Arbeiten trotz Berufsverbot?

    • (1) 11.12.16 - 21:40

      Hallo Ihr Lieben,

      Ich brauche mal einen Rat.

      Ich bin jetzt in der ssw 15+0 und ich arbeite in einem kleinen Casino/internetcaffee.

      Nun war Mitte der Woche jemand vom Gewerbeaufsichtsamt bei uns auf der Arbeit um mal wegen mir nach dem Rechten zu schauen.

      Der Mann teilte mir mit, auf Grund dessen, das bei uns geraucht werden darf ( ich selber rauche seid 6 Jahren nicht mehr) muss mein Chef mir ein Berufsverbot aussprechen.

      Ich will aber wenigstens noch bis April weiter arbeiten. Nun meine Frage: Wenn ich meinem Chef einen Text schreibe, wo drin steht, das ich auf eigene Verantwortung weiter machen möchte, kann ich mich damit dem Verbot wiedersetzen?
      Ich habe auch gerade zum 1.12. von Teilzeit auf Vollzeit gewechselt. Allein schon damit das Elterngeld dann höher ausfällt.

      Kennt sich jemand aus?

      Liebe Grüße und Danke im Voraus.

      • Hallo,

        Ich denke nicht, dass das geht - aber es gibt hier einige Userinnen, die sehr gut Bescheid wissen, auch bzgl Vollzeit/Teilzeitgehalt und EG, die werden sich sicher noch melden.

        Ein Beschäftigungsverbot wird ausgesprochen, wenn Gefahr für das Leben des Kindes oder der Mutter besteht. Ich bin mir sicher, dass Du die Gesundheit Deines Kindes nicht gefährden willst.

        Gibt es eine Möglichkeit in einem Bereich bei Deinem Arbeitgeber zu arbeiten, wo nicht geraucht wird?

        Alles Gute und eine schöne Schwangerschaft, c

        "Ich will aber wenigstens noch bis April weiter arbeiten. Nun meine Frage: Wenn ich meinem Chef einen Text schreibe, wo drin steht, das ich auf eigene Verantwortung weiter machen möchte, kann ich mich damit dem Verbot wiedersetzen?"
        Nein, das Beschäftigungsverbot ist bindend!

        Warum willst du denn weiterarbeiten, du bekommst doch dann deine Vollzeitbezahlung ohne zu arbeiten, also wo ist der Vorteil, wenn du dafür sorgst, dass dein Chef sich strafbar macht?!?

        • Ich will nicht das er sich strafbar macht, deswegen frage ich ja nach ob das geht.

          So wie ich gelesen habe bekomme ich dann eben nicht das volle Gehalt sondern nur das was ich vor der ss bekommen habe. Und ich möchte weiter arbeiten, weil ich kein Mensch bin der gern zu Hause hockt. Nichts tun ist nichts für mich.

          Ich liebe meine Arbeit einfach. Hab auch fast geweint als der mir das gesagt hat. Weil es eine Entscheidung ist die über meinen Kopf hinweg einfach getroffen wird. Es gibt auch leider nicht die Möglichkeit mich woanders hin zu setzen.

          Ich fühle mich gut. Es geht mir nicht schlecht.

          Und ich achte rigoros auf gute Lüftung.

          • "So wie ich gelesen habe bekomme ich dann eben nicht das volle Gehalt sondern nur das was ich vor der ss bekommen habe. Und ich möchte weiter arbeiten, weil ich kein Mensch bin der gern zu Hause hockt. Nichts tun ist nichts für mich."
            Da hast du dich verlesen, bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur bekommst du das natürlich auch ;)

            Also gibt's dann jetzt ab 1.1. Vollzeitgehalt, egal ob du arbeitest oder nicht.

            Und du musst ja nicht zu Hause sitzen, gibt genug andere Dinge, die man tun kann ohne sein Kind zu gefährden!

      Dein Vollzeitgehalt erhälst du auch im Berufsverbot.

      Die freie Zeit kannst du doch sehr gut nutzen. Ich würde z.B. meine Sprachkenntnisse verbessern. Das lohnt sich immer.

      Viele Grüße

      Julia

    Hallo,

    Du setzt also lieber die Gesundheit Deines Kindes auf´s Spielt, als Dich an das, in meinen Augen begründete, BV zu halten? Respekt :-(

    LG

    • Hier, das habe ich mehrfach gefunden:

      Ist die Schwangere gezwungen, aufgrund eines BVs teilweise oder völlig mit der Arbeit auszusetzen, so erhält sie trotzdem ein Gehalt vom Arbeitgeber: Dieses Gehalt berechnet sich aus dem Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist.

      Ich will nicht die Gesundheit meines Babys gefährden. Der Typ der hier war, sagte sogar das man das hier fast garnicht riecht das geraucht wird! Wie gesagt ich hab hier ständig Türen und Fenster auf plus die Abzugsanlage.

      Ich habe hier keine schwere Arbeit oder mit Chemiekalien zu tun... auch keine Schichtarbeit... bzw. ich arbeite nur die Frühschicht.

