Resturlaub bei Kündigung 2.Jahreshälfte

    • (1) 10.09.16 - 07:23

      Hallo,
      ich kündige zum 15.10 meine Arbeit.ich bin dort seit 16 Jahren beschäftigt. Ich lese überall im Internet das ich nun den Anspruch auf meinen kompetten Jahresurlaub habe aber überall steht nur auf Mindesturlaub welches bei 5 Tage Woche 20 tage wären .ich habe aber 28 Tage Urlaub. Habe ich nun nur Anspruch auf 28 oder 20 Tage.

      Lg lovebeat

      • Du hast Anspruch auf 20 Tage mindestens, wenn du also sonst 28 Tage hast, dann sind es 21 Tage, die du hast, da du ja 9/12 des Jahresurlaubes bekommen musst.

        Da macht es dann keinen wirklichen Unterschied mehr!

        Vorteil für dich, du hast dann trotzdem noch bei einem neuen AG Anspruch auf Urlaub, wenn du den November und Dezember z.B. ganz dort bist, dann 2/12 des neuen Jahresurlaubes. DAs wäre bei der Variante, dass du den ganzen Mindest-Jahresurlaub in Anspruch nimmst (und das mehr als dein Teilurlaub wäre) nicht mehr der Fall.

        (3) 10.09.16 - 10:15

        Du bist seit 16 Jahren dort beschäftigt. Wartezeiten sind kein Problem. Ich gehe auch davon aus, dass Dein Arbeitsvrrhältnis nicht ruht derzeit.

        Jetzt kommt es darauf an, ob in Deinem AV eine pro-rata-temporis Regelung getroffen , also eine Regelung die besagt, dass der Urlaub anteilig fällig wird. Diese klingen ungefähr so

        "Bei Ausscheiden in der zweiten Jahreshälfte wird der Urlaubsanspruch gezwölftelt."

        Findet sich eine solche Regelung nicht , hast Du Anspruch auf den vollen (nicht nur gesetzlichen) Urlaub , in Deinem Fall also 28 Tage.

        Anders verhielte sich der Fall, wärest Du in der ersten Hälfte des Kalenderjahres ausgeschieden. Dann wäre gequotelt worden, also der Urlaub anteilig berechnet worden.

          • (5) 10.09.16 - 11:16

            "auf Mindesturlaub welches bei 5 Tage Woche 20 tage wären .ich habe aber 28 Tage Urlaub. Habe ich nun nur Anspruch auf 28 oder 20 Tage."

            Aus dieser Formulierung schließe ich, dass sie 20Tage gesetzlichen und 28 Tage tariflichen oder Individualvertraglichen Urlaub hat. Selbst wenn sie aber 24 Tage gesetzlichen Urlaub hat , ändert dies nichts an meiner Antwort.

            Ein gesetzlicher Urlaubsanspruch von 28 Tagen ist mir nicht bekannt. Tariflich ja. Aber als "Jurist" weißt Du ja, dass gesetzlicher Urlaub vom tariflichen Mehrurlaub zu unterscheiden ist.

            Selbst wenn aber ein gesetzlicher Urlaub von 28 Tagen bestehen sollte, würde dies abermals nichts an meiner Antwort ändern.

            • Ich gehe ebenfalls davon aus.

              Was ist aber, wenn im Arbeitsvertrag unklar ist, ob Arbeits- oder Kalendertage gemeint sind?

              Wenn im Arbeitsvertrag also nur steht: Hat 28 Tage Urlaub. SInd das dann immer automatisch Arbeitstage?

              • (7) 13.09.16 - 06:59

                Ich verstehe nicht, inwiefern dies etwas an meiner Antwort ändern sollte.

                Selbst wenn die 28 Tage Wochentage wären und sie quasi jeweils 7 Tage Urlaub nehmen müsste, um zB von Mo bis So Urlaub zu bekommen , wären es noch immer insg. 4 Wochen und damit der gesetzliche Mindesturlaub.

                Es einfällt daher in diesem Fall lediglich die Frage , ob es eine pro rata temporis Regelung gibt.

                • Das es mind. 4 Wochen sein müssen ist klar.

                  "Findet sich eine solche Regelung nicht , hast Du Anspruch auf den vollen (nicht nur gesetzlichen) Urlaub , in Deinem Fall also 28 Tage."

                  "Selbst wenn die 28 Tage Wochentage wären und sie quasi jeweils 7 Tage Urlaub nehmen müsste, um zB von Mo bis So Urlaub zu bekommen , wären es noch immer insg. 4 Wochen und damit der gesetzliche Mindesturlaub."

