Auszahlung Darlehensvertrag für Immobilie ( Neubau )

    • (1) 29.11.16 - 18:02

      Hallo,

      ich hoffe ich finde hier Hilfe.
      Wir haben ein Reihenendhaus gekauft, also den Kaufvertrag unterschrieben sowie den Darlehensvertrag des Kreditgebers und der KFW erhalten und unterschrieben.
      Das Haus ist fertig und die Übergabe soll in 2 bis 3 Monaten erfolgen und der Bauträger möchte das Geld zuvor ( ca Ende Dezember ) ausgezahlt haben. Der Kreditgeber möchte im GrundBuch stehen, dieses ist jedoch noch nicht vorhanden, da es sich um ein komplettes Neubau Gebiet handelt.Das würde also noch 6 Monate oder länger dauern und die Übergabe soll im März/ Februar stattfinden.Also bot der Bauträger eine Bürgschaft an , dies lehnte der Kreditgeber ab ( da Versicherungen keine Bürgschaft herausgeben dürfen ) und schlug ein Notaranderkonto vor.Das lehnte der Bauträger ab , da es bei Neubauten rechtlich nicht möglich ist.
      Somit nannte uns keine Seite eine Möglichkeit wie das Geld fließen kann und beide Seiten stellen sich sturr und wir sind total verzweifelt.
      Kann Jemand helfen? ??
      Haben mit dem Kreditgeber, dem Bauträger, dem Finanzberater und dem Notar tel und keine Lösung erhalten . :( :( :(

      Liebe Grüße

      Hallo,

      da kann aber einiges nicht stimmen.

      "Wir haben ein Reihenendhaus gekauft, "
      beim Bäcker, Metzger oder so ?

      "Der Kreditgeber möchte im GrundBuch stehen, dieses ist jedoch noch nicht vorhanden, "
      Das Haus steht also irgendwie auf Stelzen oder Rädern, aber nicht auf einem Grundstück ?

      Vielleicht solltest du mal in Ruhe den Kaufvertrag durchlesen - sonst wird das nichts.

      freundliche Grüsse Werner

      Hallo,
      es muss ein Grundbuch geben! Wenn noch nicht für eurer Grundstück dann aber für das Baugebiet und dann habt ihr daran eine Teilfläche, die noch vermessen wird, gekauft. Schau mal in den Kaufvertrag.
      Auf euer Grundstück habt ihr auch die Grundschuld beim Notar bestellt. Die Bank wird den Kredit nicht auszahlen, wenn ihr keine Grundschuld bestellt habt, da sie ansonsten keine Sicherheit hätte. Ist die Grundschuld bereits bestellt?

      Das solltet ihr nochmal abklären.
      Das ihr keine Eigentümer werdet, bevor ihr nicht den Kaufpreis bezahlt habt ist ja logisch, die Bank zahlt daher nach Grundschulbestellung und Fälligkeit den Kaufpreis und dann kann die Eigentumsumschreibung beantragt werden.
      VG

