Muss Sohn Unterhalt an Mutter zahlen?

    • (1) 07.01.17 - 12:13

      Hallo!

      Meine Schwiemu (63 Jahre alt)
      bezieht Grundsicherung.Sie ist aufgrund einer Psychischen Erkrankung nicht Erwerbsfähig.
      Ihre Kinder sollen offenlegen wieviel sie verdienen.Die drei Schwestern meines Mannes haben zur Zeit entweder kein eigenes oder nur ein geringes Einkommen.
      Mein Mann verdient gut,allerdings haben wir selbst 3 Kinder und zahlen seit kurzem ein Haus ab.Ich bin zuhause und kümmere mich um die Kinder.
      Wenn nun das Einkommen 100.000€ im Jahr überschreitet,muss dann Elternunterhalt bezahlt werden oder werden die Kosten für Hauskredit,Kindesunterhalt etc.berücksichtigt und abgezogen?

      Gruß Mascha

      • Die Kindern sind den Eltern gegenüber unterhaltspflichtig, wenn die Eltern sich nicht mehr selber versorgen können. Die eigenen Kinder gehen aber vor.

        100.000 Euro Einkommen pro Jahr ist schon sehr gut verdienend. Ja, die laufenden Hauskosten/-raten und die Kosten für die Kinder werden abgezogen, auch ein Taschengeld für dich, weil du derzeit nicht erwerbstätig bist.

        Ich rate euch die Anfrage einem Anwalt zu übergeben. Das kostet euch - wenn ihr nicht entsprechend Rechtsschutz habt - vielleicht 2000 Euro, aber es könnte sich lohnen.

        Erfahrungsgemäß zahlen nur sehr gut verdienende Kinder ihren Eltern den Elternunterhalt.

        Hallo

        Die Freibeträge sind hier sehr hoch.
        Erstmal hat er einen Grundfreibezraguten von 1800 Euro.
        Dazu kommen dann Freibeträge (1025) für Ehefrau, Freibeträge für Kinder, Kredite etc.

        Er muss seinen gewohnten Lebensstandard deswegen nicht einschränken.

        Im Grunde ist die Regel so, dass ihr euch nicht einschränken müsst. Bei 100k Familienbruttojahreseinkommen für 5 Köpfe und einen abzubezahlenden Kredit für die Wohnung wird da wohl nichts mehr für den Elternunterhalt über bleiben.
        Ich hatte es mal für uns ausgerechnet. Unser Familieneinkommen ist sogar noch etwas höher, bei "nur" 2 Kindern und eben auch einer noch abzubezahlenden Wohnung... also wir müssten nichts zahlen. Die Grenzen sind wirklich sehr hoch und es werden quasi alle (bereits vorher existierenden) Fixkosten anerkannt und abgezogen. Groß Angst musst du da nicht haben.

        • Es zählt aber nicht direkt das Familieneinkommen, sondern nur das Einkommen des Unterhaltspflichtigen, das ist in diesem Fall der Ehemann. Der verdient die 100.000 Jahresbrutto allein. Das macht schon einen Unterschied, weil er für die derzeit erwerbslose Ehefrau nur das Taschengeld/Unterhalt abziehen darf. Das ist ein großer Unterschied ob Mann 60.000 und Frau 40.000 verdient, zusammen 100.000 oder ob er allein die 100.000 als Unterhaltspflichtiger verdient.

          Dann kommt es selbstverständlich auf die monatlichen Hausraten an, und ob sonst noch Vermögen da ist und ob die Immobilie selbstgenutzt ist oder nicht.

          Ich bin mir da nicht so sicher, ob der Mann in dem Fall ohne Unterhaltszahlung wegkommt. Deswegen am besten einen Anwalt hinzuziehen. Wenn nämlich erst mal ein Zahlungsbescheid ergangen ist, ist es zu spät. Die Unterhaltspflicht besteht bis zum Tod der Eltern/Mutter.

    (14) 08.01.17 - 09:29

    Guten Morgen,

    Ich find in diesem Artikel wirds ganz gut erklärt.

    http://www.finanztip.de/elternunterhalt/

    Lg

    Ich selbst musste vor wenigen Wochen erst meine verdienst sowie den Verdienst meines Mannes offen legen,da meine eigene Mutter ebenfalls Grundsicherung erhält,da sie seit Ihrer Krebserkrankung nicht mehr arbeiten kann *ansichtssache*!!!

    Ich habe all unsere Schulden mit angegeben (Autokredit) sowie die bevorstehenden Ausgaben aufgrund eines Umzuges (Kündigung erhalten wegen Eigenbedarf).

    Zudem habe ich ein schreiben dazu gelegt,das ich nicht bereit bin,unterhält zuzahlen für meine Mutter,da wir seit Jahren keinen Kontakt mehr haben und ich zudem in der Familienplanung bin. Habe vor 2 Wochen den Bescheid bekommen,das ich nichts bezahlen muss aber sie evt in paar Jahren nochmals die Daten überprüfen werden und schauen,ob Gehaltstechnisch sich was getan hat. Dies können sie gerne machen,den mittlerweile bin ich schwanger und dadurch wird sich gehaltstechnisch nix verändern bzw nichts verbessern :-)

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