Kredit für Neubau?

    • (1) 23.02.17 - 22:32

      Hallo ihr Lieben,

      Mein Partner und ich ( nicht verheiratet), zwischen 25 und 28 Jahre alt, denken darüber nach uns zu vergrößern. Im Moment leben wir zur Miete. Wir möchten ein Architektenhaus auf dem Grundstück meiner Eltern ( ca. 600 m`2) bauen. Nun denken wir über einen Kredit nach. Das Haus kostet uns ungefähr 350.000 Euro. Das Grundstück wird mir vorzeitig vererbt. Wir haben beide feste Jobs mit Netto 5.100 Euro pro Monat zusammen. Unsere Rücklagen betragen ca. 30.000 Euro, wobei ich sie gerne unangetastet lassen würde. Wie seht ihr das? Sind wir kreditwürdig? Wie findet man eine geeignete Bank. Ist Interhyp eine Option? Welche Nebenkosten erwarten uns beim Neubau? Habt ihr sonstige Tipps?
      Liebe Grüße

      • Mit dem Einkommen und zwei unbefristeten Jobs sollte eine Finanzierung locker möglich sein. Ich würde an eurer Stelle aber durchaus neben dem Eigenkapital "Grundstück" auch noch Barmittel einfließen lassen, da das den Beleihungswert senkt und ihr dann wahrscheinlich eine bessere Kondition bekommt.

        Habt ihr in eurer Gegend jemanden, der unabhängig berät (Makler, Versicherungsvermittler...)? Dort kann man sich i. d. R. auch verschiedene Banken vergleichen lassen. Sonst bleibt nur die Banken vor Ort abzuklappern und Konditionen zu vergleichen.

        Tipps: nicht mit Wohnriester finanzieren, bedenken, dass evtl. mal ein Gehalt wegfallen könnte wg. Kindern, lange Zinsbindung, Rate nicht zu hoch wählen, lieber Sondertilgung vereinbaren.

        • Vielen Dank für deine ( ich dutze jetzt einfach mal) Meinung!
          Hast du vielleicht Erfahrung mit Interhyp? Die vergleichen anscheinend umsonst sämtliche Banken und suchen den passenden Kredit für ihre Kunden raus. Ich frage mich nur, wie bekommen sie ihr Geld oder gibt es da versteckte Kosten? Auf der Internetseite steht zwar alles ist kostenlos, aber ich bin da immer skeptisch :)
          Liebe Grüße

          • Nein, mit denen habe ich keine Erfahrung. Denke, dass die ihre Provision über die Bank bekommen. Das ist im Zinssatz so kalkuliert. Musst es dir so vorstellen: wenn ihr direkt zu einer Bank geht, dann bezahlt die Bank den Berater (egal, ob ihr abschließt oder nicht). Dazu kommen auch noch Kosten für das Büro/Gebäude, Papier, Getränke etc. Bei einem anderen Vermittler entfallen diese Kosten und das Risiko "Arbeit für nichts" für die Bank. Dafür zahlt diese eine Provision an den Vermittler.

            In welcher Gegend von Deutschland wohnt ihr denn?
            LG

      Weshalb nicht über wohn Riester finanzieren ? Finde das ein bisschen pauschal gesagt und sollte geprüft werden. Passt sicher nicht zu jeder Finanzierung aber dennoch in Betracht zu ziehen

      • Doch, das kann man in der heutigen Zeit pauschal sagen, da die Nachteile überwiegen.

        Wer kann heut zu Tage behaupten, dass er/sie in seinem Haus wohnen bleibt? Vielleicht muss man irgendwann verkaufen/ausziehen wegen Trennung/Scheidung oder weil man pflegebedürftig wird und in ein Altenheim umzieht? Wer hat nach einer Scheidung das nötige Geld/die Lust sich innerhalb von 3 Jahren was neues zu kaufen? Wenn man das nicht macht ist die Förderung fehlverwendet worden und man zahlt sie und die Steuervorteile zurück an den Staat. Da können im Laufe der Zeit riesige Summen zustande kommen (die dann unter anderem in der Rente fehlen). Gleiches gilt auch für vorzeitiges Vererben.

        Dann muss man irgendwann das Wohnförderkonto auflösen und Steuern zahlen mit Geld, was man nicht hat. Beim "normalen" Riester wird es von der Rente abgezogen, die man bekommt, aber bei Wohnriester gibt es ja diese Rente nicht.

        Und dazu kommt auch noch, dass man trotz Eigenheim eine Rentenlücke haben wird. Die kann man zumindest teilweise durch einen Riester schließen, den man als Rente ausbezahlt bekommt.

        Das sind für mich genug Gründe jedem zu raten sein Haus nicht mit einem Wohnriester zu finanzieren. ;-)

    PS.: Und lasst euch keine Bausparer o.ä. andrehen. ;-)

    Warum nicht mit Wohnriester finanzieren?

Hallo,

Die Finanzierung dürfte kein Problem sein.

Ihr könnt beim Neubau locker 10% drauf rechnen.

Teilt ihr das Grundstück?

Interhype hatte wir damals auch angefragt. Die brauchten ewig und haben uns nichts Neues erzählt. Die versprochenen Zinsen vom Gespräch wurden bei Vertragsunterzeichnung nicht gehalten.
Wir haben am Ende bei unserer Hausbank finanziert, das ging alles sehr schnell und unkompliziert!

Und lasst euch nix aufschwatzen am besten ist so viel wie möglich zu tilgen.... KfW lohnt sich nur eine Summe, die ihr in den 10jahren abbezahlt habt.

Lg costa

  • Die KFW bietet mittlerweile auch 20 Jahre Zinsfestschreibung an. Außerdem gibt es sehr gute Bausparer am Markt, mit denen man dann das KFW-Darlehen ablösen kann. ;-)
    LG

    • Gut das wusste ich nicht, aber die Zinsen sind im Moment so gut da kann man vollfinanzieren, das ist oft günstiger!

      Lg

      • Ja, vor 2-3 Jahren war das auf jeden Fall so. Jetzt gerade macht das KFW-Effizienshaus-Förderprogramm Sinn (also nach KFW 55 etc. bauen). Wenn man das vor hat, bekommt man das Geld von der KFW deutlich günstiger als von der normalen Bank. Aber das ändert sich ja schon fast wöchentlich. ;-)

        LG

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