Nicht einen Cent Weihnachtsgeld

    • (1) 21.12.16 - 10:24

      Bin echt enttäuscht von meinem Arbeitgeber. Bin seit September im BV.Hatte deswegen schon Stress mit meiner FÄ weil sie mich erst nur krankgeschrieben hat.Mein Arbeitgeber hat so lange Stress gemacht bis sie ein BV ausgestellt hat.
      Jetzt haben alle mit dem Dezember Lohn(ist bei denen immer so spät)Weihnachtsgeld bekommen. Ich nicht einen Cent.Nur meinen Anteil Mutterschutzgeld. Bin echt enttäuscht. Vorallem weil sie immer schon fragen wann ich wieder komme.Und sie mich so vermissen.
      Hätte wenigstens auf einen Anteil gehofft.
      Naja ich hoffe bei euch war es anders.

      Liebe Grüße und schöne Feiertage.

          • Es gibt in diesem fall auch das Gewohnheitsrecht, wenn der AG das In den letzten Jahren gezahlt hat dann steht es auch Dir zu. Anders wäre es wenn du frisch in dieser firma bist und noch nie diese Zahlung erhalten hast.
            LG
            PS: Ich würde nachfragen ob ihnen da ein Fehler unterlaufen ist und auf den Vertrag verweisen.

      Hy :)

      Also ich bin seit der 10. ssw BV, seit mitte Juni sozusagen.

      Ich stand jetzt auch vor der Frage ob ich es bekomme oder nicht.

      Bei mir ist es in einem Tarifvertrag geregelt ob Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gezahlt wird.

      Ein BV darf dieses nicht beeinträchtigen bzw dir darf daraus kein Nachteil entstehen.

      Schau vielleicht erstmal nach was bei dir im AV steht oder ob du in deiner Branche ein Tarifvertrag hast.

      Ansonsten würde ich einfach das Gespräch suchen und mal nachfragen.

      Liebe Grüße :)

      Bin von März an im bv gewesen bis August und seit August bis Dezember im MuSchu und hab volles Weihnachtsgeld bekommen

      Ich kann dich verstehen ich hab seit 2 Wochen BV und deswegen 300 EUR weniger Weihnachtsgeld erhalten als letztes Jahr.

      Im Vertrag steht freiwillig deswegen hab ich keine Handhabe ????.

      Hab mich das ganze Jahr reingegangen und nun na ja ist dann wohl so.

      • (11) 21.12.16 - 12:19

        Du hast das Anrecht auf die selbe Höhe in Prozent wie deine Arbeitskollegen. Der Arbeitgeber muss, solange er dir dein Gehalt fortzahlt auch sämtliche andere Leistungen zahlen, die dir laut Vertrag zustehen. Ja es ist eine freiwillige Zahlung, aber es gilt gleiches recht für alle. Dann muss er deinen Kollegen ebenfalls anteilig in Prozent weniger bezahlen. Oder halt dir die 300 Euro, die dir fehlen noch zuzahlen

    Deinen Anteil Mutterschaftsgeld? Du bekommst im BV dein volles Gehalt. Der Arbeitgeber holt sich das von der Krankenkasse wieder. Oder einen Teil holt er sich wieder? Egal, jedenfalls steht dir dein voller Lohn zu. Ich bin seit Oktober im BV und habe mein volles Gehalt plus volles Weihnachtsgeld und sogar meine Prämie (hab meine Chefin das Jahr über vertreten) bekommen. Ich würde da mal vorsichtig nachfragen.

    (13) 21.12.16 - 12:15

    Das ist die Antwort eines Anwalts auf eine ähnliche Frage.

    "Der gesetzliche Mutterschutz darf Schwangeren keinen Nachteil bei der Berechnung eines 13. Monatsgehalts einbringen. Die 14wöchige Frist, die Schwangere vor und nach der Entbindung nicht arbeiten dürfen, darf bei der Festsetzung eines anteilig berechneten 13. Monatsgehalts nicht abgezogen werden. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht (Quelle / Beschluss: (Bundesarbeitsgericht, 10 AZR 595/97 - 10 AZR 5/98)).

