Wurde heute freigestellt von der Arbeit, wie verhalte ich mich richtig?

    • (1) 04.10.16 - 15:14

      Hallo,

      Ich den letzen Woche kam es immer wieder mit meinem Chef zu Gespräch er ist nicht mehr zufrieden mit meiner Arbeit und könnte mich nicht mehr tragen.
      Daraufhin hatte ich letzen Dienstag erneut ein Gespräch und in diesem Gespräch sagte er mir er würde mir einen Aufhebungsvertrag vorlegen mit einer Abfindung ( Details wurden noch nicht besprochen), ich sollte mir Gedanken machen und ihm meine Entscheidung mitteilen.
      Da ich heute erst wieder Arbeiten musste habe ich mir auch bis heute Zeit genommen.

      Als ich dann heute morgen an meine. Arbeitsplatz ankam den ???? gerade hochgefahren hatte kam mein Chef um die Ecke und sagte ich soll mit in sein Büro kommen das tat ich dann auch er fragte mich nach meiner Entscheidung und darauf hin sagte ich: das ich erstmal weiter arbeiten komme bis er mir ein schriftliches Angebot unterbreiten würde!
      Das war wohl nicht das was er hören wollte und darauf hin meinte er ich bin für heute von der Arbeit freigestellt!

      Wie gehe ich nun weiter vor? Für diese Woche müsste ich nicht mehr arbeiten und ab nächste Woche hätte ich zwei Wochen Urlaub.

      Kann mir jemand weiterhelfen?

      Gruß Teufel

      • Hallo.

        Er wird Dir wohl in den nächsten 3 Wochen die Kündigung zustellen und Dich bis Ende der Kündigungsfrist freistellen ...

        ... zumindest nehme ich das an, weil es das übliche Vorgehen wäre.

        Wäre ich Dein Chef würde ich es jetzt auf einen Rechtsstreit zwecks Abfindung abkommen lassen und Dir nichts mehr von mir aus anbieten.

        LG

      (5) 04.10.16 - 16:23

      Kannst Du beweisen, dass er Dich freistellt? Also hat er Dich mündlich unter Zeugen oder schriftlich freigestellt? Dann würde ich an Deiner Stelle abwarten. Mehr kannst Du nicht tun.

      Falls Du es nicht beweisen kannst: geh morgen nochmal hin und lass Dich wieder wegschicken oder sag, ihm Du hättest die Freistellung gern schriftlich.
      Es ist nämlich richtig fies, wenn er Dir jetzt daraus einen Strick dreht iSv fristlose Kündigung, da unentschuldigt nicht erschienen (ok, sehr unwahrscheinlich , aber möglich- daher lieber vorsichtig sein).

      Und warten. Wie Hier schon geschrieben wurde: er wird reagieren.
      Nach Erhalt der Kündigung dann Kündigungsschutzklage und dort innerhalb eines Vergleichs eine vernünftige Summe vereinbaren.

      Aber was ich nicht verstehe: wurdest Du abgemahnt?

      Ich weiß die Antwort nicht, stelle aber die Frage in den Raum.

      Ich weiß nicht, ob Du in Freistellung den Urlaub nehmen musst, oder ob der in Euros abzugelten ist.

    Ersteinmal ist die Frage, willst du dort weiter arbeiten. Wenn, lasse dir nichts zu Schulden kommen. Bestehe auf eine schriftliche Freistellung. Eine Freistellung ist etwas anderes als Urlaub und die Urlaubstage möchtest du schließlich nicht verlieren.

    Der Urlaub ist vermutlich genehmigter Urlaub und wird auch als solcher gewertet. Andernfalls bestände die Gefahr, dass in dieser Zeit die Freistellung aufgehoben wird, und du nicht abgemeldet fehlst.

    Ist die Freistellung nicht rechtlich einwandfrei, stelle täglich deine Arbeitskraft zur Verfügung.
    Hast du wegen deiner Nicht zufriedendstellender Arbeit bereits schriftliche Ermahnungen bzw. Abmahnungen bekommen? Welche Form hatten die Gespräche und in wieweit hast du versucht deine Arbeit zu verbessern?

    Der Aufhebungsvertrag ist eine Krux.
    Unterschreibst du ihn, hast du ersteinmal eine Sperre was ALG1 angeht (schwierig diese nicht zu bekommen) von daher unterschreibe nichts, was Netto (ja auch eine Abfindung muss versteuert werden) nicht den kompletten Zeitraum einer solchen Sperre abdeckt.

    Kündigt er dich, solltest du ggf. eine Kündigungsschutzklage einreichen.
    Sind Ermahnungen/Abmahnungen/Rügen nicht sauber erfolgt (hier spielt z.B. auch der Zeitraum, der für die Verbesserung zur Verfügung stand eine Rolle), hast du gute Chancen wieder drin zu sein.

