Frauen als Angestellte - Problem

    • (1) 23.01.17 - 08:50

      Hallo,

      Ich selbstständig mit einem Betrieb mit ca.10 Angestellten.

      Am Anfang hatte ich fast nur Frauen dabei, mittlerweile stelle ich bei gleicher Qualifikation lieber Männer ein.

      Aus AG Sicht sind gerade junge Frauen nach dem Studium um die 25 oder 30 ein " Risiko "
      Die werden garantiert innerhalb der ersten zwei Jahre schwanger, kommen ab Bekanntgabe der Schwangerschaft gar nicht mehr arbeiten oder sind dauernd krank geschrieben. Auch die BVs nehmen in den letzten Jahren rasant zu....obwohl wir hier von Büroarbeit reden.
      Ich habe als AN das Problem, dass ich von heute auf morgen eine Vollzeitkraft ersetzen muss ohne Übergang oder Einarbeitung.

      Dann wollen die Damen nach ein jahr wiederkommen, natürlich nur für ein paar Stunden, was hier den Ablauf aber sehr stört.
      Das ist ineffizient. Wenn ich das dann mache kommt mit Sicherheit bald das zweite Kind hinterher und danach nehmen die meisten sogar 2 Jahre Elternzeit....
      Ich muss als AG mit wenigen Angestellten dem Wunsch nach Teilzeitkraft nicht entsprechen so dass sich das Arbeitsverhältnis dann meist auflöst.
      Die Muttis die ich noch beschäftige fallen dauernd wegen krankem Kind aus.....was mich ärgert ist, dass die meisten sich die Kinderkranktage vom Mann übertragen lassen und dann pro Kind 20 Tage zu hause bleiben.

      Warum? Anscheinend kann oder will der Mann sich diese Abwesenheiten im Job nicht erlauben, aber Muttis Job ist ja unwichtig, die kann ruhig fehlen.
      Ich hab im Moment das Problem dass ich zwei Frauen los werden will.....ja hört sich gemein an.
      Die eine hat zwei Kinder und fehlt seit 3 Wochen wegen Kinder krank und jetzt selbst krank.
      Die andere bekommt die Eingewöhnung im Kiga nicht hin und will jetzt länger als vereinbart zu hause bleiben.

      Männer gehen so leichtfertig nicht mit ihrem Job um.
      Daher sind für mich Männer einfach zuverlässiger. Die 5, die hier arbeiten haben entweder keine Kinder und sind auch schon älter oder sie haben Kinder, fehlen deshalb aber vielleicht ein paar Tage im Jahr und keine Wochen.
      Ich finde das bedenklich und würde mir da wünschen dass Frauen und Männer da Gleichberechtigung leben und beide mal beim kranken Kindern bleiben.

      Dann wären Frauen und Männer nämlich wieder für den AG gleich attraktiv bzw unattraktiv und diese Schieflage was die Kinderbetreuung angeht wäre dann real so wie uns immer vorgegaukelt wird.

      • Hast du selber Kinder? Wenn ja, wie regelt du das denn, wenn sie krank sind?

        • Meine Tochter ist 7 und ich teile mir das mit dem Vater .

          Er übernimmt die gleichen Tage wie ich.

          Unsere Tochter ist nur selten krank, und mir war wichtig dass wir außer Mama und Papa auch noch weitere Betreuungspersonen haben denn nur Mama und Paps...das funktioniert nicht wenn beide arbeiten wollen.

          • Das ist der Idealfall und super, wenn es so klappt. Leider haben nicht alle berufstätigen Eltern noch jemanden, der ein krankes Kind betreuen kann. Aus Arbeitnehmer Sicht würde ich auf mehr Verständnis des Arbeitgebers hoffen.

          • Das ist natürlich auch ein Lösungsweg wie man Kind krank Tage nicht nimmt. Die Tochter wächst beim Vater auf, der inzwischen wiederverheiratet ist, und dessen "neue Frau" sich liebevoll um das Kind kümmert. Das ist dann die weitere Betreuungsperson...

            Ich hoffe so sehr, dass ein Fake ist...und nicht der Realität entspricht.

    Hallo,

    "dass die meisten sich die Kinderkranktage vom Mann übertragen lassen ..."

    Musst du als AG da nicht zustimmen??
    Bei uns geht das nicht so einfach.

    LG

    Nici

    • Die beiden Damen lebten getrennt vom Ehemann, da hab ich dann zugestimmt.

      Aber dass die das ausschöpfen hätte ich nie gedacht.

      Daraus hab ich gelernt.
      Nur im Zweifel lassen die sich dann selbst krank schreiben und die Ärzte machen dieses Spiel auch noch mit obwohl sie selbst Ärger bekommen könnten.
      Bei einer AN habe ich jetzt den medizinischen Dienst eingeschaltet.

Auch wenn Du ein Frischling bist und Dein Beitrag ein wenig provokant ist...allein das, was ich hier lese, würde mich als Unternehmer auch vor "Frauen im gebährfähigen Alter" abschrecken.
Du triffst den Nagel auf den Kopf.

Hallo,

Obwohl ich dich für einen provokanten Fake halte, antworte ich trotzdem, dass Thema ist einfach zu wichtig um es einfach so zu übergehen.

Für deine geschilderte Problematik gibt es mehrere Gründe:

Frauen verdienen im Schnitt deutlich weniger als ihre männlichen Partner, weil sie schlechter bezahlt werden oder in Branchen arbeiten, in denen grundsätzlich schlechter bezahlt wird.

