BV -Überstunden auszahlen

    • (1) 05.10.16 - 12:20

      Hallo zusammen.ich bin noch bis 11.10.16 in Elternzeit haben nun meinen Vertrag zum 31.12.2016 gekündigt da wir umziehen.Nin wollte mir mein AG ursprünglich meine 175 Überstunden und 21 Urlaubstage ausbezahlen und ich hätte bis 31.12 mit normalen Lohn zuhause bleiben können.Wie das Schicksal so spielt bin ich ungeplant schwanger geworden (7.ssw)
      Da ich Altenpflegerin bin werde ich warscheinlich ein BV bis zum ET bekommen.
      Nun meine Frage:
      Wenn meine FA mir ein BV ausspricht muss mein AG mir doch die 3 Monate Lohn zahlen und mir die Überstunden und Resturlaub am Ende des Arbeitsverhältnis ausbezahlen?
      Habe dann voraussichtlich kein Einkommen von Januar bis Mai (ET) da mich ja niemand schwanger einstellt da würde das dann ja zur überbrückung helfen....
      Freue mich auf eure Antworten

      LG Sabrina

      • Sobald der Vertrag endet muss er dich auszahlen. Vorher wäre er nicht verpflichtet.

        Wenn du eine Fachkraft bist frag mal bei Heimen nach ob sie jdm für PflegeVisiten oder pflegeplanung brauchen - hatte mal zwei schwangere die dass auf teilzeit gemacht haben da sie sonst arbeitslos wären. Wäre zumindest ein Tipp um noch Geld zu verdienen und EG wird höher

      Sabrina, es wird dir wahrscheinlich nicht gefallen, aber ich habe da einige Einwendungen:

      1. Als Altenpflegerin gibts auch andere Möglichkeiten als ein BV, nämlich eine Tätigkeit ohne Gefährdungen. Administration, Medis richten, Pflegeschülerinnen anweisen, Alltagsbegleitung. Wenn der AG das anbieten kann, wirst du arbeiten.

      2. Der AG darf von dir erwarten, dass du erst einmal Überstunden abfeierst, bevor du ein BV bekommst. Denn du brauchst ja kein BV, solange du noch Überstunden angehäuft hast.

      Ich würde die Möglichkeit 2 die beste finden. Wenn du Zweifel darüber hast, kannst du die Aufsichtsbehörde für Mutterschutz fragen.

      • Danke für die Antwort.Ich war vor der Elternzeit auch im BV weil ich Nachtschwester bin/war und mein FA das BV verhängt hat.
        Habe mich auch schon neu beworben aber jedesmal wenn ich gesagt habe ich bin schwanger wurde dankend abgelehnt.
        LG

        • Dein FA hätte dir wegen der Nachtdienste kein BV geben dürfen. Denn das ist Sache des Arbeitgebers. Auch das ist schon falsch gelaufen.

          Vielleicht denkst du deswegen, wer schwanger ist, bekommt automatisch immer ein BV.

          • Nein das denke ich nicht.Mein FA hat mir nicht nur wegen der Nachtdienste BVdie ich trotz bekannt gabe der SS machen musste sondern weil er das Risiko in meinem Beruf zu hoch fand.Hätte mein FA mir kein BV gegeben hätte es mein AG gemacht.Daher dachte ich an BV.

      "2. Der AG darf von dir erwarten, dass du erst einmal Überstunden abfeierst, bevor du ein BV bekommst. Denn du brauchst ja kein BV, solange du noch Überstunden angehäuft hast."
      Sorry, aber das ist Unsinn.

      Wenn der AG ihr ein BV ausstellen darf, könnte man vielleicht so argumentieren, aber korrekt ist es nicht. Sie sprach doch aber vom V vom FA, dann darf der AG gar nichts verlangen!

      • Aktuell hat sie aber gar kein BV, und rechtlich gesehen hat der Arzt keine Berechtigung wegen der Nachtdienste ein BV auszustellen. Das ist nicht seine Zuständigkeit.

        Und wenn sie jetzt ganz normal ihre Überstunden abfeiert, braucht sie vorläufig kein BV.

        Sie sollte sich einfach nur bei der Aufsichtsbehörde melden, dass sie gezwungen wird, schwanger Nachtdienste zu leisten, und dann nimmt die Sache ihren Lauf.

        Ich verstehe hier das Anspruchsdenken nicht: wenn ich Überstunden habe zum Ende meines Arbeitsverhältnisses hin, dann ist es doch völlig normal, dafür Freizeitausgleich zu nehmen. Warum sollte eine Krankenkasse dafür zahlen müssen, dass die TE keine Lust hat auf Freizeitausgleich, und gleichzeitig aber auch nicht weiterarbeiten möchte, weder tagsüber noch nachts.

        • "Aktuell hat sie aber gar kein BV, und rechtlich gesehen hat der Arzt keine Berechtigung wegen der Nachtdienste ein BV auszustellen. Das ist nicht seine Zuständigkeit."
          Das ist aber nicht das Thema, ihre Frage war, was bei einem BV vom Arzt passiert.

          Und da hast du mal wieder dran vorbei geantwortet!

          "Und wenn sie jetzt ganz normal ihre Überstunden abfeiert, braucht sie vorläufig kein BV."
          Glücklicher Weise nimmt ein BV aber darauf keine Rücksicht ob man Überstunden hat oder nicht, wenn sie eines bekommt bleiben die Überstunden, genau wie Resturlaub, bestehen.

          "Ich verstehe hier das Anspruchsdenken nicht: wenn ich Überstunden habe zum Ende meines Arbeitsverhältnisses hin, dann ist es doch völlig normal, dafür Freizeitausgleich zu nehmen. Warum sollte eine Krankenkasse dafür zahlen müssen, dass die TE keine Lust hat auf Freizeitausgleich, und gleichzeitig aber auch nicht weiterarbeiten möchte, weder tagsüber noch nachts."
          Weil es keinen Unterschied machen darf, ob sie die hat oder nicht, sonst wird sie benachteiligt.

          Also nein, sie muss die natürlich nicht gleich nehmen, sondern kann sie bis nach der Elternzeit mitnehmen, so sagt es das Gesetz, alles andere wäre Diskriminierung!

          1.Ich habe nie gesagt dass das BV vom Arzt wegen den Nachtdiensten gegeben wurde sondern aus medizinischen Gründen
          2.Ich habe nie gesagt dass ich keine Lust habe zu arbeiten.Ich ziehe um und habe mich neu beworben und will bis Mutterschutz noch arbeiten und habe bereits einen neuen Job für den ich eindeutig überqualifiziert bin aber auf das Einkommen angewiesen bin.Ich wollte lediglich wissen wie es sich mit meinen ÜberStunden verhält wenn mein Fa wieder ein BV für den Beruf in der Altenpflege erteilt.
          Moralisch sehe ich hier kein Problem aber jeder hat eine andere Meinung!

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