Hilfe bei Formulierung Beschäftigungsverbot

    • (1) 22.11.16 - 17:20

      Hallo ihr Lieben,
      Ich war gerade bei meiner Hausärztin wegen anhaltender Beschwerden während der Schwangerschaft ich bin chronisch rheumakrank und soll deswegen ein BV bekommen. Das Problem ist nur, meine Ärztin weiß das sie es ausstellen darf, hat es aber noch nie gemacht und sagt das sie wissen muss wie so etwas aussieht und was drin stehen muss. Sie möchte es auf Grund des Rheumas ausstellen weiß aber nicht wie sie es formulieren soll. Deswegen meine Frage an euch wer hat ein BV vom Hausarzt und was steht drin? Bin euch für jede Antwort dankbar

      • Hallo,

        Ich nehme mal an das du dann ein individuelles BV bekommst. Das hab ich auch bekommen.
        Zuhause hab ich einen Vordruck, der wurde bei mir nur vom Arzt ausgefüllt und abgestempelt.
        Wenn du mir eine PN schickst kann ich ihn dir gerne heute Abend schicken wenn ich zuhause bin.

        LG Mica

        Das Beschäftigungsverbot musst du beim Arbeitgeber vorlegen, deshalb braucht keine Diagnose o. ä. drin stehen. Es reicht, wenn deine Ärztin schreibt:
        "Bei Fortführung der Beschäftigung droht Gefahr für Mutter und Kind. Aus diesem Grund spreche ich ab sofort ein absolutes Brschäftigungsverbot für alle Tätigkeiten aus."
        Kannst mir vertrauen, arbeite bei ner Krankenkasse ;-)

        • Wenn du bei der Krankenkasse arbeitest, dann weißt du sicher auch, dass wegen Rheuma nicht die Gesundheit von Mutter und Kind durch die Beschäftigung bedroht ist. Rheuma ist einfach eine Vorerkrankung, für die es eine AU geben muss, wenn die Patientin nicht mehr arbeitsfähig ist.

          • Wenn die Ärztin ein Beschäftigungsverbot ausstellen möchte, dann werden neben dem Rheuma wohl andere Gründe dafür vorliegen. Für mich klang es eher so als suche die Ärztin nach einer "Begründung" für ein BV und da wollte ich klar machen, dass diese nicht notwendig ist.
            Im übrigen ist ein BV für alle Beteiligten besser als eine AU: für die Schwangere, für den Arbeitgeber und ja sogar für die Krankenkasse!

            • Du hast eine Gruppe vergessen.

              "Im übrigen ist ein BV für alle Beteiligten besser als eine AU: für die Schwangere, für den Arbeitgeber und ja sogar für die Krankenkasse! "

              Für das Budget der KK ist es besser, für das Budget der Umlagekasse 2 ist es schlechter. Und für die Beitragszahler der U2 ist es auch schlechter. Sogar ziemlich schlecht.

              Es gibt juristisch eine Abgrenzung zwischen AU und BV. Bei nicht schwangerschaftbedingten Beschwerden scheidet ein BV immer aus, und die AU ist auszustellen. Dieses Rheuma hätte die TE auch ohne die Schwangerschaft und es wird sich wahrscheinlich infolge der Tätigkeit nicht verschlimmern.

              Wenn es sich doch infolge der SS verschlimmert, dann muss nur die spezielle Tätigkeit (z.B. im Gehen, Stehen) untersagt werden aber nicht jede Tätigkeit. Eine sitzende Tätigkeit müßte demnach noch möglich sein.

              • Die Schwangeren erhalten 100% ihres Gehaltes (bei AU nach 6 Wochen bzw. mit Vorerkrankungen nur rund 75%), die Arbeitgeber bekommen aus der Umlagekasse 2 (in die ja auch nur die Arbeitgeber einzahlen) 100% des Gehaltes + SV-Beiträge erstattet (während bei AU nur 60% - 80% aus der U1 für Arbeitgeber mit weniger als 20 Beschäftigten und für die Übrigen gar nichts (!!!) erstattet wird). Also was ist daran jetzt schlecht?
                Und wie ich schon sagte: ich gehe davon aus, dass neben dem Rheuma andere Gründe für ein individuelles Beschäftigungsverbot vorliegen - und das zu beurteilen liegt einzig und allein in der Kompetenz des Arztes. Wobei sich erfahrungsgemäß viele Ärzte mit den Formulierungen schwer tun da es dafür keinen Mustervordruck der Kassenärztlichen Vereinigung gibt.

                • Du hast meinen Beitrag gar nicht gelesen. Es geht ja nicht drum, ob das der Kasse nützt oder so. Es nützt immer, wenn nicht ich sondern der Nachbar die Rechnung zahlen muss. Das BV ist kein Wunschkonzert, auch wenn die KK gerne alle Schwangeren ins BV schicken würde, damit sie Kosten spart und die U2 dafür die Kosten aufgebrummt bekommt. Ob deren Beiträge steigen, kümmert die Kasse nicht.

                  Es geht hier um Rechtsprechung. Das BV hat klare Vorgaben, die sind hier nicht erfüllt.

                  Und ja, es gibt Vordrucke bei den Aufsichtsbehörden, und die beraten auch zum Thema BV oder AU, bzw. können den Unterschied erklären.

                  • Mich irritiert deine Aussage etwas, denn "die Umlagekasse" ist doch bei den Krankenkassen angesiedelt und jede Krankenkasse setzt ihren Umlagesatz per Satzung fest und nimmt auch die Erstattungen für ihre Mitglieder selbst vor.

                    Ich denke, dass ich die Frage von junischneewolke korrekt beantwortet habe und ich finde nicht, dass es uns hier zusteht die medizinische Indikation für das Vorliegen eines individuellen Beschäftigungsverbots zu beurteilen.

                    • "Mich irritiert deine Aussage etwas, denn "die Umlagekasse" ist doch bei den Krankenkassen angesiedelt und jede Krankenkasse setzt ihren Umlagesatz per Satzung fest und nimmt auch die Erstattungen für ihre Mitglieder selbst vor.´"
                      DA ist irgendetwas falsch, denn auch die Mitglieder der PKV bekommen daraus dann indirekt das Geld und das zahlt auch eine GKV aus. Und der Satz der U2 ist soviel ich weiß fest für alle!

                      DA gibt es eine Umlagekasse für alle Versicherten.

                      Der Beitagssatz der U2 ist von Krankenkasse zu Krankenkasse verschieden, aber gleich für alle Beitragszahler einer bestimmten Krankenkasse. Z.B. hat die AOK einen der höchsten Beitragssätze mit 0,79%. Je mehr BVs dieses Jahr ausgestellt werden, desto höher wird der Beitragssatz der AOK nächstes Jahr steigen.

                      Die Erstattungen dagegen sind bei allen gleich, das ist der Mutterschutzlohn.

                      • Ist doch aber total idiotisch, wenn die KK nur verwaltet und es gar nicht ihr Umlagetopf ist.

                        • Das ist den Bock zum Gärtner machen. Die Krankenkassen "beraten" nämlich ihre Versicherten zum Wohl des eigenen KK-Budgets und sehr zu ungunsten der Umlagekasse. Bis hin zu unerlaubten Telefonanrufen, unter Druck setzen von Ärzten ... und andere illegale Methoden. Nur auf ihren Webseiten machen sie korrekte Angaben zum BV und zur AU. Und teilweise sind die "Berater" der KK inkompetent in Bezug auf Mutterschutzfragen.

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