Kollegen/in und Krankschreibung(en)

    • (1) 08.09.16 - 16:49

      Hallo,

      ich weiß gar nicht ob ich hier in diesem UF richtig bin...

      Ich muss einfach mal etwas loswerden bzw. euch nach Meinungen fragen:

      Ein ganz heikles Thema:

      Wie geht ihr mit Kollegen um, die sich immer und immer wieder krankschreiben lassen?
      Und wurde bei einem von euch im Betrieb schon einmal auf so eine Situation reagiert-gab es irgendwelche Maßnahmen?

      Kollegen, bei denen man , bevor sie in den Urlaub gehen schon weiß, dass sie sich im Urlaub oder am Ende des Urlaubes krankschreiben lassen werden, wenn nicht unmittelbar vorher?
      Die "krank" gesehen oder getroffen werden, und dann immer ganz abenteuerliche Geschichten auf Lager haben?

      Dann aber natürlich immer wieder auf neuem Urlaub bestehen und zusätzlich logischerweise (Schichtdienst+WE -Arbeit) auch noch Überstunden anhäufen?

      Meine Kollegen und ich sind mittlerweile wirklich wütend, und ziemlich fertig, seit Wochen kriechen wir auf dem Zahnfleisch, und es sind IMMER die selben Personen.

      Eine liebe Kollegin hat gekündigt, was für uns die Situation noch mehr verschärft hat.
      Eine weitere will kündigen, wenn sich in den nächsten Wochen nichts tut.

      Jobs sind hier in der Region leider auch rar.

      Wir waren schon beim BR und wollen demnächst, wenn die Person(en) sich wieder "Nachschlag" holen, zur Geschäftsleitung.

      Bisher kam aber von deren Seite immer nur die Aussage "Uns sind da die Hände gebunden...".

      Ist das so - hat man da wirklich keine Handhabe??
      Also bei solchen Extremfällen?

      Ich finde so ein Verhalten so unkollegial.
      Schließlich können so auch keine neuen Kräfte eingestellt werden , bzw.die Festeinstellung für manche ist so auch nicht möglich, da man immer nur vertritt, Feuerwehrkraft ist oder entsprechend Zeitverträge bekommt :-(

      ( Es versteht sich natürlich, dass ich hier nicht so ein Fass aufmachen würde, wenn die betroffenen Personen "wirklich" krank wären. Oder MAL krank - jeder ist MAL krank. Oder hat kranke Kinder zu Hause usw.... Aber bei den besagten Kollegen ist es quasi mit Ansage. Und IMMER in Verbindung mit Urlaub...)

      Dann kommt da noch hinzu, dass die eine Person meint, das alles öffentlich bei FB posten zu müssen.
      Die FB Gemeinde weiß Bescheid, dass sie krank ist, was sie denn diesmal hat (Ja - auch Durchfall oder Ausfluss wird dort eingehend beschrieben, dazu kommen Krankheitsbilder, die nichtmal Onkel Google kennt , Fachärzte die es so gar nicht gibt...), wie lange, bei welchen Ärzten sie angeblich war-alles öffentlich - ...und das alles teilweise bevor wir (!) überhaupt wissen, dass sie (mal wieder)krank ist, oder wie lange.

      Ich kann das echt nicht mehr sehen :-[
      Gucke ich mir das nicht an, bekomme ich auch schon eine Mail, was sie nun wieder gepostet hat....

      Ich will wirklich niemanden etwas Böses unterstellen, und ich weiß - das tue ich gerade.
      Wir haben zwei Kollegen mit Depressionen /Burn-Out.
      Die haben auch oft bzw. lange gefehlt , und jeder hatte Verständnis - also bitte wirklich nicht falsch verstehen.
      Aber wer solche Situationen kennt kann vielleicht verstehen, was ich meine, und wie machtlos man sich dann fühlt , wie sehr man sich auch einfach ärgert.

      Kann man denn da wirklich nichts machen?

      Ganz liebe Grüße von einer langsam aber sicher

      ziemlich überarbeiteten und müden
      Lulu

      • (2) 08.09.16 - 17:35

        1. Jeder kann mal krank sein, und natürlich können die Krankheitszeiten sich auch häufen. Dabei muss man den Kollegen/dem Arbeitgeber keinerlei Diagnosen sagen. Die Krankheit ist Privatsache.

