Versicherung abschließen wegen Kredit?

    • (1) 19.10.16 - 12:18

      Hallo ihr Lieben,

      oh Mann, ich bin gerade echt am (Ver)zweifeln ... hatte gestern ein langes Gespräch mit meiner besten Freundin. Die hatten gerade ein Beratungsgespräch bei der Bank, weil sie ein Haus kaufen wollen. Und da meinte die Beraterin, die bekommen den Kredit nur, wenn sie dazu eine Risikolebensversicherung abschließen, die den Kredit bezahlt, wenn der Hauptverdiener stirbt.

      Jetzt habe ich ein bisschen Angst bekommen. Wir haben auch einen größeren Kredit, an dem wir noch einige Jahre zahlen werden. Uns wurde damals aber keine Absicherung empfohlen oder gar verpflichtet. Ich habe ein bisschen online nachgelesen und eine Risikolebensversicherung wird tatsächlich ziemlich oft empfohlen, wenn man große Kredite hat [***vom urbia-Team entfernt, bitte keine Werbung]

      Meint ihr, es ist sinnvoll, so etwas noch nachträglich abzuschließen? Ich denke da seitdem die ganze Zeit drüber nach. Wenn meinem Mann was passieren sollte (was ich natürlich nicht hoffe), könnte ich die Raten auf keinen Fall alleine bezahlen. Aber warum hat uns die Bank dann damals nicht darauf hingewiesen? Ist das neu?

      Hat von euch jemand einen Kredit und dazu eine Versicherung? War das für euch Pflicht?

      Habt ihr eine Versicherung für den Kredit?

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      • War bei uns keine Pflicht aber keiner von uns könnte alleine das Haus langfristig alleine finanzieren. Wenn man den Partner verliert ist das schon ein großer tiefpunkt im leben. .Da möchte man nicht noch sein Haus verkaufen.
        Hinsichtlich unserer Kinder wollten wir natürlich auch keine Schulden hinterlassen wenn uns was passiert

        Es gibt spezielle Kreditversicherungen, die im Falle von Krankheit und Tod einspringen.

        Bei einer Immobilie werden weitere Sicherungen verlangt, wenn abzusehen ist, das man eigentlich mit der Abtragung am finanziellen Limit steht.

        Ob nun via LebensVS Kapital oder Risiko oder anderer Form, gibt verschiedene Möglichkeiten.

        Daher verlangt eine Bank das nicht von jedem Kreditnehmer, nur von ausgesuchten Kandidaten, wo von vorn herein absehbar ist, das sie niemals den Kredit allein stemmen können.

        Rein von der Vernunft her ist eine RisikoLV sicher für jeden sinnvoll, der jemanden anderen absichern muss, z. B. aufgrund der Lebenssituation, Frau verdient weniger wg Teilzeitarbeit. Sonst ist das Haus im Sterbefall, wenn die Raten nicht bedient werden können, weg.

        Es ist daher nie was falsches dran, so was im Nachhinein abzuschließen.

        (4) 19.10.16 - 12:35

        Als meine Eltern sich ihr Haus gekauft haben, war es wohl keine Pflicht, aber es wurde ihnen sehr ans Herz gelegt. Das ist jetzt knapp 10 Jahre her. Für mich klingt es schon sinnvoll, wie Babyjule schreibt: Wer will seinen Kindern solche Schulden hinterlassen? Und wenn ein Partner stirbt ist das schon schlimm genug, auch ohne dass man sein Zuhause verliert.

      • Hi,

        ja wir haben eine abschließen müssen.

        Es war Schicksal. Damals haben wir erst eine Wohnung gekauft - ohne Risikoversicherung.

        Kein Jahr später haben wir unser Haus gefunden. Die Wohnung ging nicht so schnell weg und wir mussten praktisch noch einen Kredit aufnehmen #schwitz für das Haus. Das waren dann weit über 450.000 Euro zusammen und da mussten wir dann so eine Risikoversicherung abschließen. Wir haben - aus Unwissenheit - auch bei Krankheit abgeschlossen. War 2,50 Euro mehr im Monat.

        So, die Wohnung ging dann 8 Monate später durch den Verkauf weg, der eine Kredit wurde abgelöst aber mein Mann wurde schwer krank. Lange Zeit Krankenhausaufenthalte und dann ging es ein paar Monate ins Krankengeld. Die Versicherung hat uns den Kopf gerettet zur damaligen Zeit. Die Monatsraten wurden sofort und kommentarlos abgenommen für die Krankheitsphase.

