Was meint Ihr?

    • (1) 13.12.16 - 19:17

      Hallo, ich habe mich dazu entschieden, neue berufliche Wege zu gehen. Ich möchte gerne in den pädagogischen Bereich gehen. Ich habe ein landwirtschaftliches Studium mit Diplom abgeschlossen, die Ausbildereignung, 4 Jahre selber ausgebildet.

      Nun habe ich mich erkundigt, wie ich in den pädagogischen Bereich kommen kann. Berufsschule ist ausgeschlossen, da müsste ich zusätzlich studieren (was ich nicht will). Nun bin ich am Überlegen, ob ich eine Weiterbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen mache (IHK Abschluss) Dauer ca. 5 Monate. Oder ob ich eine zusätzliche Ausbildung mache, als Erzieherin oder Sozialpädagogische Assistentin.

      Was meint Ihr, ist es besser "draufzusatteln" oder von der Pieke auf zu lernen? Studieren möchte ich wie gesagt nicht nochmal!!! Wie werden die IHK Abschlüsse eigentlich bei potentiellen Arbeitgebern angesehen?
      Bitte um Meinungen...

      • Hallo!

        Die Frage ist doch, in welchem Bereich du überhaupt arbeiten möchtest.

        Ich kann mir unter dieser 5 Monatsgeschichte so gar nichs vorstellen. Was soll das denn sein?

        Ich arbeite in der Kinder und Jugendhilfe. Wir haben im Team Erzieher, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Diplom-Pädagogen usw.

        Wie gesagt, was verstehst du unter pädagogischer Bereich?

        Lg Sportskanone

        • Ich würde gerne mit Jugendlichen arbeiten. Die Arbeit mit unseren Auszubildenden hat mir immer viel Spass gebracht. Bei der Berufswahl helfen, oder sie in der Ausbildung begleiten. So etwas in der Art...oder auch gerne mit Jugendlichen arbeiten, die ein Handicap haben und sie bei der täglichen Arbeit im Berufsleben unterstützen.
          Ich könnte mir aber auch vorstellen, Jugendlichen die ihren Schulabschluss machen, Nachhilfe zu geben.

          • (4) 14.12.16 - 07:51

            Hallo,

            für eine Tätigkeit, wie Du sie beschreibst, würde ich eher soziale Arbeit studieren - mach einen dreijährigen Bachelor, dann kannst Du z.B. als Bildungsbegleiter in berufsfördernden Maßnahmen arbeiten und anleiten. Wir haben bei uns in der Gegend eine Firma sitzen, die z.B. auch junge Leute mit Förderbedarf ausbildet in Gartenbau o.ä., da sitzen auch immer Sozialpädagogen, Sozialarbeiter o.ä., die mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.

            Da würde ich aber eine grundständige Ausbildung/Studium irgendeinem nur so kurzen IHK-Lehrgang vorziehen.

            LG

            a79

            PS: Ich habe Kindheits- und Familienpädagogik studiert als zweite Laufbahn und arbeite jetzt in der stationären Jugendhilfe mit jungen Müttern und Vätern (ab 14 Jahren) - auch ein sehr spannendes Berufsfeld. Gesucht wird auch bei den Gruppen mit unbegleiteten Flüchtlingsjugendlichen und Kindern.

            • (5) 14.12.16 - 10:14

              Hallo a79,
              da sind wir einer Meinung, dass eine Ausbildung bzw. Studium doch eher etwas ist. Ich hatte mich über verschiedene Kurse/Ausbildungen/ Studiengänge informiert, da ist mir das mit dem IHK-Abschluss ins Auge gesprungen...ich kenne keinen der so etwas gemacht hat und deshalb wollte ich mal hören, ob man mit solchen Kursen beruflich weiterkommt.
              Aber noch mal studieren, ich weiß nicht....

              Viele Grüße

          Definitiv Ausbildung oder Studium

    Hallo,

    ich wundere mich gerade, wieviele Diplom-Landwirte hinterher im sozialen Bereich landen, vielleicht sollte man das agrarwissenschaftliche Studium um diesen Bereich ergänzen, man spart sich hinterher die zusätzliche Ausbildung .... ;-)

    Meine Frau hatte, auch mit landwirtschaftlichem Studium, nach der "Familienphase" eine einjährige Ausbildung zur Sozialassistentin gemacht und arbeitet jetzt in einem Kindergarten. Während der Ausbildung zur Sozialassistentin hatte sie noch eine Frau mit genau dem gleichen Werdegang kennengelernt.

    Du hast geschrieben, dass du gerne mit jugendlichen arbeiten möchtest, in diesem Bereich sind die Jobs aber nicht so reichlich gesät, die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt entsprechend groß. Hier wird, trotz gegenteiliger Bekundungen, immer noch gespart. Die große Nachfrage besteht in Kindergärten und Kinderkrippen, aber die Arbeit mit Kleinkindern ist nicht jedermanns Sache. dazu müsstest Du auch eine Ausbildung zur Sozialassistentin, besser zur Erzieherin, machen.

