Fahrtkostenzuschuss bei BV

    • (1) 17.01.17 - 16:48

      Hallo ihr Lieben,

      nachdem ich jetzt 10 Tage im KH wegen Blutungen war und das jederzeit wieder passieren kann, habe ich nun doch ein BV bekommen. Eigentlich wollte ich nicht, weil es mir bestimmt langweilig wird #schwitz

      Jetzt meine Frage. Man bekommt ja 100% des Gehaltes, aber wie ist das mit dem Fahrtkostenzuschuss? Da ich immer weit fahren musste, würde der Wegfall schon weh tun.
      Es war ein pauschaler Betrag und wurde jetzt schon mehrere Jahre unabhängig von Krankheit und Urlaub gezahlt.
      Ich habe nur ein Urteil zum KiGa-Zuschuss im Mutterschutz gefunden.

      LG

      • (2) 17.01.17 - 18:40

        Fahrtkostenzuschuß ist eine Aufwandsentschädigung, kein Gehaltsbestandteil. Da der Aufwand durch die Fahrt wegfällt, hast du keinerlei Nachteile wenn du auch den Zuschuß nicht bekommst. Du sollst durch die Schwangerschaft nicht benachteiligt werden, aber auch nicht gegenüber anderen Frauen, die arbeiten müssen, bevorzugt werden.

        Der Zuschuß kann von der KK dem AG nicht rückerstattet werden, er gehört nicht in den Mutterschutzlohn. Wenn der AG ihn trotzdem zahlt, dann auf seine Rechnung.

      (4) 17.01.17 - 19:53

      Du hast doch keinen Nachteil? Du fährst ja nun auch nicht mehr zur Arbeit. Versteh dein Problem nicht ?!

          • (7) 17.01.17 - 20:14

            ja eben :)
            sparen tue ich ja nur das Benzin, alles andere bleibt
            ich fahre ja nicht gar nicht mehr
            in unserem Fall ist es sogar noch spezieller, da ich mit dem Firmenauto meines Mannes fahre (erlaubt) und ich eigentlich gar keine Benzinkosten hatte...

    (9) 17.01.17 - 21:05

    Also aus diesem Urteil lese ich das anders heraus, nämlich so, dass auch der Fahrtkostenzuschuss Gehaltsbestandteil ist.

    Geht darin zum einen um einen Kiga Zuschuss, aber auch um den Fahrtkostenzuschuss.

    http://www.fachanwalt.de/ratgeber/hoeheres-mutterschaftsgeld-bei-kindergartenzuschuss-des-chefs

    • (10) 17.01.17 - 21:07

      Ja genau dieses Urteil habe ich auch gefunden. Aber so ganz eindeutig ist es nicht, weil der AG scheinbar im BV den Zuschuss freiwillig gezahlt hat.
      Meiner Meinung nach würde es für den MuSchu dann auf jeden Fall rein zählen.
      Nur freiwillig würde mein AG das nicht zahlen....

      LG

      (11) 17.01.17 - 21:08

      Es geht nicht (wie in deinem Urteil) um Mutterschaftsgeld, sondern um Mutterschutzlohn. Das sind zwei verschiedende Dinge.

      (12) 17.01.17 - 21:09

      In dem Urteil geht es um Mutterschaftsgeld.

      Bei der TE geht es um Mutterschutzlohn, das ist etwas anderes.

      • (13) 17.01.17 - 21:15

        Ja leider...
        Wobei das Kriterium für Abzug bei Mutterschutzlohn auch ist, dass es echter Aufwandsersatz ist. Und das wäre es ja nach der Definition bei mir auch nicht...

        • (14) 17.01.17 - 21:28

          Menno, du hast Aufwandsentschädigung bekommen für Fahrten die dich nichts gekostet haben. Und jetzt musst du nicht mal die Fahrten machen und willst immer noch Aufwandsentschädigung für etwas was dir früher schon die Firma deines Mannes bezahlt hat, und zusätzlich nochmal deine Firma.

          Dann schau dass du das Beschäftigungsverbot rückgängig machen kannst.
          Dann hast du wieder beides.

          Findest du es nicht auch ziemlich schräg solche Ansprüche zu haben?

          • (15) 17.01.17 - 21:35

            nö, ich war eh unterbezahlt, das war für mich einfach mein Gesamtgehalt
            mir gehts um den rechtlichen Aspekt, sonst nichts
            beim BV hatte ich keine Wahl, das habe bekommen, weil ich nichts mehr machen darf, außer rumliegen

            • (16) 17.01.17 - 21:42

              Wenn du nur liegen darfst, war das BV schon nicht richtig, du hättest krank geschrieben werdne müssen. Dann hättest du nach 6 Wochen Krankengeld erhalten.

