29. Woche schwanger/Bewerbung

    • (1) 05.10.16 - 15:04

      Hallo,

      ich bin in der 29. Woche schwanger, erwarte also Ende Dezember unser erstes Kind. Aktuell habe ich mein Studium beendet und würde gerne arbeiten, was aufgrund der Umstände nicht ganz einfach ist, weil niemand eine Schwangere einstellen möchte. Nichts desto trotz, würde ich mich gerne auf Teilzeitstellen bewerben und dann auch vor der Geburt keinen Mutterschutz in Anspruch nehmen wollen, sodass ich wirklich bis zum Ende der Schwangerschaft zur Verfügung stehe (und dann ggf. rasch wieder einsteige nach der Geburt).

      So, wie mache ich das nun mit dem Bewerbungsanschreiben? Soll ich da gleich die Schwangerschaft erwähnen? Wenn ja, wie? Oder erstmal nichts sagen, aber das wäre dann im Vorstellungsgespräch ziemlich... seltsam. Bin dankbar für Eure Tipps!

      Liebe Grüße

      • Welche Tätigkeit stellst du dir denn vor? Es sollte schon etwas sein, was Schwangere uneingeschränkt ausüben können. Das trifft für Büro am ehesten zu.

        • Hallo, eine Stelle, die von den Bedingungen her passend wäre, wäre im Bereich der sonderpädagogischen Familienhilfe. Das könnte ich auch schwanger gut bewältigen. Liebe Grüße

          • Sonderpädagogische Familienhilfe? Du willst Problemfamilien zu Hause besuchen, beraten, betreuen?
            Hygieneverhältnisse passend für eine werdende Mutter? Alle erforderlichen Immunitäten gegen Kinderkrankheiten vorhanden? Keine Gefahr von Hundebissen oder Fremdgefährdung? Raucherwohnungen? Drogen?

            Ich schreib einfach mal alles was der Gewerbeaufsicht so einfallen könnte bezüglich Gefährdungsbeurteilung.

            Wenn auch nur ein Punkt dagegen spricht, kannst du die Bewerbung vergessen.

            • Gerade so kurz vor der Mutterschutzfrist glaub ich nicht, dass dich jemand einstellen wird und du weißt ja selber nicht, ob du das wirklich bewältigst. Gerade die Einarbeitung ist ja die anstrengendste Phase im Beruf.

              Und bedenke, dass auch in der Stillzeit dieselben Einschränkungen gelten die ich oben geannnt habe. Viele von den Problemfamilien sind Raucher, teilweise haben sie Hunde in der Wohnung. Manche Schwangeren sagen, sie ekeln sich vor den Sofas. Wenn jemand eine ansteckende Krankheit hat, bist du schon gefährdet. Und du weißt im Voraus nicht wie es in der Wohnung aussieht, wenn du den Auftrag bekommst irgendwo hinzufahren.

              Ich glaub du stellst dir das zu einfach vor.

      Du hast gerade mal 11Wochen bis Dein Baby kommt. Meiner Meinung nach utopisch da etwas zu finden. Ausser Du hast wirklich einen Beruf nach dem händeringend gesucht wird.

      Ich würde die Zeit eher zur Weiterbildung nutzen und zur Organisation der Kinderbetreuung damit du bald wieder einsteigen kannst.
      Falls Du dich doch bewerben willst würde ich mich professionell beraten lassen, es gibt doch oft Beratungen für den Berufseinstieg speziell für Frauen.

      • Hallo, danke für deine Einschätzung. Ich bin Sozialarbeiterin, also Jobangebote ohne Ende vorhanden.