    LG

    • Hallo Jupp43,
      würde Deine Frau, wenn Sie sich nochmal dazu entscheiden würde, gleich Erzieherin werden oder reicht die ihr die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin?? Hat sie gleich eine Arbeitsstelle gefunden ???
      Viele Grüße

      • Hallo,

        die Ausbildung zur Erzieherin baut auf die Ausbildung zur Sozialassistentin auf, zumindest hier in Niedersachsen. Ich habe schon häufiger versucht, sie dazu zu überreden, die Erziehrinnenausbildung zu machen, aber sie will sich das mit über 50 nicht mehr antun. Dann hätte sie mehr Verantwortung und würde auch mehr verdienen. Eine Arbeitsstelle hatte sie schnell gefunden, Personal für Kindergärten ist, zumindest hier im Raum Hannover, immer noch gesucht.

        Viel Grüße

        • (10) 14.12.16 - 12:47

          Nach meinem Stand müssen Kindergärten/priv. Kitas gewisse Stundezahlen an echten Erzieherstunden nachweisen für die Betreuung der Gruppen.

          Ich bin mir nicht sicher, ob dafür die Weiterbildung zur Sozialassistenten ausreichend ist.
          Sicher kann man trotzdem eine Stelle finden, aber sollte man nicht in den KiBiz Schlüssel rein fallen, ist die Stellensuche sicherlich schwieriger.

          Man muss praktisch eine Stelle finden, die im Kindergarten über die per KiBiz verpflichtend vorgesehenen Stunden noch zusätzlich finanziert wird.

          Da Kindergärten eher Spitz auf Knopf kalkuliert sind ist das nicht einfach.

          Wenn möglich, den Erzieher machen oder prüfen, ob die Sozialassistentin ggfs. mit einer zusätzlichen Weiterbildung als Erzieher angerechnet werden kann.

          • (11) 14.12.16 - 13:43

            Jede Gruppe im Kindergarten muss zwei Betreuer haben, die Erstkraft muss Erzieherin sein, die Zweitkraft kann auch Sozialassistentin sein. Außerdem ist Sozialassistentin keine Weiterbildung, sondern eine Ausbildung mit zertifiziertem Abschluss. Eine Weiterbildung zur Erzieherin ist immer empfehlenswert.

            • (12) 14.12.16 - 14:04

              Ich wollte es nur zu bedenken geben, weil das bei uns in der Kita (NRW) ein Thema war, mussten wir Mitarbeiter nachschulen, damit wir die Erzieherstunden zusammen bekommen.
              So tief stecke ich im KiBiz aber nicht drin, auf die Schnelle...

              Nach meinem Stand sind Sozialassistenten "nur" Ergänzungskräfte und ihre Stunden können im KiBiz nur eingeschränkt oder gar nicht mehr angerechnet werden.

              https://www.mfkjks.nrw/sites/default/files/asset/document/20150330_personalvereinbarung_veroeffentlichung_homepage.pdf.

              "(1) Die in den Einrichtungen am 15. März 2008 tätigen Ergänzungskräfte, die eine Qualifikation nach § 2 Abs. 1 oder Abs. 2 haben, können von den Trägern in den Gruppenformen I und II der Anlage zu § 19 Kinderbildungsgesetz bis höchstens zur Hälfte der ausgewiesenen Fachkraftstunden eingesetzt werden. Ziel ist, dass sich diese Ergänzungskräfte zur sozialpädagogischen Fachkraft weiterqualifizieren; mindestens haben sie spätestens bis zum 31.12.2015 an Fortbildungen (160 Stunden) teilzunehmen, die insbesondere die Anforderungen an die frühkindliche Bildung auch bei unterdreijährigen Kindern berücksichtigen."

              Genau um so eine Fortbildung (160h) haben wir durchführen lassen.

Hallo,

hast du dich bzgl. Berufsschullehrer schon erkundigt?
Bei uns kann man sich ich glaube 1mal/Jahr bewerben, da werden auch Lehrer für BbS eingestellt ohne Studium.

Die müssen fachl. Voraussetzungen mitbringen und dann macht man 1/2 Jahr eine Pädagogik Schulung parallel....

Ich kenne jemanden der Hauptschulabschluss hat, dann seinen Facharbeiter und seinen Meister, der ist nun BbS Lehrer in BaWü.

lg

  • Hallo Costa2012,
    ja wegen der Berufschullehrertätigkeit habe ich mich sehr gut erkundigt. Es gibt jetzt bei uns eine neue Ausbildung, die heißt Direkteinstieg (für FH-Diplom), bei dem man auch die pädagogische Ausbildung in 2 Jahren bekommt, aber da hat sich die Schule, die nur für mich in Betracht kommen kann, aus logistischen Gründen, noch nicht rangetraut. Die haben momentan auch noch genug Lehrer in der Ausbildung. Das würde frühestens etwas in 3 Jahren werden, wenn die mich dann nehmen.
    Ich glaube, da hat jedes Bundesland andere Vorgaben.
    Viele Grüße

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