                  Wenn es nur der Mindesturlaub wäre was ist denn dann mit Anspruch auf den vollen Urlaub und nicht nur den gesetzlichen gemeint.

                  Und das sind wir an der Baustelle was ist gemeint, wenn eben nur 28 Tage Urlaub im Vertrag stehen würde.

                  Arbeitstage oder Wochentage? Gibt es dafür eine Regelung?

                  • (9) 13.09.16 - 21:01

                    Könntest Du bitte erklären , was diese Frage an der Antwort ändert?

                    Was ist genau Dein Problem? Bist Du der Ansicht, dass der TE durch mich falsch geantwortet wurde?

                    Dann konkretisiere Deine Ausführungen!

                    1. Alternative
                    TE hat 28 Tage Urlaub. Davon 20 gesetzlich und 8 Tage Mehrurlaub.
                    Lösung:
                    Falls pro rata Temporis Regelung im AV : Voller gesetzlicher Anspruch+entsprechende Quotelung nach pro rata Temporis Regelung,
                    Falls keine pro rata Temporis Regelung im AV: Anspruch auf vollen Urlaub

                    2. Alternative
                    TE hat 28 Tage Urlaub. Davon 24 gesetzlich und 4 Tage Mehrurlaub.
                    Lösung: genau wie bei 1. Alternative

                    3. Alternative
                    TE hat 28 Tage Urlaub und muss 7 Tage pro Woche Urlaub nehmen. Daher insg. 4 Wochen.
                    Lösung:
                    Egal ob pro rata Temporis Regelung vorhanden oder nicht. Da ohnehin nur die 4 Wochen des BUrlG greifen, hat sie Anspruch auf die gesamten 28 Tage.

                    Also, inwiefern bringen Deine Fragen irgendeinen Unterschied in der Beurteilung der Sachlage? Ich habe das Gefühl, es geht hier um etwas ganz anderes.
                    Wenn dem so sei: eröffne einen neuen Thread mit einer eigenen Rechtsfrage. Oder erklär mir, welche Auffassung bzgl. der hier ursprünglich streitgegenständlichen Frage Du bist und was die letzten beiden Post für eine Auswirkung auf den hier konkreten Fall haben. Gern diskutiere ich dann mit Dir.

                    • Deine Ausführungen zur Urlaubsdauer teile ich doch.

                      Mir ist nicht klar worauf du hinaus willst. Ich habe dir schlichtweg eine Frage gestellt.

                      Wenn du diese nicht beantworten kannst oder willst teile das doch einfach mit. Ich lerne doch gerne dazu.

                      Und ich verstehe immer noch nicht was du mit

                      "Findet sich eine solche Regelung nicht , hast Du Anspruch auf den vollen (nicht nur gesetzlichen) Urlaub , in Deinem Fall also 28 Tage."

                      gemeint hast?

                      Gehst du bei dieser Antwort denn nicht davon aus, dass bei fehlender Regelung ihr mehr als der gesetzliche Urlaub zusteht? Denn der volle Urlaub muss ja bei der TE dann wohl mehr sein als der gesetzliche. Sonst macht das "nicht nur den gesetzlichen" ja keinen Sinn oder.

                      Und da wären wir m.E. wieder bei meiner Frage.

                      P.S.
                      Ich habe im Übrigen an keiner Stelle gesagt du hättest Unrecht. Ich möchte einfach wissen/lernen wie es bei der TE ist/wäre, wenn im Arbeitsvertrag nur von 28 Tagen Urlaub die Rede ist.

                      • (11) 14.09.16 - 07:47

                        Ich habe Dir bereits am 10.09. um 11.16 Uhr geschrieben, dass ich auf Grund der Formulierung der TE davon ausgehe, dass sie 20 Tage gesetzlichen Urlaub hat (vor allem da sie dort bereits seit 16 Jahren arbeitet und ihren Anspruch wohl kennen wird). Daher also 8 Tage Mehrurlaub. Insofern habe ich meine Antwort auch so formuliert.

                        Wenn nur 28 Tage im AV angegeben sind, kommt es bei der Beurteilung darauf an, was weiter im Vertrag geregelt ist: stehen dort weitere Ausführungen, wieviele Tage man zu nehmen hat , wenn man eine Woche frei haben möchte?

                        Und vor allem: was steht unter dem Punkt regelmäßige Arbeitszeit bzgl der Arbeitstage.

          Der gesetzliche Jahresurlaub beträgt 20 Tage und sie hat mit Teilurlaub 21 Tage (9/12 von 28), also stehen ihr 21 Tage zu, natürlich keine 28.

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