Wunsch auf BV?

    • (1) 11.01.17 - 10:51

      Huhuu ihr lieben,

      hatte gestern einen FA Termin und da ich seit Tagen schon stärkere schmerzen im Unterleib hab wurde vermutet das mein kleiner schon ins Becken rutschen will. Meine FA wollte mich für die nächsten 2-3 Wochen krankschreiben dies lehnte ich jedoch ab da ich nächste Woche Urlaub habe. Heute jedoch wurden die schmerzen schlimmer und der AG riet mir, beim FA ein BV zu holen entweder ganztägig oder mindestens das ich nur noch Vormittags arbeiten darf. Kann ich das auf Wunsch einfach beim FA beantragen ??

      Um eure Hilfe wär ich sehr dankbar :)

      Lg, Isa + Babyboy 29 SSW#verliebt

      • Dein AG kann dir das BV aussprechen. Er rät dir ja sogar dazu. Dann soll er dir ein entsprechendes Schreiben fertig machen.

        • (3) 11.01.17 - 10:59

          Der AG hat mit einem BV aufgrund gesundheitlicher Beschwerden gar nichts zu tun.

          @TE da bist du beim FA schon richtig. Jedoch sind Unterleibsschmerzen eher kein Grund für ein individuelles BV, da dies ausgesprochen wird, wenn das Leben von Mutter und/oder Kind gefährdet ist.

      Klar, das Leben ist doch ein Wunschkonzert - also warum nicht.

      *ironieoff*

(9) 11.01.17 - 11:09

Hallo,

es ist ein Grund für eine Krankschreibung, so wie es dir dein Frauenarzt angeboten hat.

Für ein BV besteht kein Grund, da weder dein Leben noch das von deinem Kind gefährdet ist.

Alles Gute.

LG Wowhexe

(10) 11.01.17 - 11:12

Ich selbst habe seit Donnerstag ein Beschäftigungsverbot erhalten da ich in einer grossküche arbeite und den ganzen Tag stehe sowie schwer heben muss.

Mein AG hat die Formulare mit mir ausgefüllt und diese habe ich dann zum FA mitgenommen. Ohne Probleme habe ich ein sofortiges BV bekommen. Würde es jedem raten der diese Möglichkeit hat dies anzunehmen :-)

  • (11) 11.01.17 - 11:15

    Oh super, ja da mein FA auch zu mir meinte wenn es krampfartig wird soll ich sofort kommen werd ich einfach nochmal hinfahren und das nochmal ansprechen. :)

    Danke dir und alles gute#verliebt

    • (12) 11.01.17 - 11:19

      Warum körperlich noch schwer arbeiten und dem Kind gesundheitliche Gefahren aufzwingen,wenn man ein BV bekommt und dadurch auch finanziell abgesichert ist???

      Während der BV bekomme ich meinen Lohn wie bisher nur ohne schichtzulagen. Aber ansonsten darf jemand während der BV nicht vernachlässigt werden bzw gesondert behandelt werden

      • (13) 11.01.17 - 11:26

        Es kommt auch darauf an, in welchem Berufsfeld man arbeitet.

        In der Großküche sind die Gefahren anders als im Büro.

        • (14) 11.01.17 - 11:28

          Das stimmt natürlich :-)
          Bei uns im Altenheim wird generell jede Mitarbeiterin bei einer SS sofort BV geschrieben. Egal ob Pflege,Küche oder Wäscherei

          • (15) 11.01.17 - 11:39

            Wenn ich sowas lese hoffe ich jedes mal, dass die Schwangeren welche so automatisch ins Berufsverbot rutschen weder Bus fahren, noch einkaufen gehen, denn auch dort hat es alle Leute welche wahre Keimschleudern sein können (plus, junge Leute, Kinder, Tiere usw. welche auch vor Keimen nur so triefen). Das wäre für mich konsequent, alles andere ist scheinheilig.

            Hier in der Schweiz gibt es kein Berufsverbot. Es gibt gewisse Tätigkeiten welche Schwangere nicht ausüben dürfen. Für alles Weitere gibt es die Möglichkeit der Krankschreibung.
            Es ist bei uns völlig normal, dass Schwangere ein paar Wochen vor der Geburt noch in der Pflege arbeiten, natürlich nicht gerade bei Tuberkulosepatienten oder auf septischen Stationen.