      Das einzige was tatsächlich in deren Aufen Gefährdung ist, ist das man hier rauchen darf.

      Und ich stehe hier nicht in einer dicken Rauchwolke falls das jemand denkt....
      Wenn es nicht anders geht dann bleibe ich natürlich weg.

      Aber ich brauche eben auch das Geld um ein höheres Elterngeld zu bekommen.

      Das ist das warum ich das machen möchte/müsste.

Hallo!

Lüften reicht nicht gegen den Rauch, Du schadest mit jedem Atemzug trotzdem Deinem Kind, ganz aktiv. Mach Dir da bitte nichts vor.

Das Beschäftigungsverbot muss sein, das ist Pflicht. Nachdem die Vollzeitarbeit fest vereinbart war bekommst Du weiter das geld für Vollzeitarbeit, und das muss auch nicht Dein Chef zahlen, sondern er bekommt das von der Krankenkasse über die Umlage. Es kostet ihn also nichts.

Wo ist das Problem? Dein Chef hat keinen Verlust, Du kannst Dich in Ruhe aufs Kind vorbereiten, und gesünder ist es auch.

  • Verlust hat er schon... ich bin die Leitung der Filiale...
    Ersatz muss auch erst gefunden werden.

    Noch ist das Verbot ja nicht ausgesprochen. Deswegen frage ich vorher nach Information. Diesen Monat mache ich noch durch, ich lasse mein Team nicht in den Seilen hängen. Und dann sehe ich zu, das ich ab Januar weg bleibe.

    Schade finde ich, das man immer gleich unterstellt bekommt man würde seinem Kond schaden wollen.

    Das will ich natürlich nicht! Bei meinem großen habe ich sofort aufgehört zu rauchen als ich von ihm erfahren habe...

    aber ich denke eben auch an das später... will nicht vom Staat leben... versteht ihr das?

    Darum einfach die Angst, das nur mein "Vorher-verdienst " berücksichtigt wird.

    • "Verlust hat er schon... ich bin die Leitung der Filiale...
      Ersatz muss auch erst gefunden werden."

      Das stimmt! Dein Chef hat einen Verlust, Wiederbeschaffungskosten, er muss deine Löhne vorstrecken, die Erstattung kann länger dauern. Das sollte man nicht wegdiskutieren.

      "Noch ist das Verbot ja nicht ausgesprochen. Deswegen frage ich vorher nach Information. Diesen Monat mache ich noch durch, ich lasse mein Team nicht in den Seilen hängen. Und dann sehe ich zu, das ich ab Januar weg bleibe."

      Das Verbot IST ausgesprochen, ab dem Moment wo die Gewerbeaufsicht da war. Das gilt auch schon mündlich. Du darfst da keinen Tag und keine Stunde mehr arbeiten, ab jetzt sofort. Das weiß ich ganz sicher. Wenn du dort hingehst, riskierst du großen Ärger.

      • Das verbot muss mein Chef mir aussprechen. Das ist Arbeitgeber Sache. Das sagte der Herr der hier war. Ich habe ihn gefragt, wie lange wir Zeit haben um das in Gang zu bringen- er sagte nur :so schnell wie möglich.

        • Damit meinte er dass nicht der Frauenarzt, die Behörde oder sonst wer tätig wird, sondern der Chef diese Entscheidung trifft, und das sofort.

          so schnell wie möglich, das ist ab dem nächsten Tag spätestens.

          Auf keinen Fall nach einem Monat oder nach 3 Wochen!

    Du darfst ab sofort nicht mehr arbeiten. Das Gewerbeaufsichtsamt hat es Dir gesagt, und Dein Chef muss sofort tätig werden. Das kann nicht bis Weihnachten warten, sonst kommt Dein Chef in ernste Schwierigkeiten. Wenn Du ihm nicht schaden willst, dann sag ihm das.

    Wenn Du Dir ein Bein brichst und im Krankenhaus liegst, dann bricht der Laden ja auch nicht zusammen, das werden Deine Kollegen schon geregelt bekommen, oder Dein Chef kann jemanden von einer anderen Filiale rüber schicken. Das muss einfach sein.

    Du bekommst weiter das Vollzeit - Gehalt, bei Dir gilt nicht die Regelung mit dem Durchschnitt, weil ja in der Zwischenzeit eine höhere Stundenzahl vereinbart war. Das hat in dem Fall mehr Gewicht. Und somit berechnet sich dann auch Dein Elterngeld höher, weil eben ab der Stundenerhöhung das Vollzeit-Gehalt eingerechnet wird.

    Rauchen schadet eben massiv, und dabei ist es egal ob aktiv oder passiv. Auch wenn gut gelüftet ist hängen eben immer noch Rauch-Reste in der Luft, es setzt sich Gift in den Tapeten ab, das kriegst Du halt alles mit. Daher darf auch keine Bedienung mehr arbeiten, wenn in der Kneipe geraucht werden darf. Und eben auch keine Spielhallenaufsicht.

