Kündigung des Arbeitsverhältnisse vor Arbeitsantritt

    • (1) 23.12.16 - 17:50

      Hallo,

      ich habe vor vier Wochen einen Arbeitsvertrag unterschrieben - Beginn 3.1.2017.
      Der Job war nicht mein Traumjob und da der Vertrag befristet war bis 09.2017 habe ich gleich weiter gesucht.

      So wie der Teufel es will hatte ich heute ein Vorstellungsgespräch und habe eine mündliche Zusage bekommen und den Personalerfassungsbogen.
      Mein neuer Chef in der Firma ist recht flexibel vom Einstellungszeitraum - hätte mich jedoch schon recht gern ab 15.01.2017 - nimmt aber im Notfall auch den 1.2.2017 in Kauf.

      So jetzt habe ich mal in meinen schon unterschrieben Vertrag von der ersten Firma geschaut.
      Kündigung innerhalb der Probezeit 14 Tage - wäre also der 16.01.2017 - ich könnte ab 17.01.2017 anfangen

      Des weiteren gibt es eine Klausel mit einer Vertragsstrafe mit folgendem Text:

      "Im Falle der schuldhaften Nichtaufnahme oder der vertragswidrigen Beendigung der Tätigkeit verpflichtet sich die Arbeitnehmerin, dem Arbeitgeber eine Vertragsstrafe in Höhe eines halben Monatseinkommens zu zahlen."

      Ich habe heute nach der mündlichen Zusage direkt vom Handy aus versucht meinen ersten Arbeitgeber anzurufen um das noch abzuklären. Da Freitag und Nachmittag und zudem zwischen den Feiertagen dort zu ist war der Anruf umsonst.

      Habt Ihr einen Tipp? Ich werde definitiv am 3.1.2017 dort hingehen mit zwei Schreiben. Das eine ist eine reguläre Kündigung zum 16.01.2017 und das andere ein Aufhebungsvertrag. Ich möchte das persönlich klären und nicht auf dem Postweg, zumal die Chefin in der ersten Firma eigentlich eine ganz nette Person ist.

      Ich habe allerdings irgendwo gelesen dass wenn der Arbeitnehmer seine Beschäftigung nicht antritt weil er was anderes hat nicht mit einer Vertragsstrafe zu rechnen hat.

      Dem zweiten Arbeitgeber werde ich vorerst eine Info geben dass ich zum 17.01.2016 verfügbar wäre. Oder hat sonst noch jemand eine Idee?

      VG Geli

      • (2) 23.12.16 - 18:57

        Ich denke, die Aussage im Vertrag ist doch recht eindeutig, wenn du früher gehst, zahlst du eine Strafe. Ein Aufhebungsvertrag ist sicherlich nur mit Gutem Willen des AGs möglich, einen Anspruch hast du darauf sicher nicht.

        Also ich würde dem 2. AG sagen, du kannst frühestens ab dem 17.1. und würde wohl erst die Kündigung abgeben, wenn der andere Vertrag unterschrieben ist.

        • (3) 23.12.16 - 20:26

          Schriftliche Bestätigung über die Arbeitsaufnahme kam vom zweiten Arbeitgeber vorhin. Der Vertrag wird am ersten Arbeitstag unterschrieben.

          Eigentlich wollte ich das Ganze vermeiden und das heute noch klären, aber da die erste Firma schon im Weihnachtsurlaub war wird das nichts.

          Ich werde also in die erste Firma pünktlich erscheinen und dann meine Kündigung gleich abgeben. Was dann meine Chefin mit mir macht ist ihr dann überlassen. Mir tut es zwar leid aber bei einem befristeten Vertrag war das abzusehen, wenn auch nicht so zeitig. Ich wäre dort deutlich die Jüngste gewesen mit Ausnahme einer jungen Mutti die aus dem Elternurlaub kommt.

          In der neuen Firma habe ich den Bonus die Älteste zu sein - mit abgeschlossener Familienplanung was auch mal ganz angenehm ist. Den ersten Vertrag habe ich unterschrieben weil es mit den Arbeitszeiten zu den Zeiten meines Mannes gepasst hat. Beim zweiten passt meine Ausbildung,mein neuer Chef hat von sich aus Gleitzeitarbeit angeboten mit einem Team wo ich ein gutes Bauchgefühl habe.

          • (4) 25.12.16 - 11:54

            Hi,

            man unterschreibt niemals am ersten Arbeitstag den Arbeitsvertrag! Total unseriös!
            Was ist wenn noch einiges diskutiert werden muss, auf einmal Klauseln drin sind, die dir nicht passen? Friss und stirb?

            Sorry, vor Arbeitsbeginn hättest ihr genügend Zeit den Vertrag zu unterschreiben,

            lg
            lisa

      (5) 23.12.16 - 19:02

      "Im Falle der schuldhaften Nichtaufnahme oder der vertragswidrigen Beendigung der Tätigkeit verpflichtet sich die Arbeitnehmerin, dem Arbeitgeber eine Vertragsstrafe in Höhe eines halben Monatseinkommens zu zahlen."