Männer wie Frauen orientieren sich bei der Partnerwahl immer noch oft an alte Rollenmuster. Ein Mann wählt eher eine Partnerin, die weniger verdient als er. Umgekehrt suchen sich Frauen eher einen Partner, der besser verdient.

Frauen haben immer noch deutlich schlechtere Karierechanchen als ihre männlichen Kollegen. Weil Arbeitgeber in der Familienphase seiner weiblichen AN nur Nachteile für sich sieht.

Viele Familien können heute nicht mehr auf die vorherige Generation bei der Kinderbetreuung zurückgreifen, viele Großeltern stehen selbst noch im Berufsleben, oder wohnen aufgrund der beruflichen Flexibilität ihrer Kinder nicht mehr um die Ecke.

Die Kinderbetreuung hat sich noch längst nicht an das Berufsleben von heute angepasst. Starre Betreuungszeiten und hohe Kosten macht es Eltern kaum möglich alles unter einen Hut zu kriegen.

Arbeitnehmern wird heutzutage viel Flexibilität abverlangt, häufiger Arbeitsplatzwechsel, Bereitschaft zum pendeln, ständig ändernde Arbeitszeiten.

Viele Arbeitnehmer fürchen Stellenabbau, Kündigung, Versetzung usw...

In dieser Arbeitswelt müssen Eltern heutezutage Familie und Beruf unter einen Hut bekommen.

Diese Punkte und viele andere mehr, sind der Grund dafür, dass Frauen häufiger in Elternzeit gehen als Männer, danach in eher Teilzeit arbeiten, bei Krankheit eher zu Hause bleiben als der Papa. Schuld daran tragen alle, Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Frauen und Männer, Politik und Gesellschaft...

Wie würdest du denn reagieren, wenn du einen Mann einstellst der dann Vater wird, in Elternzeit geht (weil seine Partnerin mehr verdient), danach in Teilzeit arbeiten möchte und bei Kind krank zu Hause bleibt...

Wenn du diese Gleichberechtigung forderst, muss dir doch klar sein, dass trotzdem weiter Kinder geboren werden, die auch mal krank werden... die verschwinden ja nicht einfach so

Übrigens, die Oma die nun aufopfernd die Pflege des kranken Kinder übernimmt, wird irgendwann warscheinlich auch Hilfe und Pflege benötigen, dann geht das ganze von vorne los

Sag mal, weißt Du eigentlich, dass man Dein Geschreibsel hier nachverfolgen kann? Also nicht nur diesen Thread, sondern alles, was Du hier in urbia geschrieben hast? Und dass alles zusammen irgendwie gar keinen Sinn macht?

Du ärgerst Dich über Deine kranken AN, in einem anderen Beitrag von Dir, in dem Mütter ihre Kinder krank in den KiGa schicken schreibst Du auf einmal:

Beitrag von zarina-03 16.01.17 - 12:59 Uhr

Wenn beide Eltern arbeiten, dann sollte auch die Betreuung geregelt sein wenn das Kind krank ist. Ich sehe es so : wer das nicht hat, kann halt nicht arbeiten .

Thread: http://www.urbia.de/archiv/forum/th-4861337/eine-etwas-provokante-frage-warum-schickt-ihr-eure-kinder-krank-in-den-kindergarten.html

Und dann Deine Aussage, Dein Kind sei versorgt, weil Du Dir das mit dem Vater teilst, ist ja schlichtweg gelogen. Dein Kind lebt gar nicht bei Dir... (hab ich oben bereits verlinkt).

Im Thread: http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/4864969-angst-vor-jobverlust
strahlst Du geradezu vor Unwissen, was ich für jemanden, der angeblich selbstständig ist, doch sehr bedenklich finde...

Was willst Du nun eigentlich? Einfach mal ein bißchen Wind machen?

LG, chuzzle

"Am Anfang hatte ich fast nur Frauen dabei, mittlerweile stelle ich bei gleicher Qualifikation lieber Männer ein." Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist dir aber schon bekannt, oder?

Ansonsten würde ich auch den Satz "Männer gehen so leichtfertig nicht mit ihrem Job um." auch gut überlegen. Ich behaupte nämlich mal, dass die wenigsten Frauen an der Stelle "leichtfertig" mit ihrem Job umgehen, sondern dass sich hier durchaus das alte Rollenverständnis immer wieder seinen Weg findet. Und das sagt nunmal "Kind krank --> kümmert sich die Mutter drum". Ebenso sehe ich die Arbeitgeber auch und gerade der Männer in der Pflicht. Denn an der Stelle müssen derzeit vor allem die Herren der Schöpfung um Gleichberechtigung kämpfen.

Wenn dann noch hinzukommt, dass Mann mehr verdient als Frau (ist ja durchaus häufig so), ist halt auch die Entscheidung in der Familie, dass es doch nach Möglichkeit beim Mann lieber keinen Stress deswegen bei der Arbeit geben soll.

Ich denke aber schon, dass es genügend Männer gibt, die da gerne zu Hause bleiben wollen, aber durchaus auch "Angst" vor den möglichen Konsequenzen des Arbeitgebers haben.

http://www.urbia.de/archiv/forum/th-4858077/kind-lebt-beim-papa.html

Öhm, du lehnst dich ganz schön weit aus dem Fenster, für jemanden, der sein Kind nicht selbst großzieht.#klatsch

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