            • Und wenn ich sowas wie deinen Beitrag lese, hoffe ich, dass dir klar ist, dass manche keine Wahl haben. Das ist jetzt nicht böse gemeint. In einigen Berufsfeldern wird einem das Beschäftigungsverbot quasi aufgezwungen. Und manchmal hat es gesundheitliche Gründe. Ich habe ein BV und meinst du, ich habe mir das ausgesucht? Ich habe Epilepsie, die Anfallsgefahr ist in der Schwangerschaft erhöht, ich habe einen sehr stressigen Job und MUSS einen regelmäßigen Schlafrhythmus haben. Soll ich mich deswegen zu Hause einsperren? Ich würde lieber arbeiten, mir fällt die Decke auf den Kopf. Und viel zu oft wird man als Sozialschmarotzer oder als faul hingestellt, ohne, dass die Hintergründe bekannt sind.

              • Meine Antwort bezog sich auf die Aussage einer Userin, dass bei ihr im Altenheim jede Schwangere egal in welcher Abteilung sie arbeitet ins Berufsverbot geht. Das halte ich für bescheuert und eben scheinheilig, als ob die Bewohner des Altenheims gefährliche Keimschleudern wären, vielleicht auch noch gewalttätig, alle anderen Leute ihrer Generation welchen man beim Einkaufen begegnet keimfrei und ungefährlich.
                Einzelfälle wie du es bist sind doch etwas völlig anderes, da ist es absolut begründet, weil es für dich ein konkretes Risiko bedeuten würde zu arbeiten!

                • Also fühl dich jetzt bitte nicht angegriffen, aber was hat das mit Keimen im Umfeld (beim Einkaufen) zu tun!? :-D

                  Es gibt gesetzliche Regelungen, die ein vom AG ausgesprochenes BV rechtfertigen bzw. der AG würde sogar Probleme bekommen, wenn er die Schwangere in gewissen Bereichen normal weiterbeschäftigt. Klar, dass es beispielsweise im Krankenhaus auch wegen der Keimbelastung ausgesprochen wird, aber dort gibt es ja eben nicht nur harmlose Grippeviren. In einer Küche herrscht täglich Stress, man ist lange auf den Beinen und ausruhen ist nahezu unmöglich außer in den Pausen. In der Wäscherei hat man mit Chemikalien zu tun, muss ebenfalls lange stehen und schwer Tragen. Und im Altenheim muss man die Leute auch mal Baden, Umbetten oder Betten schieben/ziehen. Alles keine leichten Tätigkeiten laut Gesetz. Natürlich gibt es die Möglichkeit in einen anderen Bereich verschoben zu werden (Bürotätigkeit) oder die Arbeit schwangerengerecht anzupassen.

                  Letztendlich ist es aber nicht die Entscheidung der Schwangeren, sondern die des AG und wenn der keinen richtigen Arbeitsplatz stellen kann ohne gegen gesetzliche Richtlinien zu verstoßen, muss auch er auf seine Arbeitskraft verzichten und sich gegebenenfalls einen Ersatz suchen. Was ist also daran scheinheilig???

                  Ich bin selbst kerngesund und hatte eine bisher problemlose Schwangerschaft, dennoch wurde mir vom AG ein BV seit Bekanntgabe der Schwangerschaft erteilt, weil einfach kein schwangerengerechter Arbeitsplatz zur Verfügung stand. Toll fand ich es anfangs auch nicht, weil es daheim ganz schön langweilig werden kann. :-P Mittlerweile bin ich froh, dass ich so viele Dinge recht früh erledigen konnte - und ich habe noch immer nicht alles fertig bekommen (Hausrenovierung)!:-/

                  Und das ärztliche BV wird auch nicht einfach so zum Spaß ausgestellt, weil die Schwangere faul ist, keinen Bock hat oder ihr gerade anfangs ständig übel ist.:-D Das hat auch immer einen anderen Grund, wie zum Beispiel das Drohen einer Fehlgeburt. Ich hab hier jedenfalls noch nirgendwo gelesen, dass hier jemand ein BV bekommen hat, weil man sich nur ein bisschen schlecht fühlt oder keine Lust hat.

                  Es gibt also immer ein "konkretes Risiko" als Grund. Normalerweise arbeitet man also auch in Deutschland bis zum Mutterschutz weiter. ;-)

                  Lg maerzmama17 + Krümel 32ssw

                  • Du musst aber auch zugeben, dass sich gerade hier bei Urbia durchaus Frauen tummeln die tatsächlich bei einem Zucken im Bauch oder bei tief eingestellter Heizung im Büro nach BV rufen. Mag sein, dass das meine Wahrnehmung verzerrt.

