Firmenwagenregelung ist das wirklich so?

    • (1) 16.12.16 - 09:02

      Mein Chef bot mir letzte Woche an einen Firmenwagen zu fahren.
      Dieser sollte mit der 1% Regelung verteuert werden.

      Ich freute mich und ließ mir von unserem Händler ein Leasingangebot machen.
      Listenpreis ist 26000€ brutto, Leasingrate 226.-€ auf 3 Jahre pro Monat.

      Jetzt kam mein Chef und sagte die 1% Regelung wäre noch nicht alles.
      Ich müsste alle Kosten die in 3 Jahren entstehen selbst tragen (Versicherung,Steuer,Ersatzteile,Reparaturen,Reifen,100.-€Diesel im Monat...)
      insgesamt kämen wir bei meinem Gehalt inkl. der 1% Regelung auf einen netto Abzug von 500.-€ monatlich.

      Da habe ich dann dankend abgelehnt.
      Soviel ist mir ein Neuwagen nicht wert und ich fahre mein 10 Jahre altes Auto weiter.

      Zahlen wirklich alle so viel für Ihren Firmenwagen?
      Es war kein Audi oder BMW ,ein einfacher KIA .

      • Hallo,

        ich keine nur Vollleasing bei Firmenwagen inkl. Privatnutzung. Also alle Kosten werden von der Firma getragen, und die Selbstbeteiligung bei der Vollkasko zahlt der Arbeitnehmer. Es wird aber sicher auch andere Modelle geben. Das ist alles Verhandlungssache.

        Liebe Grüße Andrea

        Naja, ein Firmenwagen ZUR PRIVATNUTZUNG ist eine Regelung zwischen AN und AG. Wenn du alle Kosten selbst zahlst, frage ich mich allerdings, an welcher Stelle das genau ein Firmenwagen sein soll.
        Im optimalen Fall zahlt der AN 1% + 0,03%/Entfernungskilometer zur Arbeitsstelle und den Rest zahlt netterweise der AG. Damit darf der AN das Fahrzeug in seiner Steuererklärung als "sein Fahrzeug" angeben und die gefahrenen Kilometer auch absetzen (mit manchmal lustigen Effekten). Der AG darf die tatsächlichen Kosten absetzen. Außerdem stellt das Ganze natürlich eine Gehaltserhöhung dar. Natürlich zahlt man deutlich mehr Steuern mit einem Firmenwagen auf diese Art und Weise, aber man hat auch nie Probleme. Wir liegen jetzt bei effektiv etwas über 250€ mehr im Monat durch den 5-er BMW. Sinnlos zu erwähnen, dass die Kosten des Autos deutlich höher sind. Allerdings ist der Firmenwagen zur Privatnutzung wirklich Teil des Gehaltes. Wird er nicht gewählt, steht dem AN ein finanzieller Ausgleich monatlich zu. Bei uns wären das laut Vertrag knapp 700€.

        Nein, nicht alle Zahlen soviel.

        Bei meinem Mann in der Firma zahlen die Arbeitnehmer lediglich die Kosten der 1% Regelung. Alles andere übernimmt der AG.

        Was der Vorteil bei eurem Modell sein soll erschließt sich mir nicht. Hätte ich auch abgelehnt.

      • Ja, auch wir zahlen hier unendlich viel für den Firmenwagen. Das liegt aber daran, dass es ein größeres/teueres Auto ist und irgendwie zu der 1 % Regelung ja noch 0,3 % oder so für die Fahrten Wohnung-Arbeitsstätte dazukommen und mein Mann jeden Tag sehr weit ins Büro fährt. Nagel mich nicht fest, aber irgendwie so ist das.
        ABER für uns rentiert es sich trotzdem. Weil nämlich alles die Firma bezahlt. Versicherung, Steuer, Reparaturen, Reifen, Benzin. Private Fahrten sind inbegriffen. Sogar für Urlaubsfahrten wird Benzin bezahlt.

        Unter den von Dir genannten Bedingen und der Tatsache, dass es ein KIA ist: Nie im Leben hätte ich das angenommen

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