    Einen neuen Job solltest du auf jeden Fall suchen, auf Dauer hast du sonst ggf. eine einwandfreie Kündigung ohne Abfindung.

    Lass dir die Freistellung schriftlich geben und biete ansonsten dein Arbeit immer wieder an, dann muss er dich auch bezahlen.

    Dein Chef hat es dir so oft angekündigt. Er hat dir im letzten Gespräch ganz klar gesagt, du sollst dir überlegen, was du dir im Aufhebungsvertrag wünschen würdest...und du hast dir absolut NULL Gedanken gemacht? Ich meine...es ist absolut klar, dass du diesen Job verlierst. Warum versaust du dir jetzt noch die guten Konditionen?

    Kein Chef macht ein schriftliches Angebot für eine Abfindung. Er hatte schon etwas im Hinterkopf... da hatte er noch einen gewissen Handlungsspielraum. Du solltest dir aber schon selbst deine Gedanken machen. Das schien dir aber nicht nötig.
    Wärst du meine Angestellte, würde ich dich jetzt ganz regulär ohne Abfindung kündigen. Offenbar sind auch eure beiden Ansichten über die "paar kleinen Fehler" sehr unterschiedlich.

    • (11) 04.10.16 - 20:04

      So ein Quatsch!
      Ohne Abfindung kündigen ist nicht so einfach wie Du es hier darstellst. Kündigungsschutzklage, dann wird vor Gericht eine Abfindung verhandelt, damit ist man auf der sicheren Seite und vermeidet auch eine ALG Sperre.
      Bitte gib hier nicht so unqualifizierte Ratschläge, schließlich geht es um eine ernste Sache!

      • (12) 04.10.16 - 20:40

        Falsch.

        Es gibt eine Kündigungsschutzklage. Es gibt keine Klage auf Abfindung, sondern eine Klage auf Feststellung des Fortbestehens des Arbeitsverhältnisses.
        Eine Sperre beim ALG1 kann man auch ganz einfach so umgehen, indem man in den Aufhebungsvertrag mit aufnimmt, dass die Kündigungsfristen gewahrt bleiben sollen. Exakt DAS ist der Grund der Sperre über den Viele beim Aufhebungsvertrag stolpern...danke für meine Unkenntniss.
        Übrigens wurde all das der TE in ihrem letzten Thread bereits geschrieben von mehreren Postern. Sie hat sich nicht einmal Gedanken über eine mögliche Abfindungshöhe gemacht. Ebenso wurde ihr geraten, einen Anwalt aufzusuchen. Hätte sie all das gemacht, wäre sie heute gut vorbereitet in das Gespräch gegangen. Sie hätte einen Betrag zumindest im Hinterkopf gehabt. Diesen Betrag hätte sie von einem Anwalt nachrechnen lassen können und der Anwalt hätte ihr gleich auch noch etwas über ihre Rechte und Pflichten erzählen können.
        Im übrigen hat die TE schon in den letzten Threads geschrieben, dass sie einige Fehler gemacht hat und ihr Chef deswegen mehrmals mit ihr gesprochen hat und sie um Besserung gebeten hat. Als letztes kam von ihr der Post, dass ihr Chef sie bat, sich um die Bedingungen eines Aufhebungsvertrages Gedanken zu machen. Heute kam die Info, dass sie von der Arbeit freigestellt ist, weil sie untragbar für das Unternehmen ist.
        Dass die Sache schon die ganze Zeit ernst ist, versteht nur die TE nicht.

        • (13) 05.10.16 - 05:52

          Du solltest die Posts genauer lesen, ich habe nie von einer Abfindungsklage geschrieben...Du hast ganz viel interpretiert und machst hier unnötig Angst, pfui, in so einer Situation!

          • (14) 05.10.16 - 11:52

            Du hast geschrieben, dass vor Gericht um eine Abfindung verhandelt wird.
            Nein, das KANN passieren. Die Kündigungsschutzklage ist grundsätzlich eine Klage auf Feststellung des Arbeitsverhältnisses. Sagt der AG, er kann sich die gewünschte Abfindung nicht leisten, ist die TE wieder im Unternehmen und wartet eben die Abmahnungen ab und wird dann gekündigt. Vielleicht hat der AG auch jetzt schon genug in der Hand ... keine Ahnung. Das weiß nur die TE. Oft genug hat der Chef ja mit ihr gesprochen und sie hat es ja auch jedesmal in urbia breitgetreten. Nur selbst hat sie sich nie Gedanken darüber gemacht.
            Es wurde der TE bereits ein Abfindungsvertrag angeboten - sie hätte sich Gedanken machen können. Sie hätte einen Anwalt befragen können. Sie hätte ihre Konditionen aufdiktieren können. Aber offenbar wollte sie das ja nicht.

    "Wärst du meine Angestellte, würde ich dich jetzt ganz regulär ohne Abfindung kündigen."
    Naja, das ist ja spätestens bei einer Kündigungsschutzklage nicht mehr so einfach.

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