        2. Bei Verdacht auf Mißbrauch kann nur der Arbeitgeber tätig werden, nicht die Kollegen.

        3. Der Arbeitgeber kann die AUs vom medizinischen Dienst der Krankenkasse überprüfen lassen. Mißbrauch hätte eine Abmahnung zur Folge, evtl wäre das sogar ein Kündigungsgrund.

        4. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass eine Krankschreibung nicht bedeuten muss, dass man zu Hause das Bett hüten muss. Man muss sich aber so verhalten, dass man möglichst gesundet. Bei Rückenbeschwerden kann da ein Besuch im Schwimmbad evtl förderlich sein, aber bei einer Blasenentzündung natürlich nicht!

        5. Was kann man als Kollegen tun? mit dem personalverantwortlichen Vorgesetzten sprechen, Eindrücke weitergeben, mitteilen dass man die Last nicht schultern kann, die in den Krankheitszeiten auf die Kollegen fällt.

        • (3) 08.09.16 - 18:39

          Hallo ,

          danke dir für deine ausführliche Antwort!

          "1. Jeder kann mal krank sein, und natürlich können die Krankheitszeiten sich auch häufen. Dabei muss man den Kollegen/dem Arbeitgeber keinerlei Diagnosen sagen. Die Krankheit ist Privatsache."

          Absolut - keine Frage!
          Genau das ist ja -sie schreibt einfach alles öffentlich bei zB FB...das ist alles einfach unmöglich.
          Die "Geschichten" werden immer fantastischer...und dabei will das so eigentlich niemand wissen... "2. Bei Verdacht auf Mißbrauch kann nur der Arbeitgeber tätig werden, nicht die Kollegen."

          Wir Kollegen wissen das natürlich, wissen uns aber einfach nicht mehr zu helfen - und wir sind die direkt Betroffenen. "3. Der Arbeitgeber kann die AUs vom medizinischen Dienst der Krankenkasse überprüfen lassen. Mißbrauch hätte eine Abmahnung zur Folge, evtl wäre das sogar ein Kündigungsgrund."

          Okay, das wusste ich nicht.

          Wobei ich mich dann frage, wie man sowas prüft- denn eine AU liegt definitiv immer vor.
          Wenn ich meinem Arzt erzählen würde, dass ich tagelang Durchfall und Erbrechen habe , oder starke Rückenschmerzen etc. , dann schreibt der mich auch krank...das ist ja immer so eine Sache.... :-(

          " 4. Wichtig wäre noch zu erwähnen, dass eine Krankschreibung nicht bedeuten muss, dass man zu Hause das Bett hüten muss. Man muss sich aber so verhalten, dass man möglichst gesundet. Bei Rückenbeschwerden kann da ein Besuch im Schwimmbad evtl förderlich sein, aber bei einer Blasenentzündung natürlich nicht!"

          Das ist klar , absolut!
          Nur ist es dann doch schon merkwürdig, wenn man auf der Arbeit erzählt , man habe M-u-D -Grippe, und dann wird man beim Essengehen mit Ehemann getroffen, mit Grippe und Fieber im Bett aber auf dem Weihnachtsmarkt...oder man habe Rücken, und steht im Garten und schleppt Säcke mit Blumenerde usw.usw....
          Dann sollte man vielleicht einfach gar nicht erzählen , was man angeblich hat...wir vorverurteilen hier bestimmt nicht einfach so Kollegen, hoffe das ist nicht so rübergekommen... "5. Was kann man als Kollegen tun? mit dem personalverantwortlichen Vorgesetzten sprechen, Eindrücke weitergeben, mitteilen dass man die Last nicht schultern kann, die in den Krankheitszeiten auf die Kollegen fällt. "

          Das machen wir zur Zeit, denn unsere Dienstpläne sind jeden Tag anders und kaum noch tragbar :-(

          Danke nochmal!
          Lulu

      (4) 08.09.16 - 18:52

      >>Wir waren schon beim BR und wollen demnächst, wenn die Person(en) sich wieder "Nachschlag" holen, zur Geschäftsleitung.<<

      Sorry, aber ihr schlachtet die falsche Kuh.
      Es ist die Schuld der Geschäftsführung, das sie nicht in der Lage ist, so zu planen, das Mitarbeiter sich nicht krumm buckeln. Wieso können aufgrund des Krankenstandes keine neuen Kollegen eingestellt oder Festverträge geschlossen werden? Das ist doch Käse. Die Geschäftsführung macht einen schönen Reibach, weil sie die Personaldecke dünn hält und ihr zerfleischt Euch gegenseitig. Euer Geschäftsführer kann sich wirklich keine besseren Knechte wünschen.

