Arbeitsunfall und Zukunftsängste

    • (1) 28.02.17 - 09:46

      Hallo zusammen,

      es ist vielleicht ein SiliPo, aber vielleicht hilft das schreiben ja schon, bzw. der Austausch mit anderen.

      Mein Mann hatte vor 2,5 Jahren ein Arbeitsunfall und ist seit dem Krank geschrieben. Er kann in seinem Beruf nicht mehr arbeiten und hat dauerhafte Schmerzen. Die BG hat für sich alles abgeschlossen und meint sie wären nicht mehr zuständig.Obwohl 2 Ärztliche Gutachten belegen, das die Schmerzen vom Arbeitsunfall herführen. Die Krankenkasse fühlt sich nicht zuständig, es war ja ein Arbeitsunfall, also was Therapien usw. betrifft. Er hatte auch seit anderthalb Jahren keine Therapeutischen Maßnahmen mehr, um eventuell eine Verschlechterung zu verhindern. Die Arbeitsagentur sagt zu ihm, er kann doch noch andere Tätigkeiten ausüben, dann soll er halt ein Minijob ausüben und dann stehen ihm auch Leistungen zu, wie Hartz IV. Arbeitslosengeld hat er bereits bezogen, das jetzt endet.

      So langsam ist es einfach nur noch nervenaufreibend. Finanziell wird es auch eng die nächsten Monate. Momentan bin ich in Elternzeit, bis zum Sommer. Wenn alle stricke reißen muss ich halt arbeiten gehen, was ich aber ungern tun möchte. Aber bevor wir den Kredit nicht mehr abbezahlen können...

      Es ist einfach eine scheiß Situation momentan.
      Hat jemand Erfahrung mit Wohngeld oder so, womit man die paar Monate überbrücken kann?

      Ich versuch mein Mann schon immer gut zuzureden, das wir das alles schaffen. Er möchte arbeiten. Wir zahlen auch noch den Bafög für sein Studium ab.

      Ich hoffe ich habe nicht zu wirr geschrieben.

      • Hallo,

        ich kenne mich jetzt nicht wirklich aus.

        Welcher Art ist denn die Verletzung bzw. um welchen Beruf handelt es sich. Ich denke mal das die Arbeitsunfähigkeit irgend jemand attestieren muss.

        Wir hatten hier im Unternehmen einen Fall wo derjenige in seinem Beruf (auch durch Arbeits-unfall) nicht mehr arbeiten konnte. Er hat eine Umschulung gemacht (wobei die Kosten hierfür wohl die Bg übernommen hat.)

        Da er sich hier gut gemacht hat konnten wir ihn in ein festes AV übernehmen.

        Vielleicht könnt ihr euch noch mal beraten lassen (Anwalt z. B).

        MfG

        Grit

        Hallo.

        Wurde er denn aus seinem Betrieb gekündigt? Eigentlich darf er nicht gekündigt werden. Wurde denn schon ein Antrag auf Behinderung gestellt, damit er wenigstens Punkte/Prozente bekommt. Vielleicht auch eine Erwerbsminderungsrente etc. Warum hat er seit 1 1/2 Jahren keine therapeutischen Maßnahmen mehr gehabt. Hat er sich nicht drum gekümmert oder wieso.

        <<<Die Arbeitsagentur sagt zu ihm, er kann doch noch andere Tätigkeiten ausüben, dann soll er halt ein Minijob ausüben und dann stehen ihm auch Leistungen zu, wie Hartz IV. Arbeitslosengeld hat er bereits bezogen, das jetzt endet.>>>

        Und ist das machbar? Welche Tätigkeiten kann er denn ausüben. Wenn er arbeiten möchte, dann findet sich auch ein Weg.

        LG

        (4) 28.02.17 - 10:55

        Hallo,

        es tut mir sehr leid was euch passiert ist.

        Welche Arbeiten könnte dein Mann denn machen?

