Nach einigen Beiträgen hier bezüglich Arbeit in der Altenpfege?!

    • (1) 01.02.17 - 07:55
      Inaktiv

      Nach dem ich hier doch das einen oder andere zu dem Thema Altenpfege und BV gelesen habe.

      Habe ich doch auch noch eine Frage.

      Ich Arbeite auf einer reinen Dementen Station mit etwa 18 Bewohnern. Als Pflegehelferin.

      Darf man dort lauft gesetzt dann noch arbeiten wenn man schwanger ist?

      Mein Arbeitgeber weiß es noch nicht. Das wollte ich erst in 2 Wochen machen machen. Wenn die ersten 12 Wochen vorbei sind.

      Ich kann mich an eine schwangerre erinnern. Sah diese aber nie weil sie nicnt mehr da war.

      Wie ist das nun so?

      • Hallo,

        dein AG muss eine Gefährdungsbeurteilung mit dir durchführen bzw. der Betriebsarzt wenn vorhanden.

        Sollte diese ergeben, dass dein AG dir keinen für Schwangere geeigneten Arbeitsplatz anbieten kann, dann erfolgt ein BV vom AG.

        Sollte er dir einen Platz anbieten können z. B. andere Station, Büro etc., dann kannst du bis zu Mutterschutz arbeiten gehen.

        Alles Gute und LG Wowhexe

        (3) 01.02.17 - 08:03

        Hallo;

        Also als Helfer fallen schonmal Medis geben, Doku, neu Aufnahmen weg. Weil du keine Fachkraft bist.

        Der AG macht eine Gefährdungsbeurteilung und muss dir dann einen Schwangeren gerechten Arbeitsplatz anbieten, kann er das nicht muss er ein BV austellen. Les dich ins MUSchG ein. Dort steht alles dir was du zum BV und arbeiten wissen musst.

        LG Kadda.

        Also prinzipiell darfst du dort schon noch arbeiten wenn du schwanger bist. Es muss hald so eine gefährdungsbeurteilung ausgefüllt werden, in der dann auch geregelt ist was du noch darfst und was nicht. Z.b. darfst du nicht zu aggressiven bewohnern, wegen der gefahr das sie dir in den bauch schlagen, du darfst nicht ständig schwer heben, nicht mehr als 8,5 stunden am tag arbeiten.... kann dir dein arbeitgeber aber keinen schwangeren gerechten arbeitsplatz bieten, muss er dich ins bv schicken, tut er das nicht kannst du das gewerbeaufsichtsamt einschalten.

      • (5) 01.02.17 - 09:03

        Hey...
        Ich würde an deiner stelle schonmal selbst überlegen bzw mehr auf deinen Alltag achten was eine Gefahr sein könnte...
        Du darfst z.b. nicht mehr

        -in Patienten Zimmer die keime haben.

        -keinem Katheter mehr leeren ohne Schutzmaßnahmen

        -nicht dauerhaft schwer heben

        Bei meinem ersten Punkt wird es da schon "schwierig" für deinen Arbeitsplatz. Denn du bist auf einer Station mit dement Patienten. Somit besteht die Gefahr dass die Patienten die hygiene Maßnahmen nicht einhalten und ihr Zimmer verlassen. Da besteht die Gefahr einer Ansteckung dann für dich.

        Wichtig ist, sollte dein Arbeitgeber dir eine andere Stelle vorschlagen, bist du nicht verpflichtet sie anzunehmen...

        Sprich am besten bei dem nächsten Termin mit deinem fa mal drüber

        Liebe grüße

        • (6) 01.02.17 - 09:44

          Hallo,

          das sie den alternativen Arbeitsplatz ablehnen kann, ist falsch.

          Wenn der AG einen nach MuschG-gerechten Arbeitsplatz anbieten kann, muss sie diesen annehmen.

          "Darf eine Schwangere ihre eigentliche Tätigkeit aber nicht mehr ausüben, muss sie in Kauf nehmen, vorübergehend etwas anderes zu tun: Sie soll den finanziellen Schaden, der dem Arbeitgeber droht, möglichst gering halten."

          LG Wowhexe

        • Hallo

          Natürlich muss sie die andere Stelle dann annehmen, wenn sie den Mutterschutzrichtlinien entspricht. Sie muss nur keine Einschränkungen beim Gehalt hinnehmen.

          "Wichtig ist, sollte dein Arbeitgeber dir eine andere Stelle vorschlagen, bist du nicht verpflichtet sie anzunehmen..."

          Wie kommst Du darauf?

          • Da mir selbst ein anderer Arbeitsplatz vorgeschlagen wurde und ich damit aus meiner Sicht nicht einverstanden war da dort im Prinzip die gleichen risiken existieren wie zuvor.
            Wäre jedoch die gleiche tätigkeit gewesen wie zuvor. Andere tätigkeiten wären angeblich nicht verfügbar.
            Habe dies mit Betriebsarzt besprochen und ohne Probleme bv erhalten.

            • #klatsch
              Ja sicher kann sie auch einen anderen nicht mutterschutzgerechten Arbeitsplatz ablehnen - darum ging es doch gar nicht. DAS versteht sich von selbst.

              Der AG hat die Mutterschutzvorschriften einzuhalten. Das kann auch bedeuten, dass er sie an einen anderen (GEEIGNETEN!) Arbeitsplatz versetzt. Nur, wenn das NICHT möglich ist, darf er ein BV aussprechen bzw. muss es dann.

      (11) 01.02.17 - 09:12

      Vielen Dank Mädels für eure Antworten.

      Es bleibt mir wohl oder übel nichts anderes übrig, als mit meiner Chefin zu reden.

      Das ist glaube immer ein unangenehmer Schritt. Für mich zumindest...

      Aber danke euch allen und alles gute

      • Hi,

        ich hatte keine Bedenken mit meiner Chefin zu reden, die hat mich dann auch postwendend heimgeschickt und ich durfte erst wiederkommen, als das Ergebnis des Betriebsärztlichen Dienstes vorlag.

        Momentan bin ich aufgrund der Grippewelle im Berufsverbot.
        Ich finde, man kann die Vorzüge des Mutterschutzgesetzes ruhig in Anspruch nehmen, dafür ist es da.

        Der Arbeitgeber MUSS dich schützen, sobald er von der Schwangerschaft weiß. Daher fand ich besser, die Schwangerschaft gleich zu offenbaren.

        Natürlich hat man immer Angst, dass in den ersten 12 Wochen doch noch was schief geht, aber der Schmerz ist dann so oder so da. Ich glaub ich hätte persönlich dann schon gerne mit Kollegen darüber geredet als es als Geheimnis mit mir selbst ausmachen zu müssen. Das ist aber individuell.

    Hallo!

    Wahrscheinlich darfst Du wirklich nicht mehr arbeiten, höchstens, wenn man in der Einrichtung noch eine Küchenhilfe brauchen kann beim kochen....

    Sowas wie Kontakt mit Fäkalien, schwer heben etc. darf eben nicht mehr sein, und auch mit einigen Keimen muss man vorsichtig sein. Was bleibt denn von der Arbeit noch übrig, wenn Du so vieles nicht mehr machen darfst?

    Mach Dir keine Sorgen, das ist ganz normal in manchen Berufen. Und nachdem man ja weiß, dass Du eine junge Frau bist, ist auch klar, dass du schwanger werden kannst. Du bist ja auch nicht die Erste, also keine Panik.

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