      Und: Niemand von Euch ist in der Lage, zu beurteilen ob jemand krank ist oder nicht. Und niemand zwingt Euch Facebook-Posts zu lesen. Ihr steigert Euch gerade schön in's Kollegen-Bashing 'rein. Ich finde sowas ätzend.

      Grüsse
      BiDi

      • (5) 08.09.16 - 19:24

        Hallo ,

        danke für deine Antwort, und ich verstehe natürlich auch , was du meinst.

        Deswegen, dass von "Oben" nichts unternommen wird, waren wir ja beim Betriebsrat.

        Und wir bashen niemanden , es haben immerhin sehr liebe , langjährige Kollegen mittlerweile das Handtuch geworfen - und das ganz bestimmt nicht ohne Grund - weil sie "so etwas" in all den Jahren nie erlebt haben.
        Mit über 60 Jahren kündigt niemand freiwillig und überstürzt, unbegründet oder unüberlegt.
        Das darf doch nicht sein!

        Die Luft war einfach raus, und uns geht es fast genauso.

        Das Problem ist - diese Kollegen kommen für ein -zwei Wochen wieder , und sind dann wieder krank.
        Dann mal 3-4 Wochen da, dann wieder "krank".
        Und ja- ich setze das in Anführungszeichen...und nein , ich weiß natürlich nicht alles über den Gesundheitszustand meiner Kollegen , und will mir da bestimmt nichts anmaßen , aber wer von Ähnlichem betroffen war, weiß einfach genau was ich meine.

        Ich kann das einfach schlecht erklären.

        Gut - mal angenommen sie sind wirklich krank - dann muss trotzdem was passieren.
        Wie du auch schreibst - nur welcher Betrieb stockt seine Personaldecke für Eventualitäten auf, wenn andere noch in Lohn und Brot stehen?
        Ich kenne nicht einen.

        ...und was FB angeht - wenn dir ein Kollege schreibt , direkt vor dem WE steht da schon wieder was von ihr - und DU bist dann die mit der AK fürs WE - dann blendest du das nicht einfach mal aus.

        Ach...wie gesagt, ich kann es schlecht erklären, ich will jetzt hier auch nicht wie ein Kollegenbasher rüberkommen, der auf kranken Menschen herumhackt....

        "Euer Geschäftsführer kann sich wirklich keine besseren Knechte wünschen."
        Naja und solche Aussagen finde ich zB ätzend ;-)

        LG
        Lulu

    (6) 08.09.16 - 19:17

    Hallo,

    Na solche Kollegen wie dich finde ich auch nicht prickelnd.

    Ich gestehe, ich war die letzten 2 Jahre oft krank und stell dir vor, man kann meine Krankheit von aussen nicht sehen und noch dazu ist sie Chronisch und wird nie wieder verschwinden. Ich bin nicht glücklich darüber und würde gern tauschen.

    Und auch wenn ich krank bin, steht mir mein Urlaub zu und den nutze ich auch und natürlich auch zu den Zeiten, in dem ich ihn brauche.

    Was ihr machen könnt. Nichts, eure Chefs sehen erst das jemand fehlt, wenn ihr eure Arbeit nicht schafft. Also macht ihr euch nicht kaputt, sondern arbeitet ganz normal weiter.
    Wenn du nicht mehr kannst, bist du auch mal krank.

    Gruss

    • (7) 08.09.16 - 19:47

      Wir haben ua auch Kollegen , die chronisch krank sind.
      Ich übrigens auch, aber das tut hier nichts zur Sache.

      Wir sind jedesmal in die Bresche gesprungen , wenn etwas war.

      "Kannst du für mich Dienst machen?Ich hab Magen -Darm.." , und man opfert seinen freien Tag und wen trifft man abends beim Griechen?

      Genau...

      Und darüber soll man sich nicht ärgern??
      Ist das nicht menschlich?
      Im ersten Jahr haben wir Hilfe angeboten wo wir konnten!Wir haben uns reell Sorgen gemacht...aber mittlerweile kommen wir uns veräppelt vor....kann man das nicht verstehen?