    Ist das 13. Monatsgehalt ein zusätzlicher Teil der Vergütung, die sich nach der erbrachten Arbeitsleistung richtet, handele es sich um eine "arbeitsleistungsbezogene Sonderzahlung". Diese Sonderzahlungen mit reinem Entgeltcharakter seien auch für Zeiten zu gewähren, in denen der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher, tariflicher oder sonstiger Regeln das Einkommen weiter zahlen müsse.

    Mit dem Urteil gab das höchste deutsche Arbeitsgericht einer Frau recht, die den Zeitraum, den sie wegen des Mutterschutzgesetzes nicht arbeiten durfte, auf die Höhe des 13. Monatsgehalts angerechnet haben wollte. Die Büroangestellte hatte für das Jahr 1994 ein volles Monatsgehalt als Weihnachtsgeld erhalten. Als sie im folgenden Jahr wegen ihrer Schwangerschaft den gesetzlich festgelegten Zeitraum bis zum Beginn des Erziehungsurlaubs nicht arbeitete, zog ihr der Arbeitgeber diese Frist bei der Berechnung des 13. Monatsgehalts anteilig ab.

    Darüber hinaus spricht auch die Formulierung der Klausel nachhaltig dafür, dass Ihnen das 13. Gehalt in voller Höhe zusteht.

    Denn Ihr Arbeitsverhältnis ist, trotz Arbeitsverbots ungekündigt und besteht über den 01.04. des Jahres hinaus ungekündigt und in vollem Umfang. Der Umstand des gesundheitlichen Beschäftigungsverbotes und des angezeigten Mutterschutzes darf Ihnen insoweit nicht zum nachteil angerechnet und damit kürzend berücksichtigt werden, da auch die vertraglich Regelung eine Einschränkung auf eine Teilzahlung nicht vorsieht.

    Ausnahmeweise nur für den Fall, dass eben das Arbeitsverhältnis vor dem 01.04. nicht mehr fortbesteht, erwächst für den Arbeitgeber ein entsprechender vertraglicher 50%iger Kürzungsanspruch. Da dies jedoch bei Ihnen gerade nicht der Fall ist und Sie insoweit die vertraglichen Voraussetzungen für die Gewährung des Anspruches haben, können Sie auch das volle 13. Gehalt seitens des Arbeitgebers einfordern, wenn dies bislang nicht gezahlt worden ist.

    Vor allem da es sich in Ihrem Fall um ein echtes vertragliches Arbeitsentgelt handelt und das Beschäftigungsverbot und der Mutterschutz die Entgeltzahlungspflicht des Arbeitgeber vorschreibt, ist auch das 13. Gehalt als Lohnleistung zu zahlen.

    Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben, Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick in dieser Rechtsangelegenheit gewähren zu können. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen. "

    Der große Google weiß alles.

    Wenn alle bekommen haben musst du auch deine Sonderzahlung bekommen.

    • Danke für die ausführliche Antwort.

      Also alle anderen haben etwas bekommen. Aber kein volles 13. Gehalt.In unserm Arbeitsvertrag steht es wird ein "variables Weihnachtsgeld gezahlt "

Hey :-)

Also, da in deinem Vertrag steht "variabel" und die Spanne dieser Variabilität nicht angegeben oder genauer definiert ist (auch wenn es bisher immer 50 - 80% gegeben hat!!), bedeutet dass, das der AG sich das "Ausschöpfen" dieser Variabilität Jahr für Jahr vorbehält neu zu entscheiden. Demnach kann er meiner Meinung nach auch von 0€ bis volles 13. Monatsgehalt alles zahlen, was er möchte.

So wurde es mir jedenfalls von einem befreundeten Anwalt erklärt, als ich ihn fragte, ob mir Weihnachtsgeld zusteht, wenn ich in Mutterschutz bin.
Glücklicherweise habe ich, wie alle anderen auch, ein volles 13. Gehalt bekommen, obwohl ich es laut meinem Vertrag auch nicht hätte bekommen müssen (unabhängig vom MuSchu).

Ob dein AG dann allerdings mit allen Arbeitnehmern gleich verfahren muss oder ob er sich aussuchen darf, wem er welchen "Weihnachts-Bonus" zuteilt, das weiß ich nicht....
und ob das BV nochmal gesondert bewertet werden muss, kann ich dir auch nicht sicher sagen. Aber für deinen AG bestimmt der Grund, dir "dein" Weihnachtsgeld nicht zuzuteilen :-(

Liebe Grüße

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