        Inzwischen haben wir noch minimale Schulden, die Versicherung bleibt! Sollte tatsächlich irgendwas mit meinem Mann sein - bin ich schuldenfrei. Sollte er wiederholt krank werden - bin ich auch ersteinmal finanziell abgesichert. Hoffe, dass wir das niemals in Anspruch mehr nehmen müssen!

        LG
        Caro

        • Hallo Caro,

          oh wow, da habt ihr ja echt Glück im Unglück gehabt!
          Ich hoffe, dein Mann ist wieder ganz gesund und ich drücke euch die Daumen, dass ihr die Versicherung nie wieder braucht!

      (7) 19.10.16 - 12:38

      Danke schonmal für eure Antworten. Hm, dass das so üblich ist, habe ich echt nicht mitbekommen. Aber es stimmt schon, wie ihr schreibt. Das macht wahrscheinlich auf jeden Fall Sinn.

      (8) 19.10.16 - 12:46

      Bei unserem ersten Vertragsabschluss (2003) war es keine Pflicht, aber wir haben selber für beide Ehepartner eine über die komplette Finanzierungssumme abgeschlossen. Das war für uns eine absolute Selbstverständlichkeit.

      Bei der Anschlussfinanzierung (2013) war die Risikolebensversicherung im Vertrag vorgesehen und wir haben sie explizit rausnehmen lassen, da wir ja schon eine eigene hatten. Ich glaube wir mussten sogar nachweißen, dass wie sie haben.

      Aus meiner Sicht ist dies eine Versicherung die absolut unabdingbar ist!

      LG

      (9) 19.10.16 - 17:14

      Hallo,

      Wir haben einen ziemlich großen Hauskredit, dafür wurde uns eine risikolebensversicherung empfohlen.

      Wir haben eine die die restliche Kreditsumme vom Haus übernimmt, wenn einer von uns beiden stirbt.

      Die Versicherungssumme fällt, jedes Jahr passend zur noch offenen Kreditsumme. Die war etwas günstiger dadurch ;)

      Wir wollten unseren Kindern nicht so viele Schulden vererben und auch der Hinterbliebene ist dadurch abgesichert.

      Lg

      (10) 19.10.16 - 18:29

      Hallo!

      Wenn man keine Versicherung hat, kann es eben sein, dass das Haus weg ist, wenn einem von euch was zustößt. Ich würde übrigens nicht nur den kredit absichern, sondern auch so eine kleine Risikolebensversicherung abschließen, damit Du notfalls wenigstens ein jahr überbrücken könntest, bis Kinderbetreuung und Vollzeitarbeit organisiert sind, damit Du weiter von irgendwas leben kannst.

      (11) 19.10.16 - 18:45

      Nein, wir haben keine Versicherung abgeschlossen, beide von uns können das Haus allein abtragen.

      (12) 19.10.16 - 18:59

      Bei einem Alleinverdiener oder wenn das Verhältnis 80/20 ist sollte man für den größeren Verdiener eine Risikolebensversicherung abschließen ... auch ohne Hauskredit an den Füßen. Das Leben kostet Geld.... auch nach dem Tod des Partners.

      Die Versicherungssumme sollte über die Restschuld zum Tag des Abschlusses der Versicherung abgeschlossen werden. Es gibt dabei Modelle, bei denen die Versicherungssumme nach und nach entsprechend des Tilgungsplanes reduziert wird und so auch die Kosten niedriger werden.

      Bei Alleinverdiener oder ein 80% Verdiener sollte am Ende aber eine Mindestabsicherung über eine Risikolebensversicherung von 4-6 Bruttoeinkommen stehen bleiben.

      Auf der anderen Seite muss man von Rentenversicherungen, Kapitallebensversicherungen und anderen Ausfallversicherungen bei Tod oder Berufsunfähigkeit nur DRINGEND abraten!

      Sie sind teuer und bilden kein Kapital ... es wird Kapital vernichtet!

      (13) 19.10.16 - 20:23

      Das mit dem Kredit ist nicht neu, das ist schon lange so. Weil die Bank auch nicht leer ausgehen möchte, wenn ihr pleite seid.

      Es kommt aber darauf an, wie hoch der Kredit im Verhältnis zum Objektwert ist. Wenn sie im Falle einer Zwangsversteigerung das ganze Geld zurückbekommen würden, dann würdet nur ihr leer ausgehen, die Bank nicht, und dann braucht die Bank keine Versicherung.

      Es sind große Summen die man da absichert, und die Versicherung kostet ordentlich was.

      • (14) 19.10.16 - 20:29

        >>>und die Versicherung kostet ordentlich was.<<<

        Risikolebensversicherungen sind gut erschwinglich und fallen insgesamt gesehen, was die Fixkosten angeht, kaum ins Gewicht.