      • Wir hatten am 22.11 den ersten Notartermin, leider waren da noch nicht die kompletten Bankunterlagen da.Deshalb wird die Grundschuld beim 2. Notartermin am 6.12.16 bestellt und am 22. wurde nur der Kaufvertrag unterschrieben und es wurden die beglaubigten Urkunden ausgebändigt.
        Wir stehen mit unserem Finanzberater, dem Notar sowie dem Bauträger in Kontakt.
        Selbst wenn die Grundschuld bestellt ist, möchte die Bank Ende Dezember nur zahlen wenn sie im Grundbuch steht. Wir haben heute die Info bekommen, dass das GrundBuch angelegt wurde. Es ist richtig, dass unser Grundstück ( wir haben Haus und Grundstück vom Bauträger gekauft ) noch nicht vermessen wurde.Das ist jedoch fertig gestellt und der Bauträger möchte die Übergabe im Februar / März , bis dort ist aber das Amt noch nicht soweit dass Alles vermessen und eingetragen ist.Da bei diesem Bauträger alle 166 Häuser nach Baufortschritt zahlen ( unser Haus ist fertig ) , soll das erste Geld Ende Dezember fließen.Jedoch zahlt die Bank dann nicht, weil sie dann noch nicht eingetragen ist und schlug das Notaranderkonto vor. Auf welches der Bauträger in diesem Bundesland ( Schleswig Holstein ) nicht zugreifen kann.Die Bank ( in unserem Falle eine große deutsche Versicherung ) stellt keine Bürgschaft aus.
        Ich denke ( und ich bin kein Experte ) , dass der Finanzberater ja vorher den Entwurf des Kaufvertrages hatte, uns keine Bank aussuchen hätte dürfen, die keine Bürgschaften macht und die Bank ( welche den Kaufvertrags Entwurf des Bauträgers ebenfalls im Vorfeld hatte ) darüber hätte stolpern müssen.Der Bauträger ( ein deutschlandweiter großer Bauträger ) schiebt die Schuld auf die Bank und die Bank auf den Bauträger.Im Hamburger Umland gibt es so eine hohe Nachfrage, wenn unsere Bank nicht auszahlen will steht halt der nächste Kunde auf der Matte.Wir stehen seit 3 Monaten in Kontakt mit dem Bauträger und so ein Ärger war für uns nicht absehbar.Wir wissen, dass wir nicht die einzigen Käufer sind, welche über diese Bank finanzieren und hoffen hier hat Jemand einen Rat für uns?

        • Sorry , es sollte heißen das Haus ist jedoch fertig gestellt und der Bauträger möchte die Übergabe im Februar / März.

          Ok, wenn die Grundschuld noch nicht bestellt ist, ist es verständlich, dass die Bank eine Auszahlung erstmal ablehnt. Die Grundschuld ist ja die Sicherheit für die Bank für den Fall, dass ihr nicht zurückzahlen könntet... klar, dass sie euch dann kein Darlehen auszahlen kann. Ich arbeite in der Kreditabteilung einer Bank (keine Versicherung - ob es da doch anders ist, weiß ich leider nicht). Aber unsere Bank zahlt aus, sobald die Darlehensnehmer beim Notar die Grundschuld bestellt haben und der Notar der Bank die 'vollstreckbare Ausfertigung der Grundschuldbestellungsurkunde' übersandt hat. Das ist der Titel mit dem die Bank in euer Vermögen vollstrecken könnte, wenn ihr euren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Die Eintragung der Grundschuld ist im Prinzip nur noch ein Verwaltungsakt nachdem sie bestellt wurde. Der Notar reicht diese direkt nach der Bestellung beim Grundbuchamt zur Wahrung ein. Aber wir würden auszahlen, auch wenn die einzelnen Grundbuchblätter für die 166 Grundstücke noch nicht gebildet sind. Aus dem beurkundeten Kaufvertrag ergibt sich ja, welches Grundstück ihr gekauft habt und ebenso ist dies in der Grundschuldbestellungsurkunde eindeutig ersichtlich.
          Sprich nochmal mit der Bank, dass ihr zeitnah vor der Auszahlung die Grundschuld bestellen werdet und der Notar die vollstreckbare Ausfertigung vor Auszahlung übersenden wird.
          Wie gesagt, ich arbeite bei keine Versicherung und nicht in Norddeutschland, aber so enorme Unterschiede kann es da ja nicht geben. Und bei einem Kauf von einem Bauträger ist es nicht ungewöhnlich, dass die Vermessung noch nicht erfolgt ist. Das ist normal kein Hinderungsgrund.
          Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
          VG

