Verständnisfrage Nachweis zu Elterngeldantrag

    • (1) 21.02.17 - 19:59

      Hallo zusammen,

      ich verzweifle: im Elterngeldantrag steht zum Thema Nachweis von Einkommen:

      "Beschäftigte fügen bitte eine Bestätigung des Arbeitgebers über den genauen Zeitraum der tatsächlichen Elternzeit bei."

      Was reicht man da ein? Das betrifft ja den Papa wenn ich das richtig verstehe. Aber die "tatsächliche Elternzeit" kann doch unmöglich nachgewiesen werden im Vorfeld? Lediglich die beantragte bzw eingereichte Elternzeit ist doch möglich. Was am Ende TATSÄCHLICH genommen wird, kann doch niemand sagen? Konkret: mein Mann reicht Lebensmonate 1 und 12 Elternzeit ein und wechselt aber zu 99% den Job zwischen diesen Monaten und eine Elternzeit beim neuen AG würde ich eher nicht sehen. Also wie soll sein jetziger Arbeitgeber eine Bestätigung abgeben? Ich hänge mich vielleicht auch am Wort "tatsächlich" zu sehr auf #augen

      Und sehe ich das richtig, dass wir auch den Elterngeldantrag für meinen Mann erst nach der Geburt abgeben können mit der Folge, dass das Elterngeld für ihn für den ersten Monat erst nach so 8 Wochen kommt, wenn er ja längst wieder arbeitet? Ist jetzt nichts genickbrechendes, aber wäre gut zu wissen ob ich da richtig denke...

      Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen #winke

      LG

      • Wenn er den 2. Monat gar nicht nimmt, dann müsst ihr das Elterngeld für den ersten Monat eh zurückzahlen, also wäre das besser, dass ihr ohne das Geld rechnet!

        Also ja, es geht um die Bestätigung der angemeldeten Elternzeit vom AG.In der Regel ist davon auszugehen, dass die dann auch genommen wird, da ja nur in Ausnahmefällen eine Elternzeit vorzeitig beendet werden kann oder nicht genommen werden!

        • Nee nee so hatte ich das gar nicht gemeint: ich dachte wenn er LM 1 und 12 nimmt kommt die Auszahlung halt einmal rückwirkend nach Genehmigung des Antrags für LM 1 und dann irgendwann rund um LM 12 die nächste Zahlung sofern wir nicht aufgrund Jobwechsels das rechtzeitig mitteilen. Aber gut dass ich drüber schreibe: mir fällt gerade auf, dass wir den Anspruch auf 2 Elterngeldmonate für ihn ja nur haben, wenn er auch zwei Monate nimmt: du weißt nicht zufällig, ob dann auch für LM 1 zurück gefordert wird, wenn er LM 12 wegen Jobwechsel nicht nehmen kann?

          Danke für deine Antwort #winke

            • Ihr solltet euch also überlegen, ob er nicht im aktuellen Job (oder vielleicht in der Übergangszeit, wenn es nicht nahtlos ist), Elternzeit nehmen kann. Es reicht ja eine Woche ca. wenn er den Rest Vollzeit arbeitet, um Anspruch zu haben.

              • Okay, ich stehe total auf dem Schlauch: im aktuellen Job wäre vermutlich 1 Monat möglich. Nur der zweite Monat wäre nicht möglich, da er vermutlich bald wechseln kann. Ob er in der neuen Firma Elternzeit nehmen kann, wissen wir ja nicht zumal es ja auch blöd kommt, wenn er noch nicht lange dann da ist. Was meinst du mit Anspruch? Und auf was?

                • Wenn er einen Lebensmonat nimmt und in einem 2. Lebensmonat nur eine Woche Elternzeit, hat er Anspruch auf Elterngeld. Theoretisch reichen auch zweimal eine Woche (dann eben nur geringeres Elterngeld, weil das Einkommen angerechnet wird).

                  Die Frage ist ja, ist er noch länger als einen Lebensmonat beim jetzigen AG? Dann sollte er da gleich die Elternzeit nehmen, dann habt ihr das Elterngeld sicher.

                  • Das ist die Gretchenfrage. Wenn es nach uns geht, ist er eher heute wie morgen dort weg. Die laufenden Bewerbungen verzögern sich aber momentan, sodass wir denken, er wird noch einen Monat Elterngeld in der jetzigen Firma hinkriegen.

                    Wäre es denn möglich, dass er zwei Monate beantragt und sollte er doch früher den neuen Job antreten vor Ablauf der zwei Monate, dass er normal mit seiner jetzigen 4-Wochen-Frist kündigen kann? Oder gilt da in der Elternzeit eine andere Frist?

                    • In Elternzeit gilt die normale Frist, wenn er nicht zum Ende der Elternzeit kündigt.

                      Frage ist ja, wenn das Kind z.B. am 6.5. kommt, ob er dann bis 5.7. anmeldet und dann zum 30.6. kündigt, damit hätte er Anspruch auf zwei Monate Elterngeld.

                      • Unsere Tochter kommt aber schon Ende April, da ich einen Kaiserschnitt rechtzeitig, sprich mindestens 2 Wochen, vor ET kriegen muss. Und da wäre das Monatsende ja unmittelbar nach Geburtstag. Aber sagen wir er nimmt ab Geburt (sagen wir 23.04.) bis dann 23.06. und kündigt zum 30.05. hat er grundsätzlich den Anspruch und muss nur für den Teil, der in den Juni fällt, zurück zahlen, oder?

                        • Nein, dann muss er ganz zurückzahlen, da er keine zwei Lebensmonate jeweils unter 30h/Woche im Monatsschnitt war.

                          Die Elternzeit wäre dann übrigens bis zum 22.6.!

                          Wobei dann evtl. die Woche Elternzeit reicht, um nicht über die zulässige Gesamtstundenzahl (ca. 120h/Monat) zu kommen, dann hätte er auf alles Anspruch, eben nur mit Anrechnung des Einkommen im 2. LM.

                          • Oh man, das ist echt kompliziert. Irre, dass du da so gut durch blickst!!

                            Ich denke wir beantragen einfach die 2 Monate Elternzeit jetzt ab Geburt und dann gucken wir, wie sich die Joblage entwickelt. Zur Not muss halt der eine Monat vom Sparbuch überbrückt werden, den er vermutlich daheim bleibt...

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