Unfairer Dienstplan, bitte um Hilfe :-( :-(

    • (1) 11.02.17 - 15:44

      Hallo ihr Lieben,

      ich kämpfe seit Monaten gegen meine hinterlistige Arbeitskollegin, die leider auch unsere Dienstpläne macht.

      Wir arbeiten in einem 4-2 Rhythmus in Schichten und sie nutzt alles aus um Frei oder Frühschichten zu haben. Ich mache hauptsächlich Spätschichten und habe selten am WE frei.

      Heute ist mir aufgefallen, dass sie tatsächlich mit System vorgeht, welches das ganze letzte Jahr über ersichtlich ist :-[ :-[ :-[ ich hab ein kleines Kind und in letzter Zeit bin ich wirklich gestresst, sodass mir das nicht einmal aufgefallen ist.

      Und zwar geht sie so vor, das sie am Anfang des Monats (Montag oder Dienstag) gleich frei hat, so kommt sie durch den Rhythmus auf so manches Wochenende, passt das nicht, macht sie Sprünge im Plan, sodass sie wieder auf ihre freien Tage kommt.

      Auch Spätschichten macht sie selten, nur mal zum Vergleich, ich hatte den letzten Monat 12 und sie 4, wo ist hier die Fairness???

      Zusätzlich mobbt sie mich wo es geht und macht mich vor Kunden schlecht. Langsam platzt mir echt der Hals.

      Hat irgendjemand einen hilfreichen Tipp?? Ich arbeite gerne, aber nicht mit sowas!! P.S.: den Chef wollte ich damit noch nicht nerven, vielleicht gibt es ja Dinge auf die ich mich berufen kann???

      Viele liebe Grüße und danke für jeden Hinweis

      • Chefs mögen es Fakten präsentiert zu bekommen.

        Du nimmst die Dienstpläne von 2016 und listest genau auf: Anzahl WoE, Anzahl Frühdienste, Anzahl Spätdienste. Und verlangst sachlich - ohne Unstellungen, ohne Emotionen, ohne Vorwürfe!! - dass jeder die gleiche Anzahl leistet. Punkt.

        • Glaube kaum, das sie darauf Anspruch hat.

          • Dann soll der Chef doch entscheiden wer welche Ansprüche hat. Das richtet sich ja auch danach, wie die familiären Verhältnisse sind. Bei uns werden junge Mütter mit kleinen Kindern bevorzugt - sie dürfen vormittags arbeiten. Wer große Kinder hat, nimmt darauf Rücksicht und arbeitet auch spät und flexibler.

            Ansonsten kann sich das auch nach Arbeitsverträgen und nach Betriebsvereinbarungen richten, wer welche Dienste zu leisten hat.

            Und natürlich ist der Chef der richtige Ansprechpartner. Termin vereinbaren und gut vorbereitet kommen.

            • Vielleicht vorher noch mit der Kollegin sprechen. Vielleicht sieht sie es ja auch ein.

              • Danke für die Antworten, die Kollegin hat ein Kind im Jugendalter und ist trotzdem der Meinung, sie benötigt am WE dauernd frei. Einsicht zeigt sie 0, sie sagt dann immer für den Rhythmus kann sie nichts. Kann sie sehr wohl, schließlich dreht sie ihn sich ja so wie sie will. Auch beim Urlaub legt sie erst ihren fest und dann alle anderen.

                • Na dann ab zum Chef! Mich würde das auch ärgern. Hinnehmen würde ich das höchstens, wenn die Kollegin deutlich länger dort arbeiten würde oder höhere Qualifikationen hätte oder sowas. Was steht denn in deinem Arbeitsvertrag?

                  Viel Erfolg

                  • Hat sie definitiv nicht, als sie krankheitsbedingt über Monate ausgefallen ist, bin ich von einer doppelschicht zur nächsten gestürzt, überall wo sie ist gibt es Ärger. Sie dreht die Sachen wie sie braucht, hetzt die Kollegen gegeneinander auf und es ist echt schwer ihr was nachzuweisen. Bis jetzt, jetzt fällt eben das zurechtlegen des Dienstplanes auf. Wenn das jeder so machen würde, gäbe es mord und totschlag im Arbeitsleben. Deswegen dachte ich, es gibt vielleicht irgendwas auf das ich mich berufen kann :-(

            Sie hat aber, wenn es im Arbeitsvertrag nicht nders steh, keinen Anspruch auf irgendwelche Dienste. Auch mit Kindern nicht. Sonntag müssen mind. 15 im Jahr frei sein.