          • Liebe sunny305,

            vielen lieben Dank für deine Antwort.
            Eine Meinung, von Jemandem, der vom Fach ist, freut uns sehr.
            Wir haben heute mit dem Bauträger das Problem gefunden.Es gibt sogar noch einen Eigentümer bei den 166 Wohneinheiten, der das gleiche Problem hat.
            Und zwar ist das Problem nicht die Grundschuld, welche am 06.12.16 bestellt wird, sondern der Unterschied bei Versicherungen und Banken und den Bundesländern.In Schleswig Holstein darf ein Bauträger bei Neubau rein rechtlich auf kein Notaranderkonto zugreifen und Lebensversicherungen als Darlehensgeber dürfen in Deutschland allgemein keine Bürgschaft mit dem Bauträger vereinbaren.Das dürfen nur Banken.
            Das mit der Bürgschaft stand im Entwurf des Kaufvertrages des Bauträgers, welchen die Versicherung vor Abschluß des Darlehensvertrages erhalten hat und trotzdem hat sie den Kredit genehmigt.Das ist uns ein Rätsel, das hätte denen auffallen müssen und meines Erachtens nach auch dem Finanzberater.
            Nun haben wir den Ärger :(

            Der Finanzberater ( Dr Klein ) ist noch am Telefonieren) , doch es schaut danach aus , dass wir uns trotz genehmigtem Kredit der Versicherung und der KFW Investitionsbank sowie unseren über 20% Eigenkapital eine neue Bank suchen müssen.:(

            Natürlich wollen wir wieder einen Zins von 1,92 ...
            Wir warten erstmal auf den Rückruf des Finanzberaters.

            Da das Haus beurkundet ist , darf der Bauträger es nicht " wegnehmen ".
            Wir haben schlaflose Nächte und würden uns gern nochmal einen Rat von dir holen.
            Vielen lieben Dank.

            Freundliche Grüße

            • "In Schleswig Holstein darf ein Bauträger rein rechtlich auf kein Notaranderkonto zugreifen..."

              Das Aussage ist nicht korrekt. 1. Darf gar kein Veräußerer, egal ob Bauträger als vermutlich juristische Person oder eine natürliche Person auf das Anderkonto zugreifen. Egal in welchem Bundesland! Das darf nur der Notar allein. Dafür wird das Konto ja eingerichtet, als Treuhandkonto. Damit eine 3. neutrale Person über die Zu- und Abgänge wacht und auf Weisung, nachdem alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, die Gelder freigeben kann.

              Der Bauträger hat in Eurem Fall einzig und allein keinen Bock auf sein Geld zu warten. Und um Euch nicht zu vergrätzen, wird Euch so ne Geschichte aufgetischt.

              Frag Euren Notar, dann weißte Bescheid.

              Wie sollte denn bezahlt werden, nach Baufortschritt? Was wurde denn explizit im Kreditvertrag vereinbart? Die Sache mit der Grundschuld hast Du schon wunderbar korrekt erklärt bekommen. Daran liegt es keinesfalls.

              Geh mal zur DSL Bank. Die sind in der Regel recht zackig mit Ihren Entscheidungen und finanzieren nach Baufortschritt auch Neubauten.

              • Danke für deine Antwort.
                Natürlich darf Niemand auf das Notaranderkonto zugreifen, deshalb ist die geldgierige Baufirma auch nicht damit einverstanden.
                Das Problem ist die schwammige Aussage im Vertrag des Bauträgers " es könnte eine Bürgschaft möglich sein ".....dh generell nicht wir akzeptieren nur Bürgschaften.
                Im Vertrag des Kreditgebers ist geregelt, dass nach Baufortschritt gezahlt wird. Nur das wie ist offen gelassen worden.
                Wir haben beide Verträge zuvor von einem Anwalt für Immobilien Recht und vom unabhängigen Finanzberater prüfen lassen....was hat es gebracht, nix.
                Selbstverständlich hatten wir diese Woche ein Gespräch mit dem Notar, der laut seiner Aussage nicht helfen kann.
                Mittlerweile ist die Zentrale der Finanzberatung Dr Klein eingeschaltet um eine Lösung zu finden, inklusive Rechtsabteilung.
                Desweiteren lassen wir uns von unserer Rechtsschutz Versicherung beraten.
                Wenn das Alles nix bringt, benötigen wir eine neue Bank, welche auch Bürgschaften akzeptiert.
                Keine Ahnung ob das die DSL Bank macht? Solche Angelegenheiten prüft unser Finanzberater.Unseren super Zins für 1, 98 wären wir dann wohl los.:(

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