      Du hast das unterschrieben und weiter nach Arbeit gesucht. Damit, mit der halbherzigen Unterschrift unter den Arbeitsvertrag, den du jetzt nicht erfüllen willst, hast du deinen ersten Arbeitgeber geschädigt und du zahlst einfach dieses halbe Monatsgehalt. Was gibts denn da zu diskutieren? Das versteh ich nicht.

      Andererseits könntest du die Stelle antreten und mit der 14tägigen Kündigungsfrist bis Monatsende Januar wieder kündigen. Das wäre dann legal. Aber auch das wäre für beide Seiten nicht wirklich befriedigend.

      • (6) 23.12.16 - 20:08

        Hallo,

        ich habe den Vertrag unterschrieben weil ich dankbar war über die angenehmen Arbeitszeiten. Da der Vertrag aber befristet ist muss ich mich laut meiner Betreuerin der Arbeitsagentur weiter bewerben.

        Dass jetzt ausgerechnet ein Jobangebot binnen weniger Tage zum Volltreffer für mich wird war wohl von beiden Seiten nicht geahnt. Ich habe einen Beruf erlernt in dem wenige Frauen tätig sind, will heißen wer einmal dort drin ist hat Glück für einen lange Zeit. Jetzt findet ein Generationswechsel in der Branche statt und das kommt mir zugute zumal die Familienplanung beendet ist. Auf die wenig freiwerdenden Stellen gibt es dann ebenso wenige Bewerber. Darauf zu hoffen wäre aber die letzten Jahre relativ sinnfrei gewesen zumal die Kids noch klein waren - aus dem Grund habe ich also artfremd gearbeitet.

        Ich werde natürlich pünktlich zum ersten Arbeitstag in der ersten Firma erscheinen und dort meine Kündigung abgeben. Im Vertrag steht dass die Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit zwei Wochen ist. Erst nach der Probezeit gibt es den Zusatz mit dem 15. oder zum Monatsende.

        Da ich an einem Dienstag (3.1) anfange zu arbeiten in Firma eins müsste ich 14 Tage lt. Vertrag arbeiten, dh. bis Montag der übernächsten Woche (16.1.) Ich könnte also am 17.1. in der neuen Firma anfangen - oder habe ich da einen Rechenfehler?
        Die schriftliche Bestätigung über die Arbeitsaufnahme kam vorhin noch aus der zweiten Firma.
        Was dann meine Chefin der ersten Firma arbeitstechnisch mit mir anfängt ist mir fast egal. Da lasse ich mich überraschen zumal der Zeitrahmen überschaubar ist. Aber da sie mir bereits beim Einstellungsgespräch gesagt hat dass die Arbeit nur Projektbezogen ist und zeitgleich eine weitere Kollegin aus dem Mutterschutz wieder kommt musste ich ganz klar weiter suchen.

        VG

        • (7) 23.12.16 - 20:20

          "Da der Vertrag aber befristet ist muss ich mich laut meiner Betreuerin der Arbeitsagentur weiter bewerben."
          Ja, aber erst zum Vertragsende.

    (8) 23.12.16 - 19:06

    Achso, ich meine, wenn du am 3.1. erst kündigst, dann musst du bis 17.1. dort arbeiten.

    • (9) 23.12.16 - 20:11

      3.1. ist ein Dienstag zzgl. 14 Tage macht bis Montag 16.1. zu arbeiten? Entweder ich habe einen Rechenfehler im Kopf - ist aber auch egal auf einen Tag kommt es sicher nicht drauf an. Schade dass ich heute in der Firma niemand mehr erreicht habe, denn sonst hätte ich heute noch die Kündigung eingereicht.

      Ich frage mich ob das auch im Vorfeld geschehen kann, dh. Kündigung vor Arbeitsbeginn? Auf der anderen Seite ist dort zwischen Weihnachten und Neujahr zu.

      • (10) 23.12.16 - 20:18

        "Ich frage mich ob das auch im Vorfeld geschehen kann, dh. Kündigung vor Arbeitsbeginn? Auf der anderen Seite ist dort zwischen Weihnachten und Neujahr zu. "
        Da du weißt, das zu ist, geht ihnen die Kündigung nicht zu, zumal in der Regel eine Kündigung vorher nicht wirklich geht. Und nein, der Tag des Kündigungszuganges zählt eben in der Regel meiner Meinung nach nicht mit!

        (11) 23.12.16 - 21:07

        Hallo.

        Ja, Du hast einen Rechenfehler ... wenn Du am 03.01.2017 kündigst, ist der 17.01.17 Dein letzter Arbeitstag.

        Es gibt dazu auch diverse Fristen-Rechner im Netz.

        LG

        • (12) 23.12.16 - 21:36

          Ok danke für den Tipp. Ich werde an dem ersten Tag gleich um ein Gespräch bitten vor Arbeitsantritt und schauen wie die Chefin reagiert. Begeistert wird sie nicht sein aber ich hoffe dass wir uns einigen.