        Ich versuche mein Glück und wenn es nicht mehr klappt, dann werde ich tatsächlich die Zeit für Weiterbildung nutzen. Liebe Grüße

    Hallo,
    ich bin in der 32. Woche und bewerbe mich aufgrund meines ausgelaufenen befristeten Vertrages immer noch. Aufgrund jahrelanger Erfahrung bei Bewerbungen (auch ohne Schwangerschaft) rechne ich jedoch nicht mit einer Einstellung in nächster Zeit, obwohl ich mich darüber sehr freuen würde ;-)
    Ich erwähne die Schwangerschaft nicht in den Bewerbungen und schaue einfach, was kommt. Noch letzte Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch, auch da wurde nicht nach meiner Schwangerschaft gefragt (ist ja auch nicht erlaubt). Sollte ich eine Zusage bekommen, so würde ich mir dann erst Gedanken machen, aber auf den gesetzlichen Mutterschutz würde ich ganz sicher nicht verzichten.

    Schwierig, schwierig...bis zur 27. Woche lief mein Vertrag noch und schon da konnte ich auch bei einer Bürotätigkeit merken, dass einiges doch nicht mehr so problemlos klappt. In einem neuen Job müsste man sich ja auch erst einarbeiten, ob das noch so lohnt bei Dir? Du musst auch bedenken, dass man fragen wird, weshalb Du ausgerechnet eine Teilzeitstelle nach dem Studium suchst...und: mit Teilzeitstelle hat man auch nur Anspruch auf teilweises Arbeitslosengeld.

    Liebe Grüße!

    • (10) 05.10.16 - 18:22

      "Sollte ich eine Zusage bekommen, so würde ich mir dann erst Gedanken machen, aber auf den gesetzlichen Mutterschutz würde ich ganz sicher nicht verzichten."

      _______

      Was heißt das in der Praxis? Du gehst zu einem Vorstellungsgespräch in der 34. SSW, bekommst dann eine Zusage und sagst dann direkt:
      "Dankeschön. Ich bin jetzt im Mutterschutz (und danach in Elternzeit). Wir sehen uns in 3,5 Monaten (bzw. in einem Jahr)"

      • (11) 06.10.16 - 09:15

        Hallo,
        in den Bereichen, in denen ich mich bewerbe unterschreibt man i.d.R. nicht so schnell einen Arbeitsvertrag, sondern es müssen Personal-/Betriebsrat einbezogen werden und die Vertragsausfertigung dauert.
        Ja, ich würde den Vertrag unterschreiben, aber nur wenn es ein für mich lohnendes Angebot wäre (unbefristete Stelle oder länger als zwei Jahre befristet, Vollzeitbeschäftigung mit flexiblen Arbeitszeiten und Bezahlung meiner Qualifikation entsprechend) und dann erst mein Recht auf den gesetzlichen Mutterschutz geltend machen. Wenn das eine wirklich gute Stelle wäre, würde ich auch direkt nach dem Mutterschutz einsteigen und auf meine (eigentlich geplante) Elternzeit von einem Jahr verzichten. Wenn es aber nur ein Jahresvertrag mit mieser Bezahlung in Teilzeit wäre, würde ich diesen erst gar nicht annehmen.
        Ich glaube aber, dass es ohnehin nicht dazu kommt, denn in vier Monaten hat sich da nix bewegt, warum sollte das jetzt plötzlich klappen?

        Was bleibt einem aber anderes übrig? Ich finde die Situation auch nicht angenehm, aber von Bedenken dieser Art werde ich nicht satt. Nicht jede Frau hat einen Partner, der genug verdient und es gibt durchaus auch Frauen, die trotz Kind arbeiten wollen, aber nicht bloß in "muttitypischen Teilzeitjobs", sondern in einem qualifizierten Arbeitsverhältnis.

        • (12) 06.10.16 - 09:44

          Das Problem ist: würdest Du das mit mir machen und mir erst nach Unterzeichnung des Arbeitsvertrages sagen, dass Du eigentlich schon im MuSchu bist und ich Dich dann erst einmal ein Jahr nicht sehe, Du Dir sicher sein kannst, dass ich Dich nach dem einen Jahr los werde (bzw. sobald der Kündigungsschutz nicht mehr besteht).