      • (8) 08.09.16 - 20:11

        Ehrlich, wenn ich so eine Kollegin hätte....

        1. lese ich keine FB-Beiträge von ihr. Damit weiß ich vieles einfach nicht und muss das auch nicht wissen. Das entlastet enorm.

        2. Wenn sie mir erzählt, sie hätte Magen-Darm und abends treff ich sie im Griechen. Dann würde ich sie unter 4 Augen auf diesen Widerspruch aufmerksam machen und ihr mitteilen, dass ich und meine andere Kollegin das nicht mittragen oder decken. Ich würde sie warnen.

        • (9) 08.09.16 - 20:41

          "Wenn sie mir erzählt, sie hätte Magen-Darm und abends treff ich sie im Griechen. Dann würde ich sie unter 4 Augen auf diesen Widerspruch aufmerksam machen und ihr mitteilen, dass ich und meine andere Kollegin das nicht mittragen oder decken."

          Meine Reaktion war :

          "Was machst du denn hier? Ich dachte du hast Magen-Darm? #kratz "

          Darauf kam von ihr

          "Ach , das war eine hochallergische Reaktion auf das Medikament XY was ich nehme....du glaubst ja gar nicht wie elend mir war...ich habe den ganzen Tag nichts gegessen...und da wollte mein Schatzi mir was Gutes tun..."

          Ohne Witz.Und mit solchen Storys kommt sie in solchen Situationen immer #aerger

          Ihr "Schatzi" hat mich auch schon über FB angeschrieben.
          Dass er bei ihr Fieber messen würde , und wenn es noch zu hoch wäre, würde ER IHR nicht erlauben zu arbeiten...ob ich für sie dann Dienst machen könnte....

          Wohlgemerkt:
          PRIVAT über FB !
          Ich dachte ich les nicht richtig.

          Ich hab genatwortet:

          "Bitte mit dem Schichtleiter klären und nicht privat , Gute Besserung"

          Ich habe das natürlich weitergegeben.

          Und ich bin auch nicht die Einzige , die Privat angeschrieben wurde...

          Ich eröffne ja nicht aus Spaß so einen Fred und poste dann irgendwelchen Käse (zumindest hoffe ich wirklich inständig , dass das nicht so rüber kommt...)...das sind wirklich Sachen....teilweise unfassbar....Märchenstunde und noch und nöcher ausgeschmückt....

          Jaaa, das mit FB ist eben so eine Sache.

          ...ich habe irgendwann aufgehört das zu Lesen, weil ich mich grün geärgert habe, aber irgendein Kollege liest es immer , und dann kommt eine Nachricht mit

          "Hast du schon gelesen was X wieder gepostet hat.."...usw... :-(

          Oder

          "X ist zum WE wieder krank..."

          "Echt , hat sie angerufen?"
          "Nee, steht bei FB..."

          Das ätzt einfach ... :-(

          LG,
          Lulu

(10) 08.09.16 - 22:09

Hi Lulu,
ich weiß GENAU, was Du meinst :-[

Einen Rat habe ich aber auch nicht.

Wer das noch nicht erlebt hat, kann da überhaupt nicht mitreden.

Alles Gute
Claudia

(12) 09.09.16 - 08:31

Hallo,

ganz kurz und knapp. Es ist eine Sache für die Geschäftsleitung. Ihr wisst natürlich 100%-ig, daß diese Person nicht wirklich etwas haben könnte, daß sie krank ist? Oder besser gesagt, es geht Euch einfach nichts an. Wenn die Geschäftsleitung nicht reagiert, wird das seine Gründe haben.

LG

  • (13) 09.09.16 - 10:47

    Wir wissen was wir wissen....Was soll dazu noch sagen?
    Ich denke es ist schon rübergekommen ,wie es gemeint ist.

    Es liegt auf unseren Schultern,und fair ist das einfach nicht.
    Was haben wir geholfen,Schichten getauscht,WE übernommen.....gemacht, getan.

    Natürlich geht uns die Ursache einer AU eines Kollegen nichts an - und ehrlich - das interessiert uns auch nicht die Bohne!

    Das "Wie" und das ganze drumherum ist das Problem,und WIR überschreiten nicht ständig die Grenzen des Privaten sondern DIESE KOLLEGEN,
    in dem man zB privat angeschrieben wird usw.

    Man,ich komme mir grade schrecklich naiv und doof vor,dass ich hier wegen dieser Sache tatsächlich um Rat gefragt habe.

