Vom Krankengeld ins Beschäftigungsverbot

    • (1) 01.02.17 - 16:13

      Hallo,
      folgendes Problem: Ich bin seit Juni AU geschrieben und beziehe KG. Meine AU erfolgte bis 30.01.17. Am 11.01.17 habe ich ein BV vom FA erhalten. Die KK zahlte mir dann das restliche KG vom 02.01.-10.1.17. Nun teilte mir der Personalstelle heute mit, dass ich für die weiterhin AU bin, solange keine neuen Erkenntnisse vorgelegt werden. Das BV habe ich am 11.01. direkt hingeschickt und dem Chef vorab per Mail mitgeteilt. Ebenso schrieb sie dann das ein BV erst einsetzt, wenn ich wieder arbeitsfähig bin und erst ab da die Zahlung dann einsetzt. Ich hatte bereits letzte Woche mit der KK telef. und die teilten mir mit, dass nun der AG ab 11.01. wieder zahlt und ich bei denen praktisch raus bin. Nach der Mail heute habe ich wieder bei der KK angerufen und die meinten das das BV vor der AU gilt und mein AG zahlen muss. Sie würden mir dies schriftlich schicken.

      Meine Frage nun: Hatte jemand schon so eine Situatuon, dass er aus einer Krankheit und KG, direkt in ein BV gegangen ist? Wenn ja, wie verhielt es sich da?

      Laut google gibt es so unterschiedliche Aussagen. Ich weiß im Moment irgendwie gar nichts, nur das ich seit 11.1. kein Geldbezug habe und nicht weiß wer nun für mich zuständig ist.

      • Richtig ist, dass die noch bestehende AU Vorrang hat vor BV. Die KK irrt also. Dein AG hat Recht.

        Solange du arbeitsunfähig bist, brauchst du kein BV, weil du gar nicht arbeiten kannst. Das BV ist irrelevant.

        Diese Frage kann dir auch die Gewerbeaufsicht verläßlich beantworten.

        • Ok, das würde aber bedeuten, da die AU am 30.01. auslief ich ab 31.01. dann das BV habe und mein AG zahlen muss? Oder muss mich mein Arzt der mich vorher AU geschrieben hat (war nicht der FA) mich wieder gesund schreiben?

          • Bist du von Juni bis Ende Januar mit nur einer einzigen AU (Attest) krank geschrieben worden? Wohl kaum.

            Da es hier um sehr viel Geld geht, würde ich abklären lassen, ob du tatsächlich arbeitsfähig bist. Wenn der behandelnde Arzt dir das schriftlich bescheinigt, dann kannst du das BV geltend machen. Ansonsten bleiben Zweifel. Warum mehr als 7 Monate arbeitsunfähig, und jetzt plötzlich nahtlos BV?

            Günstig wäre auch, wenn der FA konkreter angeben könnte, welche speziellen Tätigkeiten für dich gefährdend sein sollten, oder was z.B. noch möglich wäre an Tätigkeiten.

            • Ich wurde alle 4 Wochen weiter AU geschrieben durch einen Psychiater auf Grund einer Depression. Der angedachte Plan war, dass ich jetzt zur Reha fahre und dann mit der Wiedereingliederung anfange. Ich bin auf Grund der Arbeit erkrankt. Da ich nun aber Schwanger geworden bin, habe ich dem FA meine Situation geschildert, dass ich auf Grund des KG kein Elterngeld erhalten würde und ich jetzt nicht sofort vor der Reha in der Lage bin arbeiten zu gehen, er sich für das BV entschlossen hat. Ich habe vorhin mit dem Support der KK nochmal geschrieben und genau das oben geschildert.

              Die Antwort: Hallo Anke.
              Der Arbeitgeber ist dann wieder zuständig. Die Kollegen können Dir bestimmt ein Schreiben für den Arbeitgeber zusenden. Du erreichst die Kollegen ....

              Ich bin nun völlig verwirrt was gilt. Fakt ist nur, dass ich seit 11.1.17 ohne Geld dastehe und sich niemand zuständig fühlt.

              • "Der angedachte Plan war, dass ich jetzt zur Reha fahre und dann mit der Wiedereingliederung anfange. Ich bin auf Grund der Arbeit erkrankt. Da ich nun aber Schwanger geworden bin, habe ich dem FA meine Situation geschildert, dass ich auf Grund des KG kein Elterngeld erhalten würde und ich jetzt nicht sofort vor der Reha in der Lage bin arbeiten zu gehen, ...."

                Es hört sich jetzt hart an, aber ich erkläre dir nur die Rechtslage.

                1. Du bist nicht arbeitsfähig, denn dazu hättest du erst die Reha und die Wiedereingliederung machen müssen.
                2. Der FA gab dir das BV um dich finanziell aus dem geringeren Krankengeld zu holen.
                Das ist leider keine Indikation für ein BV.

                3. Die Erkrankung war nicht schwangerschaftsbedingt, sie bestand schon vorher.

                Diese drei Punkte sprechen ganz klar gegen einen Lohnfortzahlungsanspruch. Du bist faktisch immer noch AU, auch wenn die Attests nicht weiter ausgestellt wurden. Das BV des Arztes war eigentlich ein Betrugsversuch. Jedenfalls war es ein Bärendienst. Jetzt bekommst du wegen des falsch ausgestellten BVs keine Lohnfortzahlung und Krankengeld bekommst du auch nicht mehr.

                Du kannst dich nur beim Hausarzt weiter krank schreiben lassen wegen Depression und weiter Krankengeld beziehen. Einen anderen legalen Weg kann ich nicht erkennen.

                • Wenn der Fall vor Gericht geht dann kannst du das BV knicken. Das geht niemals durch, wenn der Arbeitgeber das überprüfen läßt! Eventuell kann dein Arzt dir die Löhne aus seiner Tasche zahlen, der dir das schöne Geldgeschenk machen wollte.

      Bei mir war es so, dass ich bis 24.12. eine AU hatte und vom 7.-14.12. Krankengeld bekam. Am 14.12. habe ich ein BV bekommen und ab da habe ich wieder Geld von meinem AG erhalten.

    Die KK hat recht
    Das BV geht vor AU,dein Arbeitgeber muss dich ab 11.01 bezahlen
    Wenn die es nicht bekommen haben,lass es nochmal ausdrucken und reiche es persönlich ein
    Ich war auch bis 31.12 krank geschrieben und dann ab 15.12 BV bekommen und seitdem zahlt der Arbeitgeber wieder

    • Ich hoffe so sehr, dass es so ist. Ich habe mir zum Glück Kopien vom Original BV gemacht. Der KK hatte ich es auch gleich geschickt, obwohl sie es nicht zur Vorlage brauchten, aber so wußte ich das ich jeden informiert hatte. Die waren dann ja auch schnell mit einstellen :-)

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