          Arbeitsrecht hin oder her: einer Frau in der 20. SSW würde ich das wahrscheinlich nicht nachtragen, aber wenn jemand nicht einen Tag arbeitet würde ich mich gelinde gesagt veräppelt fühlen.

          Du kannst das natürlich machen, aber es ist wahrscheinlich nicht vorteilhaft für Dich.

          • (13) 06.10.16 - 10:52

            Unliebsame Mitarbeiter kann man immer loswerden, wenn man das will - da schützt mich ganz klar auch kein unbefristeter Vertrag vor.

            Vorteilhaft für das Unternehmen wäre folgende Fragestellung: "ab wann sind Sie verfügbar?" Dann könnte ich auch wahrheitsgemäß antworten, nur würde vermutlich der Bewerber ohne Mutterschutz auch sofort bevorzugt. In meiner Branche sind FRauen ohnehin öfter arbeitslos oder befristet als Männer, wie soll eine Frau da jemals eine faire Chance haben, weil sie ja ausfallen könnte?

            Wie ich es drehe und wende, ich bin in einer blöden Situation, in der ich in jedem Fall nur verlieren kann. Ach ja. Leistungen vom Arbeitamt gibt es auch nur, wenn man dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, und das tue ich schliesslich - bis zum Mutterschutz.

Hallo,

ich hatte am Schluss ziemlich Ischias bekommen und mich auch beim Kinderzimmer einrichten übernommen und ich war richtig fit damals.

Ich würde Babysachen shoppen gehen, Wände streichen, ins Schwimmbad und in die Sauna, viel schlafen, sowas.

Nach der Geburt und dem Mutterschutz siehst du, wie es dir geht und dann kannst du auch gleich wieder arbeiten.

Ich persönlich finde die Idee zu ambitioniert, das wäre mit zu stressig.

LG

Ich finde es furchtbar, wie dir hier alle das Arbeiten ausreden wollen!!!! Echt, unter aller Kanone, alsob man als Schwangere oder mit Kind nicht mehr arbeiten könnte.

Ich würde an deiner Stelle angeben, dass du schwanger bist und nach dem Mutterschutz anfangen willst. Ein bißchen Vorlaufzeit ist ja immer nötig. Und dann dazu schreiben, wie du dir das vorstellst und, dass du richtig motiviert bist jetzt anzufangen. Oder du schreibst, du suchst zu jetzt, aber wenn die das jetzt nicht möchten für nach dem Mutterschutz.

Auch typisch deutsch, dass alle hier sofort an jede "Gefahr" zu denken. Ihr geht ja wohl schwanger auch noch auf die Straße, oder? Wenn in einer Wohnung geraucht wird, mein Gott, früher wurde in allen Büros geraucht, das haben wir auch überlebt. Es ist vielleicht nicht ideal, aber mal 1-2 Stunden, mein Gott. Hundebisse???? Also bitte, mal nicht übertreiben. Wart ihr schonmal draußen in der Schwangerschaft? Wie viele Hunde laufen dort rum?

Drogen? Die muss ich ja nicht selber nehmen. Kinderkrankheiten? Schonmal einkaufen gewesen? Das Kind zur Kita gebracht? Mir wird ganz anders wenn ich lese, wie hier die normale Welt als große Gefahr für Schwangere gesehen wird.

Hygieneverhältnisse? Dann wäscht man sich vor dem Nachhauseweg die Hände! Nichts ist so unhygienisch wie zB der Türöffner in der S-Bahn oder ein Einkaufswagengriff. Da muss man auch mal die Kirche im Dorf lassen. Was für eine Hysterie.

Da muss ich mich ja als Frau nicht wundern, dass ich als Frau im Job benachteiligt werde, wenn das die geltende Arbeitsmoral ist!

Alsob es zu stressig ist in der Schwangerschaft noch zu arbeiten oder sich was zu suchen, echt, ich werde richtig sauer wenn ich das lese.

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