    Ich dachte wirklich,dass irgendwer sowas evtl.auch durch hat und etwas Hilfreiches dazu sagen kann ( einige Antworten waren ja auch wirklich sachlich und hilfreich)- aus der Praxis- denn wir bemühen uns wo wir können,und wir können einfach nicht mehr lange.

    Es ist wirklich nicht fair was da läuft.

    Soweit wir seit heute wissen ,soll demnächst(?) ein Gespräch erfolgen.
    Mit der Personalchefs, GF,BR und Abteilungsleiter.

    Die Geschäftsleitung hat sich,bewegt durch den BR, wohl dazu bemüht.
    Endlich.

    Wahrscheinlich weil die eine Kollegin gesagt hat,dass sie sonst auch kündigen wird.
    Oder hoffentlich einfach deshalb,weil es wirklich nicht okay ist was da läuft.

    Ach, ich weiß auch nicht was ich mir von diesem Fred erhofft habe.

    Ich bin müde und kaputt und dachte,dass ich es hier evtl.mal loswerden ,und auf Erfahrungen hoffen kann...

    Auf jeden Fall nochmal danke für eure Antworten!
    Müde Grüße,
    Lulu

    • (14) 09.09.16 - 11:02

      Du, Du hast mein vollstes Verständis dafür, aber wenn die Geschäftsleitung nicht reagiert, dann kann sie es nicht oder ist nicht fähig dazu.
      Du musst Dir doch nicht blöd vorkommen, hier geschrieben zu haben ;-)
      Es ist aber oft genug schon so passiert, daß MA zu unrecht beschuldigt worden, zu oft krank zu sein und die Geschäftsleitung nunmal nichts darüber ausplaudern durfte gegenüber den Mitarbeitern. Darum sage ich ja, es ist immer Sache der Geschäftsleitung, dies zu regeln und wenn gehäuft Beschwerden durch MA kommen, die ihre Arbeit einfacht nicht mehr schaffen, muss der AG früher oder später eh reagieren und nun scheint sich ja auch etwas zu tun.

      Alles Gute wünsche ich Dir #winke

    (16) 09.09.16 - 11:43

    Es liegt immer auf den Schultern der Kolleg(inn)en, wenn jemand krank ist und länger ausfällt. Man trägt es natürlich gerne mit, wenn der Kollege wirklich krank ist und nicht nur krank feiert.

    Aber eure Adresse ist wirklich die Geschäftsführung. Was, wenn ihr einfach nur das arbeitet was ihr ohne Überanstrengung könnt, und das andere so liegen lasst? Was würde passieren? Dann würde doch die Geschäftsleitung tätig werden. Solange ihr das auffangt, was die Ausfälle mit sich bringen, kann sich die Geschäftsleitung auf euch verlassen und hat keinen Grund Ersatz zu besorgen.

    • (17) 10.09.16 - 13:44

      "Es liegt immer auf den Schultern der Kolleg(inn)en, wenn jemand krank ist und länger ausfällt. Man trägt es natürlich gerne mit, wenn der Kollege wirklich krank ist und nicht nur krank feiert."

      Jaaaaa. Ganz genau!!!

      " Aber eure Adresse ist wirklich die Geschäftsführung. Was, wenn ihr einfach nur das arbeitet was ihr ohne Überanstrengung könnt, und das andere so liegen lasst? Was würde passieren? Dann würde doch die Geschäftsleitung tätig werden. Solange ihr das auffangt, was die Ausfälle mit sich bringen, kann sich die Geschäftsleitung auf euch verlassen und hat keinen Grund Ersatz zu besorgen."

      In unserem Job kann man quasi nichts "liegen" lassen, da es kein Büro oder sowas ist...wenn hier jmd ausfällt muss er 1:1 ersetzt werden....wir könnten nicht einmal öffnen wenn kein Ersatz da wäre....

      Von daher hatte die GF anscheinend den Eindruck

      "läuft ja alles". Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen.

      Nur traut man sich auch nicht, den Betrieb "auflaufen" zu lassen.....

      Die sind jetzt tatsächlich erst tätig geworden, seitdem die eine Kollegin gekündigt hat , und die andere es angekündigt hat , und der BR im Boot sitzt.

      Natürlich haben wir das schon mehrfach angesprochen- aber da kam immer nur

      "Das ist alles nicht so einfach...".

