabendreher in einer Mail ist sicher weniger tragisch, als in einer Buchung. Etwas schlicht zu vergessen, zeugt für mich eher von mangelnder Selbstorganisation und sollte möglichst nicht vorkommen. Kann man sich Dinge schlecht merken, braucht es halt eine Agenda, Todo-Liste, Timer, was auch immer. Jeder arbeitet anders und man kann als AG erwarten, dass der AN in der Lage ist, sich entsprechend zu strukturieren. Private Probleme haben im Job nichts zu suchen, jedenfalls nicht als Entschuldigung für Schlampigkeit. Sicher ist man nicht jeden Tag gleich drauf, vllt geht die Arbeit auch mal etwas schleppender von der Hand, möglichst fehlerfrei sollte sie trotzdem sein.
        Ich hoffe, Du hast Deinen Job noch nach Rücksprache mit dem Chef und Deine Probleme inzwischen im Griff.

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