        Eine Möglichkeit wäre evtl eine Umschulung.

        Und an deiner Stelle würde ich auf jeden Fall schnellstmöglich arbeiten gehen! Irgendwoher muss das Geld ja kommen. Solange dein Mann zuhause ist, sollte es doch machbar sein, dass er sich um die Kinder kümmert oder nicht?

        LG

      • Danke für eure Antworten.

        Er ist Seemann und hat sie an der Hand verletzt. Durch die Verletzung bekommt er kein Befähigungsschein ( hab schon wieder vergessen wie der heißt) das er gesund ist und zur See fahren kann. Dementsprechend kann er seinen Beruf nicht mehr ausüben.

        Therapien bekommt er keine, weil sich keiner Zuständig fühlt. Die Krankenkasse hat eine Gruppentherapie bewilligt zur Schmerzbewältigung. Dort wird aber nur geredet, um alles zu verarbeiten.

        Er hatte Leider nur ein befristeten Vertrag, der auch verlängert worden wäre.

        Eine Umschulung hätte er gerne gemacht, aber die BG bewilligt das nicht, da die Schmerzen eventuell folgen der OP sind und die Ärzte sich in der Diagnose nicht einig sind. Allerdings haben alle Ärzte bestätigt das die Schmerzen folgen des Arbeitsunfalles sind.

        Beim Anwalt sind wir schon und lassen uns dort beraten.
        Bei meiner Chefin bin ich auch die Tage für ein Gespräch, um eventuell früher wieder zu arbeiten. Aber das geht auch nicht so einfach, da für mich eine Vertretung eingestellt wurde.

          • <<<Hört sich irgendwie an, als wäre rechtlich gesehen Einiges schief gelaufen. >>>

            Das meine ich nämlich auch. Beim Arbeitsunfall ist da noch einiges drin (rechtlich). Da würde ich mich auch nicht abspeisen lassen.

      (8) 28.02.17 - 17:30

      Hallo,

      ich finde das schwierig - ist dein Mann denn im Alltag so belastbar, dass auch er mit den Kindern zu Hause bleiben könnte?
      Wenn es so wäre, würde ich mir an Deiner Stelle schnellstens eine Arbeit suchen, ob Du nun möchtest oder nicht. Dann würde sich evtl. die finanzielle Situation etwas entspannen...

      Ich weiß nicht, ob ihr Anrecht auf Wohngeld habt, wenn einer von Euch arbeitsfähig ist...

      LG

      a79

      Hallo,

      Ich habe deine Schilderung leider erst heute gelesen. Da ich auch einmal solche Probleme mit der BG hatte, als ich vor einem Jahr selber einen Arbeitsunfall hatte.
      Ich hoffe es geht ihm mittlerweile besser. Würde nochmal zum Durchgangsarzt gehen, wenn er noch weiter Probleme hat.
      Einen Rat kann ich dir geben: Such dir professionelle Hilfe. Damals wusste ich nicht woran ich bin und wie ich mich zu verhalten habe. Besonders wenn man als einzelner gegen die große Berufsgenossenschaft kämpfen will.
      Damals habe ich lange das Internet durchsucht und bin letztlich auf eine Firma gestoßen, die sich für Ansprüche gegenüber der Berufsgenossenschaft engagiert und sich mit Arbeits- und Wegeunfällen beschäftigt. Google mal nach Juvato. Das ist ein Expertennetzwerk, die sich auf die gesetzlichen Unfallversicherungen spezialisiert hat.
      Als ich mich bei denen gemeldet habe, haben sie mir gleich eine kostenlose Erstprüfung angeboten. Ich schilderte denen meinen Fall und sie haben sich super für mich eingesetzt
      War sehr zufrieden mit denen. Schau einfach mal bei denen auf der Homepage vorbei.
      Versuche das mal. Fragen kostet ja nix. 😉 Wünsche deinem Mann alles Gute.

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