      Naja - natürlich nicht.
      Das ist ja das Problem....

      Ich hoffe wirklich sehr, dass sich da jetzt etwas tut....

(18) 09.09.16 - 11:39

Hallo,

ich gehe davon aus, dass immer eine AU-Bescheinigung vorliegt? Normalerweise prüft die Krankenkasse, ob die Krankheiten in einem Zusammenhang stehen und die Krankentage somit zusammengerechnet werden können. Vielleicht fällt sie dadurch bald in den Krankengeldbezug und aus der Lohnfortzahlung raus. Damit könnte der Chef wenigstens befristet eine Aushilfe einstellen, ohne dass ihm Extrakosten entstehen.

Ansonsten würde ich euch raten, sämtliche FB-Kontakte mit der betreffenden Kollegin einzustellen und ihr deutlich klarzumachen, dass der Chef zuerst über eine neuerliche Erkrankung informiert wird und er, nur er festlegt, wer und in welcher Form eine Vertretung übernimmt. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde ja immer vorher bei euch um Vertretung gebeten und dann erst der Chef informiert. Distanziert euch ganz entschieden von dieser Verfahrensweise, auch keine Telefonate deswegen. Wenn eine Vertretung bereits feststeht, ist es bequem für den Chef. Wenn er jedes Mal auf Eine von euch zugehen muss, wird ihm das Verhalten der betreffenden Kollegin vielleicht erst einmal richtig bewusst. Und bittet den BR nochmals um Unterstützung, natürlich nicht, um die Kollegin "loszuwerden" sondern um eine moderate Vertretungsregelung zu finden.

Viele Grüße

Heike

  • (19) 10.09.16 - 14:17

    "Hallo, ich gehe davon aus, dass immer eine AU-Bescheinigung vorliegt? Normalerweise prüft die Krankenkasse, ob die Krankheiten in einem Zusammenhang stehen und die Krankentage somit zusammengerechnet werden können. Vielleicht fällt sie dadurch bald in den Krankengeldbezug und aus der Lohnfortzahlung raus. Damit könnte der Chef wenigstens befristet eine Aushilfe einstellen, ohne dass ihm Extrakosten entstehen."

    Die eine Kollegin erzählt ja immer leider sehr ausführlich, was sie hat.
    Ja, sie hat immer eine AU.
    Erst ist es der Rücken.
    Dann immer wieder nahtlos übergehend in Magen - Darm oder "normale" Grippe, Schwindel , schwere Beine, diverse Entzündungen....und immer zu verschiedenen Ärzten....

    Das teilt sie uns entweder per Mail oder so mit , oder ihr Mann, oder sie schreibt es öffentlich.....ja - sogar zu was für Ärzten sie muss und welche Konsistenz ihr Stuhlgang hat..... "Ansonsten würde ich euch raten, sämtliche FB-Kontakte mit der betreffenden Kollegin einzustellen und ihr deutlich klarzumachen, dass der Chef zuerst über eine neuerliche Erkrankung informiert wird und er, nur er festlegt, wer und in welcher Form eine Vertretung übernimmt. "

    DAS haben wir ihr und ihrem Mann schon sehr deutlich gemacht - aber es fruchtet nicht.

    "Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde ja immer vorher bei euch um Vertretung gebeten und dann erst der Chef informiert. Distanziert euch ganz entschieden von dieser Verfahrensweise, auch keine Telefonate deswegen. Wenn eine Vertretung bereits feststeht, ist es bequem für den Chef."

    Nicht immer - machmal wird auch im Personalbüro angerufen , aber oft wissen wir eben wg FB schon vorher was, oder man wird angerufen oder angeschrieben, das stimmt schon...

    Für unseren direkten Vorgesetzten ist das auch immer richtig blöde.

    Aber für die GF war es natürlich bequem, das stimmt.

    Ich werde das nochmal ganz deutlich sagen.

    Dann können wir zwar evtl.nicht öffnen- aber dann ist das so , was sollen wir machen.... :-( "Wenn er jedes Mal auf Eine von euch zugehen muss, wird ihm das Verhalten der betreffenden Kollegin vielleicht erst einmal richtig bewusst. Und bittet den BR nochmals um Unterstützung, natürlich nicht, um die Kollegin "loszuwerden" sondern um eine moderate Vertretungsregelung zu finden."