        • (15) 19.10.16 - 22:03

          Wir zahlen 13 Euro und 18 Euro (Frauen kosten mehr *Augen roll*).. Ich hoffe dass das geld umsonst ausgegeben wurde da ich hoffe über meinen 55. Geburtstag meinen Mann an meiner Seite zu haben.
          Ich hab allerdings auch eine Berufsunfähigkeit Versicherung an den Kredit gekoppelt. .Die kostet für 10 jahre deutlich mehr.

          Die Risiko ist wahrscheinlich die einzige die ohne aufstand zahlt: wen tot dann tot. Bei allen anderen Versicherung gibt es oft "ja aber ..."

          • 18 Euro pro Monat sind nicht viel, aber welche Summe hast du abgesichert? Das ist doch die Frage. Und wieviel von der Summe ist bereits abgezahlt, wie lange sind die Laufzeiten noch? Welches Zinsniveau? Welche Sicherheiten hat das Objekt sonst noch?

            • 200.000 Euro. Zu dem Zeitpunkt war logischerweise nix abbezahlt da wir die Versicherung von Anfang an haben

              Andere Sicherheit haben wir weiter nicht..Außer dass die Bank an oberster stelle steht wenn wir insolvent gehen sollten. Mir fällt Grade nicht ein wie das genau heißt

    (20) 19.10.16 - 21:22

    Hallo,
    war bei uns keine Pflicht, haben aber beide eine Versicherung abgeschlossen. Wenn einem von uns etwas zustößt, kann der andere erstmal mit dem Kind/den Kindern im Haus bleiben und in Ruhe überlegen, wie es weitergeht. Ich verdiene etwas mehr als er, aber keiner von uns könnte alleine das Haus halten. Naja, ich könnte zwar, wenn ich wieder Vollzeit arbeite, aber das wären 42h/Woche plus viele Überstunden, 24h-Diensten und Wochenenden. Wer kümmert sich dann um die Kinder? (ich habe 3 Kinder, davon eines mit meinem jetzigen Mann, die beiden Großen würden ja bei meinem ExMann bleiben wenn mir was passiert).
    Wir haben uns jeweils über die Hälfte des Hauskredites versichert.

    VG

    (21) 19.10.16 - 23:15

    Kleiner Tipp, um Raten zu sparen, man kann den Kredit so absichern, dass die Versicherungssumme immer kleiner wird, linear zu der schon abbezahlen Hauskredithöhe

    (22) 20.10.16 - 07:19

    Morgen.

    <<<Meint ihr, es ist sinnvoll, so etwas noch nachträglich abzuschließen?>>>

    Ja auf jeden Fall würde ich diese empfehlen. Wir haben sie auch, nachträglich, abgeschlossen und fühlen uns jetzt besser dabei. Man kann nie so blöd denken, wie es mal kommen kann. Pflicht war es bei uns aber nicht, nur für die eigene Sicherheit dann eben.

    LG

    (23) 20.10.16 - 08:45

    Hallo!
    " Und da meinte die Beraterin, die bekommen den Kredit nur, wenn sie dazu eine Risikolebensversicherung abschließen, die den Kredit bezahlt, wenn der Hauptverdiener stirbt."

    An diesem Punkt würde ich dringend eine seriöse Bank suchen. Derartige Kopplungsgeschäfte sind schlichtweg illegal.
    Der Einzige Sinn dieser Versicherung liegt darin, dem Berater eine Provision zu verschaffen.
    Zur Absicherung eines Immobiliendarlehens dient immer die finanzierte Immobilie.
    Irgendeine Versicherung ist schon deshalb völlig ungeeignet weil der Versicherungsnehmer diese ja jederzeit während der Kreditlaufzeit kündigen könnte.

    • (24) 20.10.16 - 10:11

      Das ist in Summe natürlich alles richtig.
      Die Kopplung von Darlehen an Versicherung fände ich auch nicht seriös.

      Lediglich aus eigenem Interesse sollte man losgelöst vom Darlehen und über den freien Markt eine gute und günstige Risikoleben abschließen und diese natürlich zumindest über die Laufzeit des Darlehens auch aufrecht erhalten.

(25) 24.10.16 - 07:30

Wir haben uns am Wochenende zusammengesetzt und mein Mann meinte auch, dass er sich wohler fühlen würde, wenn man zumindest einen Teil der Kreditsumme absichern lässt. Jetzt müssen wir aber mal schauen, wie hoch die Absicherung sein soll, was für uns im Rahmen liegt von den Beiträgen her etc. Vielen lieben Dank für eure Einschätzungen!

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