Frage zu Kündigung/Aufgebungsvertrag

    • (1) 11.01.17 - 10:46

      Guten Morgen.

      Mein Mann hat nach drei Jahren eine Kündigung zum Ende März bekommen. Er ist knapp drei Jahre dort beschäftigt. Die Firma hat unter fünf Mitarbeitern. Sein Vertrag ist unbefristet.

      Heute erhielt er ein Aufhebungsvertrag, indem beide Parteien sich einig sind das die "ordentliche Kündigung" des Arbeitsvertrages zum Ende März endet.

      Er könne ein Darlehen das er erhalten hat behalten. Würde noch seine 7 Tage Urlaub bekommen etc.

      Ich sagte ihm das er dies auf keinen Fall unterschreiben soll. Ich glaube das die Kündigung so nicht rechtens ist und durch den Aufhebungsvertrag würde er ja auch kein Arbeitslosengeld bekommen, oder?!

      Er hat schon einige Möglichkeiten einen neuen Job zu bekommen und in demfall wäre es ja nur gut das Darlehen nicht zurückzahlen zu müssen aber sollte er bis dahin nichts finden würden wir

      Einer Meinung nach keine Leistungen erhalten.

      Sehr ich das richtig?

      Danke schön jetzt für eure Antworten!

      • Hallo,

        auf keinen Fall unterschreiben. Er soll auf die ordentliche Kündigung bestehen, auch da bekommt er natürlich seinen gesetzl. Urlaubsanspruch noch. Mit dem Aufhebungsvertrag würde er eine Sperre beim ALG1 bekommen.
        Das Darlehen muss er sicher zurück zahlen, wenn denn alles ordentlich schriftlich festgehalten wurde.

        LG

      Das muss man denke ich immer für den Einzelfall betrachten.
      Wir kennen den Aufhebungsvertrag hier nicht.

      Man kann einen Aufhebungsvertrag so formulieren, dass keine Sperre droht.
      Ihm droht so oder so die Kündigung, das kann als wichtiger Grund angeführt werden, den Vertrag zu unterzeichnen.

      Bei 5 MA im Betrieb wird es recht sicher auf eine Kündigung raus laufen.
      Da kann man nur sehr wenig dagegen ausrichten.
      Man kann es mMn nur für sich möglichst schmerzfrei bzw. für den AG möglichst teuer machen.

      Geht es bei dem Darlehen um 500,- oder eher um 5000,- Euro?
      Anspruch auf Abgeltung des Urlaubs hat er mMn so oder so.

      Auch ich würde sagen, bloß nicht sofort unterschreiben.
      Im nächsten Schritt würde ich mit dem Angebot zum Fachanwalt für Arbeitsrecht gehen und den Aufhebungsvertrag prüfen lassen.

      Am Ende ist es ein Vertrag und der Inhalt ist frei verhandelbar ... ich alle Richtungen.
      Knapp 3 Jahre Firmenzugehörigkeit sind natürlich nicht lang.
      Da ist der Verhandlungsspielraum eng.

      Ich glaube das die Kündigung so nicht rechtens ist....."
      Wie kommst du darauf?

      ".... und durch den Aufhebungsvertrag würde er ja auch kein Arbeitslosengeld bekommen, oder?!"
      Das wiederum kommt auf den genauen Wortlaut an.

      Ich verstehe allerdings nicht, warum der AG erst eine Kündigung und danach einen Aufhebungsvertrag macht. #kratz

    • Irgend ein Haken muss es geben, deshalb lass den Aufhebungsvertrag prüfen. Gibt es keinen, dann den nehmen!

      Mir geht es nicht um eine Abfindung oder sonstiges nur darum das er keine Sperre bekommt, sollte er nichts Neues finden.

      Ich verstehe nämlich nicht warum nach einer ordentlichen Kündigung ein Aufhebungsvertrag kommt.

      Der erste Punkt lautet:

      Die Parteien sind sich darüber einig das zwischen ihnen bestehende Arbeitsverhältnis aufVeranlasdung des Arbeitgebers durch ordentliche betriebsbedingte Kündigung vom 06.01.17 zum 01.04.17 endet.

      • Steht da etwas konkretes zum Darlehen, zum Resturlaub, zu einer Freistellung, zur Abfindungshöhe usw. drin?

        Wenn ja, dann prüfen lassen.

        (10) 11.01.17 - 13:26

        ealso die Kündigung bereits erhalten ,diese scheint gültig zu sein.(Bzw wie lange sind im Vertrag die Kündigungsfristen?)

        Der erste Satz sagt genau das ja auch aus,das er bereits gekündigt wurde.Meines Wissens ensteht hier keine Sperre.Er soll mit der Kündigung einfach aufs Amt und sich arbeitsuchend melden.
        Somit hat er den finanziellen Vorteil das Darlehen behalten zu können.

    Grundsätzlich wird bei der Arbeitsagentur immer eine Sperrzeit geprüft, wenn man einen Aufhebungsvertrag unterschreibt.
    Eine Sperrzeit wird immer dann verhängt, wenn kein aus Sicht der Arbeitsagentur wichtiger Grund für die Aufhebung vorliegt.
    Sofern die Kündigungsfrist eingehalten wird, durch den Aufhebungsvertrag einer ordentlichen Kündigung zuvorgekommen wird und ein Vorteil entsteht, den man ohne AV nicht gehabt hätte (z.B. Abfindung, Darlehen muss nicht zurückgezahlt werden) KANN das als wichtiger Grund gewertet werden,

    Die Sperrzeit ist immer eine Einzelfallentscheidung der Leistungsabteilung der BA.

    Also im Zweifel immer Rücksprache mit der Leistungsabteilung halten, bevor etwas unterschrieben wird,

    VG Karausche

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