    Das läuft ja jetzt (hoffentlich...)

    Danke :-)
    Lulu

(20) 09.09.16 - 11:49

Ich kenne das auch. Leider ist wirklich nicht viel zu machen.

Wenn die Damen selbst nicht krank sind, dann sind es halt die Kinder. Da wird schon rumgejammert, dass es ja nur so wenig Kind-krank-Tage gibt. Wir haben auch Mütter und da sind die Kinder in der Regel mal 2,3 Tage krank und nicht über 1 Woche - bei den gleichen Krankheiten.

EIne Kollegin hat es auf die Spitze getrieben und wegen eingewachsenem Zehennagel die ganzen 6 Wochen ausgereizt. Sie hat allen erzählt wie schlimm das ist. Aber: sie wurde mehr als einmal gesehen wie sie stundenlang einkaufen war in einer anderen Stadt, obwohl sie in ihrer Stadt auch genügend Einkaufsmöglichkeiten hat. Ihre Tochter hat sie durch die Gegend gekutscht. Wenn ihr wirklich so sehr der Zeh geschmerzt hat, dann fahre ich nicht andauernd durch die Gegend. Sie hat übrigens eine sitzende Tätigkeit im Büro, wo sie auch Schuhe anziehen kann, bei denen der Zeh nicht gereizt wird.

  • (21) 10.09.16 - 17:18

    "Wenn die Damen selbst nicht krank sind, dann sind es halt die Kinder"

    Hallo,

    in dem Fall sind noch nicht einmal Kinder vorhanden , und drei Wochen mit eingewachsenem Nagel hat die eine Kollegin auch schon hinbekommen :-(

    Und man selbst tauscht in die Spätschicht bei krankem Kind zu Hause.....ich sollte das echt nicht mehr machen.
    Eigentlich ist man schön blöd.....

    Liebe Grüße, Lulu

(22) 09.09.16 - 12:42

"Kann man denn da wirklich nichts machen?"

Hallo,
doch kann man.

Schlicht die ausfallende Arbeit nicht mehr auffangen und zwar sehr konsequent.
Zu Deutsch, Arbeit liegen lassen.
Das ganze aber auch mehr oder weniger dokumentiert mit ZDF (Zahlen, Daten, Fakten), damit man der Geschäftsführung keinen Angriffspunkt liefert.

Spätestens DANN bewegt sich die Geschäftsleitung und zwar sehr schnell.

Im normalen Maße kann man mal Mehrarbeit auffangen, aber eine ständige und dauerhafte Unterbesetzung würde ich grundsätzlich nicht auffangen.

Gruß
Demy

  • (23) 10.09.16 - 17:23

    Danke ,

    ja wir dokumentieren das Ganze mittlerweile....unsere Mehrarbeit, die privaten Anfragen usw usw.

    Mittlerweile tut sich was, ich hoffe das endlich Abhilfe geschaffen wird....

    Liebe Grüße,

    Lulu

(24) 09.09.16 - 18:01

Solche Mitarbeiter die sich immer und immer wieder krank schreiben lassen und durch neue Krankheiten nie aus der Lohnfortzahlung fallen, kosten ein Unternehmen viel Geld und trotzdem wird man sie schwer los.
Dein Unternehmen kann aber ein entsprechendes Gespräch führen, um die Gründe zu erörtern und mit dem Mitarbeiter Lösungen erarbeiten.
Ich kenne die Zeiträume nicht, aber das alles muss dokumentiert etc. werden. Erst wenn das nicht fruchtet darf man kündigen. Und auch da ist dann immer noch die Frage, ob man nicht einen Prozess verliert. Wenn da irgendein Formfehler bei ist.
Es ist also langwierig und kompliziert. Aber machen kann der AG schon was.

  • (25) 10.09.16 - 17:58

    Hallo ,

    genau so wie du es hier schreibst ist uns das auch gesagt worden....dass es tatsächlich sehr schwer ist, letztendlich eine Kündigung auszusprechen (damit endlich jemand Neues eingestellt wird....ich wünsche ja niemandem, dass er seinen Job verliert, aber so weitergehen kann es einfach nicht...).

    Es sollen jetzt Gespräche erfolgen - ich hoffe sehr, dass es was bringt.

    Vielleicht findet bei ihr dadurch ja auch einfach ein Umdenken statt- damit wäre ja auch allen geholfen!

    LG,

    Lulu

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