              Also der rechtliche Aspekt ist eindeutig geklärt.

              Viel Glück.

              • (17) 17.01.17 - 22:06

                ich habe Blutungen gehabt und darf mich in der Wohnung schon bewegen
                aber nichts groß machen
                läuft überwiegend auf Couch hinaus
                da das Kind gefährdet ist, war eigentlich jedem das BV klar (AG, Kollegen und Ärzte)

                Sorry, aber was ein Blödsinn: das individuelle BV erhält die Schwangere, wenn durch die Berufstätigkeit die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährdet wird. Bei Blutungen und damit verbundener Bettruhe ist genau das der Fall! Das ist kein Zustand, der der Mutter Unannehmlichkeiten bereitet wie bspw starke Übelkeit oder Rückenschmerzen sondern eine elementare Gefährdung des Kindes. Blutungen so "spät" in der Schwangerschaft sind immer ein Risiko!

                Liebe Nixfrei, schön dass es dir besser geht! Lass dich nicht ärgern. Doof, dass der Zuschuss nun raus fällt #liebdrueck

                • Beschwerden mit Krankheitswert haben immer eine AU zur Folge, Beschwerden ohne Krankheitswert, ein BV.

                  So ist das nun mal geregelt.

                  Und Blutungen mit Bettruhe sind kein pathologischer Verlauf? Was dann?

                  • (20) 17.01.17 - 22:51

                    Was wären denn Beschwerden ohne Krankheitswert?
                    Bettruhe habe ich nicht, aber ich soll nichts heben, keine Treppen steigen, nichts körperlich oder seelisch anstrengendes machen
                    Schonung halt

                    Die Bettruhe ist zur Vorbeugung weiterer Blutungen und nicht zur Auskurierung einer Blutung #augen Nixfrei ist nicht krank; sie ist gesund, aber würde ihr Kind gefährden: Bingo! BV! Denk halt mal nach zwischen all der Hobbyjuristerei und Pseudomedizin #gaehn

(22) 20.01.17 - 13:10

Hallo, also ich kann zumindest aus eigener Erfahrung sprechen...

Fahrtkostenzuschüsse können sowohl weitergezahlt werden oder auch nicht... das kommt darauf an, inwiefern es tatsächlich gezahlt wurde bzw. in welchen Situationen. Wird der Fahrtkostenzuschuss unabhängig vom Aufwand gezahlt, d.h. auch bei Urlaub oder Krankheit ist es gerade keine Art Aufwandspauschale sondern Gehaltsbestandteil. Das wird oft gemacht, weil dies sowohl für AN als auch AG sozialversicherungsrechtlich günstig ist. Das ist insoweit auch fair, als das die TE theoretisch auch eine BAhn Card 100 weiterzahlen müsste ohne aber fahren zu dürfen...

Dann säße sie sonst auf den Kosten...

Ich habe den Fahrtkostenzuschuss im BV weitergezahlt bekommen, weil es Gehaltsbestandteil war und nicht nach Verbrauch abgerechnet wurde.

LG

  • (23) 20.01.17 - 13:17

    ja eben... bei mir wäre es auch kein direkter Aufwandsersatz, da ich immer den gleichen Betrag bekommen habe
    unabhängig von Urlaub, Krankheit usw.
    bei uns werden die Kosten auch nicht geringer, weil wir das 2. Auto ja nicht abgeben
    nur ich finde nichts rechtliches dazu, außer eben das Urteil von weiter oben (was aber nicht 100% passt)

    ich hatte die KK dazu angeschrieben, aber bisher keine Rückmeldung...

    LG

    • (24) 20.01.17 - 13:34

      Die KL hat grundsätzlich damit nichts zu tun... hier eine Fundstelle: 3 Sa 388/13 Landesarbeitsgericht Schleswig Holstein.

      Es kommt auf die Definition Einkommen an, also was fällt darunter. Ein Indiz ist eben, dass es aufwandsunabhängug gezahlt wurde. Folglich zum Einkommen hinzuzählt. Ansonsten würde es nicht zum Lohn hinzugezählt...

      Lass dich nicht verunsichern und lies Urteile im Volltext und nicht als Zitat irgendeiner Internetseite.

      LG und genieß die Zeit!

      • (25) 20.01.17 - 13:37

        ok danke, werde ich tun :-)
        die Frage ist ja, ob die KK dem AG das dann auch erstattet
        will meinem AG ja nicht schaden, dass er drauf sitzen bleibt
        aber die KK antwortet sicher mit Absicht nicht #schwitz

        LG

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