Nettolohnoptimierung

    • (1) 17.02.17 - 12:25

      Hallo,

      ich war gestern bei einer Beratung bzgl. Elterngeld.

      Meine Firma hat eine Firma beauftragt unseren Lohn zu "optimieren" also irgendwie mehr Netto vom Brutto.

      z.B.

      NETTO 1500,00€
      BRUTTO 1860,00€ (OPTIMIERT)

      Ohne Optimierung wäre es bei Stk. 4
      NETTO 1500,00€
      BRUTTO 2220,00€ (ohne Optimierung)

      Jetzt wird das Elterngeld anhand des niedrigen Bruttolohns von 1860,00€ berechnet und das wären da 805,00€. Bei 2220,00€ 920,00€. Das sind über 100,00€ Verlust im Monat beim Elterngeld, obwohl ich ja das gleiche Netto bekomme.

      Weiß jemand da bescheid?Im Internet gibt es nichts darüber.

      • Wie optimiert der AG das denn? Mehr Steuerfreie Zulagen? FirmenAuto?

        Sowas hab ich noch nie gehört dass knapp 500 Euro vom brutto geklaut werden und das gleiche rauskommt.

        • Das würde mich jetzt aber auch brennend interessieren #kratz

          Hallo.

          Nettolohnoptimierung haben wir bei uns im Betrieb auch. Auch hier wird der Brutto-Lohn entsprechend gekürzt. Dafür gibt es dann Essensschecks, Shopping-Card, Zuschuss zu Internet und Festnetz, etc.

          Das ausgezahlte Netto verringert sich dadurch geringfügig, aber wenn man die Werte der einzelnen Bausteine wieder gegen rechnet, hat man mehr Netto raus.

          Und die durch die Kürzungen entstanden Lücken bei Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, etc werden durch entsprechende Absicherungen geschlossen.

          Gruß
          claudia

          • Der Einzige, der daran wirklich verdient, ist der Berater.#cool

            <<<Und die durch die Kürzungen entstanden Lücken bei Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, etc werden durch entsprechende Absicherungen geschlossen.>>>

            Ach ja, und der Banker bzw. Lebensversicherungsfuzzi.

      Es soll also eine Lohnkürzung geben?

    (9) 17.02.17 - 13:35

    Ich hoffe, dass du dieser Änderung zustimmen musst. Und falls ja, würde ich dem niemals zustimmen. Das Elterngeld ist das Eine, monatlich knapp 400 Euro weniger bzgl. der Rentenversicherung verbeitragen das Andere. Von dieser Optimierung profitiert langfristig nur dein Arbeitgeber, der weniger Arbeitgeberanteil zahlen muss. Du guckst aber langfristig in die Röhre.

    (10) 17.02.17 - 22:45

    Hallo,

    das dürfte rechtlich nicht haltbar sein.
    Man darf dir nicht einfach Bruttolohn streichen.
    Sollst du da zustimmen?

    LG

    (11) 17.02.17 - 23:04

    Das kann so irgendwie nicht stimmen. Bei einem Brutto von 1860 Euro sind schon die Sozialabgaben so hoch, dass da für dich keine 1500 Euro Netto bei rumkommen können. Diese Beiträge sind ja festgelegt und da kann man nicht dran drehen.

    Aus dem was ich jetzt zum Thema Nettolohnoptimierung gefunden habe werde ich auch nicht wirklich schlau. Aber ich verstehe das eher so , dass der AG Teile des Einkommens seiner AN z.B. als die von dir angesprochene Internetpauschale ausweisen kann. Das hat dann für ihn steuerliche Vorteile und es ist für ihn so, als wäre der Bruttolohn seiner Angestellten niedriger. Er holt sich das Geld über geringere Steuerzahlungen eben wieder.

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