            Auf die Familie MUSS nicht Rücksicht genommen werden.

          Sollte auch so selbstverständlich sein. Bei uns war das auch ohne wenn und aber. Wer Familie hat, geht vor. Wer kleine Kinder hat, geht vor denen die große und teils selbständige Kinder hat. Wer Familie hat, wird zu Schulferienzeiten bevorzugt. Ganz ehrlich, wo ich noch keine Kinder hatte, wäre ich ja auch selten doof gewesen, Urlaub zu nehmen wenn Ferien sind! 1. Arbeitet es sich entspannter zu Ferienzeiten, 2. Urlaub ist wesentlich teurer in der Saison als außerhalb. Frühschichten gehen bevorzugt an Personen mit Kindern etc. Und wer sich daran stört, sollte sich selbständig machen und nicht am öffentlichen Leben teilhaben. Denn es geht dabei nicht darum, dass gerade Mütter nicht gerne anders arbeiten wollten - sie KÖNNEN es schlicht einfach nicht. Und wo ich noch kein Kind hatte, war das für mich selbstverständlich und genauso für mein Mann in seiner Firma. Das ist menschlich total nachvollziehbar und ich hab damals sogar ganz gerne Spätschichten gehabt. Ich bin eher ein Langschläfer und hab lieber von 9-18 Uhr gearbeitet als von 7-16 Uhr. Jetzt muss ich auch schauen, dass wenn ich wieder anfange zu arbeiten, die Arbeitszeiten lieber früh sind als spät, denn geht nicht nur um Betreuung. Sondern so hab ich einfach mal 2 Stunden mehr von meinem Kind am Abend. Wenn ich hingegen erst 18 Uhr aus habe, heim fahren muss, dann sind das 2 Stunden weniger. Da mach ich für MICH lieber den Abstrich früher aufstehen zu müssen, weil Durchschlafen etc. ist mit Kind sowieso Luxus!^^

Hallo!

Einen echten "Anspruch" auf Gerechtigkeit hast Du nicht, das letzte Wort, wer welche Schichten arbeiten muss, hat der Chef - und der kann auch entscheiden, dass die Schichten eben Deine Kollegin festlegt und fertig.

Allerdings, wenn ggf. gleich mehrere Kollegen bei ihm auflaufen und sich mit deutlichen zahlen und Fakten beschweren, dass alle mehr Spät und Wochenendschichten arbeiten müssen, dann wird er wahrscheinlich eingreifen.

Wenn nur Du alleine Dich beschwerst, kannst Du allerdings auch den kürzeren ziehen.

  • Jain! Das Grundgesetzt - steht über jedem individuellem Recht am Arbeitsplatz! Sprich 1. Gleichberechtigung. Sprich, gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, warum die Kollegin vornehmlich die "besseren" Schichten hat, weil sie z.b. selbst Kinder hat, nen Nebenjob oder sonst was, ist sie anhand vom Grundrecht verpflichtet, jeden gleich zu behandeln. Stellt sie sich selbst automatisch besser und wen anders bewusst schlechter - kann das vor nem Arbeitsgericht sehr schnell gegen Sie verwendet werden. Denn Arbeitgeber sind z.B. auch bei Entlassungen etc. verpflichtet nach sozialen Richtlinien zu handeln. Sprich, käm es zu einem Stellenabbau in einer Firma, ist JEDE Firma überall in Deutschland vorerst verpflichtet junge, kinderlose zu entlassen, welche möglichst noch nicht so lange Betriebszugehörig sind etc. Also als 1. Leute raus zu werfen, die es auf dem Arbeitsmarkt am leichtesten haben, einen neuen Job zu finden.

    Praktisch ist natürlich, wenn sich andere auch benachteiligt fühlen.

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