Chefin besteht auf beschäftigungsverbot

    • (1) 29.11.16 - 08:39

      Hallo :)

      Ich bin nun in der 10. ssw und mir geht's körperlich wirklich gar nicht gut mir ist ständig übel... Mein Kreislauf ist im Keller... Und ich habe tierische unterleibsschmerzen..und bin ständig müde.... Die Arbeit ist mir teilweise wirklich schwer gefallen aber es hat mich immer ein wenig abgelenkt... Nun hat meine Chefin erfahren das ich schwanger bin und mich quasi sofort "freigestellt" bzw. sollte ich mich krankschreiben lassen und mir vom fa ein Beschäftigungsverbot ausstellen lassen. Da ihrer Meinung nach das Unfallrisiko und die körperliche Belastung zu gefährlich ist...

      Wie läuft das Ganze? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das ganze nächste Jahr nicht zu arbeiten

        • Dein fa wird dir nur ein bv ausstellen, wenn dein "leben" oder das deines Kindes aus gesundheitlichen Gründen gefährdet ist. (Schwangerschaftsübelkeit zählt da glaub ich nicht zu)
          Wenn dein ag nicht will, dass du arbeiten kommst, muss er dir selbst ein berufsverbot ausstellen.
          In beiden Fällen kann er sich dein gehalt, das ja weiter gezahlt wird von der Krankenkasse wieder holen.

          • Die Tatsache, dass der AG nicht „will, dass sie arbeiten kommt“ rechtfertigt kein Beschäftigungsverbot durch den AG. Dazu muß er belegen können, dass er keinen mutterschutzkonformen Arbeitsplatz bieten kann.
            Ein BERUFSverbot ist wieder etwas ganz anderes…..das darf der AG aber hier ebenfalls nicht aussprechen.

            Gruß,

            W

    Huhu
    Was machst du denn beruflich?

    Dein AG muss einen gefährdungsbohen mit dir ausfüllen und dann beurteilen, ob er dir einen Arbeitsplatz gemäß der Mutterschutzrichtlinien anbieten kann oder nicht. In letzterem Falle muss der AG selbst das generelle BV aussprechen.

    Die Beschwerden, die du hast, klingt nach normalen schwangerschaftsbeschwerden. Da gibt es kein "individuelles BV" vom Arzt. Und auch nicht, wenn dein AG das will. Das gibt es nur, wenn deine - oder die Gesundheit deines babys bedroht ist bei Weiterarbeiten. U d auch hier gibt es bei bestimmten Diagnosen verschiedene Vorgehensweisen bei den FAs.

    Ich wurde von meiner FÄ Wegen eines Hämatoms in der Gebärmutter UND weil ich schon in der frühschwangerschaft Blutungen ohne erkennbare Ursache hatte, ins BV geschickt vor gut 11 Wochen. Ich weiß aber von Mädels, die hatten auch ein Hämatom und waren nur krankgeschrieben.

    Ich kenne ein Mädel, die hatten 1x starke Blutungen und bekamen sofort ein BV...Ich kenne jemanden, die bekam ein BV wegen rückenschmerzen bei bürojob vom Arzt *kopfkratz* (wollte sie gar nicht, aber da musste sie dann durch)...

    Also....Einen klaren Katalog, wann ein Arzt jetzt genau ein BV ausstellt, scheint es nicht zu geben...

    Ich wünsche dir alles Gute!

    (12) 29.11.16 - 09:27

    also ich kenn mich nicht wirklich aus aber hab neulich einen sehr guten Artikel genau zu dem Thema gelesen...wenn du deine momentane Tätigkeit nicht mehr ausüben kannst oder darfst (aus gesundheitlichen Gründen) muss dein AG dir eine andere, besser geeignete Tätigkeit geben. Wenn er das nicht kann, kannst du eben nicht mehr arbeiten aber bekommst natürlich weiter Geld. In dem Artikel stand explizit drinn, dass man sich nicht darauf einlassen soll, sich krank schreiben zu lassen, wenn der AG keine geeignete Tätigkeit hat, da man bei normaler Krankschreibung nach einer bestimmten Wochenzahl wohl nicht mehr das volle Gehalt bekommen muss. Keine Ahnung, ob das noch der aktuelle Stand der Dinge ist, aber das solltest du auf jeden Fall in Erfahrung bringen, bevor du dich auf normalem Wege krank schreiben lassen würdest.

    Was arbeitest du? Ist deine Chefin die Gefährdungsbeurteilung mit dir durchgegangen? Wie kommt sie darauf, dass sie auf Krankschreibung und BV vom Arzt bestehen kann?

    • Hallo ihr lieben :)

      Vielen Dank für die ganzen Tipps und Ratschläge....
      Ich arbeite in der Systemgastronomie.... Ich werde in allen Bereichen eingesetzt und muss ständig zwischen 10-25kg schleppen. Und es ist grade in der Küche wo ich ständig durch muss sehr glatt und rutschig.... Außerdem besteht nur selten die Möglichkeit sich einmal kurz hinzusetzen und man steht meist 8-10 Stunden am Tag auf der Arbeit....Dadurch das wird ständig unterbesetzt sind ist es nicht möglich mich in einen Bereich zu setzten wo ich halt nicht so einer hohen Belastung ausgesetzt bin und eine geringere unfallgefahr besteht. Es wirkt eher so als würden die das auch einfach nicht wollen... Blöde Situation

      • Dann muss deine Chefin vorgehen wie oben beschrieben.

        So wie es sich allerdings anhört würde ich persönlich mich selbst ans Gewerbeaufsichtsamt wenden und meine Schwangerschaft melden und meinen Arbeitsbereich beschreiben. Die helfen dir zügig, den genau dafür sind sie da!! deine Chefin macht sich strafbar, wenn sie dich weiterarbeiten lässt wie bisher.

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