          Entweder ich gehe die paar Tage noch arbeiten oder sie sagt von sich aus das ich aus dem Vertrag raus kann ggf. zum Wunschtermin. Das erspart den Arbeitgeber so einiges an Aufwand und ist sicher auch kostensparender.

      (13) 24.12.16 - 06:57

      Eine Kündigung ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung. Die Kündigungsfrist beginnt zwar sofort zu laufen (falls das im Vertrag nicht ausgeschlossen ist), aber die Vertragsstrafe wird trotzdem fällig.

      • (14) 24.12.16 - 11:06

        Bedeutet was für mich? Ich muss trotz Einhaltung der Kündigungsfrist eine Strafe zahlen? Nochmal zum allgemeinen Verständnis-Ich werde am 3.1 dort hingehen,um ein Gespräch bitten die Kündigung abgeben und dann hoffen dass ich ggf mit einem aufhebungsvertrag aus der Sache rauskomme. Wenn nicht gehe die zwei Wochen arbeiten,werde dafür bezahlt und gut ist.da das ein Job ist wo mich weder körperlich noch geistig großartig anstrengen muss werde ich da auch brav hingehen. Schön wäre natürlich wenn ich eher aus der Geschichte rauskomme da bei meinem Junior eine zahnoperation ansteht-man es dann noch vor arbeitsantritt in der neuen Firma erledigen könnte.wenn es nicht klappt haben wir Pech zumal auch keiner weiß ob da nicht eine Erkältung reinkommt.dann wird es bis zum Frühjahr warten müssen. In der neuen Firma ist nach der Einarbeitung die Arbeitszeit auf jeden Fall so flexibel das ich zumindest die wochenarbeitszeit auf die tage unterschiedlich verteilen kann sodass ich den Tag nach der Operation durch die Umverteilung der Stunden frei nehmen kann.

Hallo,

anders gehts nicht. Das Gleiche hatte ich auch.

Ich habe am 24.10. angefangen. Am 23.10. abends habe ich eine WA von meinem alten AG bekommen, dass er mich zurück haben will.

Ich bin auf den Tag genau 2 Wochen arbeiten gewesen, gleich am ersten Tag habe ich dort meine Kündigung abgegeben :-p.

Wäre bei mir genau so gewesen, hätte ich nicht angetreten, wäre ein halbes Bruttoentgeld fällig gewesen.

Ich habe irgendwie gehofft, dass er dann sagt, ok, dann gehen sie gleich wieder #rofl, bringt ja nix, wenn ich sie einarbeite usw.. Nix war es gewesen. Er hat gehofft und gehofft, dass ich es mir überlege. Am letzten Tag hat er mir dann ne Vollzeitstelle mit einem echt bombastischen Gehalt geboten #zitter#zitter#zitter#zitter#zitter.... weg bin ich trotzdem.

Ich würde evtl. das offene Gespräch suchen. Wenn Du eh kündigst, frag ihn doch direkt, ob es nicht sinnvoll ist, gleich wieder zu gehen. Er und Du investiert Zeit und Geduld, letztendlich für nichts. Vielleicht hast Du mehr Glück wie ich!

Schöne Weihnachten

LG
Caro

  • Hallo,

    ich werde dort sicher nicht meine Kündigung zurückziehen. Ich hätte beim zweiten Gespräch auf mein Bauchgefühl hören sollen. Das war nicht gut als ich mich dort genauer umgeschaut habe. Naja jetzt habe ich Pech und gut ist.

    Ich hoffe auf Grund der Befristung dass sie ein Einsehen hat - glaube ich aber kaum da ich die von den zwei eingestellten Mitarbeiterinnen die erste war die die Zusage bekommen hat.

    Ein schönes Weihnachtsfest

    Geli

    • (17) 24.12.16 - 14:32

      Naja jetzt habe ich Pech und gut ist.

      Geli, welch ein Realitätsverlust spricht aus deinen Worten: das was du gemacht hast hat rein gar nichts mit Pech zu tun. Du hast dir das selber eingebrockt.

      Wenn jemand Pecht hat, dann dein erster Arbeitgeber, dem du das Bewerbungsverfahren vor die Wand gefahren hast mit deiner Unentschlossenheit. Er ist der, der den wirklichen Schaden hat. Ausschreibung, Auswahlverfahren, Vorstellungsgespräche, die ganzen damit verbundenen Kosten und jetzt kann er nochmal von vorne anfangen, wenn nicht eine andere Bewerberin nachrückt.

      (20) 25.12.16 - 12:42

      Jeder vernünftige Arbeitgeber muss davon ausgehen, dass der Arbeitgeber sich Alternativen sucht , wenn er nur eine befristete Stelle bekommt.
      Alles andere ist außerhalb jeder Lebenserfahrung.
      Ebenso muss auch jeder Arbeitgeber damit leben und rechnen, dass der Arbeitnehmer in der Probezeit kündigt.

      Mitleid muss man mit dem Arbeitgeber sicher nicht haben. Und Pech gehabt hat er auch nicht.

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