Wenn tatsächlich an deinem Arbeitsplatz geraucht wird, dann darfst du dort nicht arbeiten. Dieses Verbot ist für den Chef wie für dich bindend. Das kannst du nicht auf eigenen Wunsch umgehen. Wenn tatsächlich nicht geraucht wird, sondern Rauchen nur theoretisch erlaubt wäre, darfst du dort arbeiten.

Den Lohn bekommst du ja weiter gezahlt.

Wenn ihr euch nicht an die Vorgabe haltet, dann drohen empfindliche Bußgelder an den Chef, die so teuer sind dass es sich auf keinen Fall lohnt.

  • Wenn ihr sagt, das ich mein Gehalt ( was ich jetzt in Vollzeit bekomme) weiter erhalte und nicht wie ich gelesen habe , das Gehalt VOR der Schwangerschaft, dann ist es ja gut.

    Solange das Verbot noch nicht ausgesprochen ist-mein Chef bekommt noch Post von dem Amt, so lange arbeite ich noch weiter. Also diesen Monat sicher noch. Ist ja nicht mehr lange... und ab Januar mach ich dann halt Pause.

    Ich verstehe sehr wohl...
    Es gibt aber auch zwei Seiten die man betrachten muss...

    • Nur, dass du nur deine Seite und nicht die deines ungeborenen Kindes betrachtest!

      Das Beschäftigungsverbot bei Rauch ist eines der Kriterien die definitiv sinnvoll sind. Der Rauch schadet deinem Kind, auch wenn du es nicht merkst und offensichtlich nicht wahr haben willst.

      Das Verbot, werdenden Mütter gefährdenden Stoffen und Zigarettenrauch auszusetzen IST im Mutterschutzgesetz drin, das muss man nicht erst aussprechen. Und darauf wurde mündlich verwiesen beim Besuch der Behörde.

      Du darfst dort keinen Tag und keine Stunde mehr arbeiten. Das ist klar.

      Wenn das rauskommt, dass du dort noch einen ganzen Monat weiter drin bleibst, dann wird es richtig teuer und keiner von euch kann das entschuldigen. Bis zu 30.000 Euro Bußgeld und sogar Gefängnisstrafe bis 1 Jahr. Die Strafe bemißt sich nach Stunden, die du gearbeitet hast trotz des Verbotes.

      • Der Mann sagte :so schnell wie möglich.

        Und nicht sofort.

        Wie gesagt Es muss auch erst Ersatz für mich her ???? Das geht nicht von jetzt auf gleich.

        Ich schalte anzeigen und muss auf Bewerber warten.

        Wir sind ein Kleinbetrieb. Wenn jemand da wäre der sofort meine Stelle übernehmen könnte, dann wär das auch noch was anderes.

        Ich kann mein Team doch nicht hängen lassen...

        ich find es ja lobenswert das alle immer und Baby bemüht sind... und glaubt mir, das bin ich auch... von dem was ich hier schreibe könnt ihr ja noch garnicht beurteilen wer ich bin oder wie ich mich um die Gesundheit meines Babys bemühe.

        Ich mach mir einfach ein paar sorgen um die nähere Zukunft.

        Aber ein paar Vorrednerinnen haben ja nun gesagt, das ich mein Gehalt, was ich jetzt in diesem Monat verdiene weiterhin bekomme. Und nicht wie ich dachte und gelesen habe das von vor der Schwangerschaft. Ich hoffe sie haben recht. Das war mit meine größte Sorge.

        Mein Freund und ich wir wollen nächstes Jahr zusammenziehen... er ist grad dabei sich selbständig zu machen... wir wissen also noch nicht genau wieviel er ungefähr verdienen wird..

        unser Krümel hat sich einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht ????Ich will das es meinen Kindern an nix fehlt...
        Und darum meine Angst dann zu wenig Geld zu haben. Weil zum Amt brauche ich dann nicht gehen bin ich der Meinung. Weil die dann Vermögen usw von meinem Männe auch unter die Lupe nehmen... und ja da ist was... aber das ist eben für die Firma...

Wie wäre es, wenn Dein Chef ein striktes Rauchverbot in den Lokalitäten anordnet?

Ach so: Benutze bitte den richtigen Begriff Beschäftigungsverbot. Sonst könnte es zu Verwirrungen kommen.

(25) 12.12.16 - 16:07

Wenn dein Chef dich weiterbeschäftigen möchte, darf so lange nicht in den Lokalitäten geraucht werden. Dann ist das Schreiben der Gewerbeaufsicht hinfällig. Dann kannst du auch bis zum Mutterschutz arbeiten in der Frühschicht.

Wenn aber weitergeraucht wird, darf dein Chef dich dort nicht beschäftigen. Ohne Ausnahme.

Ihr könnt das mit einem Anruf bei der Gewerbeaufsicht klären, wie lange sie das tolerieren würden, wenn du im Raucherarbeitsplatz weiterarbeitest.

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