                    Zum Arbeiten in der Pflege: Hier bei uns ist es lustigerweise wirklich möglich in der Pflege weiter zu arbeiten ohne schwer heben zu müssen, natürlich verschiebt sich der Fokus dann auf Betreuung und (je nach Ausbildung) medizinische Arbeiten wie Medikamente richten/abgeben und weniger Baden. Fast überall hat es zudem schwerere Pflegefälle und Menschen welche "nur Unterstützung/Anleitung benötigen, entsprechend wird die Schwangere natürlich eingeteilt. Mehr als 10 Kilo und später in der Schwangerschaft 5 Kilo darf bei uns auch nicht gehoben werden.
                    Wobei sich die Pflegesituation der beiden Länder ohnehin kaum vergleichen lässt.

                    Die Wäschereien in Altenheimen welche ich kenne verwenden Waschmittel, eventuell Vorwaschsspays und bei der Dampfbügelstation Wäschestärke. Nichts was man zuhause nicht auch einsetzen würde.
                    Grossküchen in Altenheimen haben so gut wie immer auch Arbeitsplätze welche weniger belastend sind, wo Tätigkeiten im Sitzen ausgeübt werden können, nur schon weil so gut wie immer auch Leute aus Eingliederungs- und Beschäftigungsprogrammen beschäftigt werden mit teils körperlichen Handicaps.
                    Vielleicht ist das einfach ein struktureller Unterschied, da es hier kein BV im eigentlichen Sinne gibt (ausser in wirklich einigen ganz wenigen Berufsrichtungen wie gewisse Labors, Radiologie usw) , ist vielleicht stattdessen die Bereitschaft der Arbeitgeber grösser den Arbeitsplatz "schwangerengerecht" zu gestalten. (Ausnahmen gibt es natürlich auch hier)

                    Was die individuellen Gründe für ein BV (oder bei uns dann eben eine dauerhafte Krankschreibung anbelangt), das ist dann wiederum eine völlig andere Angelegenheit. Darum gings mir ja auch nicht.

              Wenigstens einer der mich versteht und dem es genauso geht :-)
              Manche denken,ich wäre zum Arzt gegangen und hätte mir dieses BV selbst verschrieben *gggrrr*!!!

              Ich habe auf Rat meines AG dieses BV erhalten bzw ein fomular welches ich mit zum Frauenarzt nehmen musste und er hat dann dem BV zugestimmt.....

              In meiner Branche ist es halt mal so und wie gesagt in unserem Haus bekommen alle Schwangeren sofort dieses BV. Falls der FA ist nicht erstellt dann spätestens unsrer Betreibsarzt!!

              Stimme dir zu! Allerdings finde ich die Regelung deines AG etwas seltsam. Wieso stellt er das BV nicht aus, wenn er keinen Arbeitsplatz bieten kann. Das wäre seine Aufgabe und damit hat der Frauenarzt ja eigentlich nichts zu tun. Der stellt es bei gesundheitlichen Gründen aus.

        Es ist auch kein generelles Berufsverbot, sondern ein Beschäftigungsverbot!

        Das kann auch einfach nur eingeschränkt gelten. Zum Beispiel stundenweise.

        Ich finde es ganz schön harsch und voreilig von dir, Schwangere im BV als scheinheilig zu verurteilen. Das Gesetz gibt es nicht umsonst. Und das Leben einer Mutter, sowie eines Ungeborenen gehört geschützt. Wenn eine berufliche Einschränkung dazu notwendig ist, dann ist das nicht scheinheilig, sondern ein Grundrecht.

        Ich arbeite auch weiterhin in Vollzeit.

        Ich habe nur ein BV für meinen Nebenjob in der Pflege erhalten. Das ist auch sinnvoll, da ich ein miserables Immunsystem habe und mich infektiösen Patienten nicht aussetzen will. Dass ihr in der Schweiz in so einer Situation weiter arbeitet, DAS halte ich für unverantwortlich.

        Man kann eine Arbeit mit Hochrisikofaktoren nicht vergleichen mit Busfahren oder einkaufen gehen.

        Und selbst da muss ich schon aufpassen, ja richtig!

        Sei froh, wenn du unbeschwert durch die SSW kugeln kannst!

        • "Es ist auch kein generelles Berufsverbot, sondern ein Beschäftigungsverbot!

          Das kann auch einfach nur eingeschränkt gelten. Zum Beispiel stundenweise."

          Ein Berufsverbot ist etwas völlig anderes als ein Beschäftigungsverbot.

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